Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
525.309
Registrierte
Nutzer

Autounfall auf Privatgelände- Vorgehensweise

11.9.2019 Thema abonnieren
 Von 
Willi66
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Autounfall auf Privatgelände- Vorgehensweise

Guten Tag allen zusammen,
ich würde gerne eure Meinung zum folgenden Sachverhalt hören und vielleicht auch irgendwelche Vorgehensweisen:
Beim entsorgen von Schnittgrün, bei einem Recyclinghof, ist mir ein LKW ins Auto gefahren. Ich kam zum Recyclinghof an und habe erstmal für das Schnittgrün bezahlt und mich anschließend ins Auto gesetzt und wollte zur Stelle zum entsorgen fahren. Auf dem Gelände ist Schrittgeschwindigkeit und ich fuhr auch so, bloß links neben mir fuhr ein LKW(vom Betrieb) ein bisschen schneller als Schrittgeschwindigkeit und fuhr anschließend scharf rechts und hat mich angefahren. Auf dem Gelände sind überall Kameras und der Unfall wurde auch gefilmt.

Mir wird vom LKW Fahrer vorgeworfen ich wollte ihn rechts Überholen, was nicht stimmt. Die Versicherung vom Unternehmen hat den Sachverhalt aufgenommen und es wird nun auch die Lage geklärt.

Meine Frage ist jetzt, wie wird die Schuldfrage geklärt, kriege ich Mitschuld und wenn ja zu wie viel % in etwa, wenn ich Schuld kriege kann man diese anfechten oder nicht?

Wie sollte ich am besten vorgehen? Abwarten was die Versicherung schreibt und dann reagieren?

Vielen Dank in Voraus

Verstoß melden



2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
eh1960
Status:
Student
(2079 Beiträge, 727x hilfreich)

Zitat:
Meine Frage ist jetzt, wie wird die Schuldfrage geklärt, kriege ich Mitschuld und wenn ja zu wie viel % in etwa, wenn ich Schuld kriege kann man diese anfechten oder nicht?

Alle Glaskugeln sind zur Zeit in der Inspektion, und das Orakel weilt schon wieder auf den Kanaren.

Im Ernst: das kann hier niemand sagen.

Generell wird auf einem Recycling-Hof dasselbe gelten wie auf einem großen Parkplatz: Gegenseitige Rücksichtnahme und Verständigung.

D.h.: es läuft auf Teilung der Schuld hinaus, 50:50, vielleicht auch im etwas anderen Verhältnis.

Hat man einen Zeugen, der aussagen kann, daß der LKW gefahren wie Sau und plötzlich rechts rübergeschert ist, dann kann die Quote günstiger ausfallen.

Der Beschreibung nach gibt es Aufnahmen von Überwachungskameras. Das wäre natürlich perfekt für die Beweiserhebung - wenn die Kameras das denn gut nachvollziehbar aufgenommen haben.

Unbedingt zusehen, daß die Aufnahmen gesichert werden!!!

Und dann überlässt man das seiner Haftpflichtversicherung. Wenn die Aufnahmen zur Verfügung hat, die zeigen, daß ihr Versicherter sich korrekt verhalten hat, dann ist das ein Selbstgänger. Dann sagt die Versicherung: "Unser Versicherter hat nachweislich keine Schuld, wenn die Gegenseite das anders sieht, kann sie ja vor Gericht gehen."

Und die gegnerische Haftpflichtversicherung guckt sich das an und sieht: "Das bringt nix." Und das Thema ist gegessen.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Willi66
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank für die nette und hilfreiche Antwort.

Ich habe das Video gesehen und man kann auf jeden Fall erkennen wie der LKW Fahrer scharf von links nach rechts fährt. Auf Bitte dieses Video zu bekommen, wurde mir gesagt das die Firma dies nicht darf aber dieses Video zur Versicherung geschickt wird.

Wenn es zum Gegenspruch kommt, kann meine Versicherung bei der anderen das Video verlangen?
Was ich so verstanden habe, kommt es erst zum Gerichtsverfahren, wenn meine Versicherung Widerspruch einlegt. Ich als Person muss also kein Gerichtsverfahren führen, dies machen die Versicherungen unter sich, richtig?

Und nochmal vielen Dank für die hilfreiche Antwort, sie hat mich relativ beruhigt.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

Jannis Geike Nicolas Reiser Felix Hoffmeyer
  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 180.700 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
76.581 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.