Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
553.889
Registrierte
Nutzer

Darf Krankenkasse Einkommensteuerbescheid fordern?

 Von 
sumoooooo
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)
Darf Krankenkasse Einkommensteuerbescheid fordern?

Hallo zusammen,

ich bin als lediger, kinderloser Freiberufler (Architekt) tätig und habe nebenbei Mieteinkünfte.
Ich bin gesetzlich krankenversichert, meine Lebensgefährtin ist privat.
Muss ich der Forderung meiner Krankenkasse nachkommen den Einkommensteuerbescheid vom Vorjahr zu schicken aus dem die Mieteinnahmen hervor gehen?

Danke für Ihre Hilfe,

Andreas G.

Verstoß melden

Nicht genau ihre Frage? Wir haben weitere Antworten zum Thema
Krankenkasse Forderung


6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12321.04.2020 21:07:37
Status:
Schüler
(325 Beiträge, 94x hilfreich)

Ich gehe davon aus, dass du freiwillig gesetzlich versichert bist.

Dann darfst du auch freiwillig den Höchstbeitrag zahlen, wenn du dein Einkommen nicht nachweisen willst.

1x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
sumoooooo
Status:
Frischling
(21 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo, danke für die schnelle, hilfreiche Antwort. Wenn ich einen freien Willen hätte würde ich mich weder kranken- noch Rentenversichern.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79870 Beiträge, 33755x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
Wenn ich einen freien Willen hätte
,
Also verheiratet?



Zitat (von sumoooooo):
Darf Krankenkasse Einkommensteuerbescheid fordern?

Ja, darf sie.



Zitat (von sumoooooo):
Muss ich der Forderung meiner Krankenkasse nachkommen den Einkommensteuerbescheid vom Vorjahr zu schicken aus dem die Mieteinnahmen hervor gehen?

Nein

In der Folge wird der Beitrag dann wohl nach oben angepasst.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8713 Beiträge, 2822x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
Hallo, danke für die schnelle, hilfreiche Antwort. Wenn ich einen freien Willen hätte würde ich mich weder kranken- noch Rentenversichern.

Durch Auswanderung in ein Land ohne Sozialsysteme kannst Du dass realisieren. Aber nur ein krankenhausaufenthalt kann dann zum finaziellen Ruin führen oder auch eine langwierige ambulante Behandlung mit sehr teuren Medikamenten.

Hinsichtlich der Rentenversicherung würde ich mir allerdings auch eine private Alternative wünschen - na ja, jetzt nicht mehr wirklich.

Berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
radfahrer999
Status:
Richter
(8080 Beiträge, 4595x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Zitat (von sumoooooo):
Wenn ich einen freien Willen hätte

,
Also verheiratet?

:respekt:

Zitat (von sumoooooo):
Darf Krankenkasse Einkommensteuerbescheid fordern?
Ja, dies is ein übliches Prozedere. Da die Einkommenshöhe Grundlage der Beitragshöhe ist, werden die Einkommenssteuerbescheide gefordert um zu überprüfen, ob die Beitragshöhe noch dem Einkommen entspricht.

Zitat (von sumoooooo):
Muss ich der Forderung meiner Krankenkasse nachkommen den Einkommensteuerbescheid vom Vorjahr zu schicken aus dem die Mieteinnahmen hervor gehen?
Musst nicht, musst auch mit den Konsequenzen der Verweigerung leben. Die Konsequenz wird eine Schätzung deiner Einkünfte sein. Diese Schätzung liegt idR auf Höhe der Beitragsbemessungsgrenze (sprich dem Vollbetrag).

Signatur:Wenn dir die Antwort nicht gefällt, solltest du die Frage nicht stellen... ;-)
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Roland-S
Status:
Lehrling
(1859 Beiträge, 1029x hilfreich)

Zitat (von sumoooooo):
Muss ich der Forderung meiner Krankenkasse nachkommen den Einkommensteuerbescheid vom Vorjahr zu schicken aus dem die Mieteinnahmen hervor gehen?
Wie die Vorposter schon geschrieben haben, musst Du den Bescheid nicht schicken. Die Kasse wird dann Deinen Beitrag nach der Beitragsbemessungsgrenze (sog. Höchstbeitrag) fest setzen.
Durch Nachweis eines geringeren Einkommens, wo wir wieder beim EkSt.-Bescheid sind, kannst Du eine niedrigere Berechnungsgrundlage erreichen. Sei froh, dass es keine Zinsen mehr gibt. Auch Zinserträge sind beitragspflichtig, genau so wie "Einnahmen" aus Veräußerungsgeschäften, Beteiligungen und und und.

Neu, IMO seit 2018, ist dass das tatsächliche Einkommen einmal im Jahr, durch Vorlage des Steuerbescheids, auch zu einer Erstattung zu viel gezahlter Beiträge führen kann. Das war früher nicht so.

Aus der Nummer mit dem Bescheid (und Heranziehung von Zins- Miet- und sonstigen Einkünften) kommst Du nur durch ein sozialversicherungsfplichtiges Beschäftigungsverhältnis raus. Dann bist Du nicht mehr (unfreiwillig?) freiwillig in der GKV.

Alternativ kannst Du auch in eine private Krankenversicherung wechseln. Der Schritt will IMO gut überlegt sein. Spätestens wenn Du in Rente gehst, kann es vor Vorteil sein den Status pflichtversicherter Rentner zu erhalten. Dazu bedarf es einer langen Mitgliedschaft in einer GKV vorher.

VG
Roland


Signatur:Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 195.875 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
82.265 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.