Fahrzeugdiebstahl - Muss Versicherung zahlen?

18. Februar 2014 Thema abonnieren
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)
Fahrzeugdiebstahl - Muss Versicherung zahlen?

Halli Hallo,

ich habe eine Frage an euch.

Und zwar wurde mein Fahrzeug Ende November gestohlen (komplett, ohne jegliche Spuren).

Ich habe sofort Anzeige bei der Polizei erstattet und die Versicherung informiert.

Nach Aufforderung habe ich das Fahrzeug abgemeldet und die Fahrzeugpapiere samt Schlüsseln an die Versicherung übersendet.

Nach der 4-Wochenfrist sendete die Versicherung die Fahrzeugschlüssel zu einem Gutachter, auch der Wert des Fahrzeugs wurde durch einen Gutachter ermittelt.

Durch diverse Unstimmigkeiten, hat mich meine Versicherung bisher nicht entschädigt.

Vor knapp 3 Wochen wurde nun mein Fahrzeug wiedergefunden, mit eingeschweißter Fahrgestellnummer eines anderen Fahrzeugs, ca. 70km von meinem Wohnort entfernt.

Am 13.12.2013 wurde das Verfahren bereits eingestellt, darüber informierte mich die Staatsanwaltschaft.

Die Polizei hat jetzt von meiner Versicherung die Fahrzeugschlüssel verlangt und mir gleichzeitig den Fahrzeugbrief übersandt.

Der zuständige Bearbeiter sagte mir, dass das Fahrzeug noch nicht in den Besitz der Versicherung übergegangen ist, da ich noch nicht entschädigt wurde.

Ist da etwas dran? Ich habe in Erinnerung, dass das Fahrzeug bereits nach Ablauf der 4 Wochen nach Diebstahl in den Besitz der Versicherung über geht?

Wer kommt jetzt für die Schäden auf die ggf. am Fahrzeug entstanden sind? Mehr-Laufleistung und entsprechender Wertverlust? Durch die neu eingeschweißte Fahrgestellnummer werde ich das Auto nie wieder ohne enorme Verluste verkaufen können.

Kurz um: Ich möchte kein Fahrzeug zurücknehmen, was ein Dieb 3 Monate "benutzt" hat.

Wenn ich den Versicherungsbearbeiter jedoch so höre, bleibt mir nichts anderes über.

Könnt ihr mir mehr dazu sagen? Es handelt sich um die HUK-Coburg Versicherung.

Lieben Gruß

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18 Antworten
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#1
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2181 Beiträge, 1247x hilfreich)

quote:
Durch diverse Unstimmigkeiten, hat mich meine Versicherung bisher nicht entschädigt.


Kannst Du das konkretisieren?

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8x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Ich habe direkt nach Fahrzeugkauf aus 2 Fahrzeugschlüsseln einen gemacht und unwissend, dass sich im Schlüsselgehäuse ein Transmitter befindet, diesen weggeworfen.

Diesen Umstand habe ich jedoch einem Versicherungsvertreter, welcher mich diesbezüglich vor 2 Wochen persönlich aufsuchte klargemacht.

Weiterhin wartete die Versicherung wohl auf Akten der Staatsanwaltschaft.

Gruß

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4x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
guest-12331.05.2016 15:25:27
Status:
Praktikant
(597 Beiträge, 526x hilfreich)

http://www.huk.de/content/dam/hukde/pdf/kfz/KNB6114P.pdf;jsessionid=0001eCdzTcclw5vkqtjm-8I1ZoY:16rkoikkg

"Zusätzliche Regelungen bei Entwendung
Wiederauffinden des Fahrzeugs
a Wird das Fahrzeug innerhalb eines Monats nach Eingang der Schadenanzeige
wieder aufgefunden und können Sie innerhalb dieses Zeitraums
mit objektiv zumutbaren Anstrengungen das Fahrzeug wieder in
Besitz nehmen, sind Sie zur Rücknahme des Fahrzeugs verpflichtet.
Eigentumsübergang nach Entwendung
b Sind Sie nicht nach A.2.6.6.a zur Rücknahme des Fahrzeugs verpflichtet,
werden wir dessen Eigentümer. Haben wir die Versicherungsleistung wegen einer Pflichtverletzung
(z. B. nach D.1, E.1 oder E.3 oder wegen grober Fahrlässigkeit nach
A.2.9.1) gekürzt und wird das Fahrzeug wieder aufgefunden, gilt Folgendes:
Ihnen steht ein Anteil am erzielten Veräußerungserlös nach
Abzug der erforderlichen Kosten zu, die im Zusammenhang mit der
Rückholung und Verwertung entstanden sind. Der Anteil entspricht der
Quote, um die wir Ihre Entschädigung gekürzt hatten."

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Danke für die schnelle Antwort.

Kannst du mir das bitte noch etwas leichter Verständlich erklären?

Vielen Dank.

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1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
TheCat
Status:
Lehrling
(1031 Beiträge, 753x hilfreich)

quote:
Der zuständige Bearbeiter sagte mir, dass das Fahrzeug noch nicht in den Besitz der Versicherung übergegangen ist, da ich noch nicht entschädigt wurde.


Er meinte wohl eher das Eigentum. Besitz erfordert tatsächliche Sachherrschaft.

quote:
Kannst du mir das bitte noch etwas leichter Verständlich erklären?


Steht doch da:

"Sind Sie nicht nach A.2.6.6.a ['Wird das Fahrzeug innerhalb eines Monats nach Eingang der Schadenanzeige
wieder aufgefunden'] zur Rücknahme des Fahrzeugs verpflichtet, werden wir dessen Eigentümer.
"

Die VS ist also Eigentümer des Kfz, unabhängig davon, ob sie schon geleistet hat.

quote:
Der zuständige Bearbeiter sagte mir, dass das Fahrzeug noch nicht in den Besitz der Versicherung übergegangen ist, da ich noch nicht entschädigt wurde.


Das läßt sich zumindest aus den oben zitierten Bedingungen der HUK nicht entnehmen. Die Regelung ist klar, die VS ist Eigentümer.

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1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Also habe ich alles richtig verstanden. Nachdem ich den Sachbearbeiter der Versicherung auf die Klauseln hingewiesen habe, er partout nicht davon abzubringen war, (Er sagte erneut, dass die Versicherung den Schaden noch nicht beglichen hat und dadurch nicht der Besitzer ist.)
erkundigte ich mich bei meiner Rechtschutzversicherung, welche leider Gottes auch der HUK angehört. Am Telefon wurde ich zu einem Anwalt mit dem Fachgebiet Versicherungsrecht verbunden. Dieser entnahm genau die selben Zeilen wie in diesem Thread hier. Für Ihn war es auch eindeutig und auf jeden Fall einen Rechtsstreit wert. Meine Rechtsschutzversicherung schaltete nun einen "Mediator" ein, welcher zwischen mir und der PKW Versicherung schlichten soll. Der oben genannte Anwalt meinte, es sei garnicht so schlecht, dass Rechtsschutz und PKW Versicherung in ein und demselben Hause seien. Man vermeidet solche Streitereien im selben Mutterkonzern wohl gern und klärt sowas lieber friedlich und in solchen Fällen immer zum Vorteil des Versicherungsnehmers. Die Mediatorin klang zwar sehr skeptisch, als sie hörte das es sich um ein und die selbe Versicherung handelt, aber naja. Ich werde ja sehen.

Was haltet ihr von dieser Lösung? Die Mediatoren-Lösung kostet mich erstmal nix. Weder Selbstbeteiligung, noch Schadenfreiheitsklassen. Sollte diese Schlichtung nicht zu meiner Zufriedenheit verlaufen, könne man wohl auch einen Schritt weitergehen, was mich dann allerdings oben genannte Punkte kosten könnte.

Gruß

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1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
3,141592653
Status:
Lehrling
(1802 Beiträge, 998x hilfreich)

Kannst du mal erklären, warum man einen Schlüssel wegwirft? Das macht doch absolut keinen Sinn!

Ich kaufe mir doch auch keinen 5-Türer und schweiße 2 Türen zu, wenn ich das selbe Auto für den gleichen Preis als 3-Türer haben könnte. Ich kaufe mir auch keinen Laptop und reiße das Display ab, weil ich einen Monitor habe.

Der weggeworfene Schlüssel klingt erstmal extrem unglaubwürdig! Gibts dazu noch mehr zu sagen, hast du noch irgendwelche Infos dazu, die du noch nicht geschrieben hast? Wenn es dazu nichts mehr zu sagen gibt, dann glaube ich dir die Geschichte nicht!

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"Meine Beiträge stellen nur meine Sicht der Dinge dar, keine Rechtsberatung. Alle Angaben ohne Gewähr"

1x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
TheCat
Status:
Lehrling
(1031 Beiträge, 753x hilfreich)

quote:
Am Telefon wurde ich zu einem Anwalt mit dem Fachgebiet Versicherungsrecht verbunden. Dieser entnahm genau die selben Zeilen wie in diesem Thread hier.


Das ist ja alles ganz nett, nützt dir aber nichts, wenn die VS in diesem Fall gar nicht leisten müßte, weil du nicht alle Schlüssel vorweisen konntest (den Aspekt habe ich erst beim zweiten Lesen deiner Antworten gesehen).

Dann ist logischerweise auch keine Anwendbarkeit der o.a. Klauseln gegeben, sonst könnte ja jeder argumentieren "ich betrüge meine VS, und wenn die das erst nach 4 Wochen merkt, gehört das Auto schon ihnen und sie müssen mich entschädigen". :crazy:

-- Editiert TheCat am 19.02.2014 13:49

1x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

quote:
Kannst du mal erklären, warum man einen Schlüssel wegwirft? Das macht doch absolut keinen Sinn!
Ich kaufe mir doch auch keinen 5-Türer und schweiße 2 Türen zu, wenn ich das selbe Auto für den gleichen Preis als 3-Türer haben könnte. Ich kaufe mir auch keinen Laptop und reiße das Display ab, weil ich einen Monitor habe.
Der weggeworfene Schlüssel klingt erstmal extrem unglaubwürdig! Gibts dazu noch mehr zu sagen, hast du noch irgendwelche Infos dazu, die du noch nicht geschrieben hast? Wenn es dazu nichts mehr zu sagen gibt, dann glaube ich dir die Geschichte nicht!


Der Vergleich ist echt schlecht!

Ich dachte es geht hier nicht darum jemanden zu glauben oder auch nicht.

Ich habe keinen kompletten Schlüssel weggeworfen, sondern ein zerschrammtes Schlüsselgehäuse. Ich habe 2 Schlüssel abgegeben, einer war nur unvollständig, sprich es fehlte der Transmitter im Schlüsselgehäusel. Woher sollte ich zu dem Zeitpunkt auch wissen, dass sich im Gehäuse ein solcher Transmitter befindet.

Kommt die Versicherung für die Schäden am Fahrzeug auf, wenn ich es schon zurücknehmen muss?

Gruß

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2x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2073x hilfreich)

quote:
Kommt die Versicherung für die Schäden am Fahrzeug auf, wenn ich es schon zurücknehmen muss?


Die AVB sind ja kein Geheimnis:

http://www.huk.de/content/dam/hukde/pdf/kfz/KNB6413.pdf

A.2.6.6 Zusätzliche Regelungen bei Entwendung
Wiederauffinden des Fahrzeugs
a Wird das Fahrzeug innerhalb eines Monats nach Eingang der Scha- denanzeige wieder aufgefunden und können Sie innerhalb dieses Zeitraums mit objektiv zumutbaren Anstrengungen das Fahrzeug wieder in Besitz nehmen, sind Sie zur Rücknahme des Fahrzeugs verpflichtet.

Eigentumsübergang nach Entwendung
b Sind Sie nicht nach A.2.6.6.a zur Rücknahme des Fahrzeugs verpflich- tet, werden wir dessen Eigentümer.
Haben wir die Versicherungsleistung wegen einer Pflichtverletzung (z. B. nach D.1, E.1 oder E.3 oder wegen grober Fahrlässigkeit nach A.2.9.1) gekürzt und wird das Fahrzeug wieder aufgefunden, gilt Folgendes: Ihnen steht ein Anteil am erzielten Veräußerungserlös nach
Abzug der erforderlichen Kosten zu, die im Zusammenhang mit der Rückholung und Verwertung entstanden sind. Der Anteil entspricht der Quote, um die wir Ihre Entschädigung gekürzt hatten.



Zur Rücknahme bist du also nicht verpflichtet, die Versicherung ist Eigentümerin geworden.

Es kann natürlich sein, daß man das Schlüsselproblem zum Anlaß nimmt, sich auf grobe Farlässigkeit zu berufen. Wenn beide Schlüssel und der Werkstatt-/Pocketschlüssel (wenn es einen gibt) da sind, dürfte die Versicherung damit aber nicht "durch" kommen.

Probieren wird sie es vielleicht trotzdem, aber nur aus dem fehlenden Transmitter lässt sich weder auf einen vorgetäuschten Diebstahl, noch auf eine Ursächlichkeit schliessen.

Ausser das Auto ist mit keyless-go ausgestattet, dann würde es vielleicht anders aussehen.

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1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Die Versicherung hatte beide Schlüssel bzw. alle 3.
2 "echte" Schlüssel, einer davon unvollständig und den Werkstattschlüssel.

Keyless-Go hat das Auto nicht. Ich glaube das war zu dieser Zeit noch nicht so weit verbreitet.

Ich habe jetzt einen Anwalt in Berlin kontaktiert, nachdem die Mediation nichts gebracht hat. Mal schauen was jetzt passiert.

Ist doch sicherlich kompliziert, wenn man Rechtsschutz und KfZ Versicherung, welche man im Endeffekt verklagen "möchte" in einem Hause hat?

Gruß

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1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
little-beagle
Status:
Student
(2181 Beiträge, 1247x hilfreich)

Verschrammtes Gehäuse hin oder her - Autos, die mit Schlüsseln mit Transmittern daherkommen, haben doch eine Wegfahrsperre. Genau dafür ist der Transmitter doch da - ist Dir nie aufgefallen, dass Du mit dem selbstgebastelten Schlüssel nicht fahren kannst?

Oder ist die Wegfahrsperre auch "weggebastelt" - dann könnte ich die Versicherung verstehen. Was war das denn überhaupt für ein Auto?

Bei meinem Schlüssel inkl. Transponder ist nix mit Basteln; der Transponder IST der Schlüssel. Und nur für den Fall, dass dessen Batterie leer sein sollte, kann ich den Schlüsselbart rausfummeln, um ins Auto zu kommen - starten kann ich den Wagen damit aber immer noch nicht (aber ich komme an die Ersatzbatterie)...

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1x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Ich habe den zerschrammten/defekten Schlüssel einige Tage vor dem Kauf des "neuen" Schlüssels zerlegt und das Gehäuse mit dem Wissen einen neuen zu ersteigern weggeworfen.

Im Gehäuse, in einem extra eingeclipsten Fach befand sich der Transponder, wenn man das nicht weiß fällt das auch nicht auf, bzw. sieht man das nicht. Ich dachte bis zu dem Zeitpunkt immer, dass die Platine im Schlüssel dem Fahrzeug sagt, dass der Wagen starten soll und nicht ein weiteres Bauteil.

Es handelt sich um einen Audi A4 Avant BJ 2007.

Wie dein Schlüssel aufgebaut ist, war meiner leider nicht aufgebaut.

Weggebastelt habe ich die Wegfahrsperre natürlich nicht.

Hätte ich gewusst, dass mir mein Fahrzeug gestohlen wird, hätte ich mir einen Schlüssel bei Audi machen lassen und das Geld dafür bezahlt, ganz ehrlich.. So eine Macherei deswegen.

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1x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
guest-12320.09.2014 20:57:52
Status:
Bachelor
(3393 Beiträge, 2073x hilfreich)

quote:
Hätte ich gewusst, dass mir mein Fahrzeug gestohlen wird, hätte ich mir einen Schlüssel bei Audi machen lassen und das Geld dafür bezahlt, ganz ehrlich.. So eine Macherei deswegen.



So fatal ist das nun auch nicht, daß der Transponder weg ist, ist ja plausibel erklärt, dazu der BGH:

http://rw22big3.jura.uni-sb.de/sr/vi0104.htm

Das äußere Bild eines Diebstahls ist grundsätzlich schon dann gegeben, wenn der Versicherte sein Kfz zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort abgestellt hat, an dem er es später nicht mehr vorfindet. Nach allgemeiner Lebenserfahrung kann dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einen Diebstahl geschlossen werden. Ein solcher Schluß ist nicht erst dann möglich, wenn der Versicherte sämtliche Originalschlüssel bei der Versicherung vorlegen oder das Fehlen eines dieser Schlüssel plausibel erklären kann. Auch ein redlicher Versicherungsnehmer kann nämlich den Schlüssel so verlegt haben, daß er ihn nicht wiederfindet und kann dann auch keine Erklärung über den Verbleib abgeben. Wenn ein Versicherungsnehmer nicht in der Lage ist alle Originalschlüssel vorzulegen, kann dies auf vielen Gründen beruhen und muß nicht zwangsläufig darin begründet sein, daß er den Schlüssel einem Dritten ausgehändigt hat, der den Pkw in seinem Einverständnis weggeschafft hat.


Die Versicherung wird sich da am Ende kaum durchsetzen können, sie wird eintreten müssen.

Gegenbeispiel: http://www.t-online.de/wirtschaft/versicherungen/id_21533474/kfz-versicherung-opfer-muss-autodiebstahl-beweisen-koennen.html

Aber sogar in diesem abstrusen Fall hatte noch die 1. Instanz den Versicherer zur Zahlung verurteilt.

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1x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Ich möchte mich wieder mal zu Wort melden..

Nachdem ich nun denn Fall über meine Rechtschutzversicherung und somit einem Anwalt regele ist folgendes bei rausgekommen:

Der Anwalt sieht es genauso wie ihr auch: Die Versicherung muss den Schaden begleichen.

Er hat daraufhin vor einigen Tagen ein Schreiben verfasst und der Versicherung mitgeteilt, dass er mich rechtlich vertritt, und setzte ihnen eine Frist von 7 Tagen den Schaden zu begleichen, da das Auto rein rechtlich der Versicherung gehört, mit Verweis auf A.2.6.6. AKB. Weiterhin hat er eine Summe X an Anwaltskosten draufgeschlagen und mitgeteilt, dass seit Datum X jeden Tag eine Standgebühr beim Abschleppunternehmen fällig wird, wo das Fahrzeug derzeit steht. Mit dem Schreiben haben sie der Versicherung auch die Fahrzeugbriefe wieder zurückgeschickt.

Ich erhielt daraufhin nach einigen Tagen Post von der Versicherung. Im Schreiben stand, dass sie mir die Versicherung kündigen und einen Neuantrag ablehnen, weiterhin wurden meine Daten an das HIS übermittelt.

Die Versicherung schickte gleichzeitig die Fahrzeugschlüssel und die Fahrzeugpapiere zur Anwaltskanzlei. Diese reicht nun Klage beim Landesgericht (?) ein. Frühester Termin ist wohl im Oktober.

Weiter habe ich bisher noch keine Informationen.

Was sagt ihr dazu?

Es zieht und zieht sich.. immer wieder gibt es neue Hiobsbotschaften.

Gruß

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1x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Lazyboy
Status:
Lehrling
(1024 Beiträge, 491x hilfreich)

Naja gut, kündigen darf die Versicherung und der HIS Eintrag ist auch normal, geht mehr ums Fahrzeug als um die Person..

sagt nur leider bzgl der Entschädigung gar nichts...

MFG

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1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
Horscht89
Status:
Beginner
(66 Beiträge, 36x hilfreich)

Der Anwalt hat jetzt Klage eingereicht. Was mich an der Sache noch wundert: Dass die Versicherung sich auf diesen Rechtsstreit überhaupt einlässt, wenn ihre Chancen so schlecht stehen? Was sagt ihr dazu?

Gruß

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1x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Junior-Partner
(5398 Beiträge, 1813x hilfreich)

quote:
Was mich an der Sache noch wundert: Dass die Versicherung sich auf diesen Rechtsstreit überhaupt einlässt, wenn ihre Chancen so schlecht stehen?


Vielleicht sehen die hausinternen Juristen das anders. Oder die Wahrscheinlichkeitsanalyse ergibt, daß sich das Prozeßkostenrisiko in Relation zur geforderten Summe und der von der Rechtsabteilung ermittelten Chancen für die VS im Mittel lohnt. (Mal blöde und ohne Beachtung des RVG gesagt, wenn es eine 10%-ige Chance gibt, 100.000 EUR nicht zahlen zu müssen, kann man bis zu 10.000 EUR Prozeßkosten durchaus riskieren, rein statistisch.) Man weiß es nicht.

-- Editiert BigiBigiBigi am 17.04.2014 10:52

5x Hilfreiche Antwort

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