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Haftpflicht für Boote

6. Juli 2015 Thema abonnieren
 Von 
Hans Hoss
Status:
Beginner
(58 Beiträge, 12x hilfreich)
Haftpflicht für Boote

Guten Tag,
folgender fiktiver Fall: In einem kleinen Segelhafen liegen Boote nebeneinander in ihren Liegeplätzen.

Bei einem Sturm reißt ein Festmacher von Boot A und dieses Boot beschädigt das danneben liegende Boot B, Schadenshöhe ca. 1.000 €. Die Haftpflicht-Versicherung des Eigners von Boot A lehnt die Schadensübernahme ab.
Begründung:
"Der Haftpflicht-Versicherer kommt zu dem Schluss, dass dem Eigner von Boot A kein Verschulden an dem Reißen der Leinen vorzuwerfen ist. Diese waren ausreichend dimensioniert. Einzig die Kraft des Orkans führte zum Reißen der Leinen. Diese Naturgewalt kann man Eigner von Boot A nicht vorwerfen, so dass die Haftpflicht-Versicherer eine Kostenübernahme ablehnen müssen. Im Wassersportbereich gilt eine reine Verschuldenshaftung.
Die Versicherung verweigert aus diesem Grund die Schadensregulierung."

Fragen:
1. Die Festmacher sind vderschwunden. Kann sich die Haftpflichtversicherung so der Schadensregulierung entziehen?
2. Welche Möglichkeiten hat der Eigner von Boot B, seinen Schaden ersetzt zu bekommen?

Danke für hilfreiche Hinweise.
hh

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Lazyboy
Status:
Lehrling
(1021 Beiträge, 487x hilfreich)

Grund genannt

Zitat:
Diese Naturgewalt kann man Eigner von Boot A nicht vorwerfen, so dass die Haftpflicht-Versicherer eine Kostenübernahme ablehnen müssen. Im Wassersportbereich gilt eine reine Verschuldenshaftung.


daher:
1. Ja
2. selber zahlen

-- Editiert von Lazyboy am 06.07.2015 15:33

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14928 Beiträge, 5572x hilfreich)

Es ist halt eben NICHT immer ein anderer Schuld. Da den Besitzer von Boot A keine Schuld trifft ist der Schaden vom Besitzer von Boot B selbst zu tragen.

-- Editiert von micbu am 06.07.2015 17:22

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
asd1971
Status:
Student
(2594 Beiträge, 980x hilfreich)

@ Lazyboy

b) ist totaler Quatsch!

Also grundsätzlich.

Bei Regressansprüchen muß jemand auch schuldhaft einen Schaden verursacht haben. Ist das nicht der Fall, so haftet derjenige/diejenige auch nicht.

In deinem Fall mit den Booten: sofern das Boot richtig festgemacht wurde, und ein Sturm das Boot gelöst hat, ist das höhere Gewalt (wie z. B.: auch Blitzschlag etc.).

Somit haftet man auch nicht.

Dumm für den Geschädigten.

Ich gehe mal davon aus, dass du Person B bist. Ggf. kannst du mir eine PN senden. Aber ich sehe wenig Chancen, wenn Eigner A wahrheitsgemäß und vor allem glaubwürdig darstellen kann, dass das Boot richtig festgemacht wurde.

0x Hilfreiche Antwort

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