KFZ Vollkasko: Wie oft zahlt die Versicherung den Restwert?

5. November 2016 Thema abonnieren
 Von 
heizerh
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 14x hilfreich)
KFZ Vollkasko: Wie oft zahlt die Versicherung den Restwert?

Hallo.

Angenommen ein PKW ist mit einer Vollkasko versichert. Das Fahrzeug erleidet bei einem Wiederbeschaffungswert von 4.000 EUR eine Schaden von 6.000 EUR. Die Versicherung zahlt den WBW in Höhe von 4.000 EUR. Das Fahrzeug ist weiterhin nutzbar.

Was würde passieren, wenn das Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Schaden (bspw. 3.000 EUR) erleiden würde? Würde die Versicherung wieder zahlen obwohl sie den Restwert ja schon einmal bezahlt hat? Wenn nicht, könnte man die Vollkasko ja sofort kündigen, da sie keinen Wert mehr hat.

Vielen Dank für die Meinungen.

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13643 Beiträge, 4346x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
Die Versicherung zahlt den WBW in Höhe von 4.000 EUR.
Das tut sie ja nicht, der Restwert muss abgezogen werden. Und bei einem Auto was noch einwandfrei benutzbar ist (nur Schönheitsfehler wie Beulen und Lackschäden) wird der Restwert auch nicht nur der Schrottwert sein.

Zitat:
Was würde passieren, wenn das Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt erneut einen Schaden (bspw. 3.000 EUR) erleiden würde?
Dann würde es wieder den Wiederbeschaffungswert geben, was mehr oder weniger genau dem Restwert nach dem ersten Unfall entsprechen würde. Und nochmal abzüglich des - neuen - Restwertes (es gibt so gut wie immer einen Restwert, und wenn es der Schrottpreis ist).

Zitat:
Wenn nicht, könnte man die Vollkasko ja sofort kündigen ...
Das ist sogar häufig anzuraten.
Meiner Meinung nach ist eine Vollkasko unwirtschaftlich wenn der Wert des Autos so ca. 20-30% des Neupreises unterschreitet (und zwar egal ob durch Unfall oder nur altersbedingt). Das liegt daran, dass sich der Beitrag nicht am realen Wert orientiert.

Stefan

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
heizerh
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 14x hilfreich)

Vielen Dank.

Um bei meinem Bsp. zu bleiben bedeutet dies also:
Bei einem Restwert von 1.000 EUR mit dem 1. Schaden würde man bei einem WBW ohne Schaden von 4.000 EUR von der Versicherung 3.000 EUR erhalten. Fährt man das Fahrzeug ohne Schadensreparatur weiter würde man von der Versicherung nach dem 2. Schaden in Höhe von 3.000 EUR nur 1.000 EUR abzgl. neuen Restwert mit zwei Schäden von bspw. 400 EUR erhalten, also 600 EUR.

Was passiert aber, wenn man dann auf eine Teilkasko wechselt und bspw. einen Marderschaden hat? Ist die maximale Entschädigung dann 400 EUR?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
reckoner
Status:
Philosoph
(13643 Beiträge, 4346x hilfreich)

Hallo,

Zitat:
würde man von der Versicherung nach dem 2. Schaden in Höhe von 3.000 EUR nur 1.000 EUR abzgl. neuen Restwert mit zwei Schäden von bspw. 400 EUR erhalten, also 600 EUR.
Genau.
Und verabschiede dich von der Schadenshöhe (damit meinst du ja die nötigen Reparaturkosten), denn du bekommst maximal den Wiederbeschaffungswert vor dem Unfall (mit deinen Beispielzahlen nennt man das dann "wirtschaftlicher Totalschaden").

Zitat:
Was passiert aber, wenn man dann auf eine Teilkasko wechselt und bspw. einen Marderschaden hat? Ist die maximale Entschädigung dann 400 EUR?
Natürlich.

Eine kleine Ausnahme gibt es noch: Wenn du das Auto wirklich instand setzten lässt und dann auch noch eine bestimmte Zeit nutzt, dann darf es ein wenig unwirtschaftlich sein (wenn ich mich recht erinnere sind das maximal 30% über dem Wiederbeschaffungswert und weitere 6 Monate Nutzung*). Diese Sonderregelung kommt beispielsweise oft bei Oldtimern zum tragen.

*insbesondere kein Verkauf, den eventuellen Gewinn könnte die Versicherung sonst einfordern (wenn sie davon wüsste ;) )

Stefan

0x Hilfreiche Antwort

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