Kost und Wohnung von Privat - Beitrag GKV

15. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
campezino
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Kost und Wohnung von Privat - Beitrag GKV

Liebes Forum,
laut § 240 SGB V ist für die Krankenkasse bei freiwillig gesetzlich Versicherten Kost und Wohnung beitragsrelevant. Dabei wird auf §§ 2 und 3 SvEV verwiesen. Dort wird aber stets von einem Arbeitgeber gesprochen, der diese Sachleistungen zur Verfügung stellt.

Wie sieht es jedoch mit der Beitragsrelevanz aus wenn:
1) Kost und Wohnung von einem nahen Familienmitglied ohne Gegenleistung zur Verfügung gestellt wird?
2) Kost und Wohnung als Gegenleistung für Freiwilligenarbeit (Workaway, Wwoof, etc.) bei Privatleuten oder in Gemeinschaften, die keine Gewinnerzielungsabsicht haben, zur Verfügung gestellt wird?

Herzlichen Dank!

-- Editiert von Moderator topic am 15. September 2023 16:23

-- Thema wurde verschoben am 15. September 2023 16:23

Probleme mit der Versicherung?

Probleme mit der Versicherung?

Ein erfahrener Anwalt im Versicherungsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Ein erfahrener Anwalt im Versicherungsrecht gibt Ihnen eine vertrauliche kostenlose Einschätzung!
Kostenlose Einschätzung starten Kostenlose Einschätzung starten



7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38199 Beiträge, 13950x hilfreich)

Wenn die Eltern ihr Kind bei sich ohne Gegenleistung wohnen lassen, dann ist er entweder (gratis) familienversichert oder aber muss sich, wenn volljährig, selbst versichern. Beim 2. Modell scheinst Du den Begriff Arbeitgeber falsch zu verstehen. Ein Arbeitgeber muss nicht in Gewinnabsicht handeln. Wenn eine Leistung gegen Entgelt erbracht wird, dann entsteht diese spezielle Beitragssituation, wie sie in den von Dir genannten Bestimmungen beschrieben ist.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
campezino
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
Wenn die Eltern ihr Kind bei sich ohne Gegenleistung wohnen lassen, dann ist er entweder (gratis) familienversichert oder aber muss sich, wenn volljährig, selbst versichern. Beim 2. Modell scheinst Du den Begriff Arbeitgeber falsch zu verstehen. Ein Arbeitgeber muss nicht in Gewinnabsicht handeln. Wenn eine Leistung gegen Entgelt erbracht wird, dann entsteht diese spezielle Beitragssituation, wie sie in den von Dir genannten Bestimmungen beschrieben ist.


zu 1) Das war nicht meine Frage
zu 2) O.k., danke!

-- Editiert von User am 15. September 2023 09:42

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
wirdwerden
Status:
Unbeschreiblich
(38199 Beiträge, 13950x hilfreich)

Ich habe Deine Frage so verstanden: das Kind war ja nur ein Beispielfall für einen nahen Verwandten. Das sind doch die häufigsten Fälle.

wirdwerden

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
campezino
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von wirdwerden):
ch habe Deine Frage so verstanden: das Kind war ja nur ein Beispielfall für einen nahen Verwandten. Das sind doch die häufigsten Fälle.


Es waren zwei Fälle. Und im ersten Fall bekommt ein freiwillig gesetzlich Versicherter von einem nahen Verwandten ohne Gegenleistung Kost und Logis. Und die Frage ist, ob das beitragsrelevant für die KV ist? Als Sachleistung laut §§ 2 und 3 SvEV vermutlich nicht, da es ja kein Entgelt ist, wenn keine Leistung erbracht wird. Könnte es aber z.B. eine Form von Schenkung sein und somit evtl. doch wieder relevant?

-- Editiert von User am 15. September 2023 10:40

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(31654 Beiträge, 5588x hilfreich)

Für beide Fälle gilt:
Beitragsrelevanz für die GKV hat das Einkommen.
Gratis Wohnen/Essen oder Mithilfe beim Kostgeber ohne Entgelt--- sind nicht relevant, weil kein Einkommen.
Es ist auch keine Schenkung (höchstens Tausch) und es ergibt sich kein Einkommen.
Hat der nahe Verwandte kein anderes Einkommen, muss er sich selbst freiwillig zum relevanten Mindestbeitrag bei seiner/einer GKV versichern.
Es bringt hier nichts, den § 240 SGB V zu bemühen, weil weniger als Mindestbeitrag ist für die GKV nicht relevant.

Angebote wie Workaway und Wwof sind nicht für nahe Verwandte gedacht und wohl nur sinnvoll, wenn diese *Helfer* anderweitig kranken-und pflegeversichert sind.

Signatur:

Ich schreibe hier nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
campezino
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Für beide Fälle gilt:
Beitragsrelevanz für die GKV hat das Einkommen.
Gratis Wohnen/Essen oder Mithilfe beim Kostgeber ohne Entgelt--- sind nicht relevant, weil kein Einkommen.
Es ist auch keine Schenkung (höchstens Tausch) und es ergibt sich kein Einkommen.
Hat der nahe Verwandte kein anderes Einkommen, muss er sich selbst freiwillig zum relevanten Mindestbeitrag bei seiner/einer GKV versichern.
Es bringt hier nichts, den § 240 SGB V zu bemühen, weil weniger als Mindestbeitrag ist für die GKV nicht relevant.

Angebote wie Workaway und Wwof sind nicht für nahe Verwandte gedacht und wohl nur sinnvoll, wenn diese *Helfer* anderweitig kranken-und pflegeversichert sind.


Danke! Ein bißchen verwirrt bin ich aber jetzt, da nach meinem Kenntnisstand Sachbezüge auch eine Form von Entgelt sind.

Außerdem hast du die beiden Fälle teilweise vermischt. Bei Fall 1 findet keine Mithilfe statt, warum ist es dann ein Tausch? Und bei Fall 2 geht es nicht um nahe Verwandte. Es sind zwei komplett getrennte Fälle. Das einzige, was sie gemeinsam haben ist die Frage nach der Beitragsrelevanz in der GKV.

Das mit dem Mindestbeitrag ist mir bekannt. Aber vielleicht hat die Beispielperson ja eine Form von Einkommen und würde bei noch mehr beitragsrelevantem Einkommen über den Mindestbetrag kommen.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(32740 Beiträge, 17222x hilfreich)
Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 265.312 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 30
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
107.350 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. zzgl. 5€ Einstellgebühr pro Frage.

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen