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Krankenkasse Ablehnung Übernachten im Ärztehaus?!

11.11.2018 Thema abonnieren
 Von 
Daswillichwissen
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Krankenkasse Ablehnung Übernachten im Ärztehaus?!

Guten Tag,
Ich habe eine Frage zur Leistung der Krankenkassen.
Ich wurde vor einigen Tagen am Knie operiert und die Krankenkasse möchte die kosten der Übernachtung nicht zahlen .Ich würde mich freuen wenn Sie mir weiterhelfen können.
Also ob ich z.B damit argumentieren kann das ich nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot hier etwas einspare.!?

Hier das Schreiben der Krankenkasse:

Sehr geehrter Herr....,
Das Klinikum ....ist kein zugelassenes Krankenhaus, sondern ein Ärztehaus, in dem Vertragsärzte tätig sind,die ambulante Operation durchführen und mit der Kassenärztlichen Vereinigung abrechnen dürfen. Diesem Ärztehaus ist eine Privatklinik angeschlossen. Als Serviceleistungen bietet diese Einrichtung ihren Patienten an,dort gegen einen Betrag von 129,00€ zu übernachten.
Für diesen Betrag bietet die Klinik nicht nur die Übernachtungen an, sondern auch die medizinische Überwachung, Kontrolle der Wunddrainagen , optimierte Schmerztherapie, Verpflegung ,Hilfestellung bei der Nahrungsaufnahme und körperlichen Mobilisation und die ärztliche Entlassungsvisite.Hierüber schließt sie mit Ihren Patienten einen privaten Vertrag,die ,, Vereinbarung zum betreuten schlafen" ab.
Mit seiner Unterschrift hat der Patient einen Vertrag mit dem ....Klinikum abgeschlossen.

Bei ambulanten Operationen ist eine Übernachtungen nicht üblich.Das ist das Wesen einer "ambulanten"Operation .Der Patient wird am gleichen Tag in die häusliche Umgebung entlassen .Sollte das aus ärztlicher Sicht nicht möglich sein sondern eine stationäre Aufnahme medizinisch notwendig sein , veranlasst der Arzt die Aufnahme in einem zugelassen Krankenhaus .

Die Kostenerstattung für eine private Behandlungsvereinbarung ist der .....als gesetzlicher Krankenkassen nicht gestattet .

Wenn Sie mit unserer Entscheidung nicht einverstanden sind, können Sie innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe schriftlich oder zur Niederschrift unter der bezeichneten Anschrift oder bei jedem anderem Kundencenter der.... Widerspruch erheben .

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Spezi-2
Status:
Bachelor
(3905 Beiträge, 1950x hilfreich)

Was soll denn am Inhalt des Schreibens jetzt falsch sein ?
Wo durch soll das Wirtschaftlichkeitsgebot verletzt sein ?
Auch war es ja eine freie Entscheidung die angebotene Serviceleistung zu buchen.
Gründe für eine medizinisch zwingend notwendige "stationäre Aufnahme" sind auch nicht zu lesen.

Signatur:Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.
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#2
 Von 
fb367463-2
Status:
Master
(4653 Beiträge, 2304x hilfreich)

Und, gab es diesen Vertrag über das betreute Schlafen? Wenn ja, vergessen Sie's. In diesem Fall wussten Sie, was Sie da unterschreiben und wenn Sie es nicht wussten (weil sie den Vertrag beispielsweise nicht durchgelesen haben), dann ist das nun mal leider Ihr Problem.

Niemand hätte Sie gehindert, sich für die OP in ein Krankenhaus einweisen zu lassen.

-- Editiert von fb367463-2 am 11.11.2018 13:38

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#3
 Von 
drkabo
Status:
Unparteiischer
(9621 Beiträge, 7142x hilfreich)

Zitat:
Also ob ich z.B damit argumentieren kann das ich nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot hier etwas einspare.!?

Nicht aussichtsreich.
Entweder war die Übernachtung medizinisch notwendig - dann hätten Operation und Übernachtung in einem Krankenhaus (mit Kassenzulassung) stattfinden müssen, um von der Krankenkasse bezahlt zu werden.
Oder die Übernachtung war medizinisch nicht notwendig - dann ist es sowieso Ihr Privatvergnügen.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#4
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5644 Beiträge, 2189x hilfreich)

Zitat (von Daswillichwissen):
Also ob ich z.B damit argumentieren kann das ich nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot hier etwas einspare.!?
Nö, denn sie sparen ja nichts ein.

Ambulante Operation bedeutet nun mal ambulant und nicht stationär oder teilstationär.
Außerdem steht hier doch auch die med. Notwendigkeit zur Diskussion.

Berry

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(10374 Beiträge, 4668x hilfreich)

Man hat sich, aus welchen Gründen auch immer, einer privaten Versorgung unterzogen. Diese Leistung wird nicht von allgemeinen Leistungen einer Krankenkasse abgedeckt. Die Entscheidung der Kasse ist richtig.

Signatur: Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28
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