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Krankenkasse: Änderung auf "Freiwillig versichert"

6. Februar 2011 Thema abonnieren
 Von 
Bernd81
Status:
Frischling
(31 Beiträge, 37x hilfreich)
Krankenkasse: Änderung auf "Freiwillig versichert"

Hallo zusammen!

Ich habe von meinem Arbeitgeber einen Brief bekommen, dass ich letztes Jahr zuviel verdient habe :D Somit werde ich bei meiner Krankenkasse als freiwilliges Mitglied nun geführt.

Anscheinend ändert sich für mich nichts. Aber so ganz versteh ich es aber nicht.


Kann mir das von euch einer erklären?

Vielen Dank! :)

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Vesa
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

so einen Brief habe ich auch erhalten und mich einmal schlau gemacht.

Wenn dein Arbeitgeber weiterhin den Arbeitgeber zahlt ändert sich für dich erst mal nichts.

Solltest du nun eine Lohnerhöhung erhalten kannst du dich freuen, da du schon den maximalen Beitrag bei der Krankenkasse zahlst.

Ansonsten könntest du dich nun privat versichern. Oft ist das während der Zeit vor der Rente deutlich günstiger, da der Arbeitgeber (oft, soweit ich weiß ist es nicht verpflichtet) dir den Arbeitgeberanteil einer gesetzlichen Versicherung dann für die private auszahlt. Es gibt da verschiedene Modelle, dass man jetzt mehr zahlt und dies später (in Rente) für einen geringen Beitrag sorgt. Allerdings kann dieser im Vergleich zur gesetzlichen, die dann wieder prozentual ist, doch teurer sein, je nachdem wir hoch die Rente ist.
Solltest du eine Familie mit Kindern haben, müsstest du diese auch wieder extra versichern, wenn du in einer privaten bist, es sei denn deine Frau arbeitet oder ist auch extra versichert, dann könnte die Kinder auch über sie laufen...

Ich finde man sollte sich dies gründlich überlegen und genau berechnen, da die private Versicherung oft zu "gut" angepriesen wird.

Ich hoffe, dass ich dir ein wenig helfen konnte.

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#2
 Von 
Sven-Hennig
Status:
Frischling
(10 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo,

die Antwort ist recht simpel.

Der Arbeitgeber hat Sie nun als freiwilliges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse gemeldet, da ihr einkommen die Jahresarbeitsentgeldgrenze (schönes Wort :-) ) in 2010 überschritten hat. Daher sind Sie nun nicht mehr als Pflichtmitglied gem. §5 Sozialgesetzbuch 5 (SGB V) in der GKV sondern als freiwilliges Mitglied.

Sie könn(t)en nun in die Private Krankenversicherung (PKV) welchseln, oder weiter in der GKV bleiben. Wenn Sie nichts tun, bleibt alles wie es ist.

Neben dem Beitrag (Sie zahlen nun Höchstbeitrag) ändern sich noch einige Punkte bezüglich Elterngeld, Beitragsfreiheit bei Elternzeit etc.

Ob der Weg in die PKV langfristig Sinn macht, ist so pauschal nicht zu beantworten. Die Systeme sind gänzlich verschieden und daher sehr genau zu überlegen.

Und... das macht Arbeit, ist viel zu lesen und erfordert Geduld und oft geht es ohne Berater nicht.

Wenn Sie sich selbst erst mal einlesen wollen, so finden Sie im Internet einige Infos (fallen Sie bitte nicht auf "59 EUR für Ihre PKV) oder solchen Unsinn rein, die PKV ist definitiv kein Modell um langfristig Geld zu sparen.

Mehr Infos und generelle Grundlagen finden Sie in meinem Leitfaden, im Downloadbereich auf online-pkv.de

Und sonst... viel Erfolg und es eilt nicht. Sie können JEDERZEIT mit Wirkung zum Ende des übernächsten Monats die GKV verlassen. Aufpassen müssen Sie nur bei der GKV, wenn man Ihnen Wahltarife anbietet. Die binden Sie dann ein oder 3 Jahre.

Gruß


-----------------
"Viele Grüße

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Sven Hennig
Spezialmakler PKV und BU
www.online-pkv.de
Tel."

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
altona01
Status:
Weiser
(17783 Beiträge, 8016x hilfreich)

Sie sollten den Wechsel in eine PKV allein schon deshalb sehr gut überlegen, weil die Rückkehr in die GKV inzwischen gesetzlich stark eingeschränkt wurde, viele können nie wieder zurückkehren. Was ja im Alter doch eine häufige ( und nicht selten existenzielle) Frage ist.
Im Sozialforum hier finden Sie die Fragen der verzweifelten User zum Thema.

Da die Zukunft der PKVs überhaupt nicht vorhersehbar ist, noch werden viele junge Mitglieder mit supergünstigen Tarifen gelockt, im Alter zahlt man heute schon erhebliche Summen dazu.... sollte so ein Schritt wahrlich gut überlegt sein.


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