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Krankenkasse-Zahnbehandlung

10.1.2011 Thema abonnieren Zum Thema: Ausland Behandlung
 Von 
Sebastian12
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 5x hilfreich)
Krankenkasse-Zahnbehandlung

Hallo @all,

ich bin freiwilliges Mitglied bei einer gesetzlichen Krankenkasse (HEK) und lebe aber hauptsächlich im Ausland (Südostasien)

Nun steht eine größere Zahnbehandlung mit mehreren Kronen und Brücken an. Würde ich mich entschliessen diese Behandlung in Deutschland machen zu lassen, würde mir die Kasse den gesetzlichen Teil zubezahlen und der Rest wäre Eigenanteil. Ich hätte aber die Möglichkeit dieses auch in Thailand, sehr viel günstiger machen zu lassen. Dann aber müßte ich 100% bezahlen, da die Kasse mit Thailand keine Vereinbahrung hat, wie z.B mit Ländern in Europa.

Gibt es eine Möglichkeit, dass die Kasse denoch etwas dazu bezahlt? Die Kasse selbst würde auch sparen, wenn bei gleichem Zuschuss das ganze in Thailand gemacht werden würde und auch die Folgekosten würden sinken, da das Gebiss voll saniert wurde.

Ich würde mich sehr freuen ein paar Tipps zu bekommen wie ich das Ganze am besten angehe um mit der Krankekasse zu verhandeln, wenn dies gehen würde.
Danke vorab.

Gruß
Sebastian

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Ausland Behandlung


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sebastian12
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 5x hilfreich)

Kennt sich wirklich niemand aus?

Grüße
Sebastian

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#2
 Von 
Sternchen08
Status:
Praktikant
(599 Beiträge, 186x hilfreich)

Ich würde mit der Krankenkasse sprechen. In einem Gespräch kann man häufig genug im Rahmen der Kulanz etwas erreichen.

Wie sieht es aber aus:

Ich stelle mir vor, dass Du bei einem Heil- und Kostenplan, den Dir ein deutscher Zahnarzt erstellen würde (sein Honorar, Labor- und Materialkosten) wesentlich höher in die eigene Tasche greifen mußt, als wenn Du die Arbeit in Asien vornehmen läßt. Du bekämst dazu von Deiner GKV ja wohl nur den Zuschuß, den sie leisten muß, wobei Du unter Berücksichtigung Deines Bonusheftes (falls Du das hast führen lassen), zusätzliche Zuschüsse (gestaffelt nach Jahren) erreichen kannst.

Ich bin BEK versichert und konnte noch vor einigen Wochen im Rahmen der Kulanz erreichen, dass mir ohne Verpflichtung und nachträgllich ein Zuschuß gewährt wurde.

Versuch es einfach. Viel Erfolg.

sternchen08 ;)

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#3
 Von 
Poicephalus
Status:
Schüler
(227 Beiträge, 67x hilfreich)

Es gibt pauschale Sätze, nach denen die GKV abrechnen muss und kann.

Da in Thailand sicherlich ein völlig anderes Abrechnungssystem vorhanden ist, wir der Kasse das gar nicht möglich sein, hier Kosten zu übernehmen.

Anders sähe dies bei einem zusätzlich abgeschlossenen Auslandskrankenschutz aus, der in der Regel medizinisch notwendige, aber meistens nur schmerzstillende Behandlung übernimmt.

Dieser greift aber eben auch nicht bei geplanten Behandlungen im Ausland.

Das Beste wäre eine Zahnzusatzversicherung in Deutschland gewesen die bis zum Höchstsatz (oder darüber) der GOÄ abrechnet und somit sehr hochwertige Leistungen beinhaltet.

Dann wäre der Eigenanteil minimal.

Aber auch hier ist es meiner Meinung nach zu spät es sei denn, die Behandlung wäre noch nicht offiziell vorgesehen.

Dann aber gibt es in der Regel auch 8 Monate Wartezeit zu berücksichtigen.

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"Wer nicht fragt bleibt dumm..."

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#4
 Von 
Sebastian12
Status:
Frischling
(45 Beiträge, 5x hilfreich)

Danke für eure ausführlichen Antworten.

Es gibt also doch die Möglichkeit, im Rahmen der Kulanz, ein offenes Ohr bei der Kasse zu finden. Kann aber auch von der Tageslaune des Ansprechpartners abhängig sein, wie die Entscheidung ausfällt. Allerdings, wenn stur nach Vorlage gearbeitet wird, muss sie sich nicht an den Auslandskosten beteiligen. OK.

Ich werde auf jeden Fall einen Versuch starten.

Sternchen,ging es in deinem Fall auch um eine Auslandsbehandlung und wie hast Du argumentiert? Frage deshalb, da ich das nur so kenne, dass eben nichts bezahlt wird wenn so nicht vorgesehen.

Grüße
Sebastian



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#5
 Von 
RHW
Status:
Schüler
(236 Beiträge, 91x hilfreich)

Hallo,

im außereuropäischen Ausland (ohne Türkei+Tunesien) gibt es nur zwei mögliche Ausnahmen:

- beruflicher Aufenthalt im Ausland

- OP ist in Deutschland nicht möglich (z.B. Hirntumor)

Die Ausnahmen sind in §§17+18 sGB V geregelt.

Gruß

RHW

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