Kündigung Unfallversicherung - Rentner

27. Juni 2009 Thema abonnieren
 Von 
guest-12330.07.2020 09:41:20
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 8x hilfreich)
Kündigung Unfallversicherung - Rentner

Hallo,

habe folgendes Problem:
Meine Eltern 79 und 77 Jahre, hatten, leider ohne mein Wissen, vor 3 Jahren bei einem Vertreter der Signal Iduna Unfallversicherungen abgeschlossen. Sie zahlen monatlich jeder 24,00 Euro. Nun hatten sie mich gebeten diese Versicherungen zu kündigen, da der Vertreter ihnen versichert hatte, dass die Versicherungen monatlich kündbar seien.

Nach Kündigung erhielten sie ein Schreiben: Kündigung erst nach Ablauf von 5 Jahren möglich wie im Vertrag geschrieben. So hatte ich mich an den Ombudsmann gewandt. Leider ohne Erfolg. Denn dieser teilte mir nun mit, die Signal Iduna habe den Fall geprüft und ihr Vertreter hätte noch einmal mit meinen Eltern gesprochen, diese hätten ihm versichert, dass sie gar keine Kündigung wollen und die Signal Iduna deshalb auf ihre Vertragsbedingungen bestehen würden. Dass die Aussage des Vertreters gelogen ist, muss ich an dieser Stelle wohl nicht noch extra erwähnen.
Nun aber meine Frage: Ich habe vor einiger Zeit gehört, es gäbe ein neues Gesetz um Versicherungen mit Laufzeit von 5 Jahren vorzeitig kündigen zu können. Kann mir jemand sagen, wo ich dieses Gesetz im Internet nachlesen kann bzw. ob dies auch auf meinen Fall zutrifft.

Danke schon mal für die Hilfe
Gruß Luciffer

Probleme mit der Versicherung?

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7 Antworten
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#1
 Von 
Peda07
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 17x hilfreich)

Hallo,
durch das neue VVG , gibt es nurnoch 3 Jahres Verträge und keine 5 Jahresverträge. Da Ihre Eltern diesen Vertrag nun aber schon seit 3 Jahren haben, gilt dort noch das alte VVG ( alles zum nachlesen: https://makler.allianz.de/services/aktuelles/vvg/index.html )

zusätzlich muss ich allerdings sagen, man hat bei jeder Versicherung tägliches Kündigungsrecht. d.H. aber nur, Sie können jeden Tag kündigen, wann die Kündigung wirksam wird, ist eine andere sache. Die Deutsche Familien Versicherung wirb gerne mit solchen mitteln.

Aus Versicherungstechnischer Sicht, ist eine Unfallversicherung im alter mehr als Sinnvoll... Stellen sie sich vor, Ihren Eltern passiert etwas durch einen Unfall un dadurch werden sie zum Pflegefall, wenn es keine Unfall/ Pflegeversicherung gibt, müssen Sie mit ihrem Vermögen dafür aufkommen, damit die Eltern ins Pflegeheim können.

Des Weiteren, hatten Ihre Eltern nach erhalt der Police noch 14 Tage Widerspruchsrecht für den Vertrag, wo sicherlich ersichtlich ist, das es sich dort um eine 5 Jährige Laufzeit handelt.

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#2
 Von 
Peter-N.
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 96x hilfreich)

hallo Luciffer,
Ihre Eltern brauchen keine Unfallversicherung, wozu, sie stehen ja nicht mehr im Berufsleben, für deine Eltern reicht in jedem Fall die normale GKV, auch über die Pflegeversicherung sind sie im Bedarfsfall abgesichert.
Bei Bestandsverträgen - der, deiner Eltern gehört dazu - ist es erst ab diesem Jahr (2009) möglich - auch nach 3-jähriger Laufzeit, unter Einhaltung einer Frist - zu kündigen.
....und am Ende, wenn es wirklich nötig wäre, zahlen die sowieso nicht, eine Unfallversicherung ist so ziemlich das Letzte, was Rentner brauchen, und wenn du als Tochter bzw. Sohn beim Abschluss dabei gewesen wärst, wäre es garantiert auch nicht zum Abschluss dieser unsinnigen Versicherung gekommen!
MfG, P.

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"Es kann sich nichts ändern, wenn man zum Ändern nicht bereit ist!"

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#3
 Von 
guest-12330.07.2020 09:41:20
Status:
Beginner
(77 Beiträge, 8x hilfreich)

Hallo Peter-N.,
ja das stimmt, wäre ich dabei gewesen.. aber leider sind meine Eltern erst zu mir gekommen, als es schon zu spät war.
Es gibt es echt wiederliche Menschen bzw. Zeitgenossen.
Den neuen Gesetzestext habe ich zwischenzeitlich gefunden. Es ist VVG § 11 , Absatz 4 für alle die solche windigen Versicherungen los werden wollen. Leider muss man eine Frist von 3 Monaten vor Ablauf der 3 Jahre einhalten und die ist gerade vorbei.

Hatte meinen Eltern schon empfohlen die monatlichen Beiträge nicht mehr zu zahlen und an die Öffentlichkeit zu gehen, aber sie sind zu anständig und ehrlich und scheuen die Öffentlichkeit. Außerdem ist es ihnen im nachhinein auch peinlich, dass sie sich so haben "vera....en" lassen.

Meine ersten Kündigungsschreiben hatte ich Versicherung zurück geschickt mit der Begründung, dass man einen Vertrag erst kurz vor Ablauf kündigen könnte.
Werde jetzt erneut Kündigungen schreiben, da ich im Internet gelesen haben, dass die Versicherung die Kündigung bereits jetzt akzeptieren muss.

Gruß Luciffer

Nachsatz: Gibt es eigentlich im Internet ein Forum bzw. Homepage wo man Versicherungen bewerten bzw. potentielle Kunden warnen kann?

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#4
 Von 
Peda07
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 17x hilfreich)

oh man wenn ich das lese, die GKV reicht aus, und für eine pflege sind sie auch ausreichend abgesichert...
es ist doch hinreichend bekannt das das sozialsystem vorne und hinten nicht reicht, und eine private absicherung getroffen werden muss.
und warum sollten ältere menschen keine Unfallversicherung benötigen? Gerade wenn ich im Berufsleben stehe, und mir auf der Arbeit ein Unfall wiederfährt bin ich dort doch zu 100% abgesichert, es geht um die Freizeit, die Renter viel haben. Was passiert im falle eines Oberschenkelhalsbruches? was viele ältere Damen erleiden?
Und zu der Pflegeversicherung, die Gesetzliche Pflegevers. leistet bei Pflegestufe III, ( Das ist mehr oder weniger begleitetes Sterben ) gerade einmal 1500€, was meinen Sie denn was ein Pflegeheim kostet? um die 3000€...

Also die Aussage das ältere Menschen keine Unfallvers. benötigen finde ich mehr als Fahrlässig. Und es gibt ja auch die möglichkeit für deine Eltern eine Unfallversicherung abzuschließen wo Sie am Ende der Laufzeit, wenn kein Leistungsfall, eingetreten ist, Ihre Beiträge wiederbekommen.

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#5
 Von 
Peter-N.
Status:
Schüler
(459 Beiträge, 96x hilfreich)

@Luciffers Eltern sind fast 80 Jahre alt -
folgendes!
wenn ein schwerer Unfall passiert ist, mit einer absolut hohen Invaliditäts-Prognose,
kann es bis zu fünf Jahre (und länger) dauern, ehe überhaupt irgendetwas geleistet wird - wenn überhaupt dann noch Zeit zum Leisten bleibt!
Nicht selten wird der Tod eines verunglückten Versicherten durch einen langen, nervenaufreibenden Auszahlungsprozess von vorn herein einkalkuliert!
Das, zusammengenommen, ist das wirklich Verwerfliche an diesem Prozedere, nicht zu tolerieren und absolut menschenverachtend.
Nicht umsonst beschäftigen Versicherungsunternehmen eine Heerschaar von Rechtsanwälten - das nur mal so nebenbei!
Möchte gar nicht erst wissen, wie hoch die Provision des Vertreters war, auf dem Rücken der älteren Herrschaften, und im Übrigen, 24E/mtl. x 2 =48E/mtl. x12= 1.152E /Jahr x5=5.760E - absolut unverschämt!
Grüße, P.



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"Es kann sich nichts ändern, wenn man zum Ändern nicht bereit ist!"

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#6
 Von 
Peda07
Status:
Beginner
(72 Beiträge, 17x hilfreich)

Die Provisionen bei den meisten Gesellschaften liegen für eine Normale Unfallvers. bei 40-50% des Jahresnettobeitrages.
Sicherlich gibt es schlechte Gesellschaften die sich versuchen gegen einen Leistungsanspruch zu wehren, nur die großen Deutschen Versicherer wie die Allianz, Axa oder auch die Signal Iduna zählen mit Sicherheit nicht dazu. und ich finde 6000€ auf 5 Jahre nicht viel, wenn ich mir dafür die Gewissheit erkaufe, meinen Kindern nicht zur last zu fallen wenn mir etwas zustößt.

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#7
 Von 
tate62
Status:
Beginner
(145 Beiträge, 15x hilfreich)

Hallo
da ich in einer ähnlichen Situation bin, habe ich mir das Kleingedruckte mal genauer durchgelesen und da steht drinnen das man über das 75.Lebensjahr hinaus nicht mehr versichtbat sind und da auf alle Fälle ein Elternteil zum Abschluss über dem Alter lag, ist diese hinfällig.
Vielleicht hilft es keine Beiträge mehr zu zahlen und notfalls mal hier einen Anwalt fragen was man da machen kann.

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