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Kündigungen BU und Anwartschaft PKV

 Von 
go496816-32
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 19x hilfreich)
Kündigungen BU und Anwartschaft PKV

Hallo liebe Experten,

A hat noch zwei Versicherungsverträge bei Versicherung V. Weil er bei dieser Versicherung sehr unzufrieden ist, möchte er damit zu anderen Versicherungen wechseln und die Verträge kündigen.
A hat große Probleme, die Verträge bzw. Versicherungsbedingungen usw. zu Lesen. Besser gesagt Lesen ist nicht das Problem. Mit dem Verstehen hapert es.

Es handelt sich um eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (genauer: Dienstunfähigkeitversicherung), die seit vier Jahren besteht und eine Anwartschaft für die PKV, die seit ca. zwei Jahren besteht. Vorher hatte A elf Jahre lang eine PKV.

zur BU:
1. Laut Vertrag kann A zum "Ende der Versicherungsperiode" kündigen. Nach As Verständis ist eine Versicherungsperiode ein Jahr. A hat aber gelesen, dass bei monatlicher Zahlung, was bei A der Fall ist, die Versicherungperiode auch nur einen Monat beträgt. Zu wann kann A kündigen?

2. Weiterhin steht im Vetrag, dass es bei Kündigung steuerliche Nachteile geben kann. Dass man eine BU nur kündigen sollte, wenn der neue Vertrag steht, weiß A. Hat A durch eine Kündigung irgendwelche Nachteile?

zur Anwartschaft:
Zitat zur Altersrückstellung: "Bei einem Wechsel des PKV-Anbieters können Versicherte diese Rücklagen mitnehmen – allerdings nur mit einem deutlichen Abschlag."
A ist jetzt 39 Jahre alt. Welche Nachteile hätte ein Wechsel genau? Abgesehen vom "Prinzip" und ggf einer Ersparnis von ein paar Euro im Monat: Würde, objektiv betrachtet, ein Versicherungswechsel überhaupt Sinn machen?

A würde sich über eure Hilfe freuen. Ich auch.

-- Editiert von go496816-32 am 15.09.2018 16:48

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PKV Versicherung Euro Kündigen


3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8651 Beiträge, 2815x hilfreich)

Hi,

die Versicherungsperiode, oftmals auch Versicherungsjahr genannt, zählt ab dem formellen Versicherungsbeginn (Vertragsbeginn). Dieser steht üblicherweise im Vers.schein.

Das Versicherungsjahr muss nicht identisch mit dem Kalenderjahr sein. Einige Versicherer gleichen es aber im ersten Jahr an.

Ein Anruf bei der Versicherung sollte Klarheit bringen.

Der Wechsel kann Nachteile haben, da eine neue Versicherung immer den aktuellen Gesundheitszustand berücksichtigt, die alte Versicherung aber den vor dem damaligen Abschluss.



Zitat (von go496816-32):
zur Anwartschaft:
Zitat zur Altersrückstellung: "Bei einem Wechsel des PKV-Anbieters können Versicherte diese Rücklagen mitnehmen – allerdings nur mit einem deutlichen Abschlag."
A ist jetzt 39 Jahre alt. Welche Nachteile hätte ein Wechsel genau?
Der erste Teil ist eine pauschale Aussage und gilt auch nur bei Tarifen der neuen Kalkulationswelt. Bei schon länger bestehenden Tarifen (sogen. alte Welt Tarife) gilt sie nicht. Wie deutlich der Abschlag ist, wird Dir keiner sagen, da der Übertragungswert in einer Summe ausgewiesen ist und auch beim neuen Versicherer nicht 1 zu 1 anrechenbar sein muß.

Zitat (von go496816-32):
Welche Nachteile hätte ein Wechsel genau?


Neues Eintrittsalter, Risikoprüfung nach derzeitigem Stand, unbekannter Versicherer.
Zitat (von go496816-32):
und ggf einer Ersparnis von ein paar Euro im Monat


Rechnen scheint auch nicht Deine Stärke zu sein.

Nehmen wir an, der monatliche Verlust würde 20 € betragen. Du bist heute 39, nach der vorletzten Statistik zur Lebenserwartung wurdest du 87,4 Jahre alt. Rechne Dir selbst aus, wieviel die nur 20 € im Laufe der Jahre ausmachen.

Zitat (von go496816-32):
Würde, objektiv betrachtet, ein Versicherungswechsel überhaupt Sinn machen?


Ja,
nein,
vielleicht,
such Dir was aus.

Für eine objektive Betrachtung müssen auch zu betrachtende Fakten vorliegen, was hier nicht der Fall ist.

Wieso überhaupt Anw? Ist mit einer Rückkehr in die PKV objektiv zu rechnen?

Berry

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#2
 Von 
go496816-32
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 19x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Gesundheitszustand

Der Gesundheitsprüfung sehe ich recht gelassen entgegen. Dass da ein Risiko besteht ist mir klar. Lassen wir aber hier mal außen vor.
Zitat (von Sir Berry):
Wieso überhaupt Anw? Ist mit einer Rückkehr in die PKV objektiv zu rechnen?

Leider ja. Ich bin Beamter mit Heilfürsorge und muss mit Eintritt Rente (Pension) in die PKV zurück. Aber nicht zu 100%.
Zitat (von Sir Berry):
Nehmen wir an, der monatliche Verlust würde 20 € betragen. Du bist heute 39, nach der vorletzten Statistik zur Lebenserwartung wurdest du 87,4 Jahre alt. Rechne Dir selbst aus, wieviel die nur 20 € im Laufe der Jahre ausmachen.

Das ist eben auch mein Gedankengang gewesen. Nun kann keiner genau sagen, wie sich die Beiträge in den nächsten knapp 30 Jahren verändern werden, aber günstiger wirds mit Sicherheit nicht. Kann man vielleicht so glaskugelmäßig sagen, nach 13 Jahren PKV und Anwartschaft ist das Risiko zu hoch, dabei ein ordentliches Minusgeschäft zu machen oder kann man das pauschal gar nicht sagen?

Ich muss noch dazu sagen: Es geht mir aktuell nicht hauptsächlich ums Geld. 10 oder 20 Euro bei den Beiträgen sparen ist eine gute Sache. Aber eben nicht auf die Gefahr hin, im Ruhestand ordentlich draufzuzahlen.

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#3
 Von 
go496816-32
Status:
Beginner
(99 Beiträge, 19x hilfreich)

Zitat (von Sir Berry):
Der erste Teil ist eine pauschale Aussage und gilt auch nur bei Tarifen der neuen Kalkulationswelt. Bei schon länger bestehenden Tarifen (sogen. alte Welt Tarife) gilt sie nicht.

Diese Info hat mir übrigens sehr weitergeholfen, danke!
Dazu noch eine Frage:
Die PKV wurde zum 01.10.2008 abgeschlossen (Meine Info "11 Jahre" war also falsch. Vorher war ich bei einer anderen Gesellschaft).
Zum 01.01.2016 wurde die Anwartschaft abgeschlossen. Der Tarif ist aber derselbe geblieben.
Gilt das jetzt als "Neue Welt"-Vetrag oder gibt der ursprüngliche Vetragsabschluss 2008?

-- Editiert von go496816-32 am 15.09.2018 18:50

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