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Langwierige Behebung eines Wasserschadens. Verrechnung mit seniorengerechtem Umbau?

18. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)
Langwierige Behebung eines Wasserschadens. Verrechnung mit seniorengerechtem Umbau?


Hallo,

einer meiner Onkel lebt in einer Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus. Wegen seines Alters und einer Erkrankung kümmert sich meine Mutter um ihn.
Vor über einem Monat wurde ein Wasserschaden in einer darüber liegende Wohnung festgestellt. Zunächst kam jemand vorbei, der einen Fleck an der Decke einfach überpinselte. Dann jemand, der meinte es müssten doch größere Arbeiten durchgeführt werden. Schließlich wurde die Duschwanne ausgebaut und auf dem Balkon deponiert. An den ausgebauten Kacheln wurde dann angeblich Schimmel festgestellt, sodass eine Rigipswand, hinter der die Rohre verlaufen, ausgebaut wurde. Dann hieß es, diese Wand müsse mit entsprechenden Heizlüftern über Wochen trockengelegt werden. Dann stand plötzlich jemand vor der Tür, der eine neue Rigipswand einbauen wollte, weil der Schimmel doch nicht so schlimm oder gar nicht vorhanden wäre.
Zwischen diesen Arbeiten lagen immer größere Pausen von zum Teil mehreren Wochen.
Dies in einer Zeit, in der draußen Temperaturen von über 30 Grad herrschten und andere Leute sich sogar mehrmals am Tag unter die Dusche stellen, um sich abzukühlen. Zudem ist es für meinen Onkel mit weitaus weniger körperlicher Anstrengung verbunden, sich unter der Dusche zu Waschen, als dies am Waschbecken möglich ist.
Die Krone setzte die zuständige Firma dem Ganzen dann dadurch auf, indem sie die Abholung der den Balkon unbenutzbar machenden Duschwanne verweigerte, weil sie dafür nicht zuständig sei.

Da wir auf die Idee gekommen waren, das Chaos im Bad dazu zu nutzen, es zumindest teilweise seniorengerecht umzubauen, habe ich versucht, mich mit der Versicherung in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen zu planen und auch Verrechnungsmöglichkeiten auszuhandeln. Dies wurde aus Datenschutzgründen abgelehnt, auch wenn die Fragen (s.u.) durchaus auch allgemein hätten beantwortet werden können.
Ein Kontakt mit der gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft blieb ebenso erfolglos. Erst bekam ich einen Vortrag über Sondereigentum, den ich nicht verstand, weil ich den Begriff nicht kannte. Dann sagte man mir, man würde mir von einem Kontakt zu der örtlichen Sachbearbeiterin abraten, weil der Fall dann nur an die Hauptgeschäftsstelle der Versicherung und dort von Sachbearbeiter zu Sachbearbeiter weitergeleitet würde (?). Also auch von dieser Stelle keine Unterstützung.

Insofern hoffe ich, hier vielleicht die eine oder andere, evtl. auch ungestellte Frage beantwortet zu bekommen. Hier die Fragen an die Versicherung, etwas vereinfacht:

****

a) wie werden die Stromkosten für die angeblich notwendigen Trocknungsgeräte ermittelt und vergütet?

b) wie wird vorgegangen, wenn nicht optimal passende Ersatzfliesen den optischen Eindruck des Bades negativ beeinflussen würden?

c) Kann man sich für die anfallenden Sanitärarbeiten eine ortsansässige Firma selbst aussuchen?

d) es bietet sich natürlich an, das Bad, soweit dies möglich ist, seniorengerecht umzubauen. Kosten für Neuteile werden dabei natürlich vom Wohnungsbesitzer übernommen. Wie können die Arbeitskosten mit der Versicherung verrechnet werden?

e) da es auch möglich ist, einen Zuschuss für seniorengerechten Umbau von der Krankenkasse zu erhalten: wie muss hier vorgegangen werden, um auch dies mit der Versicherung zu verrechnen?

f) da die Dusche nun schon seit Wochen nicht benutzbar ist und dies bei der vorgelegten Arbeitsgeschwindigkeit auch noch Wochen so bleiben wird, was gerade in dieser Jahreszeit mehr als unzumutbar ist: wie muss eine Versicherung die Bewohner für diesen unhaltbaren Zustand entschädigen?

****

Darüber hinaus bin ich natürlich für jeden Hinweis dankbar.
Vielen Dank im voraus.

Probleme mit der Versicherung?

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27 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
a) wie werden die Stromkosten für die angeblich notwendigen Trocknungsgeräte ermittelt und vergütet?

Die Stromkosten übernimmt die Versicherung des Verursachers. An den Geräten sind kleine Zähler, somit kann genau abgerechnet werden.
in der Regel wird der Schaden begutachtet, dabei wird auch festgestellt, welchen persönlichen Schaden der Eigentümer hat. Schränke, Fliesen usw. dafür gibt es einen Zeitwert. Wenn das Bad schon recht alt ist, dürfte die Summe nicht allzu hoch sein.
Wir hatten mal einen Wasserschaden im WC und ließen selbiges auf eigene Kosten seniorengerecht umbauen.
Zitat (von CLuetz):
f) da die Dusche nun schon seit Wochen nicht benutzbar ist und dies bei der vorgelegten Arbeitsgeschwindigkeit auch noch Wochen so bleiben wird, was gerade in dieser Jahreszeit mehr als unzumutbar ist: wie muss eine Versicherung die Bewohner für diesen unhaltbaren Zustand entschädigen?

Wohl kaum, solange es eine Waschgelegenheit gibt, könnte die Versicherung Schadenersatz ablehnen. Es mag auch auf die Versicherung ankommen.
Zitat (von CLuetz):
Wie können die Arbeitskosten mit der Versicherung verrechnet werden?

Wenn es einen Mehraufwand darstellt, wird die Versicherung die Kosten nicht übernehmen. Warum sollte sie?

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Danke für deine Antwort

Zitat (von Loni12):
Schränke, Fliesen usw. dafür gibt es einen Zeitwert. Wenn das Bad schon recht alt ist, dürfte die Summe nicht allzu hoch sein.

Das heißt, ich muss es hinnehmen, dass an den Stellen, an denen gearbeitet wurde, später andere Fliesen verlegt werden und so der optische Eindruck des Bades negativ beeinflusst wird? Obwohl ich nicht der Verursacher des Schadens bin? Ist aber jetzt nicht wirklich gerecht, oder?
Genauso wie der Einwand "es gäbe ja noch eine Waschgelegenheit". Die gibt es in der Küche oder beim Nachbarn auch. Zudem sollten die Arbeiten in einem vertretbaren Zeitraum beendet werden und nicht über Monate verschleppt werden.

Zitat:
Wenn es einen Mehraufwand darstellt, wird die Versicherung die Kosten nicht übernehmen. Warum sollte sie?.

Naja, ich hatte ja geschrieben "verrechnet" nicht "übernommen". Es ging also gerade nicht um "Mehr"aufwand. Ob nun die alte Duschwanne eingebaut wird (was die Versicherung zahlen müsste) oder eine neue ist vom Aufwand her vergleichbar, solange ich nicht eine Wanne mit Lichteffekten und Fußmassage bestelle.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Vor über einem Monat wurde ein Wasserschaden in einer darüber liegende Wohnung festgestellt.

in diesen 4 Wochen müsste doch geklärt sein, was die Versicherung übernimmt?
Zitat (von CLuetz):
Das heißt, ich muss es hinnehmen, dass an den Stellen, an denen gearbeitet wurde, später andere Fliesen verlegt werden und so der optische Eindruck des Bades negativ beeinflusst wird?

Die werden eine Summe für die Fliesen bezahlen, was ihr dann an die Wand klebt ist der Versicherung egal.
Zitat (von CLuetz):
Zudem sollten die Arbeiten in einem vertretbaren Zeitraum beendet werden und nicht über Monate verschleppt werden.

Solange nicht alles trocken ist, kann nicht weiter saniert werden.
Zitat (von CLuetz):
Genauso wie der Einwand "es gäbe ja noch eine Waschgelegenheit". Die gibt es in der Küche

Auch das klärt man mit der Versicherung. In einer Mietwohnung kann man die Miete kürzen, bei Eigentum geht das halt nicht.
Nochmals, war ein Gutachter oder Bausachverständiger vor Ort, der müsste Euch doch gesagt haben, was ihr ungefähr an Zahlungen erwarten könnt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
war ein Gutachter oder Bausachverständiger vor Ort, der müsste Euch doch gesagt haben, was ihr ungefähr an Zahlungen erwarten könnt.
Aus welchem Grund sollte ein Gutachter (von und wofür auch immer) etwas zu Zahlungen an oder für den Onkel des TE sagen?
----------------------------
Zitat (von CLuetz):
Zunächst kam jemand vorbei
Wer hat den denn beauftragt? Und wer hat die anderen Handwerker beauftragt? Und warum hat deine Mutter das zugelassen?
Dass eine Duschwanne üblicher Maße die Balkonnutzung verhindert, kann ich nicht bestätigen. Durchaus hätte es andere Personen gegeben, die mal eben die Duschwanne vom Balkon räumen... zB in den Keller oder in die Garage oder an die Hauswand oderoder? Nicht möglich gewesen? Damit der Onkel wenigstens auf den nicht minder warmen Balkon kann?

In welcher Funktion bist du nun für deine Mutter oder deinen Onkel unterwegs?
Hast du eine Vollmacht?

zu a) Das macht die Firma, die trocknet. Anfangszählerstand---Endzählerstand. Tägliches Geschäft von Trocknungsfirmen.
zu b) man beschafft selbst passende Fliesen, um einem evtl. entstehenden negativen optischen Eindruck vorzubeugen.
zu c) Ja.
zu d) mit der Versicherung verhandeln.
zu e) zuerst, vor jeder Auftragserteilung, mit der KK/Pflegekasse Kontakt zwecks möglicher Zuschüsse aufnehmen.
zu f) keine Ahnung, ob die Versicherung dafür verantwortlich ist. Handwerker aller Art sind einfach seit Monaten absolute Mangelware. Oder die Materialien der Handwerker.
Zitat (von CLuetz):
ich muss es hinnehmen,
Nein. Du nicht. Wer wohnt denn in dieser Wohnung? Ansonsten sh. zu b)

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Aus welchem Grund sollte ein Gutachter (von und wofür auch immer) etwas zu Zahlungen an oder für den Onkel des TE sagen?

In der Regel schaltet die Versicherung einen Gutachter oder Bausachverständigen ein. Habe das 2 x durch.
Und diese stellen u.a. auch fest, welchen Zeitwert die Gegenstände des Wohnungsbesitzers noch haben. Und selbigen ersetzen die Versicherungen.
In einer Wohnung war z.B. der Teppichboden in einem Raum kaputt, die Versicherung nannte uns eine Summe welche sie für einen neuen bezahlen, bei einem teureren hätten wir den Aufpreis selber bezahlen müssen.


-- Editiert von User am 19. August 2022 09:30

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat:
in diesen 4 Wochen müsste doch geklärt sein, was die Versicherung übernimmt?

Wenn die Versicherung sich die Mühe machen würde, das mit den Betroffenen zu klären. Meine Mutter hat nur den Namen und die Kontaktdaten von der Sanierungsfirma. Ansonsten ist sie völlig überfordert mit den Personen, die da plötzlich vor der Tür stehen und entweder etwas nachschauen oder arbeiten wollen. Ein klärendes Gespräch hat scheinbar nicht stattgefunden. Und bei meinem Versuch der Kontaktaufnahme wurde mir gesagt, man könne den Schadensfall trotz Nennung der Adresse in einem Haus mit nur 8 Parteien nicht zuordnen.

Zitat:
Solange nicht alles trocken ist, kann nicht weiter saniert werden.

Wie ich geschrieben habe, gab es da bei jedem "Besuch" andere Meinungen. Trockner wurden zwar angekündigt, kamen aber nicht zum Einsatz, man wartete einfach ein paar Wochen. Nun ist die Rigipswand wieder montiert und trotzdem seit 2 Wochen wieder Pause. Keine weiteren Arbeiten angekündigt.

Zitat:
Auch das klärt man mit der Versicherung

s.o.

Zitat:
Wer hat den denn beauftragt? Und wer hat die anderen Handwerker beauftragt?


a)Keine Ahnung. b)Keine Ahnung. Jemand stand vor der Tür und sagte, ein Nachbar hätte einen wie auch immer gearteten Wasserschaden und 3 darunter liegende Wohnungen wären davon betroffen und man käme am nächsten Tag vorbei, um die Duschwanne rauszureißen.
Da die Rohre zum Allgemeineigentum gehören, denke ich, dass die Aufträge von der Genossenschaft stammen. Insofern finde ich es seltsam, dass diese sich nach meinem Telefonat nicht mehr in der Sache engagiert.

Zitat:
Und warum hat deine Mutter das zugelassen?


Nun, wenn sie sich weigern und dadurch entsteht nachträglich mehr oder anderer Schaden, wären sie dafür verantwortlich.

Zitat:
Durchaus hätte es andere Personen gegeben, die mal eben die Duschwanne vom Balkon räumen... zB in den Keller oder in die Garage oder an die Hauswand oderoder? Nicht möglich gewesen? Damit der Onkel wenigstens auf den nicht minder warmen Balkon kann?


Das ist eine Duschwanne mit einer Seitenhöhe von min. 30 cm. Gutes altes Metall. Es geht nicht darum, dort bei 30 Grad zu sitzen, sondern darum, dass ja auch anderes auf dem Balkon steht, z.B. Pflanzen und es nun durchaus Schwierigkeiten macht, z.B. einen Wäschetrockner dort aufzustellen. Natürlich könnte man jemand bitten, das Monstrum zu beseitigen. Keller ist voll, Garage nicht vorhanden, Hauswand dürfte strafbar sein. Davon abgesehen soll das Teil ja entsorgt werden und nicht konserviert. Und das ist sicher nicht die Aufgabe von älteren Personen, sondern Aufgabe des Schadensverursachers.

Zitat:
In welcher Funktion bist du nun für deine Mutter oder deinen Onkel unterwegs?


Als Sohn und Neffe.

Zitat:
Hast du eine Vollmacht?


Nein. Das hat mir der Mensch von der Genossenschaft auch vorgeschlagen. Wir sollten das über einen Notar machen, der sicher auch in's Haus kommen würde. Ich selbst wohne 800km entfernt. Kosten müssten natürlich wir übernehmen. Also erneut eine zusätzliche Belastung für jemand, der den Schaden nicht verursacht hat.


Zitat:
zu b) man beschafft selbst passende Fliesen, um einem evtl. entstehenden negativen optischen Eindruck vorzubeugen.


Latürnich, jetzt müssen 2 Senioren, von denen einer auch noch chronisch erkrankt ist, sich zu Fuß auf den Weg machen und von Firma zu Firma schlappen, bis sie halbwegs passende Fliesen gefunden haben

Zitat:
zu d) mit der Versicherung verhandeln.


s.o.

Zitat:
f) keine Ahnung, ob die Versicherung dafür verantwortlich ist.


Das ist in der heutigen Gesellschaft sicher in Vergessenheit geraten, aber nach meiner moralischen Einstellung versuche ich, sobald ich jemand unbeabsichtigt einen wie auch immer gearteten Schaden zugefügt habe, diesen Schaden umgehend so gut es mir möglich ist wieder zu beheben. Keinesfalls allerdings würde ich auf die Idee kommen, dieser Person noch weiteren Schaden hinzuzufügen, indem ich ihr zusätzliche Arbeit oder Kosten aufbürde.
Dies wäre also die Aufgabe der Versicherung (genau dafür schließt man eine solche ja ab) und des Schadensverursachers und nicht die absurde Aufforderung "such dir Deine Fliesen doch selbst" oder "schau doch selbst, wie Du die Wanne entsorgst".

Zitat:
Nein. Du nicht.

Das war ein verallgemeinerndes "ich"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
In der Regel schaltet die Versicherung einen Gutachter oder Bausachverständigen ein.
Wir lesen hier vom TE lediglich, dass er wegen irgendwelcher Umbau-/ Kostenfragen mit einer Versicherung Kontakt aufnehmen wollte, was verständlicherweise nicht gelang.
------------------------------------------
Zitat (von CLuetz):
a)Keine Ahnung. b)Keine Ahnung.
Dann bist du tatsächlich nicht die Person, die dort irgendwas klären oder vorantreiben könnte.
Zitat (von CLuetz):
Und das ist sicher nicht die Aufgabe von älteren Personen,
Ich stimme dir zu, hatte auch nicht im entferntesten daran gedacht, dass dein Onkel das tun solle.
Wenn meine Vorschläge nicht hilfreich sind, wende man sich mit einer Vollmacht an die *Genossenschaft*, damit einem nicht das gleiche wie bei der Versicherung passiert.
Zitat (von CLuetz):
Das hat mir der Mensch von der Genossenschaft auch vorgeschlagen.
Da das wegen der weiten Entfernung nicht praktikabel ist, du der Genossenschaft und mir das vorher nicht erzählt hast, scheidet vermutlich deine gut gemeinte Hilfe aus.
Nicht mal du könntest die Duschwanne vom Balkon entfernen.
Deine Mutter, die sich kümmert, ist mE die Person, die sich kümmern sollte. Die ist vermutlich viel näher dran.
Zitat (von CLuetz):
Latürnich,
Latürnich nich. Dann lassen die es eben.
Zitat (von CLuetz):
Dies wäre also die Aufgabe der Versicherung
Ja. Dann möge sich die bevollmächtigte Person, vermutlich deine Mutter, an die Versicherung wenden.
Sonst ist sie als *Kümmerin* eher schlecht als recht geeignet.

Aber gut, dass wir mal drüber gesprochen haben...

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Namen und die Kontaktdaten von der Sanierungsfirma.

Dann ist diese Firma Ansprechpartner für ihre Mutter.
Zitat (von CLuetz):
Davon abgesehen soll das Teil ja entsorgt werden und nicht konserviert. Und das ist sicher nicht die Aufgabe von älteren Personen, sondern Aufgabe des Schadensverursachers.

Dafür ist die Sanierungsfirma zuständig.
Zitat (von CLuetz):
Latürnich, jetzt müssen 2 Senioren, von denen einer auch noch chronisch erkrankt ist, sich zu Fuß auf den Weg machen und von Firma zu Firma schlappen, bis sie halbwegs passende Fliesen gefunden haben

Auch das ist Sache der Sanierungsfirma. Sie wurde mit den Aufgaben betraut, folgedessen, müsst ihr mit der Firma Kontakt aufnehmen und weniger mit der Versicherung.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat:
was verständlicherweise nicht gelang

Was bitte ist daran verständlich??? Wenn es einer "Versicherung" darum gehen würde, ihre Aufgabe wirklich wahrzunehmen und nicht nur darum, Kosten einzusparen, dann würde sie sich bei Beschwerden um den Fall kümmern. Dazu bedarf es keiner Vollmacht und es würden auch keine persönlichen Daten preisgegeben werden.
Zitat:
Dann bist du tatsächlich nicht die Person, die dort irgendwas klären oder vorantreiben könnte.

Sonderbare Logik. Das eigentliche Problem liegt doch eher darin, dass es den verantwortlichen Stellen an Kommunikations- und Aktionsbereitschaft mangelt.

Zitat:
Wenn meine Vorschläge nicht hilfreich sind, wende man sich mit einer Vollmacht an die *Genossenschaft*, damit einem nicht das gleiche wie bei der Versicherung passiert.

Wer man? Auch hier: eine Genossenschaft könnte auch ohne Vollmacht tätig werden, wenn sie erfährt, dass Arbeiten nicht richtig ausgeführt werden oder Bewohner Schwierigkeiten haben. Genau das stellen sie nämlich auf ihrer Internetpräsenz heraus: "Wir kümmern uns um das Wohl der Bewohner"

Zitat:
Da das wegen der weiten Entfernung nicht praktikabel ist, du der Genossenschaft und mir das vorher nicht erzählt hast

Voraus schließt du bitte, dass ich das der Genossenschaft nicht erzählt habe???

Zitat:
Latürnich nich. Dann lassen die es eben.

Haha, ja klar. Eine typisch deutsche Schwanzeinzieher-Aussage

Zitat:
Sonst ist sie als *Kümmerin* eher schlecht als recht geeignet.

Okay, jetzt muss ich mich aber sehr zurückhalten. Meine Mutter ist rund um die Uhr für meinen Onkel tätig. Einkaufen, Essen kochen, Wäsche waschen, Bügeln, Rezepte beim Arzt besorgen, den Arzt dazu bringen, dass er mal vorbei kommt, Angelegenheiten mit der Krankenkasse besprechen und und und. Dabei ist sie selbst nicht viel jünger als ihr Bruder, hatte vor ein paar Jahren eine Operation an den Lendenwirbeln und geht wegen der Schmerzen immer noch von Arzt zu Arzt. Und sie bekommt noch nicht mal etwas für ihre Bemühungen, weil das ganze Pflegegeld für einen "Pflege"dienst draufgeht, der für ein paar Minuten vorbei kommt und auf der einen Seite meines Onkels mit dem Lappen rauf- und auf der anderen wieder runterfährt. Die vielen Stunden, die sich meine Mutter kümmert sind gegenüber dieser herausragenden Pflegeleistung natürlich zu vernachlässigen. Wir haben meinen Onkel vor Jahren in monatelanger Arbeit aus einem Pflegeheim rausgeboxt, in das er von einem Krankenhaus eingewiesen worden war, nachdem er dort mit MRSA infiziert worden war. In dem Heim wäre er eingegangen, weil er sich dort nicht wohlgefühlt hat und scheinbar auch permanent medikamentös ruhig gestellt worden war.

Du bist sicher nicht die Person, die hier irgendjemand erzählt, wofür er geeignet ist.


Zitat:
Aber gut, dass wir mal drüber gesprochen haben...

Hat dich niemand gezwungen. Ich hätte gerne drauf verzichtet und mich lieber mit jemand unterhalten, der etwas in der Angelegenheit beisteuern kann und nicht nur Versicherungen und Genossenschaften in Schutz nimmt.

Zitat:
Auch das ist Sache der Sanierungsfirma. Sie wurde mit den Aufgaben betraut, folgedessen, müsst ihr mit der Firma Kontakt aufnehmen und weniger mit der Versicherung.

Wie im Eingangspost schon beschrieben, wurde der Kontakt aufgenommen und die Beseitigung der Wanne abgelehnt.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Und sie bekommt noch nicht mal etwas für ihre Bemühungen, weil das ganze Pflegegeld für einen "Pflege"dienst draufgeht, der für ein paar Minuten vorbei kommt und auf der einen Seite meines Onkels mit dem Lappen rauf- und auf der anderen wieder runterfährt.

Es gibt bei der Pflege Kombileistungen, wird alles für die Pflegeaufwendungen benötigt, dann gibt es mehr Hilfe als beschrieben.
Und wenn die Arbeit so viel, dachte man an einen höheren Pflegegrad?
Ich weiß was Pflege bedeutet, eine kranke Person daheim und eine im Pflegeheim, man muss gut organisiert sein, dann klappt das recht gut.
Wenn die Arbeit für ihre Mutter zu viel ist, dann muss für den Bruder ein Heimplatz gesucht werden oder anderweitig Hilfe geholt werden.
Zitat (von CLuetz):
Wir haben meinen Onkel vor Jahren in monatelanger Arbeit aus einem Pflegeheim rausgeboxt,

Vor Jahren war der Onkel offenbar noch ein einer besseren Verfassung, dass hat sich offenbar geändert und das für ihr Mutter die Belastung zu hoch, mag auch mit am Alter liegen. Dann muss eben für restliche Lebenszeit eine andere Planung erfolgen.
Der Onkel kann seine Wohnung verkaufen und z.B. in betreutes Wohnen gehen, wenn ein Pflegeheim noch zu früh ist.
Ihrem Post ist zu entnehmen, andere machen alles falsch. Wissen sie, wie Gespräche zwischen ihrer Mutter und der Sanierungsfirma verlaufen? Es kann doch sein, dass ihre Mutter mit allem überfordert ist.
Einige Tage Urlaub nehmen und zu ihrer Mutter und dem Onkel fahren und alles vor Ort klären, wäre sicher einfacher als bei Hinz und Kunz anrufen und keine zufriedenstellenden Aussagen erhalten.
Sachlich bleiben ist immer hilfreicher als alles nur negativ sehen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104105 Beiträge, 37597x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Wenn es einer "Versicherung" darum gehen würde, ihre Aufgabe wirklich wahrzunehmen und nicht nur darum, Kosten einzusparen, dann würde sie sich bei Beschwerden um den Fall kümmern.

Da hat man wohl etwas falsche Vorstellungen von einer Versicherung.
Eine der Hauptaufgeben von Versicherungen ist es Kosten einzusparen, denn sie sind gesetzlich verpflichtet mit den Geldern aus den Beiträgen der Versicherungsnehmer sorgfältig umzugehen und idealerweise gar nichts auszuzahlen. Und wenn das Auszahlen unumgänglich ist, dann so wenig wie möglich.



Zitat (von CLuetz):
eine Genossenschaft könnte auch ohne Vollmacht tätig werden, wenn sie erfährt, dass Arbeiten nicht richtig ausgeführt werden oder Bewohner Schwierigkeiten haben.

Richtig, könnte sie.

Muss dann halt nur niemanden interessieren, wenn jemand vollmachtslos Forderungen stellt. Im Gegenteil könnte man dann sogar dafür zivil- und strafrechtlich haften, wenn man Forderungen eines Vollmachtslosen erfüllt.

Das weis auch die Genossenschaft, insofern erspart sie sie sich die unnütze Arbeit als auch das Haftungsrisiko.



Zitat (von CLuetz):
Genau das stellen sie nämlich auf ihrer Internetpräsenz heraus: "Wir kümmern uns um das Wohl der Bewohner"

Aus Marketingphrasen erwachsen keine keine Rechte.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Was bitte ist daran verständlich???
Das hier: Dies wurde aus Datenschutzgründen abgelehnt, .
Zitat (von CLuetz):
Das eigentliche Problem liegt doch eher darin, dass es den verantwortlichen Stellen an Kommunikations- und Aktionsbereitschaft mangelt.
Du bist nicht Bevollmächtigter für Angelegenheiten deines Onkels. Daraus ergibt sich das meiste, was dir leider nicht gelingt.
Zitat (von CLuetz):
Wer man?
DU oder deine Mutter mit einer Vollmacht.
Zitat (von CLuetz):
eine Genossenschaft könnte
Sie tut es aber nicht so, wie du oder ihr es momentan aus dem Hochglanz ableiten möchtet.
Zitat (von CLuetz):
Voraus schließt du bitte, dass ich das der Genossenschaft nicht erzählt habe???
Sorry. Ich ging bis zu dieser Info davon aus, dass du nah wohnst und dich auch praktisch vor Ort kümmern willst.
Zitat (von CLuetz):
Du bist sicher nicht die Person, die hier irgendjemand erzählt, wofür er geeignet ist.
Gern doch. Für DAS, was du hier erfragst, ist sie es nicht. Sonst müsstest du dich nicht in weiter Entfernung dafür einsetzen wollen.
Zitat (von CLuetz):
Wie im Eingangspost schon beschrieben, wurde der Kontakt aufgenommen und die Beseitigung der Wanne abgelehnt.
Ein Rechtsforum/Meinungs-u. Diskussionsforum soll dir nun sagen, wer die Duschwanne dort wann wegzunehmen hat ?

Ich nehme weder Genossenschaften noch Versicherungen in Schutz. Ich schreibe dir deutlich, wie ich dein/euer Problem einschätze.



-- Editiert von User am 20. August 2022 18:05

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat:
Da hat man wohl etwas falsche Vorstellungen von einer Versicherung

Nein, nein, ich habe schon genug Erfahrungen mit Versicherungen gemacht. Aber du wirst mir doch zustimmen, dass laut der Police, die man unterschreibt, die Aufgabe darin besteht oder es zumindest so angekündigt wird, den Schaden zu beheben. Warum sonst sollte ich eine solche überhaupt unterzeichnen?

Zitat:
Eine der Hauptaufgeben von Versicherungen ist es Kosten einzusparen, denn sie sind gesetzlich verpflichtet mit den Geldern aus den Beiträgen der Versicherungsnehmer sorgfältig umzugehen und idealerweise gar nichts auszuzahlen.

Na endlich geht’s mal um Gesetze. Zwischen "Sorgfalt" und "gar nichts" ist aber ein großer Unterschied. Nicht nur in der Reaktion, sondern auch in der Definition. Kannst du dieses Gesetz kurz umschreiben?


Zitat:
Im Gegenteil könnte man dann sogar dafür zivil- und strafrechtlich haften, wenn man Forderungen eines Vollmachtslosen erfüllt

Natürlich, das habe ich auch eingesehen und so auch dem Gesprächspartner mitgeteilt. Allerdings hatte ich ja keine Forderungen gestellt, sondern etwas angesprochen, was – unserer Meinung nach – nicht richtig funktioniert. Sich vor Ort über die Situation ein Bild zu machen, dürfte wohl möglich sein, ohne sich strafbar zu machen.


Ich versuche mal einen Vergleich:

Wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt und in mein Auto brettert, habe ich das Recht, dass mein Auto sowohl technisch als auch optisch in den vorherigen Zustand versetzt wird. Selbst wenn es mit irgendwelchen genehmigten Anbauten und farbenfrohem Glitterlack aufgemotzt ist. Dafür kommt (Sonderfälle mal nicht beachtet) die Versicherung des anderen Fahrers auf. Ja, ich kann sogar darauf hoffen, zumindest für ein paar Tage einen Leihwagen zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Niemand würde auch nur im Entferntesten auf die Idee kommen, dass – analog zu den hier geäußerten Meinungen – man mir sagt: "da müssen Sie ihren Wagen schon selbst zu der Werkstatt schieben" oder "schwarze Farbe ist aus, aber wir lackieren die betroffenen Stellen einfach in rot" oder "Opel Türen führen wir nicht, aber wir dengeln Ihnen eine Trabi Tür passend" oder "benutzen Sie doch so lange das Auto des Nachbarn" .

Natürlich wird sich die Versicherung auch hier Mühe geben, Zahlungen möglichst zu vermeiden, aber ich denke mal, dass das in den meisten Fällen eher problemlos über die Bühne geht.
Nun, warum sollte die ganze Sache anders betrachtet werden, wenn es um ein Bad geht? Jemand hat sowohl die Funktion als auch die Optik dieses Badezimmers verändert/zerstört. Sollte man nicht auch hier davon ausgehen können, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird?

Natürlich gestaltet sich dies bei Fliesen etwas anders, da man die nicht wie Farbe zusammen mischen kann. Aber trotzdem wäre es doch interessant zu erfahren, ob es hier nicht auch Regelungen gibt, die bestimmen, wann diese "Wiederherstellung" erfolgreich war. Das müssen nicht gleich Gesetze sein, aber vielleicht gerichtliche Urteile oder Anordnungen. Es kann doch nicht wirklich sein, dass ein Firma mir 5 rote und 3 blaue Fliesen an die Wand pappt und ich habe kein wie auch immer geartetes Recht, mich dagegen zu wehren. Und wenn es eine derartige Regelung gibt, wie sieht die aus? Wie viele "falsche" Fliesen muss ich hinnehmen? Und in Erweiterung natürlich die Fragen, welche Dauer der "Renovierung" gilt als zumutbar? Welche Eigenleistungen, wie zum Beispiel Putzen, kann man mir aufbürden?


Das wäre die eigentliche Fragestellung gewesen, über die es durchaus interessant gewesen wäre zu diskutieren.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
dass laut der Police, die man unterschreibt, die Aufgabe darin besteht oder es zumindest so angekündigt wird, den Schaden zu beheben.
Ich habe keine einzige Versicherungspolice, in der das SO steht.
In meinen unterschiedlichen findet sich: Versichert ist--- a-b-c---. Nicht versichert ist: xyz
Zitat (von CLuetz):
Sollte man nicht auch hier davon ausgehen können, dass der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird?
Nein. Zumindest aber eine neue Duschwanne und der Ersatz der beschädigten Fliesen und notwendige Malerarbeiten.
Zitat (von CLuetz):
mich mit der Versicherung in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen zu planen und auch Verrechnungsmöglichkeiten auszuhandeln.
mE völlig aussichtsloses Unterfangen. Auch ohne Datenschutzbremse.
Zitat (von CLuetz):
ob es hier nicht auch Regelungen gibt, die bestimmen, wann diese "Wiederherstellung" erfolgreich war.
Die gibt es und kompetente Personen kennen die auch. Du kannst davon ausgehen, dass der irgendwann erscheinende Fliesenleger dir NICHT 5 rote und 3 blaue Fliesen an die Wand pappt. Warum sollte der das tun, wenn es nicht schon vorher so war?
Zitat (von CLuetz):
Wie viele "falsche" Fliesen muss ich hinnehmen?
Null.
Zitat (von CLuetz):
welche Dauer der "Renovierung" gilt als zumutbar?
Kommt drauf an. Bis die *hintergründigen* Reparaturen fertiggestellt sind und die *vordergründigen* die Benutzung des Bades wieder erlauben.
Wie viele Wochen dauert das Elend inzwischen an? Bestand nicht die Möglichkeit, deinen Onkel zeitweise woanders unterzubringen? zB bei deiner Mutter?
Zitat (von CLuetz):
Welche Eigenleistungen, wie zum Beispiel Putzen, kann man mir aufbürden?
Keine. Du kannst das auch machen lassen, dem Verursacher in Rechnung stellen.
Zitat (von CLuetz):
Das wäre die eigentliche Fragestellung gewesen,
Die mit dem Putzen?
Warum hast du das nicht im Prolog gefragt? :???:

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104105 Beiträge, 37597x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Zwischen "Sorgfalt" und "gar nichts" ist aber ein großer Unterschied. Nicht nur in der Reaktion, sondern auch in der Definition.

Richtig, und Versicherungen haben da oft ganz merkwürdige Definitionen, die oft erst von Gerichten korrigiert werden müssen.



Zitat (von CLuetz):
Niemand würde auch nur im Entferntesten auf die Idee kommen, dass – analog zu den hier geäußerten Meinungen – man mir sagt: "da müssen Sie ihren Wagen schon selbst zu der Werkstatt schieben" oder "schwarze Farbe ist aus, aber wir lackieren die betroffenen Stellen einfach in rot" oder "Opel Türen führen wir nicht, aber wir dengeln Ihnen eine Trabi Tür passend" oder "benutzen Sie doch so lange das Auto des Nachbarn" .

Nur mal eine kleine Auswahl
"Wozu sollen wir einen Mietwagen zahlen? Fragen sie erst mal in der Familie, Freunden oder Nachbarn. Sie haben eine Schadenminderungspflicht, wissen sie das?"
" Sie haben doch schon eine ganz neue Türe statt einer gebrauchten, die Lackierung zahlen wir jetzt nicht auch noch. Irgendwann ist ja auch mal gut"
Natürlich alles fernab von Recht und Gesetz.



Das geht auch noch viel extremer:
Neuneinhalb Jahre nach dem Schadenereignis und mehr als über fünf Jahre nach dem Ableben des Versicherungsnehmers bekommt die hinterbliebene Witwe nach Einschaltung des mittlerweile fünften Gerichts und Durchführung einen selbständigen Beweissicherungsverfahrens (über das AG Coburg) endlich den Schaden von der Huk-Coburg bezahlt, dessen Zahlung im Vertrag bereits für vierzehn Tage nach Schadenfeststellung vereinbart worden war.
https://www.captain-huk.de/allgemein/lg-frankfurt-oder-4-zivilkammer-az-14-s-2-19-huk-coburg-selbststaendiges-beweisverfahren/

Und nein, kein Einzelfall ...


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Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#16
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat:
Richtig, und Versicherungen haben da oft ganz merkwürdige Definitionen, die oft erst von Gerichten korrigiert werden müssen.
Nur mal eine kleine Auswahl


Naja, natürlich. Ich laufe auch nicht mit der rosa Brille durch die Gegend. Ein Verwandter von mir hatte auch mal enorme Schwierigkeiten mit der Regelung eines Schadens an seinem Auto, weil dort – serienmäßig – metallikgoldene Zierstreifen auflackiert waren. Letztendlich hat er aber doch gewonnen.

Zitat:
Natürlich alles fernab von Recht und Gesetz.


Ja aber genau deswegen verstehe ich nicht, warum es hier dem Versicherungsnehmer bzw. Geschädigten so schwer und der Versicherung so leicht gemacht wird.
Wenn ich eine Versicherung abschließe, dann mit dem Ziel, dass ich für den verursachten Schaden nicht selbst finanziell belangt werde, aber als halbwegs verantwortungsvoller Mensch auch, dass dem betroffenen Mitmenschen der Schaden nur als dunkle Erinnerung zurückbleibt und nicht als täglich sichtbares Ärgernis. Und genau das ist es doch, was Versicherungen "versprechen". Insofern ist es mir nicht ganz ersichtlich, warum so viele Menschen ihr Recht erst erstreiten müssen, auch bei offensichtlichen Fällen. Als jemand, der nicht eine Minute im Hörsaal der juristischen Fakultät gesessen ist, würde ich u.a. bei den von dir genannten und als fernab von Recht und Gesetz bezeichneten Fällen doch von Betrug und Vertragsbruch sprechen. Warum muss man da 5 Gerichte anrufen und wer kann sich das leisten?

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#17
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
warum es hier dem Versicherungsnehmer bzw. Geschädigten so schwer und der Versicherung so leicht gemacht wird.
Wie kommst du denn nun darauf? Es gibt auch jede Menge Geschädigte, die relativ schnell und gut durch ihre Versicherung betreut werden. Davon liest und hört man leider weniger. Und nein, ich nehme auch heute keine Versicherung in Schutz.
Es ist wie bei den verlorenen Paketen. Von den Mio anderen liest und hört man eben wenig.

WAS soll die Versicherung regulieren?
WELCHE Versicherung soll das regulieren?
WESSEN Versicherung soll das regulieren?

Das Drama hier betrifft mind. 2 Eigentümer, 1 Genossenschaft, mind. 1 Firma, mind. 1 Versicherung.

Zitat (von CLuetz):
warum so viele Menschen ihr Recht erst erstreiten müssen,
Welches Recht wäre es denn hier in deinem beschriebenen Fall ?
-Recht auf Entsorgung der alten Duschwanne?
-Recht auf optisch passende Fliesen?
-Recht auf notwendige Malerarbeiten?
-Recht auf geputztes Bad?
-Recht auf Funktionstüchtigkeit der reparierten Teile?

Was war noch mit dem eigentlichen Anlass--- man will gleich das Bad seniorengerecht umbauen lassen?
Gute Idee übrigens.


Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#18
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Nur mal ein kleines Update zur Geschichte der chaotischen Duschrenovierung.
Nun eigentlich gibt es hinsichtlich der Dusche nicht viel zu erzählen: sie ist in genau dem Zustand wie zu Beginn dieses Themas.

Meine Mutter hatte sich ein zweites Mal telefonisch bei der Versicherung beschwert und die Zusage bekommen, dass man sich um die Angelegenheit kümmern wolle. Passiert ist nichts.

Daraufhin habe ich eine zweite Email an die Genossenschaft geschickt, in der ich die ganzes bisherigen Arbeiten und Nichtarbeiten nochmal ausführlichst geschildert habe. Scheinbar hat ein Hinweis, dass ich mich an den Vorstand wenden werde, etwas geholfen, denn nun schickte man mir eine Kopie der Konversation mit der Versicherung, in der man darauf drängte, sich der Sache anzunehmen. In der Zwischenzeit hatte man die Datenschutzbedenken scheinbar neu überdacht und der Versicherung ohne Nachfrage meine Email-Adresse weitergegeben. Diese meldete sich dann bei mir mit sich selbst belobigenden Worten, man hätte nun alles in die Wege geleitet, das Material sei bestellt und Termine vereinbart. Schlichtweg gelogen, da es die Firma bis dahin noch nicht mal zustande gebracht hatte, passende Fliesen auszusuchen oder mir einen Kostenvoranschlag für die gewünschte Duschwanne zu schicken.

Hinsichtlich der Suche nach passenden Fliesen wurden meiner Mutter letztendlich 3 (in Worten: drei) Muster zur Auswahl vorgelegt. Eine davon war z.B. rot marmoriert, wohingegen die ursprünglichen Fliesen uni-cremefarben sind (so viel zu der oben gemachten Aussage, ein Fliesenleger würde keine unpassenden Fliesen verlegen). Nachdem meine Mutter diese natürlich abgelehnt hatte, wurde sie als schwierig bezeichnet und die Suche eingestellt.

Inzwischen habe ich a) die Angelegenheit letzte Woche per ausführlichem Einschreiben dem Vorstand der Genossenschaft geschildert und b) die Versicherung nochmals aufgefordert, die in dieser Hinsicht völlig inkompetente, lediglich auf Wasserschäden spezialisierte Firma, durch eine in der Ausstattung von Bädern qualifizierte zu ersetzen, für die es ein Leichtes sein sollte, zumindest ähnliche Fliesen zu finden. Alternativ solle man uns gestatten, selbst eine geeignete Firma zu beauftragen und uns eine Möglichkeit nennen, die Kosten mit der Versicherung zu verrechnen.

Auf die Antwort von a) warte ich noch, auf b) habe ich eine lange Email von der Versicherung erhalten, vollgestopft mit Lügen, dass die Firma sich sehr bemühen würde, passende Fliesen zu finden, was laut einem erst letzte Woche geführten Telefonat nicht mal ansatzweise der Fall ist.

Hinsichtlich einer von mir gestellten Forderung nach Schadensersatz wurde ich nach meinen Vorstellungen gefragt. Hier muss ich mich allerdings erst noch schlau machen, ob es so etwas wie einen Tagessatz gibt oder welche Summe angemessen wäre. Nicht dass ich der Meinung wäre, die Versicherung würde dies letztendlich auch bezahlen.
In älteren Diskussionen hier im Forum wird bei vergleichbaren Fällen von unpassenden Fliesen oder nicht benutzbaren Badezimmern eine Mietminderung vorgeschlagen, die ja im Fall einer Eigentumswohnung nicht anwendbar ist.

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#19
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Die Reaktionen der anderen halte ich für sehr nachvollziehbar. Es wird geschoben...

Zitat (von CLuetz):
Hinsichtlich einer von mir gestellten Forderung nach Schadensersatz wurde ich nach meinen Vorstellungen gefragt.
Das ist das einzige, wovon ich dringend abrate.
Denn: Fände man zu einer (angemessenen) Summe, d.h. zu einer Vereinbarung, hätte man irgendwann Geld.
Aber weiterhin noch lange nichts von dem, was man eigentlich will. (seniorengerechten Badumbau).

Die Versicherung hätte auch nichts, vor allem aber endlich diesen Fall für alle Zeit vom Tisch.

Zitat (von CLuetz):
ein Fliesenleger würde keine unpassenden Fliesen verlegen
Ich hatte nicht geschrieben, dass er solche verlegt. Er hat aus mir unbekannten Gründen unpassende Musterfliesen gezeigt.
Die beiden anderen Musterfliesen waren auch unannehmbar?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Anami):
Die Versicherung hätte auch nichts, vor allem aber endlich diesen Fall für alle Zeit vom Tisch.

Das hast du falsch verstanden. Der Schadensersatz sollte nicht als Alternative ausgehandelt werden, sondern als zusätzliche Entschädigung für lange Zeit nicht benutzbare Dusche und Aufwand für unzählige Telefonate und Verfassen von Nachrichten. Das, was eigentlich die Verantwortlichen hätten tun müssen. Wenn es hier einen Tagessatz geben würde, wäre das ein Druckmittel, die Arbeiten etwas schneller vonstatten gehen zu lassen.

Zitat:

Er hat aus mir unbekannten Gründen unpassende Musterfliesen gezeigt.

Naja, was meinst du, was er damit vor hatte?

In einer "Anekdote" hat mir der Versicherungsmensch praktisch durch die Hintertür mitgeteilt, dass man mit Kritik weniger erreicht und wenn ich ihm den Bauch gekrault hätte, er zugänglicher gewesen wäre. Das würde ich schon fast als Nötigung bezeichnen. Immerhin habe ich das jetzt schriftlich vorliegen.

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#21
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)



Zitat (von CLuetz):
In einer "Anekdote" hat mir der Versicherungsmensch praktisch durch die Hintertür mitgeteilt, dass man mit Kritik weniger erreicht und wenn ich ihm den Bauch gekrault hätte, er zugänglicher gewesen wäre. Das würde ich schon fast als Nötigung bezeichnen. Immerhin habe ich das jetzt schriftlich vorliegen.

Dann war es doch nicht durch die Hintertür, wenn sie es schriftlich haben.
Wie man in den Wald hineinruft so hallt es zurück, hat noch immer Gültigkeit, gerade derzeit wo Handwerker Mangelware sind.
Es wurden auf beiden Seiten Fehler gemacht, ungeschickt durch ihre Mutter und vermutlich auch sie waren daran beteiligt. Auf der anderen Seite Handwerker, welche damit offenbar überfordert waren.
Zitat (von CLuetz):
Und bei meinem Versuch der Kontaktaufnahme wurde mir gesagt, man könne den Schadensfall trotz Nennung der Adresse in einem Haus mit nur 8 Parteien nicht zuordnen.

Verständlich, warum soll man mit ihnen reden, wenn sie nicht mal das Aktenzeichen des Falls wissen.
Zitat (von CLuetz):
Auf die Antwort von a) warte ich noch, auf b) habe ich eine lange Email von der Versicherung erhalten, vollgestopft mit Lügen, dass die Firma sich sehr bemühen würde, passende Fliesen zu finden, was laut einem erst letzte Woche geführten Telefonat nicht mal ansatzweise der Fall ist.

Vorstände werden häufig solche Briefe erhalten, werden diese an die Fachabteilung weitergeleitet. Sie glauben doch nicht ernsthaft ein Vorstand kümmert sich darum.

Habe die alten Posts nicht mehr gelesen, nach einem Wasserschaden lässt die Versicherung doch diese begutachten, da steht doch etwas von der Schadenshöhe?
Kontakt hatten sie offenbar bisher keinen mit der Firma, welche den Schaden beheben sollte.
Was die Schadensumme betrifft, lassen sie sich von einer Sanitärfirma einen Kostenvorschlag für die noch ausstehende Sanierung geben.
Einen Tagessatz wird es als Entschädigung nicht geben, da selber auch etliche Fehler gemacht wurden. Die Versicherung soll ihnen einen Vorschlag machen, was sie neben den noch ausstehenden Sanierungskosten bezahlen würde.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
sondern als zusätzliche Entschädigung für lange Zeit nicht benutzbare Dusche und Aufwand für unzählige Telefonate und Verfassen von Nachrichten.
Da wünsch ich vorweg mal viel Geduld. Versicherungen versichern Schäden.
Was hier geplant ist, nennt sich Schadensersatz. Der könnte in € beziffert werden. Das Beziffern kannst du verständlicherweise nicht. Über die Hochglanzaussagen und Moral usw, waren wir schon längst hinweg.
Zitat (von CLuetz):
Naja, was meinst du, was er damit vor hatte?
Man sollte deiner Mutter doch zutrauen, dass sie aus 3 Musterfliesen wenigstens 1 als akzeptabel auswählt. Die rotmarmorierte ablehnt. Bleibt die Entscheidung für eine von zwei. Oder eben Ablehnung aller drei. Das kommt zwangsläufig VOR dem Verlegen. SO war das gemeint.
Zitat (von CLuetz):
Das würde ich schon fast als Nötigung bezeichnen. Immerhin habe ich das jetzt schriftlich vorliegen.
Damit kannst du ein weiteres Feld eröffnen, was leider deinem fernen Onkel in XY noch längst kein benutzbares Bad/Dusche verschafft.
-----------------------------
Zitat (von Loni12):
Die Versicherung soll ihnen einen Vorschlag machen, was sie neben den noch ausstehenden Sanierungskosten bezahlen würde.
Das wird höchstens Pingpong. Der Ball liegt beim VN bzw. dem TE.
Der TE wurde gebeten, seine Vorstellungen der Vers. bekanntzugeben. Das kann er aber nicht. Außerdem soll ja damit der Umbau finanziert werden. Die Kosten dafür kennt er nicht.
Warum sollte die Versicherung ihm bzw. dem VN/Onkel nun irgendetwas anbieten?

Ich fürchte, die Versicherung wartet (weiter) ab.
Was sind schon 8-10 Wochen für eine Versicherung, wenn mehrere Beteiligte einen Wasserschaden mit Nebenwirkungen *bearbeiten*.

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#23
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104105 Beiträge, 37597x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Das würde ich schon fast als Nötigung bezeichnen.

Gesetzgeber und Rechtsprechung sehen das aber anders.

Die Kulanz ist der Bonus für die netten, die Unverschämten bekommen halt nur das Allernötigste.
Das gewähren eines Bonus ist durchaus üblich und auch nicht zu beanstanden.

Insofern lohnt es nicht, da einen Nebenkriegsschauplatz aufzumachen.
Zielführender könnte es sein, die Art der Kommunikation zu überarbeiten ... wenn da noch was zu retten ist.


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#24
 Von 
CLuetz
Status:
Frischling
(27 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat:
Es wurden auf beiden Seiten Fehler gemacht, ungeschickt durch ihre Mutter und vermutlich auch sie waren daran beteiligt.


Und wenn du mir jetzt bitte noch sagen könntest, worin unsere Fehler bestanden. Ungeschickt??? Was würdest du machen? 10 Jahre warten, dass dein Bad wieder benutzbar ist und so lange geflissentlich den Mund halten?

Zitat:
Vorstände werden häufig solche Briefe erhalten, werden diese an die Fachabteilung weitergeleitet. Sie glauben doch nicht ernsthaft ein Vorstand kümmert sich darum.


Nein, ich glaube wahrhaftig nicht, dass sich Vorstände darum kümmern. Aber wie du selbst im ersten Teil richtig vermutest, werden diese Briefe an eine andere Abteilung geleitet. Man hat es also nicht mit Personen zu tun, die den ganzen Tag nur genervt vorbereitete Textblöcke als "Antwort" einfügen, die in den meisten Fällen nicht das Geringste mit der Nachricht zu tun haben, sondern dein Anliegen – ob du es glaubst oder nicht – wird auf völlig andere Weise behandelt. Ich habe jedes Mal Erfolg damit gehabt. Um nur zwei zu nennen, mal der Erlass einer Forderung durch ein Inkassounternehmen der DB, mal stand der Leiter eines Paketverteilzentrums vor meiner Tür und hat sich für jahrelang in der Botanik abgestellte Pakete entschuldigt. Dieses ewige "es bringt ja doch nix" ist halt nur dummes, leider typisches Gejammer.

Zitat:
Was hier geplant ist, nennt sich Schadensersatz.

Ja, und genau so hatte ich es auch genannt.

Zitat:
Man sollte deiner Mutter doch zutrauen, dass sie aus 3 Musterfliesen wenigstens 1 als akzeptabel auswählt.

Was bitte hat denn das mit den Fähigkeiten meiner Mutter zu tun?????
Wenn man dir als Ersatz für eine weiße Fliese eine rote, eine blaue und eine grüne vorlegt, dann dürfte man deiner Meinung nach nur die rote ablehnen und müsste anschließend eine grüne oder blaue wählen, um nicht als schwierig bezeichnet zu werden? Oder wie Loni12 es bezeichnet: "Fehler" zu machen?

Vielleicht macht ihr euch mal die Mühe und tippt in die Foren-Suche "Fliesen" ein. Dort findet ihr eine Unzahl an Forenbeiträgen mit genau diesem Thema. Meist aus den ersten 2000er Jahren. Damals hat man noch hilfreiche Antworten erhalten, wie z.B. dass es spezialisierte Händler für alte Fliesen gibt. Anhand dieser Antworten ist es mir gelungen, innerhalb von zwei Minuten mehrere Händler aufzutreiben, die 10 Tausende unterschiedliche Fliesensorten auf Lager haben. Diese werde ich anschreiben, auch wenn es eigentlich nicht meine Aufgabe wäre. Nicht, dass ich wieder einen Fehler mache.
Ein anderer interessanter Hinweis aus diesen, noch anderen Jahren, ist, dass ein Landesgericht, allerdings in einer Mieter-Vermieter Angelegenheit, geurteilt hat, dass maximal 5% anderweitige Fliesen verbaut werden dürfen. So eine Frage hatte ich zum Beispiel am Anfang dieses Threads gestellt, jedoch weniger hilfreiche Antworten bekommen.

Zitat:
Der TE wurde gebeten, seine Vorstellungen der Vers. bekanntzugeben. Das kann er aber nicht. Außerdem soll ja damit der Umbau finanziert werden. Die Kosten dafür kennt er nicht.


Meine Vorstellungen kann ich sicher bekanntgeben. Fragt sich nur, ob die realistisch wären. Das wäre ja eigentlich einer der Gründe, so ein Forum zu befragen, einen möglichen Tagessatz genannt zu bekommen.
Und nein, damit soll nicht der Umbau finanziert werden. Und doch, die Kosten dafür kenne ich natürlich, weil wir uns ja einen Kostenvoranschlag haben erstellen lassen.

Zitat:
Gesetzgeber und Rechtsprechung sehen das aber anders.

Was (mal wieder) nicht für die deutsche Rechtsprechung spricht.

Zitat:
Die Kulanz ist der Bonus für die netten, die Unverschämten bekommen halt nur das Allernötigste.

Nun, zunächst mal will keiner hier einen "Bonus", sondern nur das was einem zusteht. Und wenn es dafür in Deutschland kein Gesetz gibt, das Geschädigte in Schutz nimmt, dann stellt das der deutschen Gesetzgebung erneut kein gutes Zeugnis aus.
"Unverschämt" ist also (neben einer durch nichts untermauerten Unterstellung) deiner Meinung nach jeder, der sich anmaßt, chaotische Zustände aufzuzeigen und es geflissentlich unterlässt, dem Versicherungsheini Zucker in den Allerwertesten zu blasen.
Um deine Logik mal weiter zu verfolgen: wenn wir also der Versicherung gestattet hätten, unpassende weiße Fliesen zu verlegen, hätten wir die passenden bekommen. Da fangen einige Ganglien dann doch an zu rotieren.

Zitat:
Zielführender könnte es sein, die Art der Kommunikation zu überarbeiten

Auch das ist eine Unterstellung, die du mit nichts begründen kannst. Und wie sähe die verbesserte Kommunikation denn aus?
Um das chronologisch nochmals aufzuzählen: Nachdem die Dusche für Monate nicht benutzbar war, habe ich gewagt, der Versicherung äußerst höflich ein paar allgemein zu beantwortende Fragen zu stellen. Ohne Antwort. Die gleichen Fragen habe ich später der Hausbesitzerin in Form der Genossenschaft gestellt. Ebenso höflich. Schriftlich keine Antwort. Ein beiderseitig höflich geführtes Telefonat hätte man sich auch sparen können. Wieder Wochen später ein Telefonat meiner Mutter mit der Versicherung. Sie kann nur höflich. Die Zusage, man werde sich unverzüglich um die Angelegenheit kümmern. Auch nach Wochen keine Änderung. Dann wieder eine Email meinerseits an die Genossenschaft, in der ich die ganzen Ereignisse nochmals dargelegt habe und selbige als Hausbesitzerin bestimmt, aber höflich aufgefordert habe, in der Angelegenheit einzuschreiten. Hierauf eine Kopie einer Konversation, in der die Genossenschaft die Versicherung mit dem groß geschriebenen Zusatz "Dringend" auffordert, den Schaden zu regulieren. Darauf die Email der Sachbearbeiterin, es wäre alles in die Wege geleitet. Dann – erst dann – also nach über 4 Monaten habe ich mir erlaubt, diese Sachbearbeiterin darauf hinzuweisen, dass sie mit ihren Aussagen falsch liegt und sie diesen Missstand leicht hätte beheben können, wenn sie sich auch nur ein einziges Mal mit den Betroffenen auseinander gesetzt hätte. Daraufhin hat sich der Leiter der örtlichen Filiale, die Dame in Schutz nehmend, bei mir gemeldet mit den gleichen unsinnigen Aussagen, dass die Arbeiten bald abgeschlossen seien.

Also das haltet ihr schon für unverschämt? Da haben wir Fehler gemacht? Weil wir nach über 4 Monaten Baustelle mal gewagt haben, uns zu beschweren?
Und das in einem Forum, das sich eigentlich mit Recht beschäftigen sollte?
Armes Deutschland.

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104105 Beiträge, 37597x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Was (mal wieder) nicht für die deutsche Rechtsprechung spricht.

Doch, absolut.
Das Du andere Vorstellungen hast, ist da irrelevant.



Zitat (von CLuetz):
Also das haltet ihr schon für unverschämt?

Eine sehr beschönigende Darstellung.
Ich halte z.B. Leute als inkompetent zu bezeichnen jedenfalls nicht für höflich.



Zitat (von CLuetz):
Und das in einem Forum, das sich eigentlich mit Recht beschäftigen sollte?

Nun, wir kommentieren halt auch mal Sachen abseits von Recht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Anami
Status:
Unbeschreiblich
(25228 Beiträge, 4790x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Wenn man dir als Ersatz für eine weiße Fliese eine rote, eine blaue und eine grüne vorlegt,
Bisher las ich: wurden meiner Mutter letztendlich 3 (in Worten: drei) Muster zur Auswahl vorgelegt. Eine davon war z.B. rot marmoriert, wohingegen die ursprünglichen Fliesen uni-cremefarben sind
ICH im August: Du kannst davon ausgehen, dass der irgendwann erscheinende Fliesenleger dir NICHT 5 rote und 3 blaue Fliesen an die Wand pappt.SO ist es.
Dass du nun ratzfatz Fliesenhändler mit alten Lagerbeständen gefunden hast, ist ganz toll. Ja, schreib sie an.
Dann müssen nur noch die ausgewählten/gekauften Fliesen an die Wand gepappt werden. Ja, ist nicht deine Aufgabe, aber machs doch oder finde einen, der es macht.

Zitat (von CLuetz):
Vielleicht macht ihr euch mal die Mühe
Nein, danke, ich nicht. Du hast dich des Problems angenommen, suchst hier Hilfe und tust seit 18.8. nichts weiteres, als auf deiner Position zu beharren und Fragen zu stellen, die kein Forist beantworten kann.
Hier im Unterforum *Versicherungsrecht* ist das evtl. enttäuschend, aber für deinen Onkel bewegt sich nichts.
Zitat (von CLuetz):
Nachdem die Dusche für Monate nicht benutzbar war
Ich las im EP am 18.8.:Vor über einem Monat wurde ein Wasserschaden in einer darüber liegende Wohnung festgestellt.
Zitat (von CLuetz):
also nach über 4 Monaten
Woran soll ein Forist denken, wenn er liest, vor über 1 Monat... Ich denke da an 8-10 Wochen, sorry.
Zitat (von CLuetz):
Und das in einem Forum, das sich eigentlich mit Recht beschäftigen sollte?
Das Forum wird dich nicht zufriedenstellen können, es ist zum Recht aber hinreichend geantwortet und auch dazu, was man tun könne/solle.

Führe deinen Kampf per Schriftverkehr oder Telefon weiter, evtl. so lange und so ähnlich wie seinerzeit mit der DB. Freiheit besteht auch darin.
Evtl. noch: Oder eben zum Anwalt...
und später evtl. Rechtsprechung vom Gericht?

Signatur:

ist nur meine Meinung.

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#27
 Von 
Loni12
Status:
Student
(2291 Beiträge, 375x hilfreich)

Zitat (von CLuetz):
Und wenn du mir jetzt bitte noch sagen könntest, worin unsere Fehler bestanden. Ungeschickt??? Was würdest du machen? 10 Jahre warten, dass dein Bad wieder benutzbar ist und so lange geflissentlich den Mund halten?

Ich hatte das in den letzten Jahren 2x, schrieb ich bereits. Der Schaden wurde der Versicherung gemeldet, die beauftragten einen Sachverständigen, der meldete die Schadenssumme der Versicherung und die beauftragte eine Firma. Selbige erledigte alle Arbeiten bzw. beauftragte andere Fachfirmen.
Wir erhielten von der Versicherung ein Aktenzeichen und bei Fragen meinerseits hatte ich sofort Ansprechpartner. Sie hatten offenbar kein AZ und erklärten der Versicherung das es sich um ein 8 Parteienhaus handelt, wo der Onkel wohnt. Das konnte nicht funktionieren.
Zitat (von CLuetz):
Mutter hat nur den Namen und die Kontaktdaten von der Sanierungsfirma. Ansonsten ist sie völlig überfordert mit den Personen, die da plötzlich vor der Tür stehen und entweder etwas nachschauen oder arbeiten wollen.
[
Wenn ihre Mutter überfordert ist, warum wurde sie dann mit der Aufgabe betraut? Das kann nicht funktionieren. Wie alt ist ihre Mutter denn?
Zitat (von CLuetz):
Vor über einem Monat wurde ein Wasserschaden in einer darüber liegende Wohnung festgestellt.
Zitat (von CLuetz):
Zwischen diesen Arbeiten lagen immer größere Pausen von zum Teil mehreren Wochen.

Das passt doch nicht?
Wenn alle Angaben so ungenau sind, darf man sich nicht wundern, dass nichts vorwärts geht.
Zitat (von CLuetz):
Da wir auf die Idee gekommen waren, das Chaos im Bad dazu zu nutzen, es zumindest teilweise seniorengerecht umzubauen,

Evtl. ist dieser private Umbau ein Hemmnis, warum die Firma nicht weiter baute.
Gibt es einen Kostenvoranschlag für die Sanierung des Wasserschadens und einen Kostenvoranschlag für den privaten Umbau?
Wir haben die Toilette, zeitgleich mit der Behebung des Wasserschaden - seniorengerecht einbauen lassen.
Die Rechnungen für den Wasserschaden schickte die Firma direkt an die Versicherung, die anderen an uns.

Da es noch eine Genossenschaft gibt, wie schaut es da mit Vollmachten aus?
Ihre Mutter hat Kontakt mit dieser und sie vermutlich auch?
Die ganze Angelegenheit an die Genossenschaft abgeben, sofern diese sich dafür zuständig fühlt, dann ginge es vielleicht schneller.
Die Genossenschaft könnte eine Bestandsaufnahme machen, damit erkenntlich ist, was noch gemacht werden muss und die notwendigen Schritte einleiten.
Sonst könnte es noch Monate dauern und Versicherung sie und ihre Mutter für die Verzögerung verantwortlich machen und von einen finanziellen Ausgleich Abstand nehmen.

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