Schaden durch fremdes Pkw auf Grundstück, Haftpflichtversicherung will nur einen Teil zahlen.

6. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Klaus.
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)
Schaden durch fremdes Pkw auf Grundstück, Haftpflichtversicherung will nur einen Teil zahlen.

Folgender Fall:
Ein Fahrzeug kommt bei Schneewetter ins rutschen und von der Fahrbahn ab.
Kollidiert mit der Betonsäule für ehemaliges Metalltor für die Zufahrt, das aber nicht mehr benutzt wurde.
Die Betonsäule ist umgefallen bzw. aus dem Fundament herausgerissen worden .
Die Haftpflichversicherung des Unfallverursachers bittet den Hauseigentümer einen Kostenvoranschlag machen zu lassen um den Schaden regulieren zu können.
Der Hauseigentümer macht auf eigene Kosten sich die Mühe dass eine Firma diesen geforderten Kostenvoranschlag erstellt, Kostenpunkt ca. 180€

Der Schaden wird in dem Kostenvoranschlagt mit ca. 2910€ netto beziffert.

Nach dem die Haftpflichtversicherung den Kostenvoranschlag erhalten hat, schreibt diese zurück.

Diese beruft sich auf das BGB §249, die Betonsäule wäre schon sehr alt gewesen und will nur 580€ netto zahlen.
Damit nicht genug!
Die angefallenen Gebühren für den Kostenvoranschlag, den diese ja selbst gefordert hatte, die werden einfach ignoriert.
Der Hauseigentümer kommt sich veräppelt vor.

Sollte der Hauseigentümer dagegen angehen, z.B. den Fall einem Rechtsanwalt übergeben? Würde dieses Sinn machen oder würde der Hausbesitzer auf noch mehr Kosten sitzen bleiben?

Wenn ein Rechtsanwalt sinn machen sollte, würde die Verkehrsrechtschutzversicherung des Hauseigentümers für den Anwalt zahlen oder die Haftpflicht- Grundstücksversicherung.
Müsste der Hauseigentümer den beaftragten Anwaltauch aus eigene Tasche zahlen?

Der Hauseigentümer hat folgende Versicherungen.
Bei der ARAG
- Rechtsschutz im privaten Bereich mit Vertrags-Rechtsschutz
- Rechtsschutz im privaten Verkehrs- Bereich

Wäre für Hilfestellungen sehr dankbar.
Vielen Dank




-- Editiert von User am 6. April 2024 19:46

-- Editiert von User am 6. April 2024 19:46

Probleme mit der Versicherung?

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25 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Klaus.):
Der Schaden wird in dem Kostenvoranschlagt mit ca. 2910€ netto beziffert.

Das ist ein stolzer Preis für eine bröckelige Betonsäule die nutzlos umherstand.
Wundert mich, das die Versicherung nicht schon da runtergerechnet hat.



Zitat (von Klaus.):
und will nur 580€ netto zahlen.

Es lautet Schadenersatz, weil eben nur der Schaden ersetzt wird.



Zitat (von Klaus.):
Die angefallenen Gebühren für den Kostenvoranschlag, den diese ja selbst gefordert hatte, die werden einfach ignoriert.

Wo kommen denn da Gebühren her? Kommt das Angebot nicht von einer Privatfirma?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Klaus.
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):

Wundert mich, das die Versicherung nicht schon da runtergerechnet hat.Es lautet Schadenersatz, weil eben nur der Schaden ersetzt wird.
Wo kommen denn da Gebühren her? Kommt das Angebot nicht von einer Privatfirma?


Es geht doch hier mehr darum, dass die Versicherung anscheinend selber vorher zu blöde war eine Kostenrechnung zu erstellen.
Erst sollte der HE denen noch weitere Fotos zusenden da die Fotos die der Unfallverursacher selbst gemacht hat, wegen dem starkem Schneelfall nicht gut genug waren. Die haben den HE ja auch diesbezüglich angerufen.
Der HE hat denen ja auch das alter der Betonsäule gesagt.

Die haben doch ihre eigenen Gutachter, hätten die doch den los schicken können oder gleich nach Akte den Schaden einschätzen!
Aber nein der HE sollte erst mal einen kostenpflichtigen Kostenvoranschlag machen und denen zusenden, das war ein hin und her eine Firma zu finden, nein es ist keine Privatfirma, was das auch immer bedeuten mag, es ist eine offizielle Baufirma mit Handelsregister und vielen Angestellten, ich kenne keine Privatfirmen Formen.

Außerdem hat die (nicht bröckelige) Betonsäule einen nutzen gehabt, wenn es nich gewesen wäre, wäre das Fahrzeug genau in das Haus reingekracht, mit zusätzlichen möglichen Personenschäden. Es ist eine Hauptstraße, manche fahren wie verrückt.

Zum Thema zurück.
Es geht doch um die Gebühren für den unnötigen Kostenvoranschlag auf die der HE sitzen bleiben muss.

Aber egal, trotzdem danke für Ihr Kommentar.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Klaus.):
Es geht doch hier mehr darum, dass die Versicherung anscheinend selber vorher zu blöde war eine Kostenrechnung zu erstellen.

Das ist nicht deren Aufgabe - es obliegt dem Schädiger den Schaden nachzuweisen.



Zitat (von Klaus.):
Die haben doch ihre eigenen Gutachter, hätten die doch den los schicken können

Versicherungen vermeiden solch unnütze Kosten, denn sie sind verpflichtet mit dem Beiträgen möglichst sparsam umzugehen.



Zitat (von Klaus.):
oder gleich nach Akte den Schaden einschätzen!

Ging wohl nicht.



Zitat (von Klaus.):
Es geht doch um die Gebühren für den unnötigen Kostenvoranschlag auf die der HE sitzen bleiben muss.

Wenn er - abweichend vom Standard - einen kostenpflichtigen Kostenvoranschlag vereinbart, ist das sein Problem. Das ist dann nichts wo eine Versicherung für zahlen muss.


Signatur:

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1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Klaus.
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn er - abweichend vom Standard - einen kostenpflichtigen Kostenvoranschlag vereinbart, ist das sein Problem. Das ist dann nichts wo eine Versicherung für zahlen muss.


Der HE hat einfach einen Kostenvoranschlag erbeten, weil es die Versicherung verlangte, da wurde nichts weiter vereinbart!
Die Firma hat es aber mit 5% in Rechnung gestellt, mit dem Hinweis dass es bei Auftragsvergabe verrechnet wird.

Soll sich der HE jetzt mit der Firma auseinandersetzen?

Sie scheinen aus der Versicherungsbranche zu sein, da Sie so schreiben ;-)

Egal, dann wird es wohl so sein dass der HE auf den Kosten sitzenbleibt , spätestens wenn die 1. Mahnung von der Firma kommt.

Am besten wäre es wohl gewesen, wenn der HE gleich von Anfang an alles einem Anwalt überlassen hätte, so wie bei Verkehrsunfällen, da läuft auch alles reibungslos mit Gutachten und was alles dazu gehört.

Also für die Zukunft merken:
Niemals mit der gegnerischen Versicherung persönlichen Kontakt pflegen oder irgendwie behilflich sein, alles einem Anwalt überlassen, die machen das schon richtig, inclusive Anwalts- und Gutachterkosten, egal in welchem Verhältnis es zum Schaden steht.
Da hat man als positiven Nebeneffekt auch keine Kopfschmerzen und muss nicht selbst überall hinterherlaufen .

Vielen Dank nochmals für die erleuchtenden Informationen.

Einen schönen Abend noch.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Klaus.):
Soll sich der HE jetzt mit der Firma auseinandersetzen?

Wäre ich der "HE" und hätte noch nicht bezahlt, würde ich das Unternehmen mal wenigiger dezent auf den § 632 BGB Abs. 3 verweisen
Zitat:
§ 632 Vergütung
(1) Eine Vergütung gilt als stillschweigend vereinbart, wenn die Herstellung des Werkes den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist.
(2) Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, so ist bei dem Bestehen einer Taxe die taxmäßige Vergütung, in Ermangelung einer Taxe die übliche Vergütung als vereinbart anzusehen.
(3) [i]Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten
.[/i]


Es sei denn man beabsichtigt tatsächlich den Auftrag an das Unternehmen zu vergeben.



Zitat (von Klaus.):
Niemals mit der gegnerischen Versicherung persönlichen Kontakt pflegen oder irgendwie behilflich sein, alles einem Anwalt überlassen, die machen das schon richtig, inclusive Anwalts- und Gutachterkosten

In der Regel ist das korrekt.

Eine der Hauptaufgeben von Versicherungen ist es Kosten einzusparen, denn sie sind gesetzlich verpflichtet mit den Geldern aus den Beiträgen der Versicherungsnehmer sorgfältig umzugehen und idealerweise gar nichts auszuzahlen. Und wenn das Auszahlen unumgänglich ist, dann so wenig wie möglich.
(Gilt nicht für Gehälter und Boni der Führungsebenen, da ist eine "Marktgerechte Vergütung" selbstverständlich unumgänglich...)


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#6
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1325 Beiträge, 222x hilfreich)

Klaus,

Es liegt im ureigensten Interesse jeder Versicherung, die Schäden möglichst klein zu rechnen um möglichst wenig regulieren zu müssen.
Das heißt doch aber nicht dass du das so akzeptieren musst!
Warum schreibst du nicht der Versicherung dass du ihrem regulierungsvorschlag nicht zustimmst und auf der vollen Summe des Gutachtens sowie den Kosten des Gutachtens bestehst (dabei begründen, dass dieses Gutachten ja schließlich von denen angefordert wurde!). Gleichzeitig kannst du schon mal erwähnen dass du dir anwaltlich Hilfe vorbehälst.
Dann kannst du immer noch sehen ob sie mit einem weiteren Gegenvorschlag kommen der für dich akzeptabel ist oder sich weiter quer stellen.

Meiner Meinung nach knicken Versicherungen in diesem Punkt dann recht schnell ein weil sie wissen dass sie im Unrecht sind. (Ich setze mal voraus dass der kostenvorschlag einen realistischen Schaden beziffert hat und keine Mondpreise).

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#7
 Von 
Nana71
Status:
Lehrling
(1181 Beiträge, 128x hilfreich)

Zitat (von Klaus.):
Diese beruft sich auf das BGB §249, die Betonsäule wäre schon sehr alt gewesen und will nur 580€ netto zahlen.


Korrekt.

Die Haftpflichtversicherung ersetzt nicht den Neuwert, sondern nur den Zeitwert.

Zitat (von Klaus.):
Die Firma hat es aber mit 5% in Rechnung gestellt, mit dem Hinweis dass es bei Auftragsvergabe verrechnet wird.


Das ist die übliche Vorgehensweise, und sofern du nicht vorhast, eine andere Firma zu beauftragen, ist doch beim Kostenvoranschlag gar kein Schaden entstanden?

Signatur:

Ich gebe lediglich meine Meinung wieder - Rechtsberatung gibt es gegen Bezahlung beim Anwalt.

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#8
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7564 Beiträge, 1573x hilfreich)

Zitat (von Nana71):
Das ist die übliche Vorgehensweise, und sofern du nicht vorhast, eine andere Firma zu beauftragen, ist doch beim Kostenvoranschlag gar kein Schaden entstanden?


Genauso ist es. Aber wahrscheinlich möchte man den Schaden bei dem alten Pfosten garnicht reparieren lassen oder selber reparieren.

Signatur:

https://www.antispam-ev.de

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Warum schreibst du nicht der Versicherung dass du ihrem regulierungsvorschlag nicht zustimmst und auf der vollen Summe des Gutachtens sowie den Kosten des Gutachtens bestehst

Warum sollte man sich denn bei der Versicherung derart blamieren wollen?
Auf so einen Unfug werden die wohl nicht mal antworten ...



Zitat (von Schalkefan):
Ich setze mal voraus dass der kostenvorschlag einen realistischen Schaden beziffert hat

Nö.

Ein Kostenvoranschlag von einer Baufirma beinhaltet regelmäßig die Kosten der Neuerrichtung und nicht den Schaden.


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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von Klaus.):
Sollte der Hauseigentümer dagegen angehen, z.B. den Fall einem Rechtsanwalt übergeben?


Ja natürlich..

Zitat (von Klaus.):
Die angefallenen Gebühren für den Kostenvoranschlag, den diese ja selbst gefordert hatte, die werden einfach ignoriert.


Notwendige Kosten zur Schadensfeststellung sind Teil des zu ersetzenden Schadens. Aber das wird ihr Anwalt denen schon erklären.

Zitat (von Klaus.):
Wenn ein Rechtsanwalt sinn machen sollte, würde die Verkehrsrechtschutzversicherung des Hauseigentümers ......................................


Die nötigen Kosten sind vom Schädiger/Versicherung zu bezahlen. Der HE braucht keine eigene Versicherung.

Zitat (von Klaus.):
Die haben doch ihre eigenen Gutachter, hätten die doch den los schicken können


Man lässt nie den den Schaden beziffern der ihn bezahlen muss.

Zitat (von Klaus.):
Außerdem hat die (nicht bröckelige) Betonsäule einen nutzen gehabt,


Sie müssen sich nicht rechtfertigen. Auch wenn etwas nutzloses beschädigt wird ist der Schaden zu ersetzen.

Zitat (von Klaus.):
Die Firma hat es aber mit 5% in Rechnung gestellt, mit dem Hinweis dass es bei Auftragsvergabe verrechnet wird.


Das ist vollkommen normal und branchenüblich und daher zu ersetzen.

Zitat (von Klaus.):
Niemals mit der gegnerischen Versicherung persönlichen Kontakt pflegen oder irgendwie behilflich sein, alles einem Anwalt überlassen, die machen das schon richtig, inclusive Anwalts- und Gutachterkosten, egal in welchem Verhältnis es zum Schaden steht.
Da hat man als positiven Nebeneffekt auch keine Kopfschmerzen und muss nicht selbst überall hinterherlaufen .


Ganz genau; so ist es. Und man sollte auch nicht irgendwelchen Laienmeinungen im Internet zu viel Glauben schenken.

Zitat (von Nana71):
Korrekt.


Nö, das ist schlicht falsch.

Zitat (von Nana71):
Die Haftpflichtversicherung ersetzt nicht den Neuwert, sondern nur den Zeitwert.


Das ist ebenso falsch. Die VS hat den Wiederherstellungsaufwand auszugleichen.

Zitat (von Nana71):
Das ist die übliche Vorgehensweise, und sofern du nicht vorhast, eine andere Firma zu beauftragen, ist doch beim Kostenvoranschlag gar kein Schaden entstanden?


Der TE ist gar nicht verpflichtet eine Firma zu beauftragen.

Zitat (von cirius32832):
Aber wahrscheinlich möchte man den Schaden bei dem alten Pfosten garnicht reparieren lassen oder selber reparieren.


Das ist sein gutes Recht. Trotzdem ist der entstandene Schaden auszugleichen.

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#11
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1325 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Warum sollte man sich denn bei der Versicherung derart blamieren wollen?
Auf so einen Unfug werden die wohl nicht mal antworten ...


Soso, du kennst also den Zeitwertt der Betonsäule?
Zugegeben, ich kenne ihn nicht, aber ich habe in diesem Fall nun einfach angenommen, dass die Reparatur des Schadens den Zeitwert nicht überschreitet. Den Wert wird aus der Ferne sicherlich keiner beurteilen können, aber dennoch erschien mir der Betrag nicht unrealistisch (in Anbetracht der Tatsache, dass (fast) alles, was irgendwie als Immobilie zählt oder zum Wert der Immobilie, da fest mit dem Grund verbunden, hinzugehört in den letzten Jahren eher im Wert gestiegen ist)

Im Streitfall um den Zeitwert wird dann wohl ein Gericht entscheiden müssen, wenn die Parteien sich nicht einigen.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Soso, du kennst also den Zeitwertt der Betonsäule?

Nö.

Aber von Gutachten zu schreiben obwohl es gar keines gab und darauf Geldforderungen aufzubauen und weiteres, solches entlockt der Versicherung bzw. dessen Sachbearbeiter nicht mal ein zucken für ein müdes Lächeln. Und man ordnet den Versicherungsnehmer in die entsprechende Kategorie ein.


Das hat "Klaus." schon gut erkannt, nicht lange selber rumwusteln, keine sinnlosen Diskussionen, sondern gleich klare Kante zeigen bzw. einen beauftragen der das macht.


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#13
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1325 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Aber von Gutachten zu schreiben obwohl es gar keines gab


Oh, entschuldige bitte dass ich im Eifer des Gefechts Gutachten statt Kostenvoranschlag geschrieben habe.
Da ich mich in meiner Antwort auf den TE und seinen Fall bezogen habe, dürfte klar sein, dass ich mich hier auf den ihm Vorliegenden Kostenvoranschlag bezogen habe, auch wenn ich es fälschlicherweise als Gutachten betitelt habe.

Ich unterstelle dem TE soviel Sachverstand dass er in einem etwaigen Schreiben dann die richtige Wortwahl gegenüber der Versicherung getroffen hätte.

-- Editiert von User am 7. April 2024 17:41

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#14
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Soso, du kennst also den Zeitwertt der Betonsäule?
Zugegeben, ich kenne ihn nicht,...............



Das Märchen wird wohl nie aussterben; es gibt im Schadensersatzrecht nach dem BGB keinen Zeitwert.
Der Schadensersatzanspruch des Geschädigten richtet sich nach § 249 BGB.

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#15
 Von 
Schalkefan
Status:
Lehrling
(1325 Beiträge, 222x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Das Märchen wird wohl nie aussterben; es gibt im Schadensersatzrecht nach dem BGB keinen Zeitwert.

Und was beschreibt dieses anderes als den Zeitwert?
Zitat (von 9elfer):
(1) Wer zum Schadensersatz verpflichtet ist, hat den Zustand herzustellen, der bestehen würde, wenn der zum Ersatz verpflichtende Umstand nicht eingetreten wäre

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Und was beschreibt dieses anderes als den Zeitwert?


Einen Zeitwert, den es eigentlich nur im Vertragsrecht/Kasko etc. gibt, hat mit der Herstellung des ursprünglichen Zustandes vor dem schädigen Ereignis nichts zu tun. Die Herstellung des ursprünglichen Zustandes kann entweder durch Reparatur oder, wenn möglich, durch Lieferung einer gleichwertigen Ersatzsache erreicht werden. Kann der Schädiger eine gleichwertige Ersatzsache liefern? Vermutlich nicht; bleibt also nur die Reparatur/Instandsetzung. Ein möglicher Vorteil auf Seiten des Geschädigten wäre natürlich anzurechnen.

Wenn ich an ihrem Fahrzeug den Kotflügel und die Türe beschädige, hätten Sie nach ihrer Vorstellung einen Schadenersatzanspruch in Höhe von ca. 500€; das dürfte in etwa der Preis sein für einen gebrauchten Kotflügel und eine gebrauchte Türe (eben der Zeitwert dieser Teile). Schadensersatzpflichtig bin ich aber für die Wiederherstellung des Zustandes vor dem schädigen Ereignis; und das bedeutet eine Reparatur in der Fachwerkstatt die vermutlich ca. 3000-4000€ kostet.

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#17
 Von 
cirius32832
Status:
Schlichter
(7564 Beiträge, 1573x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Das ist sein gutes Recht. Trotzdem ist der entstandene Schaden auszugleichen.


Richtig. Abzüglich der Kosten für den Kostenvoranschlag....

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#18
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von cirius32832):
Richtig. Abzüglich der Kosten für den Kostenvoranschlag....



Da wäre mal die rechtliche Grundlage für diese pauschale Meinungsäußerung interesant.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Schadensersatzpflichtig bin ich aber für die Wiederherstellung des Zustandes vor dem schädigen Ereignis; und das bedeutet eine Reparatur in der Fachwerkstatt die vermutlich ca. 3000-4000€ kostet.

Und wenn der Kotflügel entsprechende Vorschäden hat, kann das schlicht bei "null-komma-gar-nix" enden ...

Wie war das mit der Katze die sich in den Schwanz beißt?


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#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Ich unterstelle dem TE soviel Sachverstand dass er in einem etwaigen Schreiben dann die richtige Wortwahl gegenüber der Versicherung getroffen hätte.

Ob der TS das so machen würde weis ich nicht, aber erfahrungsgemäß übernehmen Leute gerne Formulierungen die schon mal da sind.
Und es gibt wohl durchaus eine Menge Leute die über die Suchmaschinen hier her kommen - ob die den Bogen schaffen?


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#21
 Von 
Klaus.
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Schalkefan):
Warum schreibst du nicht der Versicherung dass du ihrem regulierungsvorschlag nicht zustimmst und auf der vollen Summe des Gutachtens sowie den Kosten des Gutachtens bestehst (dabei begründen, dass dieses Gutachten ja schließlich von denen angefordert wurde!). Gleichzeitig kannst du schon mal erwähnen dass du dir anwaltlich Hilfe vorbehälst.
Dann kannst du immer noch sehen ob sie mit einem weiteren Gegenvorschlag kommen der für dich akzeptabel ist oder sich weiter quer stellen.


Gesagt getan!
Die Versicherung hat sich erneut gemeldet und will nun die Kosten für den entstandenen Kostenvoranschlag übernehmen.
Ansonsten bei der Schadensregulierung bleiben die bei 580 €

Wenn ein Anwalt durch meine Verkehrsrechtschutzversicherung abgedeckt sein sollte, würde es Sinn machen diesen Fall dem Anwalt zu übergeben?

Vielen Dank.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(266 Beiträge, 29x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Notwendige Kosten zur Schadensfeststellung sind Teil des zu ersetzenden Schadens. Aber das wird ihr Anwalt denen schon erklären.


Zitat (von cirius32832):
Richtig. Abzüglich der Kosten für den Kostenvoranschlag....


Zitat (von Klaus.):
Die Versicherung hat sich erneut gemeldet und will nun die Kosten für den entstandenen Kostenvoranschlag übernehmen.


Ach, warum denn das auf einmal? :wink:

Zitat (von Klaus.):
Wenn ein Anwalt durch meine Verkehrsrechtschutzversicherung abgedeckt sein sollte,


?????

Zitat (von 9elfer):
Zitat (von Klaus.):
Wenn ein Rechtsanwalt sinn machen sollte, würde die Verkehrsrechtschutzversicherung des Hauseigentümers ......................................

Die nötigen Kosten sind vom Schädiger/Versicherung zu bezahlen. Der HE braucht keine eigene Versicherung.


Wer den Anwalt zu bezahlen hat, wurde schon mitgeteilt.

Ihnen ist hoffentlich schon klar, dass die VS mit Ihnen spielt!?

Zitat (von Harry van Sell):
Und wenn der Kotflügel entsprechende Vorschäden hat, kann das schlicht bei "null-komma-gar-nix" enden ...


Dem Sachverhalt nach sind keine Vorschäden vorhanden. Für was sollen diese Worst-Case-Szenarien gut sein?

-- Editiert von User am 11. April 2024 19:54

-- Editiert von User am 11. April 2024 19:55

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#23
 Von 
Klaus.
Status:
Frischling
(20 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Wer den Anwalt zu bezahlen hat, wurde schon mitgeteilt.

Ihnen ist hoffentlich schon klar, dass die VS mit Ihnen spielt!?



Ok, dann werde ich den Fall einem Anwalt übergeben.
Sollen die dann mit dem Anwalt spielen, ich wäre dann raus aus dem Spiel, habe auch keine Nerven mehr zu, das läuft schon gut 5 Monate so.
Schlimmer kanns ja ehe nicht werden.
Danke!

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121956 Beiträge, 40085x hilfreich)

Zitat (von 9elfer):
Wer den Anwalt zu bezahlen hat, wurde schon mitgeteilt.

Bin mal gespannt, ob der Anwalt das so mit macht ...


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#25
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(969 Beiträge, 289x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Bin mal gespannt, ob der Anwalt das so mit macht ...


Es gibt unzählige Anwälte deren einziges Beschäftigungsfeld die Abwicklung von KFZ Haftplichtschäden sind... also ja. Der TE wird ganz sicher einen Anwalt finden der das ganze für ihn bearbeitet.

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