Schaden nach Unfall Versicherungnachweis

6. Juli 2024 Thema abonnieren
 Von 
MichaelMaier1990
Status:
Schüler
(271 Beiträge, 2x hilfreich)
Schaden nach Unfall Versicherungnachweis

In mein parkendes Auto ist ein anderes Auto reingefahren. Der Schaden wurde von einem Gutachter aufgenommen und bewertet. Im Gutachten ist vermerkt, dass an der Stelle Reparaturschäden einer nicht fachgerechten Reperatur vorliegen, da es wohl eine kleinen Lackierunteschied gibt.
Mir ist dazu soweit nichts bekannt.

Zusätzlich wurde vermerkt:
Wertverbesserung; "Nach Durchführung einer ordnungsgemäße Reparatur wird eine Wertverbesserung des Gesamtfahrzeug eintreten, da Reperaturspuren am Stoßfänger hinten vorhanden sind. Die Wertverbesserung ist im Ergebnis berücksichtigt und wurde bereits im Abzug gebracht".

Antwort der Versicherung:
"aus dem Gutachten ergibt sich, dass die reparierten Vorschäden sich mit dem aktuellen Schadenbild überschneiden. Daher bitten wir sie die Reparaturschäden der Vorschaden einzureichen. Ohne Nachweis wird kein Schaden sowie Gutacherkosten übernommen"

Es gibt keinen Nachweis über einen Reperaturschaden, weil nie eine Reperatur stattgefunden hat.

Was kann ich nun machen?

Probleme mit der Versicherung?

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8 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122496 Beiträge, 40146x hilfreich)

Zitat (von MichaelMaier1990):
Der Schaden wurde von einem Gutachter aufgenommen und bewertet.

Beauftragt von wem?



Zitat (von MichaelMaier1990):
Im Gutachten ist vermerkt, dass an der Stelle Reparaturschäden einer nicht fachgerechten Reperatur vorliegen

Und, ist dem so?



Zitat (von MichaelMaier1990):
Es gibt keinen Nachweis über einen Reperaturschaden, weil nie eine Reperatur stattgefunden hat.

Dann war das Teil unter Umständen wertlos, bedeutet der Schaden beträgt 0 EUR.
Wobei der Gutachter das wohl schon gemacht hat
Zitat (von MichaelMaier1990):
Die Wertverbesserung ist im Ergebnis berücksichtigt und wurde bereits im Abzug gebracht



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
MichaelMaier1990
Status:
Schüler
(271 Beiträge, 2x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Beauftragt von wem?


Von mir, weil ein LKW in das Auto gefahren ist und den Schaden aufnehmen zu lassen.
"Gemäß des Auftrags vom xxx wurde das Fahrzeug zur Beweissicherung
sowie zur Feststellung der Schadenhöhe besichtigt, um ein Haftpflichtschadengutachten zu
erstellen."


Zitat (von Harry van Sell):
Und, ist dem so?


Nicht das ich wüsste.
Schaden: "Stoßfänger hinten ausgerissen / Rückleuchte nach oben gestaucht"
Alter Schaden vom Gutachter : "Reparaturspuren Seitenteil u. Stoßfänger hinten links"

Jedenfalls wurde das Auto nicht repariert. Ehrlich gesagt habe ich diese kleine Stelle auch nicht als Schaden wahrgenommen, weil der Lack ein wenig unterschiedlich auf einem Bild aussieht. Die Überschneidung am Stoßfänger ist 1%. Außerdem ist er nachdem Schaden ausgerissen und vorher war eventuell ein Kratzer da.
Wie gesagt ich wusste bis vom Einschätzen des Gutachters nichts davon. Kann man glauben oder nicht, aber tut auch eigentlich nichts zur Sache da subjektiv.

Zitat (von Harry van Sell):
Dann war das Teil unter Umständen wertlos, bedeutet der Schaden beträgt 0 EUR.
Wobei der Gutachter das wohl schon gemacht hat


Und warum?

"Wertminderung
Aufgrund des Fahrzeugalters, der Laufleistung, der Vorschäden und der Fahrzeugspezifikation wird
sich bei einer Veräußerung unmittelbar nach einer ordnungsgemäßen Reparatur kein Minderwert
gegenüber einem vormals nicht beschädigten Fahrzeug ergeben.
Wertverbesserung
Nach Durchführung einer ordnungsgemäßen Reparatur wird eine Wertverbesserung des
Gesamtfahrzeuges eintreten, da Reparaturspuren am Stoßfänger hinten vorhanden sind.
Die Wertverbesserung ist im Ergebnis berücksichtigt und wurde bereits in Abzug gebracht.
"

"
Reparaturkosten mit Mwst 2200€
Wertverbesserung -100€
"
Die Vorschäden sind doch berücksichtigt?

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#3
 Von 
MichaelMaier1990
Status:
Schüler
(271 Beiträge, 2x hilfreich)

Aus dem Bauch heraus hätte ich der Versicherung geschrieben, dass es keinen Nachweis über eine Reperatur gibt, weil keine stattgefunden hat und das sie sämtlich Vorschäden gerne im HIS nachschauen kann.
Des Weiteren würde ich eine Frist von 14 Tage setzen um den Schaden auszubezahlen, da ich mir ansonsten anwaltliche Hilfe holen werden.

Jemand noch einen Hinweis für mich oder würde das so passen?

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122496 Beiträge, 40146x hilfreich)

Zitat (von MichaelMaier1990):
und das sie sämtlich Vorschäden gerne im HIS nachschauen kann.

Dummerweise sind die dort gar nicht erfasst...



Zitat (von MichaelMaier1990):
Jemand noch einen Hinweis für mich

Ich würde da gar nicht weiter mit der Verschnürung kommunizieren, sondern direkt zum Anwalt gehen.
Je früher je besser, denn anregulierte Fälle sind nicht wirklich beliebt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
MichaelMaier1990
Status:
Schüler
(271 Beiträge, 2x hilfreich)

Ich dachte im HIS sind die Schäden, wenn ich zum Beispiel einen Schaden hatte und den dort ausbezahlen lassen habe?

Was meinst du mit anregulierten Fälle?

Glaubst du echt die Versicherung lenkt nicht ein? Gibt es denn wirklich einen Anlass dazu? So ganz habe ich das Problem nicht verstanden. Anwalt würde ja nur weitere Kosten verursachen…

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122496 Beiträge, 40146x hilfreich)

Zitat (von MichaelMaier1990):
Ich dachte im HIS sind die Schäden, wenn ich zum Beispiel einen Schaden hatte und den dort ausbezahlen lassen habe?

Richtig.
Nur eben nicht
Zitat (von MichaelMaier1990):
sämtlich Vorschäden




Zitat (von MichaelMaier1990):
Was meinst du mit anregulierten Fälle?

Fälle in denen der Versicherte schon mit der Versicherung über Zahlungen diskutiert hat.



Zitat (von MichaelMaier1990):
Glaubst du echt die Versicherung lenkt nicht ein?

Es würde mich wundern, wenn sie auf den Widerspruch eines Gegners der juristischer Laie ist, einlenken würde.
Selbst Anwälte werden oft ignoriert und erst mit einer Klage kommt man weiter.



Zitat (von MichaelMaier1990):
Gibt es denn wirklich einen Anlass dazu?

Eine der Hauptaufgeben von Versicherungen ist es Kosten einzusparen, denn sie sind gesetzlich verpflichtet mit den Geldern aus den Beiträgen der Versicherungsnehmer sorgfältig umzugehen und idealerweise gar nichts auszuzahlen. Und wenn das Auszahlen unumgänglich ist, dann so wenig wie möglich.
Dazu bedienen sie sich auch gerne diverser absurder und durchaus rechtswidriger Argumentationen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(48063 Beiträge, 16972x hilfreich)

Zitat (von MichaelMaier1990):
Mir ist dazu soweit nichts bekannt.

Wurde das Fahrzeug gebraucht gekauft? Wenn ja, kann es doch sein, dass der Schaden bereits beim Kauf vorhanden war.

Zitat (von MichaelMaier1990):
Alter Schaden vom Gutachter : "Reparaturspuren Seitenteil u. Stoßfänger hinten links"

Das wird doch der eigene Gutachter nicht frei erfunden haben. Im Zweifel befragt man den nochmal.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
9elfer
Status:
Schüler
(279 Beiträge, 32x hilfreich)

Zitat (von MichaelMaier1990):
und das sie sämtlich Vorschäden gerne im HIS nachschauen kann.


Das haben die vielleicht schon gemacht.

Zitat (von MichaelMaier1990):
Was kann ich nun machen?


Sie könnten z.B. selbst ein HIS Abfrage machen um auf den selben Wissensstand zu kommen.

https://www.informa-his.de/selbstauskunft

Zitat (von MichaelMaier1990):
dass es keinen Nachweis über eine Reperatur gibt, weil keine stattgefunden hat


Dann würden Sie indirekt zugeben, dass es einen Deckungsschaden mit einem Altschaden gibt. Wäre sehr schlecht für Sie. Ein Vorschaden macht es in der Regel auch nicht besser.

Zitat (von MichaelMaier1990):
Glaubst du echt die Versicherung lenkt nicht ein?


Was die VS macht, hat sie Ihnen ja schon mitgeteilt.

Zitat (von MichaelMaier1990):
Ohne Nachweis wird kein Schaden sowie Gutacherkosten übernommen"


Zitat (von MichaelMaier1990):
So ganz habe ich das Problem nicht verstanden.


Vielleicht hilft Ihnen eine Urteilsbegründung dabei!?

LG Berlin

Zitat:
Im Falle eines reparierten Vorschadens treffen den Kläger besondere Darlegungs- und Beweispflichten nach dem Maßstab des § 286 ZPO. Der Geschädigte muss im Einzelnen ausschließen, dass Schäden gleicher Art und gleichen Umfangs nicht bereits zuvor vorhanden waren, weil ihn die Darlegungs- und Beweislast für die Unfallkausalität des geltend gemachten Schadens bzw. die vorherige Schadensfreiheit seines Fahrzeugs trifft. Hierfür muss er im Einzelnen zu der Art der Vorschäden, d.h. zu ihrem genauen Umfang sowie der Ursache ihrer Entstehung, und zu ihrer Beseitigung vortragen. Kann er dies nicht, so geht dies zu seinen Lasten (st. Rspr., vgl. nur KG, Urt. v. 27.08.2015 - 22 U 152/14, juris, Rn. 38 m. w. N.). Ohne konkrete Angaben zur Reparatur lässt sich ein erstattungsfähiger Fahrzeugschaden nicht feststellen. Es muss sowohl der Umfang der wertbestimmenden Vorschäden als auch die Art und Weise ihrer Reparatur genau dargelegt werden. Der Vortrag zur Schadensbeseitigung muss nicht nur die Schilderung der einzelnen Reparaturmaßnahmen einschließlich der verwendeten Ersatzteile umfassen, sondern auch die Schilderung von Umständen, aus denen sich mit einem für die richterliche Überzeugungsbildung ausreichenden Maß ergibt, dass die Reparatur sach- und fachgerecht erfolgt ist

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