Schadensregulierung Vorschaden

30. Juni 2021 Thema abonnieren
 Von 
stylo67
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 12x hilfreich)
Schadensregulierung Vorschaden

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe folgendes Problem.

An meinem Fahrzeug gab es letztes Jahr im Mai am Vatertag einen Vandalismusschaden. Die Karosserie und Scheiben wurden zekratzt.

Da mein Mann eine Kfz-Werkstatt besitzt haben wir es fiktiv abgerechnet und es ohne Rechnung Instandgesetzt und anschließend noch in eine andere Farbe Foliert als Schutz.

Im Januar ist mir einer auf der Autobahn auf die Beifahrerseite reingefahren und mich gegen die Leitplanke gedrückt.

Nun habe ich einen Schaden an beiden Seite und an der Achse Schaden um die 20.000€

Die Unfallverursacher hat seine Schuld zugegeben.

Fahrzeug wurde für den Restwert veräußert.

Die Versicherung zahlt mir den Schaden jedoch nicht aus da ich keine Rechnung habe welches als Beweis gilt das der Vorschaden behoben war. Zwecks Folie wäre nicht sichtbar das es dadrunter lackiert ist.

Nun meine Frage an euch:

Kann mein Mann nachträglich die Rechnung noch schreiben mit aktuellen Rechnungsdatum und Leistungsdatum vom letzten Jahr wo es durchgeführt wurde? Legal und erlaubt wäre es ja laut google. Nur wird die Versicherung es akzeptieren müssen? Zudem habe ich noch Bilder vom Käufer erhalten, nach dem die Folie abgezogen wurde, welches Beweist das der Vandalismusschaden beseitigt wurde.

Viele Grüße und vielen Dank im Vorraus

Probleme mit der Versicherung?

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10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39617x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
Nur wird die Versicherung es akzeptieren müssen?

Nö. Im Gegenteil, das wird wohl eher zur Anzeige wegen Betruges führen.



Zitat (von stylo67):
Zudem habe ich noch Bilder vom Käufer erhalten, nach dem die Folie abgezogen wurde, welches Beweist das der Vandalismusschaden beseitigt wurde.

Was für ein Käufer?
Solche Bilder dürften unter Umständen ein besserer Beweis sein.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
stylo67
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Nö. Im Gegenteil, das wird wohl eher zur Anzeige wegen Betruges führen


Warum? Was ist dadran ein Betrug? Die Arbeit wurde ja durchgeführt nur keine Rechnung erstellt, von meinem Mann an mich, was ja verständlich ist.

Laut google: Du kannst also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist. Wichtig ist vor allem, dass du nachweisen kannst, dass du die Leistung tatsächlich erbracht hast.

Zitat (von Harry van Sell):
Was für ein Käufer?
Der Restwerkäufer vom Gutachten.

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39617x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
Was ist dadran ein Betrug?

Mit Glück, kann man es den Gericht glaubwürdig vermitteln, das da kein Betrug vorliegt.

Es gibt aber ein paar Punkte, welche für Betrug sprechen.
Es wurde fiktiv abgerechnet, also ist unglaubwürdig das da was repariert wurde.
Dann wird ausgerechnet als die Versicherung die Reparatur bezweifelt, eine Rechnung aus dem Hut gezaubert.
Nicht mal von einem Dritten, sondern vom Ehemann der Geschädigten.



Zitat (von stylo67):
Wichtig ist vor allem, dass du nachweisen kannst, dass du die Leistung tatsächlich erbracht hast.

Tja, nur wie will man das denn nachweisen?
Möglicherweise durch die Unterlagen der Buchhaltung. Der Ehemann hat diese Entnahme von Leistung und die Entnahmen der notwendigen Materialen ja sicherlich ordnungsgemäß in der Buchhaltung erfasst und versteuert?



Zitat (von stylo67):
Der Restwerkäufer vom Gutachten.

Ok, also ein glaubwürdiger Dritter.
Dann sollte der Weg darüber führen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
stylo67
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Mit Glück, kann man es den Gericht glaubwürdig vermitteln, das da kein Betrug vorliegt.

Es gibt aber ein paar Punkte, welche für Betrug sprechen.
Es wurde fiktiv abgerechnet, also ist unglaubwürdig das da was repariert wurde.
Dann wird ausgerechnet als die Versicherung die Reparatur bezweifelt, eine Rechnung aus dem Hut gezaubert.
Nicht mal von einem Dritten, sondern vom Ehemann der Geschädigten.


Die Bilder vom Käufer beweisen ja die Reparatur. Die Kratzer waren alle oberhalb des Schadenbereiches wie jetzt. Und durch die Folie sind nur Dellen vom Schaden entstanden und keine Kratzer mehr.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39617x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
Die Bilder vom Käufer beweisen ja die Reparatur.

Ja und? Die beweisen nur die Reparatur, aber nicht mal im Ansatz das es der Ehemann war.


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#6
 Von 
charlyt4
Status:
Master
(4158 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
Nun meine Frage an euch:



Was sagt denn dein Anwalt dazu?


Zitat (von stylo67):
Schadensregulierung Vorschaden



Und der Vorschaden wurde dem Sachverständigen mitgeteilt!?



gruß charly

Signatur:

Gruß Charly

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#7
 Von 
stylo67
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 12x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Was sagt denn dein Anwalt dazu?


Der Anwalt ist vom Sachverständigen und ist nach meiner Meinung nur nach Geld aus.

Hat die Versicherung nur angeschrieben zwecks Regulierung, die meinten zahlen den Schaden nicht zwecks beweise das der vorschaden repariert wurde.

Aussage vom Anwalt ich soll eine Vorrauszahlung tätigen danach schaut man was man mache kann… nach so einer Aussage waren die schon unten durch…


Zitat (von charlyt4):
Und der Vorschaden wurde dem Sachverständigen mitgeteilt!?


Ja wurde im Gutachten aufgenommen das ein behobener Vorschaden vorliegt

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#8
 Von 
charlyt4
Status:
Master
(4158 Beiträge, 898x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
Ja wurde im Gutachten aufgenommen das ein behobener Vorschaden vorliegt



Zitat (von stylo67):
Instandgesetzt und anschließend noch in eine andere Farbe Foliert als Schutz.


Wenn ein Sachverständiger einen Vorschaden nicht mal in Augenschein nehmen kann und dann in seinem Gutachten einen sach- und fachgerecht reparierten Vorschaden bestätigt, braucht man sich nicht wirklich wundern wenn bei der VS die Lampen angehen.

Zitat (von stylo67):
Aussage vom Anwalt ich soll eine Vorrauszahlung tätigen danach schaut man was man mache kann…


Scheint ein Anwalt mit Berufserfahrung zu sein.

Zitat (von stylo67):
nach so einer Aussage waren die schon unten durch…


Und jetzt willst du die VS selbst verklagen!? Wird nicht gehen.

Zitat (von stylo67):
Die Bilder vom Käufer beweisen ja die Reparatur.


Und diese liegen dem Anwalt vor? Was sagt er dazu?

Zitat (von stylo67):
Und durch die Folie sind nur Dellen vom Schaden entstanden und keine Kratzer mehr.


Was heisst das genau? Was für Dellen?

Signatur:

Gruß Charly

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118681 Beiträge, 39617x hilfreich)

Zitat (von stylo67):
nach so einer Aussage waren die schon unten durch…

Interessante Auffassung ... naja eventuell findet man ja einen Rechtanwalt der auf Pump arbeitet ...


Signatur:

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Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
stylo67
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 12x hilfreich)

Vergisst es einfach ich merke Ihr habt genauso wenig Ahnung wie ich.

Die Frage war nur wie es aussieht mit der nachträglichen Rechnung mehr nicht.

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