Schadensregulierung deliktunfähiges Kind

25. April 2021 Thema abonnieren
 Von 
Pastafarix
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Schadensregulierung deliktunfähiges Kind

Hallo zusammen,

Ich hätte eine Frage zu dem folgenden Anliegen.

Ausgangssituation:

Deliktunfähiges Kind (unter 7 Jahre alt) beschädigt unser Fahrzeug welches auf Privatgrundstück stand. Aufsichtspflicht dürfte nicht verletzt worden sein, da Eltern dabei waren aber nicht schnell genug eingreifen konnten.

Haftpflichtversicherung des Gegners meldet uns mit Standardpassus das kein gesetzlicher Anspruch auf Ersatz des uns entstandenen Schadens besteht. Jedoch eine zusätzliche vertragliche Vereinbarung besteht mit der unter bestimmten Voraussetzungen ein Teil des Schadens erstattet werden kann. Voraussetzung sei das kein anderer Versicherer Erstattungspflichtig sei. Falls wir also Kaskoversichert sind (Vollkasko für unser Fahrzeug besteht tatsächlich ) müssen wir den Schaden dort melden und die Versicherung des Gegners übernimmt dann die Kosten die wir von unserer Versicherung nicht erstattet bekommen (z.B den Eigenanteil). Im Falle das wir nicht Kaskoversichert sind sollen wir das nachweisen dann wird der Schaden übernommen.

Nun zu meiner Frage: warum sollte unsere Versicherung leistungspflichtig sein für einen Schaden der durch Fremdeinwirkung entstanden ist ? Das Angebot klingt ja verlockend jedoch bleiben wir im Falle einer Meldung auf den Konsequenzen sitzen (Beitragserhöhung). Könnte es Sinn machen auf einer vollen Regulierung des Schadens zu bestehen - ohne das wir unsere Versicherung einschalten ?


Besten Dank

David

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16 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118553 Beiträge, 39594x hilfreich)

Zitat (von Pastafarix):
warum sollte unsere Versicherung leistungspflichtig sein für einen Schaden der durch Fremdeinwirkung entstanden ist ?

Weil das so in den vertraglichen Vereinbarungen zwischen euch und der Versicherung drin steht.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Backautomat
Status:
Beginner
(54 Beiträge, 6x hilfreich)

Ihr habt gar keinen Anspruch auf Regulierung des Schadens, wenn das Kind unter 7 ist und die Eltern ihre Aufsichtspflicht erfüllt haben.

Die Versicherung muss laut Vertrag nur das zahlen, was sie im Vertrag zusagt.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16309 Beiträge, 9234x hilfreich)

Zitat:
Nun zu meiner Frage: warum sollte unsere Versicherung leistungspflichtig sein für einen Schaden der durch Fremdeinwirkung entstanden ist ?

Weil genau das das Merkmal eine Vollkaskoversicherung ist - dass man Schäden ersetzt bekommt, für die keiner sonst verantwortlich gemacht werden kann.

Zitat:
Könnte es Sinn machen auf einer vollen Regulierung des Schadens zu bestehen - ohne das wir unsere Versicherung einschalten ?

Bestehen können Sie - es wird nur nichts nutzen. Die Versicherung wird sagen "Der Verursacher war unter 7, wir müssen eigentlich gar nichts zahlen". Und verklagen können Sie die Versicherung nicht, weil Sie nicht Vertragspartner der Versicherung sind.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Pastafarix
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die zahlreichen Antworten. Leider werden wir in dieser Konstellation dann wohl dafür „bestraft" selbst versichert zu sein.

0x Hilfreiche Antwort


#6
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6212 Beiträge, 1489x hilfreich)

Zitat (von Pastafarix):
Deliktunfähiges Kind (unter 7 Jahre alt) beschädigt unser Fahrzeug welches auf Privatgrundstück stand. Aufsichtspflicht dürfte nicht verletzt worden sein, da Eltern dabei waren aber nicht schnell genug eingreifen konnten.

Haftpflichtversicherung des Gegners meldet uns mit Standardpassus das kein gesetzlicher Anspruch auf Ersatz des uns entstandenen Schadens besteht. Jedoch eine zusätzliche vertragliche Vereinbarung besteht mit der unter bestimmten Voraussetzungen ein Teil des Schadens erstattet werden kann.

Da hat man dann Glück.

Zitat:
Voraussetzung sei das kein anderer Versicherer Erstattungspflichtig sei. Falls wir also Kaskoversichert sind (Vollkasko für unser Fahrzeug besteht tatsächlich ) müssen wir den Schaden dort melden und die Versicherung des Gegners übernimmt dann die Kosten die wir von unserer Versicherung nicht erstattet bekommen (z.B den Eigenanteil). Im Falle das wir nicht Kaskoversichert sind sollen wir das nachweisen dann wird der Schaden übernommen.

Ja. So ist es.

Zitat:
Nun zu meiner Frage: warum sollte unsere Versicherung leistungspflichtig sein für einen Schaden der durch Fremdeinwirkung entstanden ist ?

Weil das in ihren Versicherungsbedingungen so geregelt ist. Das ist Sinn und Zweck einer Kasko-Versicherung.

Zitat:
Das Angebot klingt ja verlockend jedoch bleiben wir im Falle einer Meldung auf den Konsequenzen sitzen (Beitragserhöhung).

Ja.
Zitat:
Könnte es Sinn machen auf einer vollen Regulierung des Schadens zu bestehen - ohne das wir unsere Versicherung einschalten ?

Wenn der Schaden von einem Kind unter 7 verursacht wurde und die Sorgeberechtigten ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, haben Sie überhaupt keinen Anspruch auf Schadensersatz...

Das hat die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) doch auch genau so mitgeteilt.

Das Kind muss keinen Schadensersatz leisten. Die Sorgeberechtigten müssen nur, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Das haben sie hier offenbar nicht.

Und dann gibt es seit einiger Zeit Haftpflichtversicherungen, die auch solche Schäden regulieren, bei denen es gar keinen Anspruch des Geschädigten auf Schadensersatz gibt. Das greift aber nur dann, wenn keine andere Versicherung dafür leisten muss.

Die Kasko-Versicherung muss hier aber leisten, also ist die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) raus aus der Nummer.

Zitat:
Leider werden wir in dieser Konstellation dann wohl dafür „bestraft" selbst versichert zu sein.

Nein. Sie bekommen nur eine besondere Leistung der Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) nicht, weil Sie nun mal keinen Anspruch darauf haben.

Hätte die Familie des Kindes eine Haftpflichtversicherung, die diese besondere Kulanz-Regelung nicht enthält, würden sie von dort keinen Cent bekommen - und den Schadens höchstens über die eigene Kasko-Versicherung regulieren können.

-- Editiert von eh1960 am 26.04.2021 01:34

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Pastafarix
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Flo Ryan):
Ohne Versicherung müsstest du alles aus eigener Tasche zahlen.


Ne wieso ? In dem Brief steht ja dabei das ich ohne Kaskoversicherung die regulieren bekommen würde, mit Kasko eben nur die Differenz.


Jedenfalls dank ich euch, mir war das jedenfalls nicht bewusst das es in der Praxis so gehandhabt wird. Da ich durch das Ziehen der Kaskoversicherung um etliche Prozente steige, lasse ich den Schaden leider wohl so stehen...

Lehre daraus: eigene Kaskoversicherung um eine Schadensfreiheit erweitern, wenn Kind dann Haftpflicht abschließen die eigenes deliktunfähiges Kind mit einschließt

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47266 Beiträge, 16741x hilfreich)

Wenn man den Schaden der eigenen Vollkasko meldet, dann dürfte man gegenüber der Haftpflichtversicherung des Kindes sowohl den Selbstbehalt aus auch die zusätzlichen Kosten der Rückstufung geltend machen könne.

Ist der angerichtete Schaden denn so groß, dass er diesen Betrag übersteigt?

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6212 Beiträge, 1489x hilfreich)

Zitat (von Pastafarix):
Zitat (von Flo Ryan):
Ohne Versicherung müsstest du alles aus eigener Tasche zahlen.

Ne wieso ? In dem Brief steht ja dabei das ich ohne Kaskoversicherung die regulieren bekommen würde, mit Kasko eben nur die Differenz.

Bei dieser Versicherung...

Nochmal, da Sie es noch nicht wirklich verstanden haben:

Im beschriebenen Fall haben Sie erstmal überhaupt keinen Anspruch auf Schadensersatz.

1. Das Kind unter 7 ist grundsätzlich nicht schadensersatzpflichtig für Schäden, die es anrichtet. Bei Unfällen mit Kraftfahrzeugen, auch parkenden, gilt das übrigens sogar bis zum 10.Geburtstag.

2. Die Eltern bzw. Sorgeberechtigten des Kindes sind nur dann schadensersatzpflichtig, wenn sie ihre Sorgfaltspflicht verletzt haben. Das haben sie hier offenbar nicht, jedenfalls sagt das die Fall-Beschreibung.

3. Da weder das Kind noch die Eltern in diesem Fall haften müssen, zahlt die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) logischerweise nicht. Denn die zahlt grundsätzlich immer nur dann nur, wenn eine Haftungspflicht besteht.

4. Wenn Sie eine entsprechende Kasko-Versicherung haben, deckt diese den Schaden, und das kann dann zu einer Beitragserhöhung führen. Das hängt von den Versicherungsbedingungen ab.

5. Nun gibt es seit einigen Jahren auch Privat-Haftpflichtversicherungen, die ganz bestimmte Schäden übernehmen, für die gar keine Haftungspflicht des Versicherten besteht. Nämlich dann, wenn ein nicht deliktfähiges Kind (unter 7, bzw. unter 10) einen Schaden verursacht und die Eltern die Aufsichtspflicht nicht verletzt haben.

6. Das ist in dem Punkt dann streng genommen gar keine "Haftpflichtversicherung" mehr, denn es gibt ja gar keine Haftungspflicht. Es ist eine Versicherung, die Schäden deckt, die nicht haftende Kinder angerichtet haben.

7. Damit diese Versicherung leistet, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein:

a) es darf keine Aufsichtspflichtsverletzung der Eltern/Sorgeberechtigten vorliegen.

Logisch, denn wenn eine solche vorläge, dann müssten ja die Eltern/Sorgeberechtigten haften. Weil sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben... Und dann würde die Haftpflichtversicherung der Eltern/Sorgeberechtigten leisten, weil die ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

b) es darf keine andere Versicherung vorhanden sein, die den Schäden regulieren muss.

Im beschriebenen Fall würde die Haftpflichtversicherung der Eltern/Sorgeberechtigten leisten, obwohl gar keine Haftungspflicht vorliegt - aber eben NUR, wenn keine andere Versicherung vorhanden ist, die den Schaden regulieren muss.

Wenn Sie eine Kasko-Versicherung haben, dann ist aber b gegeben, und dann zahlt die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) nicht. Logisch, oder?

Wenn das Kind (bzw. die Familie) eine Haftpflichtversicherung hat, die die früher üblichen Versicherungsbedingungen hat, dann würden Sie ebenfalls keinen Cent von dieser Haftpflichtversicherung bekommen, und müssten auch Ihre Kasko-Versicherung in Anspruch nehmen. Und wenn das Kind (bzw. die Familie) gar keine Haftpflichtversicherung hätte, würden Sie ebenfalls entweder Ihre Kasko-Versicherung in Anspruch nehmen müssen oder aber auf dem Schaden sitzen bleiben.

Versicherungsbedingungen, die solche Klauseln enthalten, gibt es viele. Wenn z.B. bei einem Einbruch oder Einbruchsversuch ein Fenster oder eine Tür der Wohnung/des Hauses beschädigt wird, dann ist für diesen Schaden immer die Hausratversicherung des Bewohners zuständig. Wenn der denn eine hat. Hat er keine, dann erst ist die Gebäudeversicherung des Hauseigentümers zuständig.

Auch eine Reisegepäck-Versicherung verlangt, daß Sie zuerst andere Versicherungen in Anspruch nehmen, wenn es solche gibt. Reisegepäck, das in einem Hotelzimmer liegt, ist z.B. von einer Hausratversicherung umfasst.

Wenn Ihnen also im Urlaub aus dem Hotelzimmer Reisegepäck gestohlen wird und Sie den Schaden Ihrer Reisegepäck-Versicherung melden, fragt die als erstes: Haben Sie eine Hausratversicherung? Wenn ja: bitte dorthin wenden. Wenn nein: leistet die Reisegepäck-Versicherung.

-- Editiert von eh1960 am 26.04.2021 09:58

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6212 Beiträge, 1489x hilfreich)

Zitat (von hh):
Wenn man den Schaden der eigenen Vollkasko meldet, dann dürfte man gegenüber der Haftpflichtversicherung des Kindes sowohl den Selbstbehalt aus auch die zusätzlichen Kosten der Rückstufung geltend machen könne.

Das wäre dann möglich, wenn die Versicherungsbedingungen des Kindes (bzw. der Familie) das so vorsehen.

Da hier ja aber überhaupt keine Haftungspflicht gegeben ist, kann die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) das aber selbstverständlich auch ausschließen.

Meines Wissens ist das genau so in den Versicherungsbedingungen geregelt. Aber das muss man die Versicherung fragen.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

1x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47266 Beiträge, 16741x hilfreich)

Zitat:
Da hier ja aber überhaupt keine Haftungspflicht gegeben ist, kann die Haftpflichtversicherung des Kindes (bzw. der Familie) das aber selbstverständlich auch ausschließen.


Wenn der Versicherungsvertrag eine besondere Klausel enthält, nach der deliktunfähige Kinder mitversichert sind, dann kann er sich nicht einfach darauf berufen.

Allerdings enthält so eine Klausel im Regelfall einen Satz wie z.B.:
Wir werden uns nicht auf eine Deliktunfähigkeit von [...] mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen (z.B. Kinder oder Lebenspartner) berufen, soweit Sie dies wünschen und ein anderer Versicherer (z.B. Sozialversicherungsträger oder Kaskoversicherer) nicht leistungspflichtig ist.

Genau auf diesen Bestandteil der Klausel bezieht sich die Versicherung in diesem Fall. Die Kaskoversicherung ist mindestens in Höhe des Selbstbehaltes nicht leistungspflichtig und mindestens in dieser Höhe muss die Haftpflicht einspringen.

1x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Pastafarix
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von hh):
Allerdings enthält so eine Klausel im Regelfall einen Satz wie z.B.:
Wir werden uns nicht auf eine Deliktunfähigkeit von [...] mit Ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebenden Personen (z.B. Kinder oder Lebenspartner) berufen, soweit Sie dies wünschen und ein anderer Versicherer (z.B. Sozialversicherungsträger oder Kaskoversicherer) nicht leistungspflichtig ist.

Genau auf diesen Bestandteil der Klausel bezieht sich die Versicherung in diesem Fall. Die Kaskoversicherung ist mindestens in Höhe des Selbstbehaltes nicht leistungspflichtig und mindestens in dieser Höhe muss die Haftpflicht einspringen.


Danke so sehe ich das auch, es muss ja eine gesonderte Vereinbarung in der Police zu deliktunfähige Kinder existieren sonst hätte uns die Versicherung ja sofort klar gemacht das sie gar nichts übernimmt. Das meine Kaskoversicherung vorrangig verpflichtet ist zumindest ihren Teil zu zahlen habe ich nun verstanden.

Abschließend: Wie sieht das mit dem „Schaden" aus der mir durch eine schlechtere Schadensfreiheitsklasse entsteht ? Besteht dort die Chance das dies wie der Eigenanteil bezahlt wird oder ist das (wahrscheinlich) ausgeschlossen ?

Der Schaden ist ein Kratzer, der aber dazu führt das Heckstoßstange und Kofferraum demontiert und lackiert werden müssen. Dementsprechend liegen wir hier im vierstelligen Bereich.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Kalanndok
Status:
Student
(2231 Beiträge, 347x hilfreich)

Zitat (von Pastafarix):
Abschließend: Wie sieht das mit dem „Schaden" aus der mir durch eine schlechtere Schadensfreiheitsklasse entsteht ? Besteht dort die Chance das dies wie der Eigenanteil bezahlt wird oder ist das (wahrscheinlich) ausgeschlossen ?


Meiner Meinung nach ist das auch ein Schaden, der von der Haftpflicht mit dieser speziellen "Kinderklausel" übernommen werden müsste
Ich habe nur absolut gar keine Idee, wie man den denn kalkulieren kann.
Die Rückstufung um 9 SF-Klassen egalisiert sich nie wieder.
Beispiel: Ich bin SF20 und werde jetzt zurückgestuft auf SF 11. In 9 Jahren könnte ich dann wieder auf SF20 sein. Ohne den Unfall wäre ich zu dem Zeitpunkt auf SF29.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Ich habe nur absolut gar keine Idee, wie man den denn kalkulieren kann.


Zumindest den Anteil, den man aufgrund der Rückstufung über die nächsten Jahre mehr zahlen muss, kann einem die Versicherung ausrechnen. Hatte meine - in einem anderen Fall - nett gefragt und eine entsprechende Aufstellung erhalten, die ich dann zur Erstattung eingereicht habe.

Auf der anderen Seite denke ich dass der rein fiktiv zu errechnende Rabatt, den ich bekommen hätte, nicht wirklich erstattungsfähig ist.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47266 Beiträge, 16741x hilfreich)

Zitat:
Der Schaden ist ein Kratzer, der aber dazu führt das Heckstoßstange und Kofferraum demontiert und lackiert werden müssen.


Und mit einem sogenannten "Smart-Repair" geht das nicht? Schon mal einen darauf spezialisierten Betrieb gefragt? Die Kosten sollten sich dann im Rahmen der Selbstbeteiligung bewegen.

Wenn man die Marken-Fachwerkstatt fragt und dabei noch andeutet, dass der Schaden von eiener versicherung bezahlt wird, dann bekommt man regelmäßig die Luxusvariante angeboten.

Zitat:
Ich habe nur absolut gar keine Idee, wie man den denn kalkulieren kann.


Das macht Deine Versicherung für Dich, nur ist mir nicht wirklich klar, ob die Kosten der Rückstufung tatsächlich als Schaden geltend gemacht werden können.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Dirrly
Status:
Student
(2016 Beiträge, 530x hilfreich)

Zitat (von hh):
Das macht Deine Versicherung für Dich, nur ist mir nicht wirklich klar, ob die Kosten der Rückstufung tatsächlich als Schaden geltend gemacht werden können.


Ich hatte einen selbst verschuldeten Unfall im Rahmen einer Dienstreise.

Da wurde die Selbstbeteiligung, die Rückstufung sowie der merkantile Minderwert des Autos als Schaden anerkannt und mir ausbezahlt.., ob das hier ähnlich anwendbar sein kann... weiß ich nicht. :-)

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