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Unfallversicherung: Unfallereignis Versicherungsfall?

28.7.2020 Thema abonnieren
 Von 
Timmy27
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Unfallversicherung: Unfallereignis Versicherungsfall?

Guten Tag,
bei einem Streit wollte meine Freundin mich beißen und hat sich dabei den Kiefer gebrochen. Es war eigentlich mehr im Spaß und nicht mit Viel Kraft. Es gab anscheinend durch eine seitwärtsbewgung des Kiefers Scherkräfte, die den Bruch verursacht haben.

In der UV ist ein Schmerzensgeld bei Brüchen enthalten.

Wird dieses Ereignis als Unfall anerkannt werden?

Danke vorab & viele Grüße

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
guest-12314.08.2020 22:54:59
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 110x hilfreich)

Das wird wohl auf die Vertragsbedingungen der Unfallversicherung ankommen.

Da ein absichtliches Beißen (mit Verletzungsabsicht) ist eine vorsätzliche Körperverletzung (Straftat) darstellt kann ich mir nicht vorstellen dies ein versichertes Ereignis ist.

Ein absichtliches Beißen zur Abwehr eines Angriffes (Notwehr) würde wohl eher eine Schadensersatzforderung gegen den Angreifer auslösen.

Insofern sollte noch einmal darüber nachdenken ob sich der Vorfall wirklich so abgespielt hat.

-- Editiert von pk2019 am 28.07.2020 12:38

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#2
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11621 Beiträge, 7827x hilfreich)

Zitat:
Wird dieses Ereignis als Unfall anerkannt werden?

Nein.
Merkmal eine Unfalls ist ein "von außen einwirkendes Ereignis".
Überschätzung der eigenen (Biss-)Kräfte ist kein Unfall.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#3
 Von 
guest-12314.08.2020 22:54:59
Status:
Praktikant
(770 Beiträge, 110x hilfreich)

Zitat (von drkabo):
"von außen einwirkendes Ereignis"

Von außen auf den Körper wirkend meint, dass mechanische, chemische,thermische oder elektrische Einwirkungen ausgeübt werden, auch Eigenbewegungen wie der unbeabsichtigte Sturz von einer Leiter. Wird der Schaden durch innere organische Vorgänge ausgelöst, z. B. Ertrinken auf Grund eines Infarkts, gilt das Ereignis nicht als Unfall.

Insofern kann prinzipiell auch ein Bissunfall vorkommen! Denn die eigene Bisskraft reicht i.d.R. nicht aus um sich den Kiefer zu brechen, da muss dann schon (wie der TE auch anmerkte) zusätzliche Bewegungen/Verdrehungen hinzukommen.

z.B.: A beißt B zum Spass im den Arm, kommt dabei zu Fall, der Arm hebelt den Unterkiefer zur Seite und es kommt dabei zu einem Bruch.

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#4
 Von 
Timmy27
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erst einmal für die bisherigen Antworten.

Letztendlich war es eine Rangelei im Spaß ohne böse Absichten.
Hat eine Meldung bei der Unfallversicherung überhaupt Aussicht auf Erfolg?

Dort wird doch sicherlich der Aufnahmebericht vom Krankenhaus angefordert.
In diesem ist von einer tätlichen Auseinandersetzung die Rede, in deren Verlauf
meine Lebensgefährtin mich gebissen hat und danach den Kiefer nicht mehr
schließen konnte.

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#5
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(11621 Beiträge, 7827x hilfreich)

Dass eine "tätliche Auseinendersetzung" als Unfall anerkannt wird, erscheint ziemlich unrealistisch.

Viel spannender ist die Frage, wie Sie aus der Nummer rauskommen. Wenn im Krankenhaus Behandlungen durchgeführt wurden, sind Kosten bei der Krankenversicherung aufgelaufen. Die Krankenkasse wird Ihrer Freundin einen Fragebogen zusenden, wie sich der Vorfall zugetragen hat. Danach wird sich die Krankenkasse Ihrer Freundin überlegen, ob man da nicht jemand in Regress nehmen kann.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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