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Unfallversicherung WGV Begünstigter stirbt vor Versichertem

23. Juli 2021 Thema abonnieren
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(570 Beiträge, 148x hilfreich)
Unfallversicherung WGV Begünstigter stirbt vor Versichertem

Ein Versicherter begünstigt seine Mutter. Diese stirbt kurz vor dessen Unfalltod. Wer erbt
1. Die Erben des Versicherten (Frau,Kind)
2. Die Erben des Begünstigten (Mutter bzw, dann Bruder, Schwester)

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28 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Wer erbt

Kommt ganz darauf an, was sich im Testament findet.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
DumitruKurier
Status:
Praktikant
(570 Beiträge, 148x hilfreich)

Du hast die Frage nicht gelesen ? Wessen Testament meinst du. Das des Versicherten oder des Begünstigten.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1128 Beiträge, 92x hilfreich)

Und was steht in den Verträgen. Mit der Versicherung. Zu dem:

Zitat (von DumitruKurier):
Ein Versicherter begünstigt seine Mutter. Diese stirbt kurz vor dessen Unfalltod.

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von DumitruKurier):
Du hast die Frage nicht gelesen ?

Doch. Die lautet "Wer erbt?"

Und die Sachverhaltsschilderung lautet "Zwei Leute sterben, der eine vor dem anderen." Das ist etwas mager um die Frage sinnvoll zu beantworten.



Zitat (von DumitruKurier):
Wessen Testament meinst du.

Alle relevanten, also die der beiden die was vererben.



Zitat (von bertram-der-bärtige):
Und was steht in den Verträgen. Mit der Versicherung. Zu dem:

Richtig, auch die vertraglichen Vereinbarungen mit der Versicherung könnten relevant sein, wenn es den Begünstigten zum Zeitpunkt des Eintritts der der Leitungspflicht nicht mehr gibt.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#5
 Von 
Rechtsanwältin Birte Raguse
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo DimituKurier,

wenn die bezugsberechtigte Person vor dem VN (hier wohl zugleich versicherte Person) stirbt, dann fällt die Versicherungsleistung wieder in den Nachlass des VN. Er kann jederzeit eine neue bezugsberechtigte Person benennen.
Die begünstigte Person hat bis zum Eintritt des Versicherungsfalls (Tod der VP) keinen Rechtsanspruch auf die Leistung. Etwas anderes könnte nur dann gelten, wenn ein unwiderrufliches Bezugsrecht eingetragen worden ist. dies ist aber eher selten.

Viele Grüße
Birte Raguse

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
dann fällt die Versicherungsleistung wieder in den Nachlass des VN.

Eventuell, falls sich in den vertraglichen Vereinbarungen nichts anderes findet ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#7
 Von 
Rechtsanwältin Birte Raguse
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo,

nein, das hat nichts mit den Versicherungsbedingungen zu tun. Das ist das gesetzliche Erbrecht.

Viele Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
nein, das hat nichts mit den Versicherungsbedingungen zu tun. Das ist das gesetzliche Erbrecht.

Wenn sich in vertraglichen Vereinbarungen anderes findet, wie z,B. das bei Tod des Begünstigten 1 der Begünstigte 2 an dessen Stelle tritt, hat das 0 mit Erbrecht zu tun. Das kommt nämlich gar nicht zu Zuge.




-- Editiert von Harry van Sell am 31.07.2021 22:01

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#9
 Von 
Rechtsanwältin Birte Raguse
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo,

es ist anzunehmen, dass derartige vertragliche Konstellationen erwähnt worden wäre. Zudem würde es sich dann um eine Bestimmung des VN zum Bezugsrecht handeln, nicht aber um eine Versicherungsbedingung.

Der Grundsatz ist, dass die Versicherungsleistung in dem beschriebenen Fall zur Erbmasse des VN gehört und nicht den Erben der bezugsberechtigten Person zusteht.

Viele Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1128 Beiträge, 92x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
dann fällt die Versicherungsleistung wieder in den Nachlass des VN

Welcher Nachlass des VN? Es gibt keinen!

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
es ist anzunehmen, dass derartige vertragliche Konstellationen erwähnt worden wäre.

Wie kommt man denn darauf?
Hier posten keine Anwälte oder Jurastudenten, sondern Laien ohne jedwede Ahnung von den Feinheiten.



Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
Zudem würde es sich dann um eine Bestimmung des VN zum Bezugsrecht handeln, nicht aber um eine Versicherungsbedingung.

Ich sprach nicht um sonst von "vertraglichen Vereinbarungen" ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#12
 Von 
eh1960
Status:
Master
(4951 Beiträge, 1247x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
dann fällt die Versicherungsleistung wieder in den Nachlass des VN

Welcher Nachlass des VN? Es gibt keinen!

Wenn der Versicherungsnehmer stirbt - wie im EP beschrieben - gibt es einen Nachlass des Versicherungsnehmers.
Den gibt's immer.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Wenn der Versicherungsnehmer stirbt - wie im EP beschrieben - gibt es einen Nachlass des Versicherungsnehmers.

Da müssen wohl mal einige zum Optiker...

Wenn der Begünstigte stirbt, lebt der VN noch - denknotwendigerweise gibt den dann auch keinen Nachlass in den irgendetwas fallen könnte und keine Erbmasse ...



Zitat (von eh1960):
Den gibt's immer.

Nö.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#14
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(610 Beiträge, 187x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Welcher Nachlass des VN? Es gibt keinen!


Selbstverständlich gibt es einen Nachlass. Der VN ist schließlich verstorben.

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Tehlak):
Selbstverständlich gibt es einen Nachlass. Der VN ist schließlich verstorben.

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn der Begünstigte stirbt, lebt der VN noch - denknotwendigerweise gibt den dann auch keinen Nachlass in den irgendetwas fallen könnte und keine Erbmasse ...

Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1283 Beiträge, 201x hilfreich)

Dann lies die Sachverhaltsschilderung nochmal.

Zuerst stirbt der Begünstigte. Danach löst der Versicherte (der in Personalunion auch Versicherungsnehmer ist) durch unfallbedingtes Versterben den Versicherungsfall aus.

Die Frage, die der OP geklärt haben möchte ist, ob die Versicherungsleistung in die Erbmasse des Begünstigten fällt oder in die Erbmasse des Versicherungsnehmers.

Und da muss ich schon sagen: Meine Meinung wäre eher gewesen, dass dann (rein erbrechtlich sofern die Versicherungsbedingungen nicht etwas anderes vorsehen) die Erben des Begünstigten Anspruch auf die Versicherungsleistung haben.

@Rechtsanwältin Birte Raguse Welches Gesetz sorgt an dieser Stelle dafür, dass die Erben des Begünstigten nicht auch den Status des Begünstigten eintreten?

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#17
 Von 
Tehlak
Status:
Praktikant
(610 Beiträge, 187x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
@Rechtsanwältin Birte Raguse Welches Gesetz sorgt an dieser Stelle dafür, dass die Erben des Begünstigten nicht auch den Status des Begünstigten eintreten?


§ 159 VVG. Das Gesetz unterscheidet da zwischen widerruflich und unwiderruflich festgelegtem Bezugsberechtigtem.

Bei ersterem entsteht das Bezugsrecht erst im Leistungsfall der Versicherung (Tod des VN). Da der Benannte da aber schon selbst verstorben war, kommt das Bezugsrecht nie zustande. Ob die Leistung der Versicherung dann in den Nachlass des VN fällt oder es Ersatzbezugsberchtigter benannt wurde ... steht im Vertrag.

Wurde der Bezugsberechtigte unwiderruflich festgelegt, fällt die Leistung in den Nachlass des Bezugsberechtigten.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Kalanndok):
Zuerst stirbt der Begünstigte. Danach löst der Versicherte (der in Personalunion auch Versicherungsnehmer ist) durch unfallbedingtes Versterben den Versicherungsfall aus.

Richtig. Und genau dazwischen gibt es ja eben keinen Nachlass in den irgendwas fallen könnte. Aber mit dem Bezugsrecht passiert was ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Rechtsanwältin Birte Raguse
Status:
Beginner
(81 Beiträge, 32x hilfreich)

Hallo zusammen,

es ist für mich völlig unverständlich, wie man zu dieser Frage so viel kommentieren kann.

Annahme (da Regelfall): widerrufliches Bezugsrecht (Bitte Info von DemitruKurier, falls abweichend):
Bezugsberechtigte Person stirbt vor VN/VP und es wurde in der Zwischenzeit keine neue bezugsberechtigte Person eingetragen und es gibt auch keinen Ersatzbezugsberechtigten.

Dann fällt die Versicherungsleistung des VN in den Nachlass des VN und steht damit dessen Erben zu. Die Versicherungsleistung gehört zur Erbmasse - des Versicherungsnehmers.

Im Übrigen: Die gesetzliche Reglung dazu ist § 160 Abs. 3 VVG.

Viele Grüße

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von Rechtsanwältin Birte Raguse):
es ist für mich völlig unverständlich, wie man zu dieser Frage so viel kommentieren kann.

Das mag daran liegen, das dies ein Meinungs- und Diskussionsforum ist, zum einen die "Schwarmintelligenz" falsche, unrichtige und unvollständige Aussagen zu korrigieren versucht und zum anderen halt jeder seien Meinung schreiben darf.


Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43555 Beiträge, 15519x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das mag daran liegen, das dies ein Meinungs- und Diskussionsforum ist, zum einen die "Schwarmintelligenz" falsche, unrichtige und unvollständige Aussagen zu korrigieren versucht und zum anderen halt jeder seien Meinung schreiben darf.


Auch wenn man mit Antwort#18 deutlich zeigt, dass man die Fragestellung immer noch nicht verstanden hat, darf man in so einem Diskussionsforum dennoch weiter diskutieren. Den Seitenhieb einer Rechtsanwältin und Belehrungen anderer Forenteilnehmer muss man sich dann aber gefallen lassen.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von hh):
Auch wenn man mit Antwort#18 deutlich zeigt, dass man die Fragestellung immer noch nicht verstanden hat

Die Fragestellung ist recht einfach:
Zitat (von DumitruKurier):
Wer erbt


Da ist es halt so, das je nach vertraglicher Vereinbarung sowohl A) als auch B) eintreten können.

Wenn Antwortende das dann einfach ausblenden - sei es nun wegen Unwissenheit der Rechtslage, aus Gründen der Flüchtigkeit oder aus anderen Gründen - oder anderes falsch interpretieren, dann wird so ein Beitrag halt auch mal länger.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43555 Beiträge, 15519x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Die Fragestellung ist recht einfach:
Zitat (von "DumitruKurier"):
Wer erbt


Scheinbar nicht, sonst hättest Du die Fragestellung ja verstanden.

In Langform lautet die Fragestellung:"Wer erbt die Versicherungssumme nach dem Tod des Versicherten?"

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn Antwortende das dann einfach ausblenden - sei es nun wegen Unwissenheit der Rechtslage, aus Gründen der Flüchtigkeit oder aus anderen Gründen - oder anderes falsch interpretieren, dann wird so ein Beitrag halt auch mal länger.


Das hast Du gut erkannt und warum beherzigst Du das dann nicht?

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von hh):
In Langform lautet die Fragestellung:"Wer erbt die Versicherungssumme nach dem Tod des Versicherten?"

Tja, und noch immer sind da die vertraglichen Vereinbarungen mit der Versicherung genau wie der Inhalt des Testament relevant.
Wer meint die Realität und Vorgaben des Gesetzgebers ausblenden zu müssen kann das gerne tun und falsche bzw. nicht zielführende Antworten geben.



Zitat (von hh):
Das hast Du gut erkannt

Ich weis ...



Zitat (von hh):
warum beherzigst Du das dann nicht?

Was?


Signatur:

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0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43555 Beiträge, 15519x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Tja, und noch immer sind da die vertraglichen Vereinbarungen mit der Versicherung genau wie der Inhalt des Testament relevant.


Du hast Die Fragestellung immer noch nicht verstanden, oder?

Zitat (von Harry van Sell):
Was?


Das hier:

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn Antwortende das dann einfach ausblenden - sei es nun wegen Unwissenheit der Rechtslage, aus Gründen der Flüchtigkeit oder aus anderen Gründen - oder anderes falsch interpretieren, dann wird so ein Beitrag halt auch mal länger.


Einfach nochmal den Sachverhalt der Ausgangsfrage ganz langsam und in Ruhe lesen.

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1128 Beiträge, 92x hilfreich)

Zitat (von hh):
"Wer erbt die Versicherungssumme nach dem Tod des Versicherten?"

Meinung A: im Vertrag sthets. In Testament stehts. Das Gesetz gilt.
Meinung B: Vertrag egal, Testament egal. Das Gesetz gilt.
Mein Notar hat mir gesagt. Kann man regeln. Mit Vertrag. Oder Testament. Sonst gilt Gesetz.
Der Versicherung mitgeteilt. Wer das Geld bekommt. 3 Leute in Reihenfolge alles geregelt. Testament ändern ist teuer. Gesetz ist nicht gewünscht.
Warum ist A falsch?

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43555 Beiträge, 15519x hilfreich)

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Warum ist A falsch?


Es sind A und B falsch.

Die Antwort 1 in der Ausgangsfrage ist richtig.

Die Fragestellung ist natürlich etwas unglücklich formuliert. Wenn man sowohl Überschrift als auch Kontext ignoriert und sich ausschließlich auf den Wortlaut konzentriert, dann kann man die Frage "Wer erbt?" auf die Erbfolge nach der Mutter beziehen.

Eine entsprechende Antwort hat aber die gleiche Qualität wie die Antwort "Ja!" auf die Frage:"Wissen Sie, wie spät es ist?" Der Fragesteller fühlt sich dann zu recht verar...., da der Antwortende die Fragestellung vorsätzlich missverstehen wollte. Dass man dann aber auch noch denjenigen, die auf so eine Frage die Uhrzeit nennen, vorwirft, sie hätten die Fragestellung falsch interpretiert, ist einfach nur unterstes Niveau.

Zitat (von bertram-der-bärtige):
Der Versicherung mitgeteilt. Wer das Geld bekommt.


Das ist natürlich absolut richtig und auch sehr sinnvoll, aber laut Sachverhalt nicht passiert, bzw. derjenige, der benannt wurde, ist vorverstorben und dann ist kein neuer Bezugsberechtigter benannt worden.

Es gilt:
Wenn es im Vertrag steht, dann gilt der Vertrag, aber nicht Testament oder gesetzliche Erbfolge.
Wenn es nicht im Vertrag steht, aber im Testament, dann gilt das Testament.
Wenn es weder im Vertrag, noch im Testament steht, dann gilt die Erbfolge. Wenn es ein Testament gibt, gilt die testamentarische Erbfolge, sondern die gesetzliche Erbfolge.

Wenn der Versicherte möchte, dass es einen Ersatzbezugsberechtigten geben soll, dann muss er diesen ausdrücklich im Vertrag benennen. Eine gesetzliche Regelung, nach der die Erben des Bezugsberechtigten an dessen Stelle treten, gibt es nicht. Ohne zum Zeitpunkt des Todes des Versicherten noch lebenden Bezugsberechtigten fällt die Versicherungssumme in den Nachlass.



0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(103911 Beiträge, 37575x hilfreich)

Zitat (von hh):
bzw. derjenige, der benannt wurde, ist vorverstorben

Richtig.



Zitat (von hh):
und dann ist kein neuer Bezugsberechtigter benannt worden.

Eventuell - die vertraglichen Vereinbarungen kennen wir ja nicht und meine Glaskugel ist gerade zum aufpolieren ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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