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Verkehrsunfall Auto vs. Fahrrad (Versicherung)


#31
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
also mit meinem Auto hat weder mein Mann noch die Versicherung, die sich für den Verkehrsunfall Zeit lässt, noch irgendein RA, zu tun.
Hat ja auch Niemand behauptet.

Zitat:
kein AN der Versicherung
Nein, natürlich kein Mitarbeiter der Versicherung. Aber er kommt im Auftrag der Versicherung. Die Versicherung ist sein Kunde. Und Kunden, insbesondere solche, die häufig Aufträge erteilen, stellt man gerne zufrieden. Beauftragst Du einen Gutachter, dann bist Du die Kundin, und nicht die Versicherung. Jetzt kannst Du Dir selbst Deine Gedanken darüber machen, warum allgemein abgeraten wird bei Haftpflichtschäden den Gutachter der Versicherung zu akzeptieren.

Zitat (von Kaktus123123):
Wenn ich es lackieren lasse, kriege ich sogar einen Leihwagen für die Zeit.
Ja klar. Aber auch da gilt es einige wichtige Spielregeln zu beachten, weil Du sonst möglicherweise doch auf einem Teil der Kosten sitzenbleibst. So musst Du z.B. mehrere Vergleichsangebote einholen und Dich dann für das kostengünstigste Angebot entscheiden. Außerdem musst Du ein Fahrzeug einer niedrigeren Klasse, also ein kleineres Fahrzeug, nehmen. Statt eines Leihwagens kannst Du Dir aber auch eine Nutzungsausfallentschädigung auszahlen lassen.

Zitat (von Kaktus123123):
Was soll er da auch antworten?
Eben, genau das würde uns ja interessieren. Mir fällt nämlich keine plausible Antwort ein.

Zitat (von Kaktus123123):
Warum vergleicht ihr wieder Fahrrad mit Auto betrifft?
Hat doch Niemand gemacht. Du hast den Vergleich angestellt, weil Du meintest die Versicherung, die für den Schaden an Deinem Auto afkommen soll würde schneller reagieren, als die Versicherung die für den Fahrradunfall Deines Mannes in Anspruch genommen werden soll. Ich bin nur auf Deine Bemerkung eingegangen, und habe Gründe dargelegt, warum das so ist bzw. sein kann.

Zitat (von Kaktus123123):
Mein Mann sagt, dass er regelkonform gefahren ist.
Das habe ich ja auch nicht in Abrede gestellt. Aber nur weil Dein Mann das sagt, muss die Versicherung, die ja für die Kosten in Anspruch genommen werden soll, diese Meinung nicht teilen. Definitv wird sie aber den Sachverhalt überprüfen, bevor sie eine Kostenzusage abgibt.

Zitat (von Kaktus123123):
Warum sich daran jetzt etwas ändern sollte, wüsste ich nicht.
Es hat doch NIemand gesagt, dass sich daran etwas ändern wird. Aber wenn von Dir jemand viel Geld fordert, dann überprüfst Du doch auch erst einmal, ob die Forderung berechtigt ist. Jetzt liegt der Versicherung die Forderung Deines Mannes, vertreten durch einen Anwalt vor. Dann wird die Versicherung vor einer Kostenzusage den Sachverhalt prüfen. Dazu befragt sie die Unfallgegnerin, die Zeugin, die Polizei (sofern der Unfall durch die Polizei aufgenommen wurde). Vorher wird die Versicherung keine (vollständige) Kostenübernahme dem Grunde nach zusagen.

Zitat (von Kaktus123123):
Wenn ich eure Zeitangaben lese und meine heutige Erfahrung mit einer anderen Versicherung, denke ich auch, dass es irgendwo hakt.
Das lässt sich nicht vergleichen. Bei Deinem Auto ist es eine Schramme an einem geparkten Auto. Da ist die Schuldfrage sehr einfach, und die Schadenssumme geringer. Der Unfall Deines Mannes war dagegen im fließenden Verkehr passiert. Die Schadenssumme ist, wegen des Personenschadens deutlich höher, und die Schuldfrage nicht zwingend eindeutig. Ist doch klar, dass die Versicherung den Sachverhalt prüft bevor sie irgendwelche Zusagen macht. Btw: Die Tatsache, dass die andre Versicherung für Dein Auto einen Gutachter geschickt hat, ist noch keine Anerkenntnis der Haftung.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich habe mir aber auch noch nie Kopien oder Schriftverkehr schicken lassen.
Das ist ungewöhnlich.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich habe auf eine Antwort wie "Ja, alles richtig. Kriegt eure Ausgaben wieder rein. Gute Besserung an Radfahrer. Er hat ne tolle Frau." gehofft.
Sorry, aber dann bist Du hier im falschen Forum. Hier werden Sachfragen in verschiedenen Rechtsgebieten erörtert. Wunschantworten, Lobhudelei und eine Beurteilung zwischenmenschlicher Beziehungen gibt es hier in der Regel nicht.

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#32
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Danke Domenio,

das mit der erhofften Antwort war ein Witz, aber das gibt es hier in der Regel auch nicht. Hatte ich kurz vergessen.

Ich weiß, dass ich auch auf den Auto-Fahrrad-Vergleich mitspringe. Hab ich von euch gelernt. Denn ein Scheinwerfer hat ein Fahrrad nicht, Mietfahrräder waren unmöglich zu beschaffen. Es gab ein paar mehr Vergleiche.

Zitat:
Dann wird die Versicherung vor einer Kostenzusage den Sachverhalt prüfen. Dazu befragt sie die Unfallgegnerin, die Zeugin, die Polizei (sofern der Unfall durch die Polizei aufgenommen wurde). Vorher wird die Versicherung keine (vollständige) Kostenübernahme dem Grunde nach zusagen.

Da liegt ja das Häschen im Pfeffer begraben. Der Unfall wurde aufgenommen. Der Zeugenbefragungsbogen kam recht spät und auch nur auf ausdrückliche Nachfrage, weil viel zu tun. Jetzt fällt mir auch ein, dass bei dem Telefonat jemand von der Polizei sagte, dass sehr lange dauern kann. Es kam auch nie eine Reaktion von der Polizei auf den ausgefüllten Zeugenbogen. Kriegt man aber eh nicht, oder? Das betrifft ja nur die Unfallfahrerin.

Erklärt das oben Zitierte nicht auch die lange Wartezeit und dass wir eben auf die Versicherung warten sollten? Denn wenn die Versicherung am Ende die Kostenzusage ablehnt oder nur einen geringen Teil übernimmt, wäre eine Investition bei den meisten Menschen, die nicht so an ihr geliebtes Rad gebunden sind, zu überlegen. Angenommen, er kauft sich ein neues Grundmodell, baut die erhaltenen Teile ein und noch ein paar Anpassungen, dann ist das zwar viel mehr Geld als die Forderung an die Versicherung, aber immer noch weniger als neues Rad plus das eigene Invest in das beschädigte.
Macht für mich viel Sinn zu warten.

Wegen meinem Autoschaden, das wusste ich alles nicht. Zählt das mit der eigenen Beauftragung eines Gutachters auch bei so einem Minischaden, der 400-500 Euro kostet? Der aufgesuchte Werkstattmensch hat mir diese Info ja kostenlos mitgeteilt. Es ist doch total unwirtschaftlich, da noch einen Gutachtern zu beauftragen. Aber okay, vielleicht verstehe ich mal wieder irgendetwas nicht.

Zitat:
Statt eines Leihwagens kannst Du Dir aber auch eine Nutzungsausfallentschädigung auszahlen lassen.

Oder ich ruf einfach bei der Leih-Firma an, die direkt mit der Versicherung abrechnet und nehme eines von zwei Modellen, welche mir schon von der Vericherung genannt wurde, weil die meiner Klasse entsprechen.
Oder noch verrückter, ich verzichte da komplett drauf, weil ich es schlichtweg nicht brauche.

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#33
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
Es kam auch nie eine Reaktion von der Polizei auf den ausgefüllten Zeugenbogen. Kriegt man aber eh nicht, oder?
In der Regel hört der Zeuge dann nichts mehr von der Polizei.

Zitat (von Kaktus123123):
Erklärt das oben Zitierte nicht auch die lange Wartezeit und dass wir eben auf die Versicherung warten sollten?
Ja, die noch nicht erfolgte Zusage der Versicherung lässt sich damit erklären. Für den Rat des Anwalts auf eine Zusage der Versicherung zu warten habe ich aber keine Erklärung. Da müsste man den Anwalt selbst fragen.

Zitat (von Kaktus123123):
Angenommen, er kauft sich ein neues Grundmodell, baut die erhaltenen Teile ein und noch ein paar Anpassungen, dann ist das zwar viel mehr Geld als die Forderung an die Versicherung, aber immer noch weniger als neues Rad plus das eigene Invest in das beschädigte.
Kann er machen. Dann muss der Schaden aber geschätzt werden bevor das Rad ausgeschlachtet wird.

Zitat (von Kaktus123123):
Macht für mich viel Sinn zu warten.
Für mich nicht. Am Kostenfaktor ändert sich ja nichts. Aber wenn die Versicherung sich die nächsten 3 Monate nicht rührt, dann hat Dein Mann 3 Monate kein Fahrrad. Ein Leihrad wird für so einen langen Zeitraum jedenfalls nicht von der Bersicherung bezahlt.

Zitat (von Kaktus123123):
Zählt das mit der eigenen Beauftragung eines Gutachters auch bei so einem Minischaden, der 400-500 Euro kostet?
Vermutlich eher nicht. Der durch den Gutachten geschätzte Schaden deckt sich ja wohl auch mit der Schätzung der Werkstatt.

Die Sache mit dem Gutachter war eher ein allgemein gemeinter Hinweis, und eine Erklärung dafür, warum die Versicherungen sehr schnell sind, wenn es darum geht einen Gutachter zu schicken. In diesem FAll spielt das aber keine Rolle.

Zitat (von Kaktus123123):
Es ist doch total unwirtschaftlich, da noch einen Gutachtern zu beauftragen.
Ja, aber die Versicherung wollte es ja offensichtlich so.

Zitat (von Kaktus123123):
ich verzichte da komplett drauf
Warum solltest Du? Wenn Du keinen Leihwagen brauchst, dann kannst und solltest Du Dir die Nutzungsausfallentschädigung auszahlen lassen. Du hast einen Anspruch darauf.

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#34
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Hallo ihr beiden,

ein kleines Update in zwei Teilen, weil ich ja noch einen zweiten Fall eingebracht habe.

Fall Autokratzer:
Alles erledigt. Die Versicherung hat das Doppelte von dem gezahlt womit ich gerechnet habe. Wie unkompliziert das alles ging.

Fall Fahrradschaden:
Auf eigene Kosten behoben bis auf die Pedale. Von der gegnerischen Versicherung bis heute nichts weiter gehört. Da das Rad nun endlich wieder intakt ist, ist es auch nicht mehr so dringend für uns.

Im Moment müssen wir noch auf eine Rechnungskorrektur warten, aber das ist nur eine Formsache. Die Werkstatt hat Teile und Arbeiten aufgeführt, die nicht erbracht wurden. Diese dann aber für 0 Euro mit auf die Rechnung gesetzt.
Auf der Rechnung wird dann nur ein Posten stehen sowie einige Daten (Fahrrad angenommen am..., Auftrag erteilt am..., abholbereit und abgeholt am....). Das ist okay so, oder?

Werkstattrechnung 2 führt dann die anderen Teile und Arbeiten auf. Diese konnte Werkstatt 1 nicht erbringen. Werkstatt 2 befindet sich 160km entfernt und ist einer der wenigen Händler für die Marke, sodass exakt die gleichen Modelle von Lenker und Sattel montiert werden konnten. Das sollte keine Probleme geben, oder?

Pedale: die waren neu, eine ist jetzt extrem zerkratzt. Ist noch kein Problem, aber es wird sich Rost bilden. Kann anhand der Rechnung der Pedale auch nur der Kaufpreis erstattet werden? Wird dann ähnlich bei einer Autoreparatur die Mwst. abgezogen?
Mein Mann würde den Winter über die zerkratzten Pedale weiter nutzen und dann im Frühjahr neue kaufen. Wenn so eine Papier-Abrechnung aber nicht möglich ist, dann wird er sich das selbe Modell nochmal kaufen, sofern die Versicherung zahlt.

KM-Pauschale bzw. einwöchige eBike Miete: Es liegt eine Rechnung vor für 8 Tage (einen Tag gab es gratis) für 125 Euro. In den 8 Tagen sind 5 Werktage mit inbegriffen. Auf der Rechnung wurde notiert, dass eine Tagesmiete 35 Euro gekostet hätte.
Der Motor wurde nicht einmal angestellt. Somit war der Fahrradfahrer nicht besser gestellt, sondern schlechter, weil ein eBike ohne angestellten Motor schwerer zu fahren ist (eBike 35 Kilo, Fahrrad ca. 12 Kilo). Nachzuweisen ist dies durch eine Art Bordcomputer. Aber das dürfte völlig egal sein, nehme ich an. Ist ja sein Privatvergnügen, sich abzustrampeln.
KM-Pauschale beziehe ich nur auf Fahrten zum Unfallort (Fahrrad holen), Arztbesuche, Arbeitswege, eBike-Miete und Fahrten zu Werkstatt 1.

Gehen wir mal davon aus, dass das stimmt, was der RA sagt bezüglich "kein Privatvergnügen". Wenn die 125 Euro für die eBike Miete nicht erstattet werden, kann dann für die 5 Werktage die KM-Pauschale erstattet werden?

So wie ich den RA verstanden habe, möchte er die Miete geltend machen und hilfsweise die Pauschale für diese Tage. Geht sowas?
Der Spritverbrauch war mind. 50 Euro für diese Fahrten. Dazu kommt mein nicht unerheblicher Aufwand für den Fahrdienst. Ich verlange da jetzt keinen Tariflohn meines Berufes, aber ein bisschen möchte ich das mit Geld anerkannt haben.

Überlegungen zur Forderung:
Alle drei Rechnungen komplett (mit Helm sind es vier, weil Helm einzeln gekauft wurde, da für eBike Nutzung notwendig, exakt gleiches Modell wie vorher)
+ Porto
+ Rechnung Pedale (paar Tage vor dem Unfall)
+ KM-Pauschale ODER Spritkosten (Quittungen und Fahrtenbuch vorhanden) plus irgendein Prozentsatz mit dem ich mich halbwegs okay fühle für den Aufwand
+ Kostenübernahme des RA Honorars

Dazu würde dann noch der Nutzungsausfall kommen. Dass dieser nicht über zwei Monate gewährt wird, ist mir auch ohne Autobeispiel klar (mittlerweile jedenfalls). Aber das sollten dann die 8 Tage für die Reparaturdauer in Werkstatt 1 und ein Tag Reparatur in Werkstatt 2 sein. Passt das so?
Wer legt fest, wie hoch der Nutzungsausfall pro Tag ist?

Ich weiß, dass das alles der RA beantworten könnte.... Trotzdem bitte ich euch um eure Einschätzung. Vielen Dank!

edit: Noch eine weitere Frage. Mir wurde netterweise gesagt, dass ich bei meinem Autoschaden eine Aufwandspauschale von 15 Euro verlangen kann. Gilt das auch bei diesem Verkehrsunfall?
Nicht beachtet wurde bisher Schmerzensgeld. Das muss auch gar nicht sein als einzelner Wunsch. Ich habe ja oben die Überlegungen aufgelistet. Wie das am Ende abgerechnet wird, ist egal. Wenn das Schmerzensgeld so hoch ausfallen würde wie die KM-Pauschale, die nicht erstattet wird, sind wir auch zufrieden. Ich gehe mal davon aus, dass der RA das von alleine hinkriegt.

-- Editiert von Kaktus123123 am 12.12.2019 00:35

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#35
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Hallo Kaktus,

freut mich, dass die Sache mit dem Auto so schnell und problemlos über die Bühne gegangen ist.

Zitat (von Kaktus123123):
Von der gegnerischen Versicherung bis heute nichts weiter gehört.
Was sagt oder macht der Anwalt diesbezüglich?

Zitat (von Kaktus123123):
Die Werkstatt hat Teile und Arbeiten aufgeführt, die nicht erbracht wurden.
Eine Rechnung mit Positionen, die nicht erbracht wurden würde ich nicht akzeptieren.

Zitat (von Kaktus123123):
Auf der Rechnung wird dann nur ein Posten stehen
Aus der Rechnung muss hervorgehen was gemacht wurde. Schließlich muss man der Versicherung die Möglichkeit geben die Rechnung zu überprüfen. Es muss also erkennbar sein, was gemacht wurde, und dass die Reparatur zur Behebung des Unfallschadens erforderlich gewesen ist.

Zitat (von Kaktus123123):
Werkstatt 2 befindet sich 160km entfernt
Wenn es tatsächlich erfoderlich gewesen ist diese Werkstatt aufzusuchen, dann würde ich die Erstattung der Fahrtkosten einfordern.

Zitat (von Kaktus123123):
Kann anhand der Rechnung der Pedale auch nur der Kaufpreis erstattet werden?
Ja.
Zitat (von Kaktus123123):
Wird dann ähnlich bei einer Autoreparatur die Mwst. abgezogen?
Nein. Dein Mann musste ja die Mehrwersteuer auch zahlen. Das hat jetzt aber nichts mit Auto oder Motorrad zu tun. Die Mehrwertsteuer wird nicht erstattet bei fiktiver Abrechnung. Wenn also auf Basis von Kostenvoranschlag oder GUtachten abgerechnet wird, ohne das tatsächlich eine Reparatur erfolgt. Hier wird ja repariert. Die Abrechnung könnte aber schwierig werden, wenn man der Versicherung erklären muss, warum 2 Werkstätten mit der Raparatur betraut wurden und Dein Mann zusätzlich noch in Eigenleistung Reparaturen durchführen muss oder will.

Zitat (von Kaktus123123):
Mein Mann würde den Winter über die zerkratzten Pedale weiter nutzen
Warum?

Zitat (von Kaktus123123):
Wenn so eine Papier-Abrechnung aber nicht möglich ist, dann wird er sich das selbe Modell nochmal kaufen, sofern die Versicherung zahlt.
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Aber wenn der Unfall im Oktober gewesen ist, die Reparaturen im November / Dezember durchgeführt wurden, dann könnte es schwierig werden der Versicherung zu erklären, warum man aufgrund des Unfalls im April neue Pedale brauchte.

Zitat (von Kaktus123123):
KM-Pauschale bzw. einwöchige eBike Miete: Es liegt eine Rechnung vor für 8 Tage (einen Tag gab es gratis) für 125 Euro. In den 8 Tagen sind 5 Werktage mit inbegriffen. Auf der Rechnung wurde notiert, dass eine Tagesmiete 35 Euro gekostet hätte.
Dieser Rechnung kann ich jetzt nicht ganz folgen.

Zitat (von Kaktus123123):
Der Motor wurde nicht einmal angestellt.
Das ist unerheblich.

Zitat (von Kaktus123123):
omit war der Fahrradfahrer nicht besser gestellt
Doch, war er, denn er hatte ein höherwertiges Rad. Wenn er die Funktionalität des Rads nicht nutzt, dann ist das seine Sache. Aber die Tagesmiete ist für ein eBike definitiv höher, als für ein konventionelles Fahrrad.

Zitat (von Kaktus123123):
Aber das dürfte völlig egal sein, nehme ich an. Ist ja sein Privatvergnügen, sich abzustrampeln.
Richtig.

Zitat (von Kaktus123123):
KM-Pauschale beziehe ich nur auf Fahrten zum Unfallort (Fahrrad holen), Arztbesuche, Arbeitswege, eBike-Miete und Fahrten zu Werkstatt 1.
Alle Belege und Dokumentationen dem Anwalt geben. Das soll er auf jeden Fall einfordern. Was die Versicherung dann daraus macht wird man sehen.

Zitat (von Kaktus123123):
Wenn die 125 Euro für die eBike Miete nicht erstattet werden, kann dann für die 5 Werktage die KM-Pauschale erstattet werden?
Keine KM-Pauschale, sondern eine Tagespauschale. Das nennt sich dann Nutzungsausfall. Notwendige Fahrten können dann u.U. zusätzlich zu erstatten sein.

Zitat (von Kaktus123123):
So wie ich den RA verstanden habe, möchte er die Miete geltend machen und hilfsweise die Pauschale für diese Tage. Geht sowas?
Er sollte erste einmal die Miete einfordern. Wenn die Versicherung das ablehnen sollte, dann aknn er immernoch die Tagespauschale fordern, bzw. wird die Versicherung das anbieten.

Zitat (von Kaktus123123):
Der Spritverbrauch war mind. 50 Euro für diese Fahrten. Dazu kommt mein nicht unerheblicher Aufwand für den Fahrdienst. Ich verlange da jetzt keinen Tariflohn meines Berufes, aber ein bisschen möchte ich das mit Geld anerkannt haben.
Dafür gibt es ggf. eine Kilometerpauschale. Deinen Zeitaufwand wird Niemand erstatten.

Zitat (von Kaktus123123):
weil Helm einzeln gekauft wurde, da für eBike Nutzung notwendig
Diese Begründung sollte man nicht liefern. Der Helmkauf war notwendig, weil der vorhandene Helm beim Unfall in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ein Helm wird nur für einen Unfall gebaut und ist danach zu ersetzen.

Zitat (von Kaktus123123):
+ Porto
Dafür gibt es die pauschale Aufwandsentschädigung.

Zitat (von Kaktus123123):
+ Kostenübernahme des RA Honorars
Der anwalt sollte direkt mit der Versicherung abrechnen.

Zitat (von Kaktus123123):
Aber das sollten dann die 8 Tage für die Reparaturdauer in Werkstatt 1 und ein Tag Reparatur in Werkstatt 2 sein. Passt das so?
Wenn diese Reparaturdauer aus den Rechnungen hervorgeht ist das in Ordnung. Vielleicht kann man noch 2-3 Tage zusätzlich rausholen, weil ja der Schaden erst einmal festgestellt und Ersatzteile bestellt werden mussten.

Zitat (von Kaktus123123):
Wer legt fest, wie hoch der Nutzungsausfall pro Tag ist?
Zunächst ist es am Anwalt eine Forderung zu stellen. Dann entscheidet die Versicherung, ob sie die Forderung begleicht, oder aus irgendwelchen Gründen kürzt. Im Streitfall entscheidet das Gericht. So urteilte z.B. das LG Lübeck am 08.07.2011.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich weiß, dass das alles der RA beantworten könnte
Zumindest sollte er das beantworten können. Was hat er denn bislang in der Sache so unternommen?

Zitat (von Kaktus123123):
Mir wurde netterweise gesagt, dass ich bei meinem Autoschaden eine Aufwandspauschale von 15 Euro verlangen kann. Gilt das auch bei diesem Verkehrsunfall?
Es sind sogar 25€. Die gibt es unabhängig davon, mit was für einem Fahrzeug man verunfallt ist. Auch ein verunfallter Fußgänger hätte Anspruch darauf. Damit werden Aufwendungen entschädigt, die nicht einzeln aufgeschlüsselt und abgerechnet werden. Das betrifft also in erster Linie so Sachen wie Porto, Briefpapier, Kuverts, Telefonkosten etc.

Zitat (von Kaktus123123):
Nicht beachtet wurde bisher Schmerzensgeld.
Da sollte sich der Anwalt drum kümmern.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich gehe mal davon aus, dass der RA das von alleine hinkriegt.
Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber Verkehrsrecht ist ja wohl irgendwie nicht so wirklich die Stärke des Anwalts.

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#36
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Danke Demonio,

ich versuche das so gut wie möglich zu beantworten.

Zitat:
Zitat (von Kaktus123123):
Von der gegnerischen Versicherung bis heute nichts weiter gehört.

Was sagt oder macht der Anwalt diesbezüglich?

Er sagt, er meldet sich, wenn die Versicherung sich gemeldet hat. Zudem hatte er nochmals eine Frist gesetzt. Für was genau, weiß ich nicht. Er leitet keine Briefe an seinen Mandanten weiter, was aber von seinem Mandanten auch nicht gefordert wird. Wir vertrauen darauf, dass er weiß, was er macht.

Zitat:
Die Abrechnung könnte aber schwierig werden, wenn man der Versicherung erklären muss, warum 2 Werkstätten mit der Raparatur betraut wurden und Dein Mann zusätzlich noch in Eigenleistung Reparaturen durchführen muss oder will.

Das ist ganz leicht erklärt.
Die Fahrradmarke wird nur von bestimmten Händlern vertreten, die auch nicht alle eine Werkstatt führen.
Es gibt in der Nähe zwei, aber beide wollten den Auftrag wegen zu viel sonstiger Arbeit nicht annehmen.
Die Werkstatt 2 kennt das Rad und meinen Mann seit vielen Jahren. Es genügte ein Blick und schon waren die auszutauschenden Teile ausgesucht, weil vorrätig. Sind auch die gleichen wie die vorherigen, die man bei Werkstatt 1 nicht bestellen konnte, weil kein Händler der Marke. Dauer des Einbaus zwei Stunden.
Wir wollen auch kein Geld, weil wir Werkstatt 2 aufgesucht haben. Die einzelnen Posten decken sich auch mit dem Kostenvoranschlag von Werkstatt 1.
Dort wurde zum Beispiel angeführt "Sattel, Marke ähnlich" oder "Lenker, Marke ähnlich". Gerade der Sattel hat aber eine besondere Form, die ich von anderen Marken nicht gibt. Jemand, der so viel fährt, braucht einen perfekt sitzenden Sattel. Das wird ja hoffentlich nicht angezweifelt werden.
Pedale ist ein Sonderfall, weil erstmal nur ein kosmetischer Schaden entstanden ist. Alle anderen Teile mussten ausgetauscht werden.

Zitat:
Eine Rechnung mit Positionen, die nicht erbracht wurden würde ich nicht akzeptieren.

Intuitiv richtig gemacht und eine neue angefordert. Darauf warten wir seit einer Woche. Jedoch hat die Werkstatt auch Urlaub. Vielleicht kommt die Mail mit der richtigen Rechnung auch noch. Vor einer Woche hieß es, "mach ich sofort, wenn ihr mir schickt, was rein soll". Wurde am Abend verschickt.

Zitat:

Pedale im Winter nicht erneuern - Warum?

Eine Pedale ist komplett unversehrt. Die andere stark zerkratzt. Der Winter ist immer etwas schädigender wegen Streusalz. Die Pedale sind nicht in der Funktion beeinträchtigt. Das passiert erst, wenn sich Rost bildet. Sehr viel Rost. Das dauert.
Der Gedanke war, diese über den Winter weiter zu nutzen und bei Saisonwechsel sich entweder das gleiche Modell zu kaufen oder etwas, was dann neu auf dem Markt ist. Vielleicht will mein Mann die aber auch weiterfahren bis sie so geschädigt sind, dass es nicht mehr geht, und sich dann ein neues Modell kaufen.
Für Pedalewechsel muss man wirklich keine Werkstatt aufsuchen. Da gibt es auch nichts, was man falsch machen könnte. Er macht das seit 15 Jahren selbst und hat alles, was er braucht dafür.

Zitat:
Dieser Rechnung kann ich jetzt nicht ganz folgen.

8 Tage = 125 Euro. Davon waren aber zwei Tage Wochenende. Die Mietsache konnte erst abends nach Arbeitstag übergeben werden. Es bleiben also 5 (Moment, sogar 6) Werktage, an dem das eBike genutzt wurde.
Einzelmiete = 35 Euro/Tag.
6 x 35 = 210 Euro.
Schadenminderungspflichtgemäß also lieber die Wochenmiete genommen, obwohl die Versicherung bestimmt nicht die Miete an werkfreien Tagen übernimmt. Doch es war um 85 Euro günstiger.
Falls die Versicherung also diese Kosten übernehmen sollte, könnte sie auf die Idee kommen, dass sie keine Wochenmiete übernimmt. Doch die Einzelmiete pro Werktag wäre teurer gewesen. Oder habe ich da einen Denkfehler?

Zitat:
Doch, war er, denn er hatte ein höherwertiges Rad.

Ähm, nein. Der Verleiher sagt, dass das eBike einen Preis von 4500 Euro hatte. Mein Mann hat spaßeshalber mal die einzelnen Komponenten wie Schaltung, Bremse, Sattel usw ergoogelt. Es sind die billigsten Teile verbaut. Das hat er beim Fahren auch gemerkt. Wenn man allerdings mit dem 4000 Euro Motor fährt, dürfte das nicht stören.
Ich glaube auch, dass man das nur versteht, wenn man eine Passion für Einzelteile hat. Meine Meinung ist auch, dass das eBike höherwertig ist, einfach weil es teuer ist.

Zitat:
Aber die Tagesmiete ist für ein eBike definitiv höher, als für ein konventionelles Fahrrad.

Das weiß man ja nicht so genau, weil ein konventionelles Rad in dieser Umgebung plus ca. 40 km Umkreis nicht angeboten wird. Ich habe es schon mal beschrieben. Ich habe alles versucht. Läden, Werkstätte, Hotels, Pensionen, Nachbarn, Freunde. Hier fahren die Leute kein konventionelles Fahrrad.
Wir haben sogar überlegt ein gebrauchtes Rad zu kaufen, doch die sind von der Beschaffenheit her so alt, dass damit die Berge auf dem Weg nicht bezwungen werden könnten. Er macht ja keine Sommer-Sonntags-Fahrradtour, sondern arbeitet dazwischen noch 8h körperlich hart. Ihr müsst mir das nicht glauben, aber wenn mein Mann sagt, er schafft einen Weg mit einem bestimmten Fahrrad nicht, dann liegt das am angebotenem Rad und nicht an seiner Körperkraft.

Zitat:
Keine KM-Pauschale, sondern eine Tagespauschale. Das nennt sich dann Nutzungsausfall. Notwendige Fahrten können dann u.U. zusätzlich zu erstatten sein.

Ah, okay. Neue Information. Ich dachte bisher, dass der Nutzungsausfall etwas anderes ist als die KM-Pauschale. Notwendige Fahrten wären dann die Fahrten zur Arbeitsstelle? Öffis gibt es nicht für die Strecke zu den Zeiten (nicht mal annähernd). Kollegen wohnen auch alle entgegen gesetzt.

Zitat:
Dafür gibt es ggf. eine Kilometerpauschale. Deinen Zeitaufwand wird Niemand erstatten.

Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Wenn die KM-Pauschale gewährt wird, will ich nichts extra. Aber wenn nur die Tankquittungen übernommen werden, finde ich das nicht angemessen. Autofahren gehört wirklich zu meinen Top3 der Hasstätigkeiten. Deswegen habe ich meinen Fahrdienst auch nach 1,5 Wochen einstellen müssen. Die Strecke ist wirklich sehr schlecht zu fahren. Mit meinen kleinen Autochen musste ich oft im 3. Gang Berge hochruckeln, weil es sonst nicht von der Stelle kam. Ich war auch gesundheitlich nicht mehr fit genug, um das weiter leisten zu können. Das soll der Versicherung aber egal sein. Der Fahrdienst endete nach 1,5 Wochen und eine neue Lösung musste her, das eBike zur Miete.

Zitat:
Helm vorab gekauft - Diese Begründung sollte man nicht liefern.

Vielen Dank für diesen Hinweis. Wobei ja klar ist, dass der Helm nur gekauft werden musste, da der bisherige verunfallt ist. Aber dann wird das nicht weiter kommentiert.

Zitat:
So urteilte z.B. das LG Lübeck am 08.07.2011.

Danke. Das ist zwar hilfreich, jedoch handelt es sich beim beschädigten Rad nicht um ein neues Rad dieser Preisklasse. Ab Ende der AU bis zum Erhalt des reparierten Rads vergingen drei Wochen bzw. 14 Werktage. Am 15. Tag hatte mein Mann Urlaub und an dem Tag wurde das Fahrrad verkehrssicher gemacht in Werkstatt 2.
Es gibt wie geschildert leider keine vergleichbaren Mietkosten, weil es schlichtweg keine Möglichkeit zur Miete gibt.

Zitat:
Was hat er denn bislang in der Sache so unternommen?

Diverse Nachweise eingefordert von meinem Mann, Schreiben an die Versicherung, auf jeden Fall Recherche und die Feststellung, dass der Verkehrsunfall eine Besonderheit ist, die gesetzlich nicht so sicher geregelt ist. Außerdem Antwort auf Emails und Telefonate. Bestimmt mehr, aber das ist das, was ich weiß.

Zitat:
Es sind sogar 25€.

Super. Damit ist das auf jeden Fall abgedeckt. Da können wir uns sogar noch eine Eiskugel teilen :)

Zitat:
Hoffnung

.... strotzt nur so vor Leben.

Nochmals Danke für deine Mühe, Demonio. Ich werde auf jeden Fall berichten, wie es ausgegangen ist. Hoffentlich bevor uns die Altersschwäche erreicht.

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#37
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
Er sagt, er meldet sich, wenn die Versicherung sich gemeldet hat.
Na, dann kann die Versicherung das ja locker aussitzen. :devil:


Zitat (von Kaktus123123):
Er leitet keine Briefe an seinen Mandanten weiter, was aber von seinem Mandanten auch nicht gefordert wird.
Das verstehe ich nicht. Man möchte doch wissen, wie der Stand der Dinge ist. Dann gäbe es auch das
Zitat (von Kaktus123123):
Zudem hatte er nochmals eine Frist gesetzt. Für was genau, weiß ich nicht.
nicht.


Zitat (von Kaktus123123):
Wir vertrauen darauf, dass er weiß, was er macht.
Da wäre ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher.


Zitat (von Kaktus123123):
Die Werkstatt 2 kennt das Rad und meinen Mann seit vielen Jahren.
Warum macht denn Werkstatt 2 dann nicht die komplette Rparatur?


Zitat (von Kaktus123123):
obwohl die Versicherung bestimmt nicht die Miete an werkfreien Tagen übernimmt.
Doch natürlich. Schließlich gibt es auch noch andere mögliche Anlässe als die Fahrt zur Arbeit, um ein Fahrzeug nutzen zu wollen oder müssen.


Zitat (von Kaktus123123):
Mein Mann hat spaßeshalber mal die einzelnen Komponenten wie Schaltung, Bremse, Sattel usw ergoogelt.
Der Akku und der Motor gehören auch dazu, auch wenn Dein Mann das nicht genutzt hat.


Zitat (von Kaktus123123):
Meine Meinung ist auch, dass das eBike höherwertig ist, einfach weil es teuer ist.
Und darauf kommt es hier doch an.


Zitat (von Kaktus123123):
Ich dachte bisher, dass der Nutzungsausfall etwas anderes ist als die KM-Pauschale.
Ist ja auch was anderes. Der Nutzungsausfall ist eine pauschale tägliche Entschädigung dafür, dass einem kein Fahrzeug zur Verfügung steht.


Zitat (von Kaktus123123):
Wenn die KM-Pauschale gewährt wird, will ich nichts extra. Aber wenn nur die Tankquittungen übernommen werden, finde ich das nicht angemessen.
Du brauchst keine Tankbelege. Du musst dokumentieren zu welchem Zweck Du wie viele km mit dem Auto gefahren bist.


Zitat (von Kaktus123123):
die Feststellung, dass der Verkehrsunfall eine Besonderheit ist, die gesetzlich nicht so sicher geregelt ist.
Es gibt für fast Alles eine gesetzliche Regelung. Was soll an diesem Unfall denn bitte so exorbitant anders sein, als bei anderen Unfällen? Aber wenn es denn so ist, dann braucht man sich ja nicht wundern, wenn die Schadensregulierung etwas länger dauert. :neck:


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#38
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Die Werkstatt 2 ist sehr unbequem zu erreichen. 160km je Strecke über Wald und Mini Dörfer. Wie gesagt, ich mag Fahren nicht. Es war nicht bekannt, dass Werkstatt 1 nicht alles übernehmen wird. Da geht es nicht nur um die Teile an sich, sondern auch diverse andere Arbeiten.
Für das Vorderrad hätte Werkstatt 2 auch länger als einen Tag gebraucht, sodass dann sogar zwei unbequeme Fahrten gemacht werden müssten.

Ich warte jetzt auf korrigierte Werkstattrechnung 1. Gerade angerufen, sein PC war kaputt.
Man kann mir auch einfach alles erzählen. Ich glaube das meiste.

Als nächstes werde ich einfach alles (außer die defekten Teile) im Original zusammenpacken und per Einwurf Einschreiben an den RA schicken und ihn dabei bitten, fortan den aktuellen Stand mitzuteilen und ggf. Schreiben weiterzuleiten. Aber eigentlich will ich das auch nicht. Das schafft doch nur zusätzliche Arbeit für ihn.


Mir ist klar, dass es den Anschein hat, als sei der gewählte RA nicht der König des Rechtsbeistandes. Für mich ist er trotzdem ein guter Anwalt. Was soll er denn tun, wenn die Versicherung locker aussitzt :devil:
Dafür, dass Werkstattrechnung 1 falsch ausgestellt wurde, kann ja angeblich niemand etwas. Selbst die Werkstatt 1 ist der Meinung, es sei nicht sein Problem, weil ja alles mit 0 Euro eingetragen wurde, was nicht gemacht hat. Diese Rechnung wurde auch noch gar nicht weitergeleitet.
Es wurde aber noch nicht mal eine grundsätzliche Kostendeckungszusage erteilt. Das ist, was mich stört.

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#39
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
Es war nicht bekannt, dass Werkstatt 1 nicht alles übernehmen wird.
Aber man klärt doch Art und Umfang der Dienstleistung vor Auftragserteilung ab.

Zitat (von Kaktus123123):
im Original zusammenpacken und per Einwurf Einschreiben an den RA schicken
Schicke ihm Kopien per normaler Post, oder Scans per Email. Das reicht, und Du hast immernoch die Originale für alle Fälle.

Zitat (von Kaktus123123):
fortan den aktuellen Stand mitzuteilen und ggf. Schreiben weiterzuleiten.
Unbedingt.

Zitat (von Kaktus123123):
Aber eigentlich will ich das auch nicht.
Warum nicht? Wenn Du mit gesundheitlichen Problemen zum Arzt gehst willst Du doch auch wissen was los ist. Warum interessiert es Dich nicht was Dein Anwalt für Dich (bzw. Deinen Mann )macht und wie es weitergehen soll.

Zitat (von Kaktus123123):
Das schafft doch nur zusätzliche Arbeit für ihn.
Sorra´y, aber das ist Quatsch. Es ist kein großer Aufwand Dir eine Zweitschrift, oder Dich per "cc" auf die Empfängerliste der Mailkorrespndenz zu setzten. Es macht Dir doch auch nichts aus dieses Forum mit Fragen zu löchern. Das ist ja auch OK, denn dafür sind Foren ja da. Aber wir antworten Dir unentgeltlich. Dein Anwalt u.a. ist auch dafür da Dir Deine Fragen zu beantworten. Und im Gegensatz zu diesem Forum bekommt er sogar Geld dafür.

Zitat (von Kaktus123123):
Was soll er denn tun, wenn die Versicherung locker aussitzt
Die Frage sollte lauten, was er bislang getan hat, den davon ist abhängig was jetzt zu tun wäre. Aber leider weißt Du ja nicht was er bislang gemacht hat.

Zitat (von Kaktus123123):
Es wurde aber noch nicht mal eine grundsätzliche Kostendeckungszusage erteilt. Das ist, was mich stört.
Da ist dann aber der Anwalt und nicht das Forum der richtige Ansprechpartner für. Nochmal: Der Anwalt bekommt Geld dafür, dass er die Interessen Deines Mannes vertritt! Möglicherweise macht er das nicht sonderlich engagiert. Möglicherweise blockert auch die Versicherung. Es ist an Euch beim Anwalt den Stand der Dinge zu erfragen und ihm notfalls etwas Pfefer unterm Hintern zu machen. Das kann Dir dieses Forum nicht abnehmen. So wenig Interesse, wie Du bislang wohl dem Anwalt gegenüber gezeigt hast, kann man ihm fast keinen Vorwurf machen, wenn er sich um andere Dinge kümmert (mit denen er sich mutmaßllich auch besser auskennt, und die ihm eher liegen).

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#40
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Ich schätze deine ehrlichen Worte, Demonio. Meine Antwort besteht zum Teil aus Wiederholungen, die schon im Thread stehen müssten.

Zitat:
Aber man klärt doch Art und Umfang der Dienstleistung vor Auftragserteilung ab.

Es kam ein Anruf: "Angefahren. Mann im Krankenhaus. Kommen Sie her, das Fahrrad abholen."
Bis ich geschnallt habe, dass nichts schlimmes passiert ist, hat es etwas gedauert. Bis dahin habe ich einfach nur funktioniert. Man sehe es mir bitte nach. Ich kenne so eine Situation nicht!

Tag 2 nach dem Unfall habe ich dann versucht mit der Abwicklung zu beginnen. Es war sehr schwer, überhaupt eine Werkstatt zu finden, die das Fahrrad annimmt. Bei den ersten zwei habe ich den Fehler gemacht und gesagt "Unfall-Rad". Wurde per Telefon ein Totalschaden diagnostiziert. Danach habe ich nur gefragt, ob ich ein Fahrrad zur Reparatur bringen kann, "wahrscheinlich Vorderrad und Kleinigkeiten".
Immer kam die Frage, ob es wirklich ein Fahrrad und kein eBike ist (als ob das total absurd wäre) und manchmal die Frage, ob das Rad bei ihnen gekauft wurde.
Es war die letzte Werkstatt auf meiner Liste, die das Rad letztlich angenommen hat.

Wir konnten nicht aus einer Masse qualifizierter Werkstätten wählen! Wir wussten nicht, dass es sich so lange hinziehen würde. Bis dahin wurde an diesem Wohnort nie eine Werkstatt aufgesucht.
Vielleicht hätte ich wissen müssen, dass diese Werkstatt die Marke nicht bestellen kann. Oder mein Mann.
Erst bei Auftragserteilung kam die Nachricht, dass dieses oder jenes nicht gemacht wird. Daraus machen wir auch niemanden einen Vorwurf und haben für diese Dinge an einem extra genommenen Urlaubstag einen Besuch in der bekannten heimatlichen Werkstatt abgestattet. Ist das wirklich so schlimm?

Zitat:
Scans per Email. Das reicht

Reicht offensichtlich nicht. Anders kann ich mir nicht erklären, warum das eine oder andere bereits zweifach angefordert wurde. Wahrscheinlich sind die Datenanhänge zu groß. Sie werden jedenfalls als "gesendet" im Postausgang angezeigt.
Soll er uns die Originale eben wieder zurückschicken. Hat ja sonst keine Zusatzarbeit mit uns.

Zitat:
Es macht Dir doch auch nichts aus dieses Forum mit Fragen zu löchern.

Das weißt du doch gar nicht. Ich bin sehr dankbar für eure bzw. aktuell eher nur deine Zeit! Doch angenehm ist es nicht unbedingt, seine Herausforderungen nicht selbst lösen zu können. Ich stelle Fragen, um deutlich zu machen, wo mir Kenntnisse fehlen. Daraus lerne ich. Für mich ist das der Sinn eines Forums.
Es ist echt nicht böse gemeint von mir, aber wenn dann wie jetzt so eine Frage kommt, warum vorher der Umfang nicht abgeklärt wurde, frage ich mich schon, ob ich vielleicht einfach zu dumm bin.
Wenn eine Werkstatt einem Laien sagt, er führt die Reparaturarbeiten aus (als einzige von mehreren Angefragten*), gehe ich als Laie davon aus, nicht extra fragen zu müssen, mit welchen Händlern er zusammen arbeitet. Ich war einfach nur froh, das Rad abgeben zu können ohne zu ahnen, zig Wochen von der Versicherung nichts zu hören.
Da macht es mir schon etwas aus, das Forum zu bemühen für Begebenheiten, die für die Schreiber hier anscheinend völlig normal sind. Für mich aber leider nicht.
Weil gleich die Frage kommen wird, warum sich der Fahrradfahrer nicht selbst gekümmert hat: Er konnte nicht. Er war krank und tieftraurig. Demonio, wenn man dir befristet das Liebste nimmt, würde dich deine Frau doch auch auffangen so gut sie kann. Selbst wenn sie das "Liebste" nicht mit dir teilt.

Es interessiert mich sehr wohl, was der RA macht. Die ersten Wochen hat mein Mann jede Woche einmal angerufen bis er dann vorsichtig zu hören bekam, dass sich der RA von alleine meldet, wenn es etwas Neues gibt. Ich beschreibe und erkläre auch nicht jeden meiner Arbeitsschritte und unterstelle den nicht fragenden Klienten/Eltern auch nicht, dass sie desinteressiert wären.

Zitat:
kann man ihm fast keinen Vorwurf machen, wenn er sich um andere Dinge kümmert

Kam denn von meiner Seite ein Vorwurf? Falls Ja, habe ich das nicht gemeint im Sinne von "der RA arbeitet nicht richtig".

Der einzige Vorwurf geht an uns, weil wir so lange mit dem Auftrag gewartet haben. Am Ende haben wir eh nicht auf die Versicherung gewartet, aber nur weil die Werkstatt bis Januar Urlaub hat.

Ich habe jetzt aber mal um Rückruf des RA gebeten, der heute nicht mehr im Büro ist.

In Zukunft schreibe bzw. antworte ich weniger löchernd.

Danke für deine Mühe. Vielleicht profitiert ja zusätzlich auch ein stiller Leser davon.



* Gerade fällt mir auf, dass die vielen Absagen auch an der Marke liegen könnten. Die haben nämlich alle wissen wollen, was das für ein Rad ist. "Dunkelgrün" als Antwort hat nicht gereicht. Mir war nicht klar, dass diese Marke und deren Einzelkomponenten nicht überall bestellt werden können. Das "Marke ähnlich" im Kostenvoranschlag habe ich nicht genug beachtet. Andere Hersteller gehen ja auch, außer beim Sattel.

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#41
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
Ist das wirklich so schlimm?
Schlimm nicht unbedingt. Aber es macht die Sach nicht leichter.

Zitat (von Kaktus123123):
Soll er uns die Originale eben wieder zurückschicken.
Der Versand der Originale beinhaltet auch immer das Risiko, dass die Sendung verlorengeht. Auch bei einem Einschreiben ist die Zustellung nicht garantiert. Sie wird lediglich dokumentiert.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich stelle Fragen, um deutlich zu machen, wo mir Kenntnisse fehlen. Daraus lerne ich. Für mich ist das der Sinn eines Forums.
Das ist ja auch in Ordnung. Du darfst je gerne hier nachfragen. Ich wollte damit nur meiner Verwunderung Ausdruck verleihen, dass Du den Anwalt, der dafür Geld bekommt, nicht mit Deinen Fragen konfrontieren willst, um ihm keine Arbeit zu machen. Arbeit gehört aber zu einem Beruf dazu. Auch bei einem Anwalt.

Zitat (von Kaktus123123):
Es ist echt nicht böse gemeint von mir
Das weiß ich doch, und das habe ich Dir auch nicht unterstellt. Wenn ich nicht bereit wäre auf Deine Fragen einzugehen, dann würde ich es nicht machen. Du darfst hier gerne ohne schlechtes Gewissen Deine Fragen stellen.

Zitat (von Kaktus123123):
ob ich vielleicht einfach zu dumm bin.
Nein, so war das doch nicht gemeint.

Ich habe lediglich nachgefragt, warum die Reparatur auf 2 Werkstätten aufgesplittet wurde. Die Frage hast Du beantwortet.

Zitat (von Kaktus123123):
Weil gleich die Frage kommen wird, warum sich der Fahrradfahrer nicht selbst gekümmert hat
Nein, die Frage wäre nicht gekommen. Jedenfalls nicht von mir.

Zitat (von Kaktus123123):
wenn man dir befristet das Liebste nimmt, würde dich deine Frau doch auch auffangen so gut sie kann. Selbst wenn sie das "Liebste" nicht mit dir teilt.
Eigentlich solltest Du doch das Liebste im Leben Deines Mannes sein. :devil:

Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. War nicht böse gemeint. Ich weiß, wie Du das gemeint hast, und das ist auch in Ordnung so. Da sage ich ja überhaupt nichts gegen.

Zitat (von Kaktus123123):
Kam denn von meiner Seite ein Vorwurf?
Nein. Aber Du hinterfragst hier im Forum warum nichts weitergeht. Und diese Frage wäre halt an den Anwalt zu richten. Kann ja auch durchaus sein, dass er eine rege Korrespondenz mit der Versicherung führt. Es ist aber imho doch sehr ungewöhnlich, wenn der Mandant keine Rückmeldung bekommt. Ich kenne das nur so, dass der Mandant stets per Zweitschrift, Mail oder Fax bezüglich der Korrepondenz auf dem Laufenden ist.

Zitat (von Kaktus123123):
Der einzige Vorwurf geht an uns, weil wir so lange mit dem Auftrag gewartet haben.
Man kann Euch doch keinen Vorwurf machen, wenn der Anwalt Euch das so geraten hat. Allerdings ist für mich nicht nachvollziehbar, warum der Anwalt das gemacht hat.

Zitat (von Kaktus123123):
Ich habe jetzt aber mal um Rückruf des RA gebeten, der heute nicht mehr im Büro ist.
Ja, das ist gut.

Zitat (von Kaktus123123):
In Zukunft schreibe bzw. antworte ich weniger löchernd.
So war das doch nicht gemeint. Tut mir leid, wenn das so bei Dir angekommen ist. Mein vorheriger Beitrag war wirklich nich tböse gemeint. Wenn Du Fragen hast, dann darfst Du sie natürlich gerne hier stellen. Ist doch klar.

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#42
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Hab gerade nochmal nachgeschaut.

Angefragt wurden mehr als sechs Werkstätten im Umkreis. Zwei haben direkt abgelehnt weil angeblich Totalschaden, eine, weil das Rad nicht dort gekauft wurde. Der Rest hatte zu viel Anderes zu tun oder nehmen nur eBikes an oder irgendetwas anderes.
Zudem kommt noch eine Werkstatt, die eher hobbymäßig betrieben wird mit sehr schmalen Öffnungszeiten.
Keine von denen wird schlecht sein, aber sie müssen halt auch annehmen wollen. Da gab es nur die eine, Werkstatt 1.

Ändert jetzt am Sachverhalt nichts, wollte es aber mal erwähnen.

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#43
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Zitat:
So war das doch nicht gemeint. Tut mir leid, wenn das so bei Dir angekommen ist. Mein vorheriger Beitrag war wirklich nich tböse gemeint. Wenn Du Fragen hast, dann darfst Du sie natürlich gerne hier stellen. Ist doch klar.

Alles klar. Kein Problem.

Der Anwalt wird auch gefragt. So ist das nicht. Jedoch nicht so detailliert mit "Was wäre wenn...." Außerdem ist es ja manchmal auch sinnvoll eine andere Meinung einzuholen. Im besten Fall, davon bin ich ausgegangen, deckt sich ja alles mit den Aussagen des RA. Er weiß auch, dass ich das Internet gefragt habe, teilt bezügl der Warte-Frage eure Meinung aber nicht.

Vielleicht würden ja auch beide Strategien jeweils zum Erfolg führen.

Wir werden sehen. Ich gebe auf jeden Fall Bescheid.

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#44
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Ist ja in Ordnung. Die Versicherung wird u.U. auch mal nachfragen, warum die Reparatur aufgesplittet wurde. Aber so lange dadurch keine Meherkosten entanden und keine Positionen doppelt aufgeführt worden sind, sollte das auch kein großes Problem sein.

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#45
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Ein kleines Update nach dem Telefonat mit dem Top-Anwalt:

Die Kostenzusage ist nun da. Die Übernahme der Reparaturkosten und Neuanschaffungen sollten kein Problem sein.

Die Pedale müssen neu gekauft werden. Entweder kann das ganze Fahrrad ohne Reparatur abgerechnet werden oder komplett mit. Eine Mischung würde es nur kompliziert machen. Dann gibt es halt neue Pedale.

Bezüglich des Schmerzensgeldes schwebe ich gerade im 7. Himmel. Von uns wurde das ja nicht mal gefordert. Es tat weh, habe ich Verständnis für, aber die bestätigte (!) Summe ist so hoch, dass damit alleine schon der Rest doppelt abgedeckt ist. Ich weiß, dass das alles verschiedene Sachen sind und man das nicht miteinander verrechnen sollte, aber am Ende des Tages ist es egal, wie was abgerechnet wird.

Wir bleiben nicht auf einem finanziellen Minus sitzen. Damit habe ich nicht gerechnet.

Ich lasse wissen, wie die anderen Posten (Reparaturaufträge, Neuanschaffung, Nutzungsausfall, KM-Pauschale, eBike Miete) ausgefallen sind.

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#46
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2570 Beiträge, 659x hilfreich)

Zitat (von Kaktus123123):
Bezüglich des Schmerzensgeldes schwebe ich gerade im 7. Himmel. Von uns wurde das ja nicht mal gefordert. Es tat weh, habe ich Verständnis für, aber die bestätigte (!) Summe ist so hoch, dass damit alleine schon der Rest doppelt abgedeckt ist.


Zitat (von charlyt4):
Wenn ein Radfahrer von einem Auto abgeräumt wird und dann 4 Wochen AU ist, erscheint mir die Forderung eher sehr gering.

Das OLG Saarbrücken hat z.B. schon bei einem leichten Schleudertrauma und "4 Tagen" AU 500€ Schmerzensgeld zugesprochen. Urteil vom 16.12.2003 - 3 U 144/03 -

Und das Landgericht Bonn bestätigte z.B. die Schmerzensgeldzahlung einer VS in Höhe von 1000€ für ein leichtes Schleudertraum mit 2 wöchiger AU. Urteil vom 29.01.2010 - 15 O 83/08 -



Hätte mich auch gewundert. ;)


gruß charly

Signatur: Gruß Charly
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#47
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Hallo Kaktus,

Herzlichen Glückwunsch, das klingt ja alles sehr positiv. Drücke mal die Daumen, dass das dann tatsächlich alles auch so reibungslos laufen wird.

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#48
 Von 
Kaktus123123
Status:
Beginner
(124 Beiträge, 18x hilfreich)

Danke :)

Also von reibungslos kann wirklich keine Rede sein.

Der Verkehrsunfall ist über zwei Monate her, aber es liegt ja auch an unserem "Privatvergnügen". Dass dieses Wort verwendet wurde, finde ich immer noch blöd. Denn es war kein Stück vergnüglich, dutzende erfolglose Telefonate zu führen, seinen eigenen Tagesablauf zweimal zu unpassenden Zeiten zu unterbrechen nur um eine mehr als ungeliebte Tätigkeit nachzugehen, den eBike-Vermieter zuzuquatschen (gut, das kann ich wirklich gut), damit er eines seiner eingemottenen Mietbikes auspackt ohne zu wissen, ob die teure Miete übernommen wird. Und in all der Zeit einen total unglücklichen Mann an der Seite zu haben, hatte tatsächlich auch so einige Reibungen mit sich gebracht :grins:

Jede (!) Rechnung wurde bisher falsch ausgestellt:
Werkstatt 1 führt sechs oder sieben Positionen auf, die gar nicht erbracht wurden. Weigert sich, eine korrigierte Rechnung auszustellen, weil er keine zwei Rechnung ausstellen darf (????). Als ich dann sage, dass ich den RA bitten werde, ihm mitzuteilen, wie eine Rechnung auszusehen hat, ist plötzlich der PC kaputt gewesen. Er würde es sofort machen. Bis heute nicht geschehen.
Werkstatt 2 rechnet zweimal einen Posten ab. Wurde sofort korrigiert.
eBike Miete Rechnung hatte total andere Leihdaten (September, einen Tag), Korrektur 1: plötzlich hatte die Rechnung meinen Namen anstatt meines Mannes, Korrektur 2 war dann richtig.

Dazu kann die Versicherung ja nichts. Ist halt bisher reibungsvoll verlaufen.

Schmerzensgeld ist auf dem Konto bereits eingegangen. Juhu. Das ist wirklich eine Überraschung, obwohl von euch vorhergesagt. Ich finde den Betrag auch viel zu hoch.

Ich erwarte Komplikationen bei der Rechnungsübernahme, auch wenn sie dem Grunde nach mittlerweile anerkannt ist. Der Kostenvoranschlag von Werkstatt 1 entspricht in gar nichts mehr den letztlich durchgeführten Reparaturen. Das liegt aber daran, dass der nicht richtig ausgestellt war und mein Mann es in seinem großen mimimi Aua es versäumt hat, das zu merken.
Der RA hat mich insoweit aber beruhigt, dass am Ende sowie nur die Rechnungen zählen und nicht der Kostenvoranschalg. Es müsste halt erklärt werden, warum eine zweite Werkstatt weit entfernt aufgesucht wurde. Das habt ihr ja auch gefragt. Diese zu wählen verstehe ich wirklich unter "Privatvergnügen".
Alles andere nicht meiner Meinung nach. Und es müsste erklärt werden, warum das defekte Vorderrad nun repariert wurde anstatt wie im Kostenvoranschlag ein Komplettrad zu verbauen. Das soll Werkstatt 1 gleich auf die korrigierte Rechnung schreiben.
Glücklicherweise sind dank Werkstatt 2 nun fast alle eingebauten Teile die selben, die auch beim Unfall zerstört wurden. Damit ist das Fahrrad, welches niemals verkauft wird, in einem besseren Zustand als zuvor, weil neuere Teile, aber das zählt ja nicht.

"reibungslos" lol

Pedale sind heute angekommen. Waren im Sale minus 40 Prozent. Das ist dann doch ein bisschen reibungslos gewesen.

Wie gesagt, Ausgang lasse ich euch wissen. Befürchte aber, das dauert noch. Zum Glück gibt es keinen Leidensdruck mehr.

edit:

Ich habs ja selbst geschrieben:

Zitat:
Die Kostenzusage ist nun da. Die Übernahme der Reparaturkosten und Neuanschaffungen sollten kein Problem sein.

Nunja. Da habe ich gerade von der Schmerzensgeldsumme erfahren und war etwas übermütig. "sollten kein Problem sein" übersetzt sich aufgrund der bisherigen Erfahrungen in dieser Sache: Es ist lösbar, es muss kein nicht vorhandener Erstgeborener geopfert werden. So in etwa.

-- Editiert von Kaktus123123 am 18.12.2019 11:24

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#49
 Von 
Demonio
Status:
Lehrling
(1598 Beiträge, 395x hilfreich)

Hallo Kaktus,

Zitat (von Kaktus123123):
Also von reibungslos kann wirklich keine Rede sein.
Hmm, wirklich schwierige Fälle sind Dir wohl nicht bekannt. Sei froh.

Zitat (von Kaktus123123):
Dass dieses Wort verwendet wurde, finde ich immer noch blöd.
Tut mir leid. Es war keineswegs böse gemeint. Wenn ich gewusst hätte, wie Dir diese Formulierung zusetzt, dann hätte ich das böse Wort nicht benutzt.

Zitat (von Kaktus123123):
Denn es war kein Stück vergnüglich, dutzende erfolglose Telefonate zu führen, seinen eigenen Tagesablauf zweimal zu unpassenden Zeiten zu unterbrechen nur um eine mehr als ungeliebte Tätigkeit nachzugehen, den eBike-Vermieter zuzuquatschen (gut, das kann ich wirklich gut), damit er eines seiner eingemottenen Mietbikes auspackt ohne zu wissen, ob die teure Miete übernommen wird.
Ein Unfall ist nunmal mit Unannehlichkeiten verbunden und niemals vergnüglich. Sei froh, dass Ihr Euch nicht auch noch mit der Versicherung rumamachen müsst, weil das ja der Anwalt für Euch macht.

Zitat (von Kaktus123123):
Weigert sich, eine korrigierte Rechnung auszustellen, weil er keine zwei Rechnung ausstellen darf
Das ist Quatsch. Wenn die Rechnung nicht stimmt, dann muss sie korrigert werden.

Zitat (von Kaktus123123):
plötzlich hatte die Rechnung meinen Namen anstatt meines Mannes
Das liegt dann vermutlich daran, dass Du die Managerin Deines Mannes bist und Dich um alles für ihn machst und organisierst.

Zitat (von Kaktus123123):
Schmerzensgeld ist auf dem Konto bereits eingegangen. Juhu
Das ging ungewöhnlich schnell, weswegen ich bei meiner Meinung bleibe, dass die Schadensabwicklung bislang recht reibungslos gelaufen ist.

Zitat (von Kaktus123123):
Der RA hat mich insoweit aber beruhigt, dass am Ende sowie nur die Rechnungen zählen und nicht der Kostenvoranschalg. Es müsste halt erklärt werden, warum eine zweite Werkstatt weit entfernt aufgesucht wurde.
Das der Versicherung zu erklären ist dann auch Sache des Anwalts.

Zitat (von Kaktus123123):
"reibungslos" lol
Ja, bei einem Unfall mit Personenschaden ist eine Zusage der Kostenübernahme dem Grunde nach und eine Zahlung von Schmerzensgeld nach nur zwei Monaten als reibungslos anzusehen. Und das meine ich so, wie ich es schreibe, und keineswegs ironisch. Wenn es Probleme und Missverständnisse mit den Werkstätten gegeben hat, dann ist das ja außerhalb des Verantwortungsbereichs der Versicherung.

Zitat (von Kaktus123123):
Wie gesagt, Ausgang lasse ich euch wissen.
Ja, das wäre schön.

Zitat (von Kaktus123123):
Zum Glück gibt es keinen Leidensdruck mehr.
Dann kann jetzt ja Weihnachten kommen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch schöne und besinnliche Feiertage.

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