Wasserschaden: Zuständigkeit unklar

26. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
Kaikaikai
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Wasserschaden: Zuständigkeit unklar

Hallo Experten,

ausgehend von meiner Wohnung ist in meiner und der darunterliegenden Wohnung ein Wasserschaden entstanden. Für mich ist aktuell nicht klar, wer am Ende für die (potenziell sehr hohen) Kosten für Instandsetzung etc. aufkommen wird und ob ich am Ende auf den Kosten "hängenbleiben" könnte. Das belastet mich natürlich und deshalb hoffe ich, in diesem Forum ein bisschen Klarheit zu bekommen.

Ich versuche, nur die für meine Frage maßgeblichen Aspekte des insgesamt schon recht umfangreichen Falls darzustellen:

Das Wasser ist unter der Spüle der Einbauküche an der Verbindungsstelle von Wasserzulauf und Aquastop des Wasserschlauchs zum Geschirrspüler ausgetreten. Da der Aquastop – wie die gesamte Einbauküche – im Oktober 2023 durch einen Servicepartner von IKEA montiert wurde, bin ich der Ansicht, dass der Schaden durch eine mangelhafte Montage verursacht wurde. Ein Monteur, der von der Hausverwaltung beauftragt wurde, um die Ursache des Wasseraustritts zu identifizieren und den Wasseraustritt zu stoppen, hat festgestellt, dass der Aquastop nicht ausreichend festgezogen wurde.

Ich habe den Schaden bei IKEA gemeldet und den Bericht des Monteurs sowie Fotos des entstandenen Schadens etc. beigelegt. Nach Aussage von IKEA lehnt der Servicepartner die Haftung für den Schaden ab. Das wesentliche Argument dafür ist, dass kein Video- oder Fotobeweis dafür vorliegt, dass das Wasser aus dem Aquastop getropft ist und der Monteur die Schadensursache behoben hat (in dem der Aquastop festgezogen wurde), bevor die Beweissicherung erfolgt ist. Die Zeugenaussagen (ich und meine Frau, Monteur) sowie das Schadensbild und die (auf Fotos gut sichtbaren) Kalkablagerungen am Wasserschlauch reichen offenbar nicht aus.

Ich sehe nun die Gefahr, dass letztendlich keine Versicherung den Schaden reguliert und ich auf den Kosten "sitzenbleibe", da die Hausverwaltung (die diverse Maßnahmen zur Instandsetzung in Auftrag gibt) die Schlussrechnung an mich richtet.

Meine Annahmen dazu, warum keine Versicherung den Schaden reguliert:

-Meine Haftpflicht zahlt nicht, da ich keinen Schaden verursacht habe.
-Meine Hausratversicherung ist nicht für die darunterliegende Wohnung und die Wände in meiner Wohnung zuständig.
-Die Wohngebäudeversicherung des Eigentümers zahlt nicht, da der Schaden durch fehlverhalten verursacht wurde.
-Die Haftpflichtversicherung des Servicepartners von IKEA (Arbeitgeber der Monteure, die den Schaden verursacht haben) zahlt nicht, da die Schuld nicht bewiesen werden kann.

Für jede Einschätzung dazu, inwieweit meine Sorgen und Annahmen gerechtfertigt sind, wäre ich sehr dankbar!


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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121619 Beiträge, 40042x hilfreich)

Zitat (von Kaikaikai):
die (auf Fotos gut sichtbaren) Kalkablagerungen am Wasserschlauch

Wie konnte der Mieter diese Kalkablagerungen bei seien regelmäßigen Kontrollen der Installationen übersehen? Warum hat er die Feuchtigkeit dabei nicht bemerkt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#2
 Von 
Kaikaikai
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wie konnte der Mieter diese Kalkablagerungen bei seien regelmäßigen Kontrollen der Installationen übersehen? Warum hat er die Feuchtigkeit dabei nicht bemerkt?


Prima, wenn ich dazu verpflichtet bin, wäre das dann ja ein Fall für meine Haftpflicht!?

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(121619 Beiträge, 40042x hilfreich)

Zitat (von Kaikaikai):
Prima, wenn ich dazu verpflichtet bin, wäre das dann ja ein Fall für meine Haftpflicht!?

Ich sehe man hat meinen Gedankengang verstanden ...

Ich hoffe nur, das man den Schaden sofort an alle seine Versicherungen gemeldet hat?



Ansonsten würde ich dazu neigen das einen versierten Fachanwalt einzuschalten, denn zum eine benötigt man fachliche Beratung, zum anderen werden weder IKEA noch sein Sub da ohne Gerichtsurteil zahlen wollen falls es deren Schuld ist.
Und Vermieter / Verwaltungen berechnen auch gerne mal zu viel in solchen Angelegenheiten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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