Wasserschaden: kann Versicherung die Regulierung ablehnen?

8. Oktober 2005 Thema abonnieren
 Von 
koltesp
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 21x hilfreich)
Wasserschaden: kann Versicherung die Regulierung ablehnen?

Hallo, ich benötige rechtliche Aufklärung, wie folgenden üblichen Formulierung in der Versicherungsbedingungen der Wohngebäudeversicherung (WGB) zu verstehen bzw. auszulegen sind:

„Als Leitungswasser gelten Wasser und Wasserdampf, die bestimmungswidrig aus den Zu- und Ableitungsrohren der Wasserversorgung ausgetreten sind.“

Bei uns im Haus ist der Zulaufschlauch zur Zentralheizung vom Wasseranschluss abgesprungen. Da der Anschlusshahn nicht abgesperrt war, wurde der Keller und die auf gleicher Ebene liegende Wohnung überflutet.

Kann die Wohngebäudeversicherung die Regulierung des Leitungswasserschadens wegen grober Fahrlässigkeit ablehnen? („Nicht versichert sind ohne Rücksicht auf mitwirkende Ursachen Schäden, die Sie oder ihr Repräsentant vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben“ )
Wird es aus versicherungsrechtlicher Sicht als grob fahrlässig gewertet einen solchen Wasseranschluss (vergleichbar bei Waschmaschine, Spülmaschine, etc.) nach Gebrauch nicht jedes Mal sofort abzusperren?
Ist in diesem Fall dann die Eigentümerhaftpflichtversicherung für die Schadensregulierung zuständig?

Die Mieterin der überschwemmten Wohnung hat keine Hausratversicherung. Kommt für den ihr entstandenen Schaden die Eigentümerhaftpflichtversicherung
auf?

-- Editiert von koltesp am 08.10.2005 14:16:47

-- Editiert von koltesp am 08.10.2005 14:18:14

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2 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
ikarus02
Status:
Master
(4412 Beiträge, 1086x hilfreich)

Ein Schlauch zum Füllen einer Heizungsanlage darf nur dann mit dem Wasseranschluss und der Heizungsanlage verbunden werden, wenn es zum Füllen erforderlich ist. Danach ist der Schlauch vom System wieder zu trennen. So kann nie ein Schaden eintreten.
Es wurde also grob fahrlässig gehandelt und die Versicherung ist im Recht.
Die Haftpflichtversicherung des Hauseigentümers ist unter Umständen evtl. nur dann zuständig, wenn der Hauseigentümer selbst diesen Schaden zu verantworten hat. Aber auch hier kann sich die Haftpflichtversicherung dann auf grobe Fahrlässigkeit berufen.
JEDER Zulaufschlauch muss nach Gebrauch sofort abgesperrt werden, bei Heizungsanlagen muss der Schlauch sogar vollkommen abgeschraubt werden.
Gruß

-----------------
"behandle jeden so, wie du selbst behandelt werden möchtest."

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#2
 Von 
koltesp
Status:
Beginner
(56 Beiträge, 21x hilfreich)

Vielen Dank für die aufklärenden Hinweise.

Was, wenn der Verursacher nicht feststellbar ist? Könnte ja jeder gewesen sein, der zu dem Heizungskeller Zutritt hat (Wartungsfirma, Schornsteinfeger, Miteigentümer, Hausverwalter etc.). Bleiben die Eigentümer/Mieter, die ja nun wirklich nichts dafür können, trotzdem auf dem Schaden sitzen? Wie kann man sich dann überhaupt gegen so etwas schützen, wenn die Versicherungen am Ende doch nicht zahlen?

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