Wechsel von PKV in GKV

22. September 2023 Thema abonnieren
 Von 
Sachsenmädel
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Wechsel von PKV in GKV

Ein freundliches Hallo in die Runde,
bei folgender Fragestellung komme ich einfach nicht weiter:

Ich bin seit über 30 Jahren selbständig und privat versichert – aktuell zahle ich monatlich fast 900,- EUR Beitrag und kann zusehen wie sich dieser auf die 1.000,- zubewegt. Da mich diese Zahlungen überforderten, war ich zwischendurch auch schon mal in den Notlagentarif gerutscht. Tarifumstellungen wurden mir bereits angeboten - allerdings machen diese bei höherem Selbstbehalt und reduziertem Leistungsumfang keinen Sinn.

Mit dem Gewinn der letzten Jahre wäre ich in der GKV beitragsmäßig wesentlich besser gefahren . . .
Nun meine Überlegung: Im Dezember werde ich 55 Jahre alt, da ich auch keine zusätzlichen Einkünfte im Alter zu erwarten habe, spiele ich mit dem Gedanken in die GKV zu wechseln – was gilt es dabei zu beachten?

Welche Fristen gibt es (abgesehen vom 55. Lebensjahr) und was ist bei einem Wechsel in die GKV noch zu beachten? Ist mein Aktionismus überhaupt begründet, oder gibt es auch nach dem 55. LJ noch Wechselmöglichkeiten?

Genügt ein „kurzes" Angestelltenverhältnis um das Wahlrecht auszuüben und den Wechsel zu realisieren - Wie sind da die genauen Regelungen?

Was passiert mit meinen Altersrückstellungen in der PKV? (in fast 30 Jahren muss da ja gut was aufgelaufen sein)
Besteht die Möglichkeit die Voll-KV in eine Zusatzversicherung umzuwandeln (ggf. ohne erneute Gesundheitsprüfung)?

Vielen Dank für eure Rückmeldungen :-)

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(47181 Beiträge, 16720x hilfreich)

Zitat (von Sachsenmädel):
was gilt es dabei zu beachten?


Du musst Deine Selbstständigkeit aufgeben und Dir einen Job suchen mit einem Einkommen unterhalb Versicherungspflichtgrenze.

Zitat (von Sachsenmädel):
Ist mein Aktionismus überhaupt begründet, oder gibt es auch nach dem 55. LJ noch Wechselmöglichkeiten?


Nach dem 55. LJ gibt es keine Wechselmöglichkeiten mehr.

Zitat (von Sachsenmädel):
Genügt ein „kurzes" Angestelltenverhältnis um das Wahlrecht auszuüben und den Wechsel zu realisieren - Wie sind da die genauen Regelungen?


Mindestens 12 Monate muss es dauern.

Zitat (von Sachsenmädel):
Was passiert mit meinen Altersrückstellungen in der PKV?


Die sind weg.

Zitat (von Sachsenmädel):
Besteht die Möglichkeit die Voll-KV in eine Zusatzversicherung umzuwandeln (ggf. ohne erneute Gesundheitsprüfung)?


Die Frage solltest Du Deiner Versicherung stellen.

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#2
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 541x hilfreich)

Zitat (von Sachsenmädel):
Tarifumstellungen wurden mir bereits angeboten - allerdings machen diese bei höherem Selbstbehalt und reduziertem Leistungsumfang keinen Sinn.

Der Basistarif liegt doch bei rund 180 € und hat ähnliche Leistungen wie GKV.

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#3
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2587 Beiträge, 1199x hilfreich)
Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 541x hilfreich)

@ Roland-S
wenn sie bisher um die 900 € pro Monat bezahlt hat, fällt sie beim Basistarif nicht in die höchste Kategorie.
Eine Proberechnung erstellen lassen, allerdings ist der Basistarif auch ersichtlich bei der Einkommenssteuer.

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#5
 Von 
Roland-S
Status:
Student
(2587 Beiträge, 1199x hilfreich)

Durch Deinen Hinweis habe ich erstmals Kenntnis erlangt, dass es wohl auch in der PKV die Möglichkeit (das Recht) gibt in einen Tarif zu wechseln der vergleichbar ist mit der freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV.

Zitat (von Loni12):
wenn sie bisher um die 900 € pro Monat bezahlt hat, fällt sie beim Basistarif nicht in die höchste Kategorie.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der dann zu zahlende Beitrag nicht länger vom Risiko abhängig, sondern von der Leistungsfähigkeit (dem beitragsrelevannten Einkommen).
Ich gehe davon aus, dass die PKV den Höchstbeitrag ansetzen wird, bis zum Nachweis geringeren beitragsrelevanten Einkommens. (wie bei freiwillig in der GKV versichten auch). Das Einkommen wird wohl auch durch die jährliche Vorlage des ESt.-Bescheids nachgewiesen werden müssen.
Eine kleine Überraschung hält das dann noch bereit. Denn alle Einkünfte (Mieteinnahmen, Zinseinkünfte, Einkünfte aus Kapitalvermögen und Versorgungsleistungen) zählen nun zum beitragsrelevanten Einkommen.

Wenn ich mit "schief" liege, bin ich für Korrekturen dankbar.

VG
Roland

Signatur:

Das Problem bei Gerichtsbeschlüssen ist, dass regelmäßig nur eine Partei IHR Recht bekommt.

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#6
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 541x hilfreich)

Hier steht alles zum Basistarif.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/b/basistarif-in-der-privaten-krankenversicherung.html

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6187 Beiträge, 1481x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Der Basistarif liegt doch bei rund 180 € und hat ähnliche Leistungen wie GKV.

Der Basistarif in der PKV kostet bis zu 728,18 Euro im Monat...

Beim Selbständigen ist im übrigen zu bedenken, daß er keinen Arbeitgeberanteil hat, sondern beide Anteile des Krankenversicherungsbeitrags selbst bezahlen muss.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

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#8
 Von 
eh1960
Status:
Senior-Partner
(6187 Beiträge, 1481x hilfreich)

Zitat (von Roland-S):
Ich gehe davon aus, dass die PKV den Höchstbeitrag ansetzen wird, bis zum Nachweis geringeren beitragsrelevanten Einkommens. (wie bei freiwillig in der GKV versichten auch).

Ja. So ist es.
Wenn ein niedrigerer Beitrag anzusetzen ist, muss der Versicherte das nachweisen. Aber das wird ihm ja zweifellos leicht gelingen, wenn die Anforderungen erfüllt sind.

Signatur:

Eine "UG" gibt es nicht. Es gibt nur die "UG haftungsbeschränkt".

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Loni12
Status:
Bachelor
(3431 Beiträge, 541x hilfreich)

Zitat (von eh1960):
Der Basistarif in der PKV kostet bis zu 728,18 Euro im Monat...

Bei 900 € bisher wird er das aber nicht kosten.
Eine Proberechnung erstellen lassen, wie ich bereits schrieb.
Außerdem überlegen, ob alles sinnvoll ist, was man abgeschlossen hat.

0x Hilfreiche Antwort

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