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Wer ist zuständig nach Sturmschaden - Haft- oder Wohngebäudeversicherung?

7.10.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Schaden Euro
 Von 
sgt_pecker
Status:
Frischling
(8 Beiträge, 7x hilfreich)
Wer ist zuständig nach Sturmschaden - Haft- oder Wohngebäudeversicherung?

Ich wohne in einer 2 ZKB Wohnung. Im Mai gab es einen nicht vorhersehbaren Sturm wobei zwei gekippte Fenster jeweils im Schlaf- und Wohnzimmer gleichzeitig zu schlugen. Von der Wucht haben sich die Fenster Schliessscharniere verbogen, so das man sie nach dem Sturm nicht mehr schließen konnte.

Den Vorfall habe ich sofort mündlich meiner Vermieterin mitgeteilt. Sie hat daraufhin einem Tischler aus der tiefsten Provinz beauftragt den Schaden zu ermitteln. Er konnte ein Fenster mit dem verbogenen Ser hat damit den Allgemeinzustand des Fensters gemeint / nicht den entstandenen Sturmschaden. Er machte meiner Vermieterin einen Vorkostenanschlag, welcher sich auf über 2500 Euro belief.

Ein Schliessscharnier kostet im übrigen lt. Internetrecherche circa 50-70 Euro !

Diesen Vorkostenanschlag hat sie mir in einen Kuvert gegeben damit ich ihn an meine Haftpflichtversicherung schicken kann.

Meine Haftpflichtversicherung verwies als Antwort auf die Zuständigkeit der Wohngebäudeversicherung, welche den Schaden zu dem zum Zeitpunkt des Sturmes geöffneten Fenster ablehnt. Sie schrieb das dieser Schaden mich, dem Mieter bzw. meine Haftpflicht betrifft, da bei geschlossenen Fenstern der Schaden so wahrscheinlich nicht entstanden wäre.

Nun meine Frage: WER ist nun zuständig für diesen Fall. ich finde die Argumentation etwas seltsam, ähnlich wäre es doch bei einem Autounfall, der nicht passiert wäre wenn man mit dem Auto nicht gefahren wäre.

Außerdem beschleicht mich das Gefühl das sich der Vermieter auf meine Kosten ein neues komplettes Fenster finanzieren lassen möchte....

Die Wohngebäudeversicherung wird im übrigen mtl. via bei meinen Mietnebenkosten abgerechnet (ca. 27 Euro)


Ich wohne im dritten Stock um einen Einbruch auszuschliessen.

Ich war im übrigen zuhause als es geschehen ist.

Der Sturm kam so plötzlich auf, das ich es noch nicht mal schaffte die gekippten Fenster zu schliessen.

Wie muss ich nun vorgehen? Danke für Mühe im Vorraus!!!!

-- Editiert von sgt_pecker am 07.10.2019 03:58

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Schaden Euro


5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
fb367463-2
Status:
Schlichter
(7420 Beiträge, 2953x hilfreich)

Meiner Meinung nach ist für die verborgenen Scharniere der Fenster Ihre private Haftpflichtversicherung zuständig. Schauen Sie nach, ob die auch Schäden an gemieteten Sachen übernimmt - das ist nicht immer der Fall, ggf muß man das separat zum Vertrag hinzufügen. Versichert sind dann Beschädigungen des Wohnraums oder fest mit ihm verbundener Teile wie Sanitärinstallationen, Türen und Fenster.

Bei der Wohngebäudeversicherung müsste die Windstärke mindestens 8 betragen haben. Das lässt sich feststellen. Aber wie gesagt, ich vermute einen Haftpflichtschaden.

Sie haben faktisch durch Nachlässigkeit die gemietete Sache beschädigt - heutzutage ist es sehr unwahrscheinlich, daß im Wetterbericht nicht auf mögliche Böen oder starke Winde hingewiesen wurde. Da hätte man die Fenster schlicht zu lassen müssen. Das ist alles echt ärgerlich! Ich würde die Versicherung vielleicht darauf hinweisen, daß ausschließlich die Scharniere verbogen sind...

Signatur:"Valar Morghulis"
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#2
 Von 
Loni12
Status:
Praktikant
(818 Beiträge, 154x hilfreich)

Den " nicht vorhersehbaren Sturm" gibt es kaum. Sie hatten in 2 Zimmern die Fenster gekippt und die Türen geöffnet. Der Schaden geht meiner Meinung nach zu ihren Lasten.

Die Versicherung des Eigentümers hat damit nichts zu tun. Der Schaden wurde durch sie verursacht.

Er dürfte ja noch sichtbar sein, ergo wird die Versicherung einen Gutachter schicken. Wenn nicht, gibt es bestimmt Fotos.
Das verbogene Scharnier kann ja einen Schaden am Rahmen verursacht haben, dann verteuert sich alles.

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#3
 Von 
spatenklopper
Status:
Richter
(8047 Beiträge, 3569x hilfreich)

Darf man die Größe des Fensters mal erfragen?

Zitat (von Loni12):
Das verbogene Scharnier kann ja einen Schaden am Rahmen verursacht haben, dann verteuert sich alles.

Möglich, aber 2500€...?
Das habe ich letztes Jahr für den Austausch von 5 Fenstern im Altbau bezahlt.
Inklusiv waren die Fenster selbst, Einbau und An- und Abreise, sowie Entsorgung der alten Fenster.
Und es waren keine Baumarktfenster mit Normmaßen.

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#4
 Von 
Loni12
Status:
Praktikant
(818 Beiträge, 154x hilfreich)

@Spatenklopfer, als Vergleich, bei mir kam ein normales Fenster auf 1000 €.

Es ist doch auch egal, was die Fenster bei irgendwem kosten.

Der Eigentümer hat seine von einer Firma, welche warum auch immer teurer sind. Er muss sich doch nicht im einem billig Fenster zufrieden geben, wenn im ganzen Haus hochwertige eingebaut sind.

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#5
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2738 Beiträge, 675x hilfreich)

Zitat (von Loni12):
Der Eigentümer hat seine von einer Firma, welche warum auch immer teurer sind. Er muss sich doch nicht im einem billig Fenster zufrieden geben, wenn im ganzen Haus hochwertige eingebaut sind.

Mit billigen Fenstern nicht, aber die Schadenminderungspflicht muß auch er beachten.


Zitat (von sgt_pecker):
Er konnte ein Fenster mit dem verbogenen Ser hat damit den Allgemeinzustand des Fensters gemeint / nicht den entstandenen Sturmschaden.



Und das soll was heissen?


Zitat (von sgt_pecker):
Er machte meiner Vermieterin einen Vorkostenanschlag, welcher sich auf über 2500 Euro belief.



Und da steht was genau?



gruß charly

Signatur: Gruß Charly
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