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Zweitwagen bei AllSecur mit SF0 eingestuft

31.7.2018 Thema abonnieren
 Von 
IT2k16
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)
Zweitwagen bei AllSecur mit SF0 eingestuft

Hallo zusammen,

vorab folgende Informationen:

Ich habe mich bzgl. eines Zweitwagens bei der AllSecur telefonisch und online schlau gemacht was das kosten würde da ich mit meinem Erstwagen günstig fahre. Der Zweitwagen sollte der Gebrauchte sein den meine jüngere Schwester ca. 6 Monate nach dem Erwerb des Führerscheins erhalten hat.

Persönlich bin ich mit SF14 eingestuft, man hat mir für den Zweitwagen einen Antrag fertig gestellt wo ich mit SF1/2 gesetzt war.

Leider hat meine Schwester die als sonstiger Fahrer eingetragen ist mit dem Zweitwagen im Mai einen Parkrempler verursacht und den Besitzer informiert.

Dabei hat sich herausgestellt dass mein Antrag von der AllSecur gar nicht angenommen wurde und immer noch als Antrag statt als Vertrag lief. Als ich den Herrschaften am Telefon von meinem Dilemma erzählte bot man mir nur einen Neuvertrag mit SF0 an.

Habe ich theoretisch eine Möglichkeit das rückwirkend wieder auszugleichen, d.h. kann ich darauf pochen dass der Antrag mit SF1/2 beraten wurde?

Hinterher hat man nämlich diesen Antrag auf "Widerspruch durch Benutzer" gesetzt was ich gar nicht zugesagt habe. Ich vermute eher dass man aus meiner Not noch schnell bißchen mehr Kohle kassieren wollte. Allerdings gebe ich auch zu dass ich ohne die Anpassung in Form eines Neuvertrages mit SF0 theoretisch ohne Versicherungsschutz für den Zweitwagen gewesen wäre.

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
auxilio
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von IT2k16):
Habe ich theoretisch eine Möglichkeit das rückwirkend wieder auszugleichen, d.h. kann ich darauf pochen dass der Antrag mit SF1/2 beraten wurde?

Theoretisch pochen ist sicher möglich ...
... praktisch sitzen die nun wohl am längeren Hebel fürchte ich.

Wenn's gar zu teuer werden sollte mit der Prämie das Auto ummelden auf einen Verwandten/Bekannten und mit einer anderen Versicherung neu verhandeln.

Für die Versicherung ist das schlicht der Klassiker: Führerscheinneuling zerballert die Karre - das zahlen auch die Leute zum Teil mit, die seit Jahrzehnten unfallfrei zurechtkommen. Das ist mit den SF gar nicht wirklich auszubügeln.

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#2
 Von 
IT2k16
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Vielen Dank für deine Antwort.
Der Schaden beläuft sich auf ca. 1000€ und die Rechnung für den Zweitwagen beträgt ca. 400€ im Quartal.
Kurioserweise würde ich lt. CHECK24 woanders sogar noch mehr zahlen.
Naja, dann ist das nun so. Wird meiner Schwester eine Lehre sein, schließlich habe ich auch ohne Parksensoren gelernt.

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#3
 Von 
guest-12309.11.2018 09:43:45
Status:
Lehrling
(1619 Beiträge, 527x hilfreich)

Zitat (von IT2k16):
Hinterher hat man nämlich diesen Antrag auf "Widerspruch durch Benutzer" gesetzt was ich gar nicht zugesagt habe.

Na das lässt sich ja klären, Widerspruch/Widerruf würde ja rückwirkend den Wegfall der Versicherung bedeuten. Wird ja Unterlagen zum "Antrag" geben und eigentlich auch ziemlich fix die Police und Rechnung zum "Vertrag". Ggf. Beschwerde beim Ombudsmann.

Zitat (von IT2k16):
Rechnung für den Zweitwagen beträgt ca. 400€ im Quartal.

Vielleicht ist die Schwester als eigene Versicherungsnehmerin sogar günstiger dran. Je nach Gebrauchtwagen reicht auch Teilkasko.

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#4
 Von 
spatenklopper
Status:
Junior-Partner
(5426 Beiträge, 2919x hilfreich)

Zitat (von Tasti123):
Je nach Gebrauchtwagen reicht auch Teilkasko.

Je nach Wagen reicht auch die reine Haftpflicht.

Zitat (von IT2k16):
Dabei hat sich herausgestellt dass mein Antrag von der AllSecur gar nicht angenommen wurde und immer noch als Antrag statt als Vertrag lief.

Dann frage ich mich, wie das Auto zugelassen wurde, bzw. warum nicht von Amtswegen eine Zwangsstilllegung stattgefunden hat, wegen fehlendem Versicherungsschutz.
Wurde denn irgendein Beitrag bezahlt?

Von welchem Zeitraum zwischen Antrag und Schaden sprechen wir denn?

-- Editiert von spatenklopper am 07.08.2018 14:41

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#5
 Von 
IT2k16
Status:
Frischling
(19 Beiträge, 3x hilfreich)

Zitat (von spatenklopper):
[...]

Zitat (von IT2k16):
Dabei hat sich herausgestellt dass mein Antrag von der AllSecur gar nicht angenommen wurde und immer noch als Antrag statt als Vertrag lief.

Dann frage ich mich, wie das Auto zugelassen wurde, bzw. warum nicht von Amtswegen eine Zwangsstilllegung stattgefunden hat, wegen fehlendem Versicherungsschutz.
Wurde denn irgendein Beitrag bezahlt?

Von welchem Zeitraum zwischen Antrag und Schaden sprechen wir denn?

-- Editiert von spatenklopper am 07.08.2018 14:41

Das ist es ja, habe ich mich auch gefragt, angemeldet im Februar 2018, zwischen Kfz Anmeldung und vorherigem Versicherungsabschluss bis zum Parkrempler im Mai vergingen fast exakt 3 Monate.

Hätte zu dem Zeitpunkt keine Rechtschutz sonst hätte ich das Anliegen gerne dort vorgelegt und prüfen lassen.

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#6
 Von 
Sir Berry
Status:
Junior-Partner
(5561 Beiträge, 2131x hilfreich)

Zitat (von IT2k16):
d.h. kann ich darauf pochen dass der Antrag mit SF1/2 beraten wurde?

Das würde in diesem Fall zu keinem Ergebnis führen, weil der "falsche" Antrag ja lt. der Aussage nicht angenommen wurde.

Ein Beratungsverschulden kann bei einem geschlossenen Vertrag zu Schadenersatzansprüchen führen, wobei der Schadenersatz dann in der Differenzversicherungsprämie der Versicherungsperiode liegen würde.

Mir fehlen bei der Beschreibung aber auch Berichte zuf Vertragsannahme (Versicherungsschein und grüne vers. karte).

Zitat (von spatenklopper):
Dann frage ich mich, wie das Auto zugelassen wurde, bzw. warum nicht von Amtswegen eine Zwangsstilllegung stattgefunden hat, wegen fehlendem Versicherungsschutz.
Wurde denn irgendein Beitrag bezahlt?

Angemeldet wird auch ohne Vertrag mit dem Nachfolger der Doppelkarte.
Je nach Stadt und Auslastung des Amtes sind 3 Monate nicht unüblich.

Berry

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