1&1 Harware Ablösegebühr

16. April 2024 Thema abonnieren
 Von 
go665151-14
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
1&1 Harware Ablösegebühr

Hallo zusammen,
Ich habe grade einen Anruf seitens 1&1 bekommen, dass aufgrund eines Systemfehlers die Harwareablösegebühr nicht ausgewiesen und auch nicht berechnet wurde. Diese will 1&1 nun nachträglich geltend machen. Ich habe vom Bestellverlauf Screenshots gemacht und kann daher nachweisen das diese Ablöse bei 0€ stand.
Die Frage die sich mir nun stellt ist, ob 1&1 rechtlich in der Lage bzw. auf der rechtlich sicheren ist wenn sie diese Gebühr einfordern?
LG Marc

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12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16979 Beiträge, 9451x hilfreich)

Die "Hardwareablösegebühr" wird doch fällig, wenn man Hardware nicht zurück gibt, aber nicht, wenn man etwas bestellt, oder?
Ansonsten müssen Sie näher beschreiben, wie der Zusammenhang zwischen "Hardwareablösegebühr" und (Neu?)Bestellung ist.

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122707 Beiträge, 40167x hilfreich)

Und der Zeitliche Ablauf wäre auch noch wichtig.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
go665151-14
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe meinen bestehenden Vertrag vorzeitig verlängert. Bei 1&1 ist es so das bei einer vorzeitigen Vertragsverlängerung eine Ablösegebühr für die Hardware fällig ist, wenn man vorzeitig verlängert. Ich denke das dies daran liegt das hierdurch sichergestellt ist das das Endgerät auch voll bezahlt wird. Ich habe nun nur verlängert, da die Ablösegebühr der Hardware für vorzeitige Verlängerung im System auf 0€ stand (und später auf der Rechnung nicht ausgewiesen war).
Ursprüngliche Vertragslaufzeit bis April 2025.
Verlängert am 22.03.24. Heute dann der Anruf das die Gebühr nun nachträglich eingefordert wird.
Gebühr für vorzeitige Vertragsverlängerung (Vorfälligkeitsgebühr) auf Rechnung mit 99,90€ ausgewiesen.

-- Editiert von User am 16. April 2024 17:50

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#4
 Von 
drkabo
Status:
Weiser
(16979 Beiträge, 9451x hilfreich)

Wurde denn mit der Vertragsverlängerung neue Hardware geliefert? Wenn ja: Was ist mit der alten Hardware passiert? Wurde sie zurückgegeben? Wenn nein: Warum nicht?

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

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#5
 Von 
go665257-62
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

Wir haben dieses Thema derzeit auch in einem anderen Forum, welches nichts mit Recht zu tun hat.

Ich habe so ein Angebot von 1&1 ebenfalls angenommen. Bei mir kam bisher aber noch kein Anruf.

Mein Vorgehen war wie folgt:

Ich habe bei 1&1 einen Handyvertrag mit Handy, welcher ursprünglich bis 26.03.2025 hätte laufen sollen. Erst eine Woche vorher habe ich einen Internetvertrag auch bei 1&1 nach 12 Monaten Laufzeit vorzeitig verlängern lassen. Dies ist so üblich bei denen, um eine Preisrabattierung zu bekommen.
Also habe ich das gleiche für meinen Handyvertrag machen wollen.

Ich habe das Angebot für eine Vertragsverlängerung bekommen mit einer Vorfälligkeitsgebühr von 99€ für den Vertrag und einer Hardwareablösesumme von 0€ inkl neuem Handy für 0€. Gleichzeitig habe ich vorher meinen Vertrag vorzeitig gekündigt. Nach diesem Prozedere muss man seine Kündigung per Telefon bestätigen lassen. Über diese Methode bekommt man dann von 1&1 in der Regel bessere Angebote um bei Ihnen zu bleiben. Das habe ich auch versucht. Jedenfalls konnte mir die Dame am Telefon dann NICHT das Angebot machen über das ich 0€ Hardwareablöse hätte zahlen müssen. Sie sagte etwas von 650€. Ich sagte ihr, das es auf der Homepage mit 0€ ausgewiesen sei. Sie wollte es mir nicht ganz glauben, also habe ich es in ihrem Beisein am Telefon komplett bis zur Bestellung online durchgespielt und alles in den Warenkorb gelegt. Nachdem ich endgültig auf Bestellen geklickt hatte, hat Sie den Auftrag auch gesehen und mich zu diesem Deal nur noch beglückwünscht und das es wohl alles so durchgeht.

Ich habe daraufhin eine Bestellbestätigung erhalten, welche ja noch keinen endgültigen Vertragsabschluss signalisiert. Am selben Tag dann gegen 22 Uhr bekam ich eine SMS das mein Vertrag erfolgreich umgestellt wurde und die Laufzeit angepasst worden sei.

Zwei Tage später habe ich das neue Handy erhalten und seit dem nichts mehr von 1&1 gehört. Solange es nicht vertraglich festgelegt ist, dass man seine "alte" Hardware zurückschicken muss sollte man dies ja wohl auch nicht tun soweit ich das verstehe.

Ist es denn jetzt nicht so, dass durch das Zusenden der Ware, was nun auch schon 3 Wochen her ist, der Vertrag endgültig zustande gekommen ist zu genannten Konditionen?

-- Editiert von User am 17. April 2024 10:32

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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17256 Beiträge, 5931x hilfreich)

Man hat also einen Vertrag vorzeitig gekündigt und eben nicht verlängert.

Zitat (von go665257-62):
Ist es denn jetzt nicht so, dass durch das Zusenden der Ware, was nun auch schon 3 Wochen her ist, der Vertrag endgültig zustande gekommen ist zu genannten Konditionen?
Doch, allerdings kann/muss der Vertragspartner den Vertrag wegen Irrtum anfechten sobald er von diesem Irrtum erfährt.

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#7
 Von 
go665257-62
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Man hat also einen Vertrag vorzeitig gekündigt und eben nicht verlängert.

Zitat (von go665257-62):
Ist es denn jetzt nicht so, dass durch das Zusenden der Ware, was nun auch schon 3 Wochen her ist, der Vertrag endgültig zustande gekommen ist zu genannten Konditionen?
Doch, allerdings kann/muss der Vertragspartner den Vertrag wegen Irrtum anfechten sobald er von diesem Irrtum erfährt.



Ja richtig. So gesehen hat man einen Vertrag vorzeitig beendet und dann einen neuen gemacht.

Aber hätte die Dame am Telefon da nicht schalten müssen? 1&1 Beruft sich ja in dem Falle auf einen Fehler im System. Spätestens hätte es ihr am Telefon auffallen müssen, oder aber die Menschliche Komponente die das ganze durchgewunken hat. Zwischen Bestellbestätigung und Vertragsumstellung lagen immerhin mehr als 8 Stunden. Also muss da ja noch ein menschlicher Mitarbeiter drüber geschaut haben und alles freigegeben.


Bzw. wenn Sie es anfechten, sollte es dann ja aber doch auch möglich sein den Vertrag komplett zu kündigen und das neu erhaltene Handy dann zurück zu schicken?

-- Editiert von User am 17. April 2024 11:33

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#8
 Von 
go665257-62
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe noch folgendes zum Thema Vertragsanfechtung gefunden:

Gründe für die Anfechtung eines Vertrages
Das BGB kennt folgende Anfechtungsgründe, die in den §§ 119, 120 und 123 BGB geregelt sind:

Irrtumsfälle

Anfechtung wegen Irrtums
Wann ein Irrtum als berechtigter Grund für eine Anfechtung gilt, ist auch unter Juristen in vielen Fällen umstritten. Unterschieden werden im Wesentlichen

der Inhaltsirrtum,
der Erklärungsirrtum,
der Motivirrtum und
der Berechnungs- oder Kalkulationsirrtum.




Da würde ich mal drauf tippen das es auf ein Berechnungs- oder Kalkulationsirrtum hinauslaufen würde?

Dazu steht dann folgendes dort:

Der Berechnungsirrtum: Rechenfehler im Angebot
Ein Berechnungs- oder Kalkulationsirrtum ist grundsätzlich als unbeachtlicher Motivirrtum einzuordnen und damit nicht anfechtbar. Davon gibt es allerdings ebenfalls Ausnahmen. Eine Anfechtung kommt beispielsweise dann in Betracht, wenn die Kalkulation dem Vertragspartner bekannt und auch Gegenstand der Vertragsverhandlungen war.

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#9
 Von 
go665151-14
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich kann mir nach den Kommentaren hier nur vorstellen das 1&1 die Situation genau geprüft hat und durch diese Anrufe (es war komplett ohne jeglichen Druck) versucht schaden abzuwenden. Es wird genug vertragsnehmer geben die dann sagen ok ich mache eine Ratenzahlung für die ablöse oder eine rückabwicklung des Vertrages.

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#10
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122707 Beiträge, 40167x hilfreich)

Zitat (von go665257-62):
Sie sagte etwas von 650€. Ich sagte ihr, das es auf der Homepage mit 0€ ausgewiesen sei.

Bei so einer hohen Diskrepanz dürfte jedem klar sein, das ein Fehler vorliegt.
Bei derart offensichtlichen Fehlern braucht es unter Umständen gar keine Anfechtung, weil sie von vorneherein nichtig sind.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#11
 Von 
go665151-14
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Mir war dies zum Beispiel nicht bewusst da ich online 0€ ausgewiesen bekommen hatte. Somit war es mir erst jetzt durch den Anruf von 1&1 mitgeteilt worden.

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#12
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(17256 Beiträge, 5931x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Bei derart offensichtlichen Fehlern braucht es unter Umständen gar keine Anfechtung, weil sie von vorneherein nichtig sind.
Eine Anfechtung muss erfolgen. Einzig steht dem Vertragspartner (hier der Kunde) kein Schadenersatz zu wenn er den Irrtum hätte bemerken müssen. §122 (2) BGB
Im Fall hier ist die Diskrepanz so hoch, dass dem Kunden der Fehler hätte auffallen müssen.

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