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Automatische Abo-Verlängerung ohne Kenntnis davon

20.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
Angelina__123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Automatische Abo-Verlängerung ohne Kenntnis davon

Hallo zusammen,

ich habe bei der BVG vor 2 Jahren eine Jahreskarte (Jahresabo) gekauft. Damals bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein einmaliges Abo handelt. Weder im Bestellprozess, noch in der nachfolgenden Auftragsbestätigungs-E-Mail oder dem postalischen Schreiben stand je etwas zu einer automatischen Vertragsverlängerung. Lediglich ein Startdatum und der Verweis auf jährl. Abbuchung ist vermekt. (Da bin ich aber davon ausgegangen, dass sich dieser Hinweis auf das jährliche Abo bezieht zur Abgrenzung vom monatl. Abo).

Mit Erschrecken musste ich nun feststellen, dass bereits das 2. Jahr in Folge eine Abbuchung stattgefunden hat, von der ich nichts wusste. Selbstverständlich ist es mein Fehler, dass mir diese Abbuchung nicht früher aufgefallen ist, jedoch gab es auch keinerlei Ankündigung seitens der BVG über eine erneute Abbuchung, einer Vertragsverlängerung etc.

Seit meiner Bestellbestätigung von vor 2 Jahren habe ich nie wieder eine Info seitens der BVG erhalten. Keinerlei Kommunikation, die mich irgendwie auf das weiterlaufende Abo aufmerksam gemacht hätte. Natürlich habe ich demnach auch den Service seit 1 Jahr nicht mehr genutzt.

Nun meine Frage: Gibt es irgendeine Möglichkeit, das Abo rückwirkend anzufechten? Zumindest die aktuelle Zahlung, die vor 6 Wochen getätigt wurde irgendwie zurückzurufen?

Vielen Dank!

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29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Loni12
Status:
Lehrling
(1953 Beiträge, 331x hilfreich)

Auch das Kleingedruckte gelesen? Weil irgendwo wird es stehen.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von Angelina__123):
ich habe bei der BVG vor 2 Jahren eine Jahreskarte (Jahresabo) gekauft

Was genau hat man denn nun gekauft? Eine Jahreskarte ist ja nun ganz was anderes als ein Jahresabo oder ein Abo.



Zitat (von Angelina__123):
Damals bin ich davon ausgegangen, dass es sich um ein einmaliges Abo handelt.

Finde den Widerspruch ... ein Abo pflegt üblicherweise solange zu laufen bis es durch eintritt eines Ereignis (z.B. Kündigung) beendet wird.
Die große Frage ist also, wie kam man zu der Annahmen, das es ein "einmaliges Abo" sei?



Zitat (von Angelina__123):
Weder im Bestellprozess, noch in der nachfolgenden Auftragsbestätigungs-E-Mail oder dem postalischen Schreiben stand je etwas zu einer automatischen Vertragsverlängerung.

Weil es bei einem Abo in der Natur der Sache liegt, müsste man es gar nicht erwähnen.
Im übrigen akzeptiert man im Bestellprozess sowohl die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.als auch die den "Gmeinsamen Tarif der im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg zusammenwirkenden Verkehrsunternehmen (VBB-Tarif)". Das man diese dann nicht liest, ändert nichts.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
. Weder im Bestellprozess, noch in der nachfolgenden Auftragsbestätigungs-E-Mail oder dem postalischen Schreiben stand je etwas zu einer automatischen Vertragsverlängerung.


Wurde dieses Ticket rein online gebucht - oder stationär?
Bei Online-Käufen ist der Händler (BVG) natürlich verpflichtet, auf ein Abo und laufende Zahlungsverpflichtungen hinzuweiesen.
Dieses müsste die BVG natürlich hinweisen.
Bei Online-Käufen reicht es nicht aus, einfach nur auf AGBs oder Beförderungsbestimmungen hinzuweisen.

Zitat:
Mit Erschrecken musste ich nun feststellen, dass bereits das 2. Jahr in Folge eine Abbuchung stattgefunden hat, von der ich nichts wusste.


Sie können die SEPA-Lastschrift innerhalb von 8 Monaten problemlos zurückbuchen.
Sie sollten aber nur tun, wenn Sie eine glaubhafte Dokumentation besitzen, dass Sie im Bestellprozess nicht auf das Abo hingewiesen wurden.

Meine Glaskugel sagt mir:
Die BVG wird nicht gerne gerichtlich prüfen lassen, ob im Onlinekauf-Prozess alle gesetzlichen Regelungen eingehalten wurden.
Falls die BVG von dem Einwand Bescheid weiss, wird nach einem widersprochenen Mahnbescheid wohl Schluss sein.

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Dieses müsste die BVG natürlich hinweisen.

Es reicht durchaus, wenn die Artikelbeschreibung enthält "... Abo ..."



Zitat (von vundaal76):
Sie können die SEPA-Lastschrift innerhalb von 8 Monaten problemlos zurückbuchen.

Da wäre ich mal an der Rechtsgrundlage interessiert, die das ermöglichen soll?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

8 Wochen wollte ich schreiben.

Bis zu 13 Monate ist die Rücklastschrift auch bei Mangel einer vertraglichen Vereinbarung/Autorisierung möglich. Und diese Vereinbarung/Autorisierung liegt ja hier nicht vor.


-- Editiert von vundaal76 am 20.06.2021 19:53

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

So sieht die Bestellseite heute aus:



Die BVG muss Diese Norm erfüllen: https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_246a__1.html

Zitat:

1. die wesentlichen Eigenschaften der Waren oder Dienstleistungen in dem für das Kommunikationsmittel und für die Waren und Dienstleistungen angemessenen Umfang,
...
5. im Falle eines unbefristeten Vertrags oder eines Abonnement-Vertrags den Gesamtpreis; dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und, wenn für einen solchen Vertrag Festbeträge in Rechnung gestellt werden, ebenfalls die monatlichen Gesamtkosten; wenn die Gesamtkosten vernünftigerweise nicht im Voraus berechnet werden können, ist die Art der Preisberechnung anzugeben,


"die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten" sind nicht klar benannt.

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__312j.html

Zitat:
(2) Bei einem Verbrauchervertrag im elektronischen Geschäftsverkehr, der eine entgeltliche Leistung des Unternehmers zum Gegenstand hat, muss der Unternehmer dem Verbraucher die Informationen gemäß Artikel 246a § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 4, 5, 11 und 12 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche, unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt, klar und verständlich in hervorgehobener Weise zur Verfügung stellen.


Die BVG müsste klar schreiben, dass in einem Abrechnungszeitraum von 12 Monaten (bzw. einem Jahr) genau EUR 728 berechnet werden. Das tut Sie nicht.

-- Editiert von vundaal76 am 20.06.2021 19:53

1x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5537 Beiträge, 2205x hilfreich)

Leider ist hier immer noch nicht zu lesen, wie denn der volle Wortlaut dieses Jahresabo des BVG lautete.
Wie argumentiert denn die BVG überhaupt oder ist dort die Abbuchung bishe überhaupt nicht beanstandet worden ?

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Leider ist hier immer noch nicht zu lesen, wie denn der volle Wortlaut dieses Jahresabo des BVG lautete.


Der Bestellprozess sah so wie auf dem Screenshot aus.

Zitat:
Wie argumentiert denn die BVG überhaupt oder ist dort die Abbuchung bishe überhaupt nicht beanstandet worden ?


Naja, ich würde stark davon ausgehen, dass die BVG mit Bausteintexten auf Beanstandungen reagieren wird.

Die BVG in Berlin schreibt weiterhin auf der Bestellseite und reserviert sich selbst einen Vorbehalt vor:

Zitat:
"Vorbehaltlich der erfolgreichen Aufnahme ins Abonnement."


In meinen Augen hält sich die BVG hier nicht an die gesetzlichen Rahmenbedingungen.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Der Bestellprozess sah so wie auf dem Screenshot aus.

Überaus zweifelhaft.
Zum einen weil der Screenshot gar keinen Bestellprozess zeigt.
Zum anderen weil man nicht weis, wie das ganze vor Jahren aussah.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
Angelina__123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Vielen Dank erst einmal für die zahlreichen Hinweise!

Zitat (von vundaal76):
Wurde dieses Ticket rein online gebucht - oder stationär?


Das Ticket wurde online gebucht.

Zitat (von vundaal76):
Falls die BVG von dem Einwand Bescheid weiss, wird nach einem widersprochenen Mahnbescheid wohl Schluss sein.


Meinen Sie damit, dass nach der Rückbuchung meinerseits eine Mahnung erfolgen wird, die seitens der BVG dann fallen gelassen wird?

Zitat (von Harry van Sell):
Zum einen weil der Screenshot gar keinen Bestellprozess zeigt.
Zum anderen weil man nicht weis, wie das ganze vor Jahren aussah.


Dies ist tatsächlich genau der Bestellprozess wie vor zwei Jahren.
Die Bestellbestätigungs-Mail sieht fast identisch aus, auch hier keinerlei weitere Informationen.

Zitat (von Spezi-2):
Wie argumentiert denn die BVG überhaupt oder ist dort die Abbuchung bishe überhaupt nicht beanstandet worden ?


Ich wollte mir hier vorab ein paar Meinungen einholen, bevor ich eine Beanstandung mache, Damit ich eine fundierte Argumentationsgrundlage habe.

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Meinen Sie damit, dass nach der Rückbuchung meinerseits eine Mahnung erfolgen wird, die seitens der BVG dann fallen gelassen wird?


Nein, also Mahnungen und das Einschalten eines Inkassobüros wird einer Rückbuchung in jedem Fall stattfinden. Die BVG wird das Geld ohne SEPA-Lastschriftrückbuchung auch nicht freiwillig rausrücken. Auch wird die BVG mit den eigenen AGB/Beförderungsbestimmungen argumentieren. Das ist aber Nonsense - die o.g. Paragraphen gelten auch für Verkehrsbetriebe.

Bei entsprechender Gegenwehr (schriftlicher Widerspruch mit Angabe der entsprechenden o.g. Paragraphen) wird es wohl aber zu keiner Klage gegen den TE kommen. Das ist aber nicht garantiert. I.d.R. scheuen Unternehmen eine gerichtliche Prüfung Ihres Online Bestellprozesses.


-- Editiert von vundaal76 am 21.06.2021 09:09

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Zum einen weil der Screenshot gar keinen Bestellprozess zeigt.


Ich wiederhole:

Zitat:
(2) Bei einem Verbrauchervertrag im elektronischen Geschäftsverkehr, der eine entgeltliche Leistung des Unternehmers zum Gegenstand hat, muss der Unternehmer dem Verbraucher die Informationen gemäß Artikel 246a § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 4, 5, 11 und 12 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche, unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt, klar und verständlich in hervorgehobener Weise zur Verfügung stellen.


Der Screenshot zeigt genau den Schritt an, der unmittelbar vor der endgültigen Bestellung, angezeigt wird.

Und ebenfalls fehlt diese klare Info:

Zitat:
5. im Falle eines unbefristeten Vertrags oder eines Abonnement-Vertrags den Gesamtpreis; dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und,


Und genau mit dieser Norm würde ich argumentieren.

-- Editiert von vundaal76 am 21.06.2021 09:12

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Spezi-2
Status:
Junior-Partner
(5537 Beiträge, 2205x hilfreich)

Zitat:
Ich wiederhole:

Zitat:
(2) Bei einem Verbrauchervertrag im elektronischen Geschäftsverkehr, der eine entgeltliche Leistung des Unternehmers zum Gegenstand hat, muss der Unternehmer dem Verbraucher die Informationen gemäß Artikel 246a § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 4, 5, 11 und 12 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche, unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt, klar und verständlich in hervorgehobener Weise zur Verfügung stellen.


Um zuerkennen, ob die gesetzlichen Regelungen eingehalten wurden, muss man den vollständigen Bestellablauf kennen.
Dies ist bisher nicht der Fall, ich schließe mich insoweit "Harry van Sell" # 9 an.

Signatur:

Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen.

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Angelina__123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Spezi-2):
Um zuerkennen, ob die gesetzlichen Regelungen eingehalten wurden, muss man den vollständigen Bestellablauf kennen.


Hier vielleicht auch einmal die Bestätigungs E-Mail nach dem Bestellprozess:

https://i.imgur.com/u4WS7hF.png

Wie gesagt, der Prozess war damals genau wie heute.

-- Editiert von Angelina__123 am 21.06.2021 15:56

-- Editiert von Angelina__123 am 21.06.2021 15:57

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Und ebenfalls fehlt diese klare Info:

Zitat:
5. im Falle eines unbefristeten Vertrags oder eines Abonnement-Vertrags den Gesamtpreis; dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und,

Also ich lese da:
Dein gewähltes Abo
VBB-Umweltkarte
Dein Tarif: Berlin AB
Startet am: 08/2021
Zahlung: Jährlich
Kosten mtl.: 60,67 €
Gesamtkosten: 728,00 €




Zitat (von vundaal76):
Der Screenshot zeigt genau den Schritt an, der unmittelbar vor der endgültigen Bestellung, angezeigt wird.

Eben, und das ist was anders als "unmittelbar bevor der Verbraucher seine Bestellung abgibt". Das "unmittelbar vor" fängt schon vor dem Klick auf "Jetzt bestellen" an.



Zitat (von vundaal76):
Bei entsprechender Gegenwehr (schriftlicher Widerspruch mit Angabe der entsprechenden o.g. Paragraphen) wird es wohl aber zu keiner Klage gegen den TE kommen. Das ist aber nicht garantiert. I.d.R. scheuen Unternehmen eine gerichtliche Prüfung Ihres Online Bestellprozesses.

Man muss halt Nerven haben und auch ein wenig pokern...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7371 Beiträge, 4963x hilfreich)

Also auf der zweiten Seite muss bestätigt werden, dass man die VBB Tarifbedingungen gelesen hat und dort steht ab Seite 140 alles wissenswerte.

Auch die abschliessende Seite ist korrekt, da angezeigt wird, dass man ein Abonnement (=wiederkehrend und kein einmaliger Kauf) kauft und der Preis von 728€ gilt ebenfalls. Aber halt logischerweise nur für das erste Jahr, danach wird er wieder fällig.

Alles in allem sehe ich hier keine Angriffspunkte, nur Vundaal wird da weiterhin Nonsense vom Stapel lassen. Der wird wahrscheinlich noch erwarten, dass da laufzeitabhängig für die nächsten 50 Jahre steht, was es kostet.


-- Editiert von Flo Ryan am 21.06.2021 19:50

Signatur:

Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?

1x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Dein gewähltes Abo
VBB-Umweltkarte
Dein Tarif: Berlin AB
Startet am: 08/2021
Zahlung: Jährlich
Kosten mtl.: 60,67 €
Gesamtkosten: 728,00 €


Nein, das erfüllt gerade nicht die Schutznorm:

Zitat:
5. im Falle eines unbefristeten Vertrags oder eines Abonnement-Vertrags den Gesamtpreis; dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und,


Die BVG listet hier monatliche Kosten i.d.H. EUR 60,67 auf. Wieso? Das hat wenig mit Hauptinformationen des Abo-Vertrags zu tun.

Da muss stehen:
Abrechnungszeitraum: 1 Jahr bzw. 12 Monate
Gesamtkosten (pro Abrechnungszeitraum): EUR 728

In meinen Augen ist der Bestellprozess unübersichtlich und wirr. Letztendlich ist hier kein wirksames Abo zustandegekommen.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Also auf der zweiten Seite muss bestätigt werden, dass man die VBB Tarifbedingungen gelesen hat und dort steht ab Seite 140 alles wissenswerte.


Lieber Flo Ryan:

Du weisst ganz genau, dass der Gesetzgeber bestimmte Schutznormen (damals als "Button-Gesetz" deklariert) verabschiedet hat.
Der Hinweis auf AGB oder Beförderungsbestimmungen ist seitdem eben nicht mehr hinreichend, um einen wirksamen (im Internet abgeschlossenen) Vertrag zu begründen.

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Abrechnungszeitraum: 1 Jahr bzw. 12 Monate

Das steht auch da.
Der Kunde muss ja erst mal einen Abrechnungszeitraum wählen, der findet sich dann auch dort.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Der Kunde muss ja erst mal einen Abrechnungszeitraum wählen, der findet sich dann auch dort.


Nein, weil ->

1) der u.g. Text wird angezeigt, nachdem der Kunde ausgewählt hat: 3. Möchtest du monatlich oder jährlich zahlen?

Zitat:
Dein gewähltes Abo
VBB-Umweltkarte
Dein Tarif: Berlin AB
Startet am: 08/2021
Zahlung: Jährlich
Kosten mtl.: 60,67 €
Gesamtkosten: 728,00 €


2) den Abrechnungszeitraum kann man im BVG Abo nicht auswählen. Dieser beträgt immer ein Jahr, welches sich automatisch verlängert.

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Das steht auch da.
Der Kunde muss ja erst mal einen Abrechnungszeitraum wählen, der findet sich dann auch dort.


Harry, Du siehst doch selbst, dass Du mit dem Abrechnungszeitraum durcheinander kommst.
Und das passiert, u.a. weil die BVG eben nicht diese Norm einhält:
(1) Der Unternehmer ist nach § 312d Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs verpflichtet, dem Verbraucher folgende Informationen zur Verfügung zu stellen:
..
im Falle eines unbefristeten Vertrags oder eines Abonnement-Vertrags den Gesamtpreis; dieser umfasst die pro Abrechnungszeitraum anfallenden Gesamtkosten und,


https://www.gesetze-im-internet.de/bgbeg/art_246a__1.html


Die BVG muss im Bestellprozess eindeutig schreiben:
Pro Abrechnungszeitraum 12 Monate kostet das Abo (Umweltkarte AB) EUR 728.

Das tut die BVG natürlich nicht, weil dieser Preis sich jedes Jahr um ein paar Prozentpunkte erhöht.

-- Editiert von vundaal76 am 21.06.2021 22:08

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
Intiron
Status:
Beginner
(90 Beiträge, 28x hilfreich)

Also die TE weiß nicht, was „Abonnement" bedeutet und sucht jetzt Mittel und Wege, die Schuld dem Abogeber in die Schuhe zu schieben?
Nett.
Hier würde der Klageweg eingeschlagen werden müssen. Die Erfolgsaussichten erachte ich als äußerst gering. Zumal man offensichtlich Dinge bestätigt und akzeptiert hat, ohne auch nur zu ahnen, was auf einen zukommt. Das kann aber nicht Problem des Verkäufers sein, auch wenn Eigenverantwortung immer mehr aus der Mode zu kommen scheint und das alles auch erst nach 2 Jahren auffällt.

0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Angelina__123
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Das steht auch da.
Nein das steht eben nicht da. Lediglich ein Hinweis auf Abbuchung: jährlich. Das hat sich allerdings auf die Zahlungsart bezogen, also ob monatliche Abbuchung oder jährliche Abbuchung. Zu keiner Zeit war die Rede von einer Vertragslaufzeit.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37032x hilfreich)

Zitat (von Angelina__123):
Nein das steht eben nicht da.

Da steht "Zahlung: Jährlich".



Zitat (von vundaal76):
Die BVG muss im Bestellprozess eindeutig schreiben:
Pro Abrechnungszeitraum 12 Monate kostet das Abo (Umweltkarte AB) EUR 728.

Das steht dort ja auch.
Zahlung: Jährlich
...
Gesamtkosten: 728,00 €

Das "Jährlich" nun "12 Monate" bedeutet, ist eine geistige Transferleistung die für einen Verbraucher wohl zu bewältigen sein sollte ...



Zitat (von vundaal76):
Die BVG listet hier monatliche Kosten i.d.H. EUR 60,67 auf. Wieso?

Ich tippe mal darauf, das einer der Meinung war, das dies nach Artikel 246a § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche erforderlich wäre ...



Aber ich wäre jetzt echt mal gespannt, wie das ganze vor Gericht ausgehen würde ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
Flo Ryan
Status:
Schlichter
(7371 Beiträge, 4963x hilfreich)

Wenn das Abo nur ein Jahr laufen würden, dann entstünden die Kosten nicht jährlich, sondern einmalig. Jährlich bedeutet nichts anderes als jedes Jahr wiederkehrend, genauso wie Abonnement bedeutet, dass es eine wiederkehrende Leistung ist. Sprachliche Grundkenntnisse muss man halt haben, wenn man Verträge schliesst.

Da helfen auch die ewig gleichen, aber dennoch falschen Wiederholungen von Vundaal nicht weiter. Bei dem scheint das Hobby zu sein, Fragesteller zu unberechtigten Rückbuchungen, etc. bewegen zu wollen, die ihnen nachher nur schaden.

Signatur:

Wo lagert die Post eigentlich die ganzen Briefe, die angeblich nie zugestellt worden sind?

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Praktikant
(936 Beiträge, 81x hilfreich)

Zitat (von Intiron):
Also die TE weiß nicht, was „Abonnement" bedeutet und sucht jetzt Mittel und Wege, die Schuld dem Abogeber in die Schuhe zu schieben?

Hab langsam Eindruck. Verbraucher steht für
"an der Grenze zur Debilität verharrender, unmündiger, einer umfassenden Betreuung bedürftiger, hilfloser EU-Bürger, der auch noch gegen die kleinste Gefahr eines Irrtums geschützt werden muss"

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Hier würde der Klageweg eingeschlagen werden müssen. Die Erfolgsaussichten erachte ich als äußerst gering


Der, der Geld haben will, müsste aber klagen. Und das wäre die BVG (nach einer Rücklastschrift). Und Du siehst die Erfolgsaussichten für die BVG gering ein?

0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1866x hilfreich)

Zitat:
Zahlung: Jährlich
Kosten mtl.: 60,67 €
Gesamtkosten: 728,00 €


Das ist doch verwirrend.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
spatenklopper
Status:
Unparteiischer
(9198 Beiträge, 3895x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Das ist doch verwirrend.


Was ist daran verwirrend?
Das dient der Vergleichbarkeit der verschieden Angebote.
Es ist schlicht eine Zusatzinformation, durch die der Verbraucher auf den ersten Blick, ohne selbst den Dreisatz anwenden zu müssen, sehen kann, was er im Vergleich zu einer normalen Monatskarte spart.

Ist doch nichts anderes, als der auf 100g hoch/runtergerechnete Preis bei Lebensmitteln.



-- Editiert von spatenklopper am 24.06.2021 13:14

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