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Fahrschulkosten Abweichung Angebot - Rechnung

12. November 2019 Thema abonnieren
 Von 
skurills
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fahrschulkosten Abweichung Angebot - Rechnung

Hallo!
Folgender Sachverhalt:
Herr X möchte seinen Führerschein erweitern (LKW). Er holt sich in einer Fahrschule ein entsprechendes Angebot ein. Dieses Angebot ist mit 15 Fahrstunden plus Sonderfahrten angegeben. X möchte die Fahrschule schnell hinter sich bringen und ist nach 1 Woche fahren prüfungsbereit. Die Prüfungen (Theorie u. Praxis) wurden beim ersten Mal bestanden.
Als die Rechnung der Fahrschule kam, musste Herr x feststellen, dass der Rechnungsbetrag über 20% teurer ist als das Angebot. Die Fahrstunden wurden auf Zureden vom Fahrlehrer ("es stimme alles") unterschrieben und nicht nachkontrolliert. Insgesamt waren die Fahrstunden auf mehrere Zettel verteilt, sodass eine Kontrolle und Überprüfung schwierig gewesen wäre.
Der Fahrschüler wurde nicht informiert, dass die Fahrstunden (23 plus Sonderfahrten) erheblich vom anfänglichen Angebot abweichen werden. Herr X hatte keinen Einfluss auf die Fahrstunden. Auf der Rechnung wurden dann sogar mehr Fahrstunden abgerechnet als tatsächlich gefahren worden sind.

Frage:
Ist der Fahrlehrer verpflichtet den Schüler über die erheblichen Mehrkosten (20% mehr) zu informieren?
Wenn ja, welche rechtlichen Schritte kann Herr X einleiten um annähernd den Preis des Anfangsangebotes zu zahlen? (Gespräch mit Fahrlehrer war vergebens, da "alles dokumentiert" wurde.)
Vielen Dank! :)

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Sir Berry
Status:
Unparteiischer
(9330 Beiträge, 2979x hilfreich)

Zitat (von skurills):
Frage:
Ist der Fahrlehrer verpflichtet den Schüler über die erheblichen Mehrkosten (20% mehr) zu informieren?


Gegenfrage: war es ein Festpreisangebot? Ansonsten scheint mir das Angebot klar umrissen; 15 Fahrstunden plus alles drumherum kosten den im Angebot genannten Betrag. Dass lässt schon darauf schließen das ein Mehr an Fahrstunden, die dem Fahrschüler ja nicht verborgen bleiben, auch zusätzliche Kosten auslösen. Allerdings sollte er sich auch mal die vertraglichen Vereinbarungen durchlesen. Ich bin fast sicher, dass es dort entsprechend geregelt ist.

Zitat (von skurills):
Wenn ja, welche rechtlichen Schritte kann Herr X einleiten um annähernd den Preis des Anfangsangebotes zu zahlen? (Gespräch mit Fahrlehrer war vergebens, da "alles dokumentiert" wurde.)


Selbst einleiten , warum. Wenn er es gerichtlich geklärt haben will, kann er seine Zahlung doch auf den Angebotspreis beschränken und sich auf Restzahlung verklagen lassen.

Eine von ihm angeleierte Feststellungsklage wäre wohl auch möglich,
aber beides ergibt in meinen Augen keinen Sinn.

Als erste mal die vertraglichen Vereinbarungen prüfen oder prüfen lassen. Denn mit denen steht und fällt alles.

Berry

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#2
 Von 
skurills
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Im Angebot wurde von 15 Fahrstunden ausgegangen. In Klammern wurde geschrieben, dass die Fahrstunden je nach Fahrkenntnisse variieren können. Das bei solchen Angeboten immer von den Mindestfahrstunden ausgegangen wird ist klar. Nun ist die Frage, ob eine erhebliche Erhöhung der Fahrstunden (und somit auch der Kosten) mitgeteilt werden muss, zumal mündlich vermittelt wurde, dass der Schüler sich gut anstellt und man nicht viele Stunden benötige.
Leider war/ist das "Zählsystem" mit Pausenzeiten, Übungsfahrten, Erklärungen etc. so undurchsichtig, dass Herr X dem Fahrlehrer vertraute und die Stunden nicht separat mitzählte.

LG

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102206 Beiträge, 37349x hilfreich)

Zitat (von skurills):
sodass eine Kontrolle und Überprüfung schwierig gewesen wäre.

Das Argument ist nicht nach voll ziehbar.



Zitat (von skurills):
Der Fahrschüler wurde nicht informiert, dass die Fahrstunden (23 plus Sonderfahrten) erheblich vom anfänglichen Angebot abweichen werden.

Es mang daran liegen, das der gute Mann Fahrlehrer und kein Hellseher ist?



Zitat (von skurills):
Nun ist die Frage, ob eine erhebliche Erhöhung der Fahrstunden (und somit auch der Kosten) mitgeteilt werden muss

Nein. Denn der Fahrschüler wusste das ja, weil er den jeweils nächsten Termin abgesprochen hat.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
NaibaF123
Status:
Student
(2124 Beiträge, 313x hilfreich)

Zitat (von skurills):
Nun ist die Frage, ob eine erhebliche Erhöhung der Fahrstunden (und somit auch der Kosten) mitgeteilt werden muss,

Also bitte, der X muss schon selber feststellen, ob er nun eine, drei, fünfzehn oder über zwanzig Stunden nimmt oder genommen hat. Da gibt es keine Mitteilungspflicht des Fahrers.

Zitat (von skurills):
zumal mündlich vermittelt wurde, dass der Schüler sich gut anstellt und man nicht viele Stunden benötige.
Und warum insistierte der X dann nicht nach fünfzehn Stunden plus Sonderfahrt auf die Prüfung bzw. auf eine Erklärung des Fahrlehrers, warum noch keine Prüfung abgelegt werden kann/darf?

Zitat (von skurills):
Leider war/ist das "Zählsystem" mit Pausenzeiten, Übungsfahrten, Erklärungen etc. so undurchsichtig,
Da sollte man sich überlegen, ob LKW-Fahrer der richtige Beruf ist. Zumindest wird das Zählsystem im späteren Leben nicht einfacher. Dann kostet es auch irgendwann mal garantiert mehr, als die Differenz von 8 Fahrstunden.

Zitat (von skurills):
dass Herr X dem Fahrlehrer vertraute und die Stunden nicht separat mitzählte.
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Was genau hat den X daran gehindert sich das Zählsystem erneut darlegen zu lassen, oder im Zweifel den Fahrlehrer nach jedem Ausflug zu fragen wieviele stunden genau angefallen sind?

Und warum unterschreibt man etwas, was man offensichtlich nicht (komplett) verstanden hat?

-- Editiert von NaibaF123 am 14.11.2019 11:39

2x Hilfreiche Antwort

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