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Fitnessstudio-Vertrag falsch: aber anders!

15.6.2021 Thema abonnieren
 Von 
bjoern42
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Fitnessstudio-Vertrag falsch: aber anders!

Schönen guten Abend liebe Community!

Ich habe folgendes Problem bei dem ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen:
ich habe einen Vertrag mit einem Fitnessstudio abgeschlossen. Dabei habe ich auf dem Vertrag, schriftlich, die einmonatige Kündigungsoption angekreuzt. Das Personal hat aber einen Fehler gemacht und hat mir statt den einmonatigen, den 24-monatigen Beitrag in den Vertrag eingetragen und anschließend ebenso monatlich vom Konto abgezogen. Nun möchte ich nach einem Jahr den Vertrag kündigen. Jetzt heißt es vom Studio, dass ich eben den 2-Jahresvertrag habe und es die von mir unterschriebene Variante gar nicht gibt. Aber nichtsdestotrotz ist ja nichts anderes von mir unterschrieben worden und damit letztendlich auch gültig, oder?
Vielen Dank bereits für eure Hilfe!

Beste Grüße
Björn

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99884 Beiträge, 36982x hilfreich)

Zitat (von bjoern42):
und es die von mir unterschriebene Variante gar nicht gibt.

Wenn es sie nicht gäbe, hätte man sie ja gar nicht unterschreiben können ...



Zitat (von bjoern42):
Dabei habe ich auf dem Vertrag, schriftlich, die einmonatige Kündigungsoption angekreuzt. Das Personal hat aber einen Fehler gemacht und hat mir statt den einmonatigen, den 24-monatigen Beitrag in den Vertrag eingetragen und anschließend ebenso monatlich vom Konto abgezogen.

Und davon hat man eine Kopie bzw. ein Original?



Zitat (von bjoern42):
Nun möchte ich nach einem Jahr den Vertrag kündigen.

Möchten oder hat man schon?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
bjoern42
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von Harry van Sell):
Wenn es sie nicht gäbe, hätte man sie ja gar nicht unterschreiben können ...


Nun, die Kombination aus dem niedrigeren Beitrag und der Flexibilität jeden Monat zu kündigen gibt es tatsächlich eigentlich nicht. Nur eins von beiden. Die Dame hat fälschlicherweise mir den Preis vom 2-Jahresvertrag drauf geschrieben. Ich hatte aber wie gesagt das Monatsmodell angekreuzt. Der Vertrag ist beidseitig unterschrieben.

Zitat (von Harry van Sell):
Und davon hat man eine Kopie bzw. ein Original?

Ich hab den Durchdruck und im Fitnessstudio liegt das Original.

Zitat (von Harry van Sell):
Möchten oder hat man schon?

Ich habe dem Fitnessstudio geschrieben, dass ich kündigen möchte. Darauf kam der Hinweis auf meinen angeblichen 2-Jahresvertrag als Antwort.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99884 Beiträge, 36982x hilfreich)

Zitat (von bjoern42):
Nun, die Kombination aus dem niedrigeren Beitrag und der Flexibilität jeden Monat zu kündigen gibt es tatsächlich eigentlich nicht.

Klar, den fehlerhaften Betrag wird man korrigieren und nachzahlen müssen.



Zitat (von bjoern42):
Ich habe dem Fitnessstudio geschrieben, dass ich kündigen möchte.

Dann würde ich mal die Kündigung schreiben und zwar gerichtsfest also mit Zustellnachweis.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1863x hilfreich)

Es gilt das, was schriftlich vereinbart wurde.

Ich würde nunmehr in Schriftform und nachweisbar kündigen (zum jeweiligen Monatsende) und danach die Zahlungen einstellen (bzw. SEPA-Lastschriften zurückbuchen).


Zitat:
Klar, den fehlerhaften Betrag wird man korrigieren und nachzahlen müssen.


Dafür existiert keine Rechtsgrundlage.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(99884 Beiträge, 36982x hilfreich)

Zitat (von vundaal76):
Dafür existiert keine Rechtsgrundlage.

Doch, sogar 2: § 133 BGB und § 242 BGB


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
vundaal76
Status:
Master
(4639 Beiträge, 1863x hilfreich)

Zitat:
Doch, sogar 2: § 133 BGB und § 242 BGB


Quatsch! Der Kunde hat gutgläubig den Vertrag damals zu den aufgeschriebenen Konditionen abgeschlossen.
Deine beiden Notparagraphen ziehen hier nicht.

0x Hilfreiche Antwort

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