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Fitnesstudio Vertragskündigung und Kosten Rückerstattung. Hilfe!

16.4.2015 Thema abonnieren
 Von 
FlauschiiLein
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Fitnesstudio Vertragskündigung und Kosten Rückerstattung. Hilfe!

Hallo, dies ist mein erster Beitrag hier.
Ich benötige ein wenig Hilfe und eventuelle Antwort auf meine Fragen.
Also ich beginne erst einmal mit der ungefähren Schilderung meines Problemchens.
Ich bin seid 01.09.14 Mitglied in einem Fitnessstudio in meiner nähe.
Seid dem 12.12.14 bin ich in Orthopädischer Behandlung wegen eines MFK-Bruchs, der bis zum heutigen Tage nicht richtig Verheilt ist, sich eine Entzündung und Wasserablagerung gebildet haben (die höllisch schmerzen).
Mein Orthopäde wie auch behandelnder Hausarzt haben mich sowohl Sport- wie als auch Arbeitsunfähig geschrieben.
Ich habe dem Fitnessstudio wenige Zeit später mitgeteilt das ich wegen eines Fußbruches, einige Zeit nicht das Fitnessstudio besuchen kann. Laut des Fitnessstudio Betreibers, gäbe es eine Internet Regelung die besagt, sollte ein Mitglied mit Krankschreiben, länger als 2 Monate nicht die Räume des Fitnessstudios betreten können oder die Gerätschaften nutzen können, wird die fehlende Zeit an Vertragsende gesetzt. Sprich ich habe die letzten Monate meine Beiträge weiter bezahlt (60€ Monatlich). Ich habe mich durch viele Foren wühlen müssen, aber habe nie spezielle Themen gefunden die Antwort auf meine Frage geben.

So kommen wir nun zu der Frage. Meine Frage wäre, da ich die Mitgliedschaft nun aus außerordentlichen Gründen frühzeitig beende und die nächsten Tage meine Kündigung einreiche. Wäre das Fitnessstudio dazu Verpflichtet mir die Kosten zurück zu erstatten, da ich deren Ansprüche nicht genutzt habe? Müsste ich eine Rückwirkende Kündigung schreiben?

Wenn es irgendjemanden gibt der mir ein wenig Hilfe leisten würde, wäre ich zutiefst dankbar.
Es geht hier um fast 300€ was nicht gerade wenig ist, für eine Alleinerziehende Mutter. Danke!

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
AntoineDF
Status:
Praktikant
(508 Beiträge, 406x hilfreich)

Hallo "FlauschiiLein",

bitte sehen Sie davon ab, eine rückwirkende, außerordentliche Kündigung auszusprechen, da eine mögliche Kündigung dieser Art hinsichtlich Ihres Vertragsverhältnisses mit dem Fitnessstudio lediglich Wirksam mit Wirkung für die Zukunft, und nicht für die Vergangenheit ausgesprochen werden kann. Andernfalls wäre diese Kündigung möglicherweise unwirksam und Sie liefen Gefahr, dass das Recht auf eine mögliche, vorzeitige Vertragsauflösung verwirken könnte, sofern dieses überhaupt besteht.

Wenn Sie mit Ihrem Fitnessstudiobetreiber beidseitig vereinbart haben, dass der Vertrag während der Zeit Ihrer Krankheit ruhen, und die nicht genutzte Zeit an die Vertragslaufzeit angehängt werden soll, hätten Sie folglich auch keinen Mitgliedsbeitrag entrichten müssen. Diesen könnten Sie daher dann zurückfordern.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und eine baldige Genesung.

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
FlauschiiLein
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Hallo, danke erst einmal für die schnelle Antwort. :)
Da dies mein erster Vertrag mit einem Fitnessstudio war, war ich mir nicht wirklich darüber bewusst.
Als ich das Gespräch mit dem Betreiber hatte während ich, wegen des Bruches im Krankenhaus lag, hatte er mir von der Internen Regelung erzählt. Diese ist nicht in den AGB's zu finden oder gar in den Hausregeln die auf dem Vertrag gedruckt sind.
Es ist auch nichts in der Art darauf zu finden.
Deshalb rief ich da auch an ob eine Zahlpause oder ähnliches möglich sei, was nicht der Fall war.
Naja :) Ich habe eine Antwort auf meine Frage erhalten.
Habe ich aber noch eine... :P
Gehen wir einmal davon aus, das der Betreiber sich weigert, mir die Kosten zurück zu erstatten, müsste ich einen Anwalt einschalten? bzw würde ich für so einen Fall ein Beratungsschein erhalten oder vom Gerichts an die Verbraucherzentrale weiter geleitet werden?

Wie könnte so eine Kündigung aufgebaut sein? da ich eigentlich noch nie irgend etwas Kündigen musste?

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat:
Gehen wir einmal davon aus, das der Betreiber sich weigert, mir die Kosten zurück zu erstatten,

Dann hätte man wohl schlicht Pech gehabt.
Denn die vertragliche Vereinbarung bezüglich des beitragsfreien ruhens der Mitgliedschaft wird man vermutlich nicht beweisen können?



Zitat:
Laut des Fitnessstudio Betreibers, gäbe es eine Internet Regelung die besagt,

In Deutsachland sind irgendwelche "Internet Regelungen" irrelevant.
Relevant wären nur die vertraglichen Vereinbarungen, Gesetze und die ständige gängige Rechtsprechung.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AntoineDF
Status:
Praktikant
(508 Beiträge, 406x hilfreich)

Zitat:
Gehen wir einmal davon aus, das der Betreiber sich weigert, mir die Kosten zurück zu erstatten, müsste ich einen Anwalt einschalten? bzw würde ich für so einen Fall ein Beratungsschein erhalten oder vom Gerichts an die Verbraucherzentrale weiter geleitet werden?


In Ermangelung einer entsprechenden Vereinbarung werden Sie die Kosten nicht zurückfordern können. Ohne den Vertrag im Detail zu kennen, kann hier aber keine verbindliche Aussage getroffen werden. Man kann aber nach Ihrer Schilderung davon ausgehen, dass eine Erstattung der Kosten nicht in Betracht kommt.

Zitat:
Wie könnte so eine Kündigung aufgebaut sein? da ich eigentlich noch nie irgend etwas Kündigen musste?


An den wirksamen Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung sind bestimmte Voraussetzungen geknüpft (z.B. der zeitnahe Ausspruch der Kündigung, nachdem Sie vom Kündigungsgrund Kenntnis erhalten haben). Eine gute Übersicht zu diesem Theman nebst eines Musters einer außerordentlichen Kündigung ohne Fristsetzung finden Sie bspw. hier: http://www.kanzlei-hollweck.de/ratgeber/der-vertrag-mit-dem-fitnessstudio/

Sollten Sie weitere Fragen haben, melden Sie sich bitte gerne wieder. Ihnen ein schönes Wochenende.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
AntoineDF
Status:
Praktikant
(508 Beiträge, 406x hilfreich)

Anmerkung:
Komischerweise wurde Forumsseitig das von mir genannte Wort "zurückfordern" in meinem vorgenannten Post automatisiert mit einem Link zur Rückforderung von Bearbeitungsgebühren versehen. Dies hat natürlich nichts mit Ihrem Anliegen zu tun, sodass Sie dies bitte ignorieren. Vielen Dank!

1x Hilfreiche Antwort

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