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Freundschaftsdienst - Materialkosten

13.3.2021 Thema abonnieren
 Von 
Hein_nieH
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)
Freundschaftsdienst - Materialkosten

Hallo,
ich habe für einen ehemaligen Freund die Fahrzeuge instand gehalten, da seine Haushaltskasse etwas klamm ist.
Es war mündlich vereinbart, dass ich die notwendigen Ersatzteile beschaffe, da er kein e,,.y-Konto hat.
Die Instandsetzungsarbeiten habe ich kostenlos erbracht. Das ging auch Jahre gut.
Für die in den letzten 9 Monaten erbrachten Reparaturen (an drei Fahrzeugen) fielen von mir verauslagte Materialkosten von 450 EUR für Ersatzteile an. Nachdem ich nun darauf hingewiesen habe, dass er die Kosten begleichen soll, möchte er plötzlich Quittungen sehen für Reparaturen die bereits über 6 Monate zurückliegen. (Das war nie abgesprochen und ich habe die Rechnungen dazu auch nicht mehr).
Weiterhin wird auf Erinnerungen zur Rückzahlung der verauslagten Materialkosten nicht reagiert, obwohl ich auch Ratenzahlung angeboten habe.
Nun meine Frage: Welche Chancen habe ich die Kosten zurückzufordern. Den einzigen Beweis den ich hätte sind vereinzelte Rechnungen von Onlinehändlern, auf denen Materialpositionen für seine Fahrzeuge stehen, also Materialpositionen die definitiv nicht für mein Fahrzeug zutreffen. Ein weiteres Indiz für die durchgeführten Arbeiten an seinen Fahrzeugen wären Anfragen in Schrauberforen zu einer technischen Auskunft, die auf seine Fahrzeuge basieren.
Mal abgesehen, dass ich für solch einen Zeitgenossen nie wieder Unterstützung geben werde würde mich interessieren, ob ich juristisch eine berechtigte Chance habe die von mir verauslagten Materialkosten erstattet zu bekommen. Leider habe ich nicht über jede Artikelposition eine Quittung.

Wieder hat das alte Sprichwort seine Gültigkeit bewiesen: "Bei Geld hört die Freundschaft auf"

Mit freundlichen Gruessen
Hein_nieH

-- Editiert von Hein_nieH am 13.03.2021 16:21

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100038 Beiträge, 37016x hilfreich)

Zitat (von Hein_nieH):
möchte er plötzlich Quittungen sehen für Reparaturen die bereits über 6 Monate zurückliegen.

Es gibt da keine Rechtsanspruch für.

Man wird aber irgendwie beweisen müssen, was man verbaut / verbraucht hat.



Zitat (von Hein_nieH):
ob ich juristisch eine berechtigte Chance habe die von mir verauslagten Materialkosten erstattet zu bekommen.

Die Chance ist da, je besser die Beweise desto besser die Chance.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Hein_nieH
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,
das ich die Reparaturen durchgeführt habe kann ich glaubhaft beweisen.
Beispielsweise habe ich bei einigen Sachen auch Fotos zu technischen Problemen gemacht.
Ebenfalls habe ich einige WhatsApp Nachrichten, z.B. Foto von der Fahrzeugzulassung.
Die habe ich benötigt, um die passenden Teile zu bestellen.

Mir geht es eher darum, ob ich einen juristischen Hebel habe, die verauslagten Materialkosten zurückzubekommen, da alles auf mündlichen Absprachen beruht.
Wenn es tatsächlich hart auf hart kommt und ich klagen würde: In dubio pro reo

Mit freundlichen Gruessen
Hein_nieH


-- Editiert von Hein_nieH am 13.03.2021 17:26

-- Editiert von Hein_nieH am 13.03.2021 17:27

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
drkabo
Status:
Philosoph
(13356 Beiträge, 8369x hilfreich)

Das Problem ist, dass Sie auch vor Gericht den Betrag, den Sie haben wollen, irgendwie nachweisen müssen.
Eine pauschale Summe ohne jegliche Nachweise wird Ihnen kein Gericht zusprechen.
D.h. wenn Sie keine Quittungen für die Ersatzteile haben, müssen Sie irgendwie anderweitig belegen, was Sie verbaut haben und was das eingebaute Teil wert war.
Sie sind derjenige, der Geld fordert, also müssen Sie die Beweise bringen, dass die Forderung berechtigt ist - auch der Höhe nach.

-- Editiert von drkabo am 13.03.2021 18:50

Signatur:

Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Hein_nieH
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

zunächst erst einmal vielen Dank für die Antworten.
Ich habe für einige Teile tatsächlich noch Quittungen gefunden, leider nicht über alle beschafften Teile.
Die beschafften Teile habe ich in einer Excelliste zusammengefasst,
Beispielsweise habe ich an einem Fahrzeug die gesamte Bremsanlage instandgesetzt (incl. Herausdrücken der der Kolben). Für die neu befüllte Bremsflüssigkeit habe ich z.B. keine Quittung.

Ich sehe die Sache jetzt so, dass ich dann nur für die per Quittung nachweisbaren Positionen eine Forderung stellen kann-
Was mache ich wenn die Gegenpartei alles leugnet. Ich habe nur meinen Vater als Zeugen.
Alles andere waren mündliche absprachen.

Mal abgesehen vom finanziellen Schaden (der für mich verkraftbar ist) ärgere ich mich, das solche Freundschaftsdienst schamlos ausgenutzt werden wenn es ans Bezahlen geht.

Gruss Hein_nieH

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100038 Beiträge, 37016x hilfreich)

Zitat (von Hein_nieH):
Ich habe für einige Teile tatsächlich noch Quittungen gefunden, leider nicht über alle beschafften Teile.

Auch sonst nichts, wie Lieferscheine, Mails, ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Klawuttke
Status:
Beginner
(114 Beiträge, 12x hilfreich)

Falls die Auktionsplatform gemeint ist, dort sind ältere Käufe auch indirekt über die Bewertungsfunktion abrufbar.

Ich empfehle auch ein Mahnverfahren. So ein Titel kann dauerklamme Zeitgenossen fern halten. (Eigene Erfahrung)

So nach dem Prinzip: "Kannst Du mir nicht mal eben ...". => "Kein Problem, ich rufe aber erst mal den Gerichtsvollzieher für eine Taschenpfändung an."

0x Hilfreiche Antwort

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