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Geldüberweisung ohne Vertrag - Rechtslage?

15. Juli 2013 Thema abonnieren
 Von 
oliver.pe
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Geldüberweisung ohne Vertrag - Rechtslage?

Folgendes Szenario:

10.000 Euro werden ohne Vertrag, Schriftstück oder sonst was von der Tante auf das Konto des 18 Jährigen Neffen überwiesen. Es gibt nur den Kontoauszug. Nach 7 Jahren will die Tante den vollständigen Betrag (inkl. Zinsen) zurückerstattet haben.

Wie sieht hier die Rechtslage aus? Wie sieht es hier mit der Verpflichtung einer Rückzahlung aus? Gibt es überhaupt eine? Kann es erzwungen werden?

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 646x hilfreich)

Auf dem Beleg wird bestimmt "Leihgabe" oder "Schenkung" gestanden haben - oder? Ansonsten wäre es eine Frage was zu beweisen ist. Steht im Verwendungszweck "für das Auto", dann ist alles offen. Gibt es denn keine Zeugen für ein Darlehen mit Zinsen, tja dann wird es Ärger geben in der Familie.
Moralisch ist aber klar, das eine Absprache eingehalten werden sollte. Rechtlich auch, nur die Durchsetzbarkeit hängt von der Einschätzung des Richters ab.


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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

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#2
 Von 
oliver.pe
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Die Tante sagt es gab eine mündliche Vereinbarung. Der Neffe sagt nein. Wer Recht hah weiss ich nicht. "Darlehen mit Zinsen" wurde in Bezug auf die Überweisung nie in den Mund genommen.

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#3
 Von 
Tinnitus
Status:
Lehrling
(1415 Beiträge, 646x hilfreich)

quote:
Der Neffe sagt nein.

Und wie erklärt der Neffe den Geldfluss?
Was stand auf der Überweisung für ein Zweck?

Es reicht ein einziges Wort auf der Überweisung um das Darlehen glaubhaft zu machen.

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"Die Qualität einer Antwort verhält sich proportional zu einer Fragestellung."

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
oliver.pe
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Er sagt es war um sein Tonstudio zu finanzieren. Und wenn er mal viel Geld verdient wollte er es ohnehin zurückzahlen. So sagt er war es ausgemacht. Aber ohne Datum, sondern nur grob umrissen "irgendwann zahle ich es zurück". Jetzt studiert er aber noch und die Tante will das Geld vorzeitig, ohne dass das aber so abgesprochen war. Sagt er.

Was ist wenn z.B. dort steht auf der Überweisung "Geld für Tonstudio" oder "Für die Zukunft" ?

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16039x hilfreich)

quote:
Was ist wenn z.B. dort steht auf der Überweisung "Geld für Tonstudio" oder "Für die Zukunft" ?

Dann kann man ggf. daraus ein Darlehen ableiten.

Ich kann das nachvollziehen, denn das war vor 7 Jahren und er hat das Geld wohl in den Sand gesetzt oder hat er je Geld mit seinem Tonstudio verdient? Er ist seit 14 Semestern am Studieren?

Insofern war unstrittig ein Darlehen vereinbart. Lediglich die Konditionen und der Zeitpunkt der Rückzahlung sind offen bzw. nicht definiert. Ich würde sagen, dass nun (per heute bzw. je nachdem wann die Tante das nun wirklich zurückgefordert hat) Zinsen als Verzugsschaden eingefordert werden dürfen, ansonsten der Gesamtbetrag durchaus fällig ist.

Dem Neffen war es hoffentlich eine Lehre, so etwas nicht mehr ohne schriftliche Fixierung im Rahmen eines Vertrages zu machen. Auch oder gerade wenns die eigene Familie ist.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(101145 Beiträge, 37195x hilfreich)

quote:
"Geld für Tonstudio"

Tendenz zum Darlehen, zur Leihe.



quote:
"Für die Zukunft"

Tendenz zur Schenkung.





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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung/Interpretation dar !

"

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
oliver.pe
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja, das sehe ich auch so.

Allerdings war der Neffe zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre alt.

Ändert das was?



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""

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16039x hilfreich)

Als minderjähriger ist man nur beschränkt geschäftsfähig. Das ändert nichts, dass er das Geld irgendwann zurückgeben muss, gerade wo er nun die Volljährigkeit erreicht hat.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3436x hilfreich)

quote:
Allerdings war der Neffe zu diesem Zeitpunkt erst 17 Jahre alt. Ändert das was?

Kaum, zudem war es kein offizielles Kreditgeschäft. In jedem Fall ist die Darlehnssumme zurückzuzahlen. Die Zinsen lassen sich bestimmt familienintern wegdiskutieren.

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"Vernunft ist wichtiger als Paragraphen"

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