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Hochzeitsplanerin will kündigen

10.11.2021 Thema abonnieren
 Von 
cojewo2017
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)
Hochzeitsplanerin will kündigen

Hallo,

wir planen gerade unsere Hochzeit für Februar. Dafür haben wir uns vor über einem Jahr eine Hochzeitsplanerin genommen. Dabei wurde vereinbart, dass Sie sämtliche Planung und Vorbereitung übernimmt und auch Vorort die Feier mit betreut. Die Hochzeit findet im Ausland statt. Es wurde vereinbart, dass wir die Reise und Unterkunft für die Hochzeitsplanerin übernehmen. Jetzt haben wir 3 Monate vor der Hochzeit ein schönes Hotel (normale Kategorie) für die Planerin raus gesucht und wollten dieses für sie buchen. Als wir das mit ihr besprochen haben, ist Sie energischer geworden und meinte, dass Sie schon ein anderes Hotel (ohne Absprache) gebucht hat. Das Hotel ist der Platzhirsch am Strand und 4 mal teuer wie das normale Hotel 800m entfernt. Nun meint die Planerin, wenn Sie nicht in dem teuren Hotel ist, lohnt es sich für sie nicht und sie würde uns dann kündigen. In den AGB ist weder zur Hotelkategorie noch was relevantes zur Kündigung geregelt.

Hat Sie einen Anspruch auf das teure Hotel? Kann die einfach so kündigen?

Über eure Hilfe wäre ich sehr dankbar, weil das uns schon ganz schön die Hochzeit verschießen würde…

Beste Grüße,

Robert

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
blaubär+
Status:
Wissender
(14432 Beiträge, 5606x hilfreich)

Die Frage aller Fragen dürfte sein, welcher Art so ein Vertrag mit einer Hochzeitsplanerin sein mag.
Es könnte ein Werkvertrag sein - schwer einzuschätzen, sowohl hinsichtlich der Vertragsart als auch der Folgen bei so einer Verweigerung.

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#2
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5438x hilfreich)

Zitat (von cojewo2017):
Es wurde vereinbart, dass wir die Reise und Unterkunft für die Hochzeitsplanerin übernehmen.
Und was wurde bezüglich der maximalen Kosten vereinbart? Was wurde denn vereinbart wer sich um das Hotel kümmern und buchen soll?
Bisher sehe ich die Hochzeitsplanerin im Recht, denn sie ist es ja, die sich um alles kümmern soll. Darunter fällt meiner Meinung auch die Buchung aller Hotelzimmer............. zumindest sofern nichts anderes vereinbart war.
Gab es keine Kostendeckelung, dann sieht es eher schlecht für euch aus.

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Folgende Nutzer werden von mir blockiert und ich kann deren Beiträge nicht lesen: Xipolis; Jule28

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#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100098 Beiträge, 37024x hilfreich)

Zitat (von cojewo2017):
noch was relevantes zur Kündigung geregelt.

Aber irgendwas ist geregelt?
Dann müsste man wissen was konkret da geregelt wurde.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#4
 Von 
cojewo2017
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 1x hilfreich)

Zur Kündigung ist geregelt, dass die Planerin ein außerordentliches Kündigungsrecht bei Zahlungsverzug hat. Der besteht nicht. Ansonsten noch, dass für die Auftraggeber die gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten bestehen…

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#5
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14121 Beiträge, 5438x hilfreich)

Zitat (von cojewo2017):
Zur Kündigung ist geregelt, dass die Planerin ein außerordentliches Kündigungsrecht bei Zahlungsverzug hat. Der besteht nicht.

Eine endgültige Weigerung eine Zahlung leisten zu wollen reicht aus wenn die Forderung der Zahlung berechtigt ist.
Bisher hast du noch nichts geschrieben was die Forderung der Hochzeitsplanerin als ungerechtfertigt erscheinen lassen würde.

-- Editiert von -Laie- am 10.11.2021 17:18

Signatur:

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#6
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100098 Beiträge, 37024x hilfreich)

Zitat (von cojewo2017):
dass für die Auftraggeber die gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten bestehen…

§ 648a BGB - Kündigung aus wichtigem Grund
(1) Beide Vertragsparteien können den Vertrag aus wichtigem Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist kündigen. Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn dem kündigenden Teil unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung der beiderseitigen Interessen die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses bis zur Fertigstellung des Werks nicht zugemutet werden kann.


Jetzt könnte die Einmischung in die Arbeit der Planerin eine Kündigung aus wichtigem Grund darstellen ... oder auch nicht.



Zitat (von cojewo2017):
Es wurde vereinbart, dass wir die Reise und Unterkunft für die Hochzeitsplanerin übernehmen.

Jetzt müsste man wissen, was konkret da vereinbart wurde, wie der Wortlaut ist.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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