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Immobilienschenkung mit Bedingungen

6. August 2022 Thema abonnieren
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)
Immobilienschenkung mit Bedingungen

Schönen guten Tag liebe Leser und Leserin,

ich habe folgendes Probleme, bei den Ihr mir vielleicht helfen könnt.

Person A, bekommt von seinen Eltern B vor knapp 10 Jahren das ehemalige Elternhaus geschenkt, jedoch mit Bedingungen.

Die Bedingungen sind,
- das Haus darf nicht verschenkt oder verkauft werden
- bei Tot von A geht das Haus an B zurück

Nun hat A einen Monat nach der Schenkung durch B seine Jugendliebe C wieder gefunden und sie haben ein Jahr später geheiratet.

Nun fragen sich beide zum einen wie es bei einen Sterbefall von A weitergehen würde. Würde wirklich B das Haus zurück bekommen und C geht leer aus, oder gilt hier Staatsrecht (Erbrecht) vor privaten Recht ?

Was ist wenn A & C umziehen möchten (Arbeit, Gesundheit und nicht aus Jucks und Dollerei), dies aber nur mit den Verkauf des Haus hinbekommen würden.
A geht zudem davon aus, dass das Haus eine Wertsteigerung von knapp 50% hat, da A & C in den letzten 10 Jahren gut was investiert haben und in dieser Gegend die Immobilienwerte stark gestiegen sind.

Klar A ist dankbar das er das Haus von B bekommen hat und C hätte A nicht heiraten müssen, aber wir reden hier von einen über 80 Jahren alten Haus mit damaligen Wert von knapp 35.000€. Zudem kommt noch, dass das Haus vor den Bezug von A 6 Jahre leer stand, da B es nicht veräußert bekommen hat und es keins der anderen Kinder von B haben wollte. Das Haus besitzt für B keinen emotional Wert. Steht die Vertragsbedingung hier überhaupt noch im Verhältnis ? Man ist doch irgendwie gefangen und in der freien Entfaltung stark eingeschränkt und irgendwie benachteiligt. Und im Vertragsrecht heißt es doch immer, das keiner der Parteien benachteiligt werden darf.


Mit Gruß der Google-Freak
(der hierzu nix findet )

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19 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102452 Beiträge, 37379x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Was ist wenn A & C umziehen möchten (Arbeit, Gesundheit und nicht aus Jucks und Dollerei), dies aber nur mit den Verkauf des Haus hinbekommen würden.

Es gibt kein Haus zum verkaufen.



Zitat (von Googlefreak1984):
Und im Vertragsrecht heißt es doch immer, das keiner der Parteien benachteiligt werden darf.

Keine Ahnung wo dieses Märchen herkommt.



Zitat (von Googlefreak1984):
Steht die Vertragsbedingung hier überhaupt noch im Verhältnis ?

Im Verhältnis zu was konkret?
Im Verhältnis dazu das man für die Schenkung nichts getan außer zu existieren?



Zitat (von Googlefreak1984):
Würde wirklich B das Haus zurück bekommen

Wenn das vertraglich wirksam vereinbart wurde.



Zitat (von Googlefreak1984):
und C geht leer aus

Nö, C bekommt natürlich den zustehenden Rest


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke für die Antwort.

Ich Frage Mal etwas anders herum, unter selbigen Bedingungen natürlich.

Sie meinten, sofern ich das Richtig verstanden habe, das wenn A stirbt B seine Haus gemäß Vertrag zurück bekommt und C den Rest des übersteigenden Vertragswert als Erbe egal wie viel die Immobilie wert ist, oder eben anders herum C behält das Haus und gibt B die im Vertrag stehenden 35.000€.

Sofern dies damit von Ihnen gemeint ist, Frage ich mich, was mit der bis zum jetzigen Zeitpunkt entstandenen Wertsteigerung ist ?
Beispiel wie im Post,
Im Vertrag steht ein Wert von 35.000€ nach fachlicher Schätzung ist das Haus heute aber 75.000€ Wert, wie kommt A an sein Vermögen von 40.000 (75.000-35.000€) ?

Gäbe es vielleicht die Möglichkeit zu sagen, A verkauft das Haus und übernimmt den Vertragswert für das neue ?
Bzw. A müsste doch zumindest ein Rücktrittsrecht vom Vertrag haben in Form von, er verkauft das Haus und zahlt B aus oder andersherum, A gibt das Haus zurück und B muss die Differenz an A zahlen ?

Gruß Google-Freak

Ach und das mit den, bei Verträgen darf keine Partei benachteiligt werden, liest man auf diversen Anwaltsseiten, ebenso das Forderungen und/ oder Bedingungen im Verhältnis stehen müssen.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102452 Beiträge, 37379x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Sie meinten, sofern ich das Richtig verstanden habe, das wenn A stirbt B seine Haus gemäß Vertrag zurück bekommt

Korrekt.



Zitat (von Googlefreak1984):
und C den Rest des übersteigenden Vertragswert als Erbe egal wie viel die Immobilie wert ist,

Nö, sondern alles andere was zu vererben ist.



Zitat (von Googlefreak1984):
C behält das Haus und gibt B die im Vertrag stehenden 35.000€.

Wenn B damit einverstanden wäre, geht das auch.



Zitat (von Googlefreak1984):
A verkauft das Haus

Zitat (von Googlefreak1984):
er verkauft das Haus

Was konkret ist A denn an
Zitat (von Googlefreak1984):
Die Bedingungen sind,
- das Haus darf nicht verschenkt oder verkauft werden

unverständlich?


A könnte aber einen Kredit im Wert der Immobilie aufnehmen und die Immobilie verpfänden.
Verschenken, verkaufen und vererben ist zwar verboten, aber wenn es gepfändet wird ...


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Unverständlich ist,

zum einen das es nicht sein kann, das wenn das Haus zur Vertragsübergabe einen Wert von 35.000 € hat und A wie C dort soviel Blut, Geld und Schweiß rein stecken der übersteigende Wert von 40.000€ nicht den Beiden gehört. Sondern B somit auch noch das erarbeitete Erbe von A und C erhält, zumindest was die Immobilie angeht, den A und C sorgen ja durch das bewohnen und der Instandhaltung und Modernisierung für eine Wertsteigerung.

Und zum anderen wären A sowie C ja in gewisser Weise dazu gezwungen auf jedenfall aber genötigt in diesen Haus zu versauern.

Ach eins noch, habe eine Bedingung vergessen und zwar die, dass wenn A Schulden macht, also das Haus gepfändet werden soll, B die Immobilie zurück fordern darf.

Bitte die Wortwahl und Ausdrucksweise nicht persönlich nehmen, ist so nicht gemeint. Ich habe nur kein Verständnis dafür wenn es tatsächlich so sein sollte wie Sie sagen.

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102452 Beiträge, 37379x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Bitte die Wortwahl und Ausdrucksweise nicht persönlich nehmen,

Keine Angst, warum sollte ich auch?



Zitat (von Googlefreak1984):
Ich habe nur kein Verständnis dafür wenn es tatsächlich so sein sollte wie Sie sagen.

Ja, die juristischen Sachen sind nicht immer so optimal und gerecht gelöst, da gibt es viele Fallen.



Zitat (von Googlefreak1984):
Und zum anderen wären A sowie C ja in gewisser Weise dazu gezwungen auf jedenfall aber genötigt in diesen Haus zu versauern.

Nö, sie können jederzeit ausziehen und wo anders wohnen. Oder es z.B. vermieten.



Zitat (von Googlefreak1984):
soviel Blut, Geld und Schweiß rein stecken

Das war ja "freiwillig" ...



Insgesamt würde man hier den Wortlaut der vertraglichen Vereinbarungen / Nutzungsbedingungen prüfen müssen, ob sich bei Rückgabepflicht auch eine Ausgleichspflicht ergibt.

Auch interessant: Und was passiert eigentlich wenn B stirbt? Erlöschen dann die Ansprüche auf Rückgabe?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

NACHTRAG

Frage 1: Was könnte A im schlimmsten Fall passieren, wenn er das Haus dennoch verkauft ? Vertragsstrafe ? Wenn ja in welcher Höhe ? Oder kann B das Haus von den ich nenne sie Mal den neuen Eigentümer zurück verlangen und diese dann an A Ran treten ?

Frage 2: Bei einer Scheidung wie sieht es da aus ? Denke dann Mal wie beim Erbe. Also wenn C sich von A Scheiden lassen möchte, da Sie nicht in ein anderes Haus ziehen können, C dort aber weg muss weil sie in den Haus kaputt geht ?

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102452 Beiträge, 37379x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Frage 1: Was könnte A im schlimmsten Fall passieren, wenn er das Haus dennoch verkauft ?

Rückabwicklung des Kaufes inklusive Schadenersatz für Makler, Käufer und Verkäufer, sowie Strafrechtliche Verfolgung nebst Verurteilung.



Zitat (von Googlefreak1984):
Bei einer Scheidung wie sieht es da aus ?

Da C nicht Eigentümerin des Hauses ist, passiert da nichts.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich hatte eben noch einmal recherchiert weil es mich gewurmt hat und Erb- und Scheidungsrecht fallen zwar unter das Privatschutzrecht, da es aber im Grundgesetzt verankert ist, fällt es unter öffentliches Recht oder auch Staatsrecht genannt. Und Staatsrecht geht vor Privatrecht. Was mich zum nächsten Punkt bringt, gemäß Scheidungsrecht besteht für jeden Ehepartner ein staatliches Recht auf Zugewinnteilung und dazu zählen meiner Meinung nach auch die 40.000€ Immobilienwertsteigerung.

Ich werde A und C raten via Beratungshilfeschein einen Anwalt aufzusuchen, um dort nochmal eine Fachkundige Auskunft zu erhalten.

Denn zum einen wäre C vielleicht nie in dieses Haus gezogen oder hätte nie geheiratet, wenn sie gewusst hätte, dass alles was sie in Haus und Grund investiert, vielleicht irgendwann alles für'n ... ist. Denn für C wird das Leben in diesen Haus immer mehr zur Qual, nicht nur weil es für A und C ansich zu groß ist sondern weil es die beiden langsam auffrisst.

Danke für die vielen Antworten.
Gruß Google-Freak

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Lehrling
(1059 Beiträge, 88x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Ich hatte eben noch einmal recherchiert weil es mich gewurmt hat und Erb- und Scheidungsrecht fallen zwar unter das Privatschutzrecht, da es aber im Grundgesetzt verankert ist, fällt es unter öffentliches Recht oder auch Staatsrecht genannt. Und Staatsrecht geht vor Privatrecht.

Oje
Wo hat man da *recherchiert*?

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7006 Beiträge, 4231x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Ich hatte eben noch einmal recherchiert weil es mich gewurmt hat und Erb- und Scheidungsrecht fallen zwar unter das Privatschutzrecht, da es aber im Grundgesetzt verankert ist, fällt es unter öffentliches Recht oder auch Staatsrecht genannt. Und Staatsrecht geht vor Privatrecht. Was mich zum nächsten Punkt bringt, gemäß Scheidungsrecht besteht für jeden Ehepartner ein staatliches Recht auf Zugewinnteilung und dazu zählen meiner Meinung nach auch die 40.000€ Immobilienwertsteigerung.

Was soll das?
Zitat:
Ich werde A und C raten via Beratungshilfeschein einen Anwalt aufzusuchen, um dort nochmal eine Fachkundige Auskunft zu erhalten.

Das kanst du dir sparen.
Zitat:
Denn zum einen wäre C vielleicht nie in dieses Haus gezogen oder hätte nie geheiratet, wenn sie gewusst hätte, dass alles was sie in Haus und Grund investiert, vielleicht irgendwann alles für'n ... ist.

Hinterher ist man immer schlauer - ein Blick ins Grundbuch hätte genügt.
Zitat (von Googlefreak1984):
Frage 1: Was könnte A im schlimmsten Fall passieren, wenn er das Haus dennoch verkauft ?

Er kann nicht verkaufen, da die Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen ist.

A hat das Haus als Schenkung mit den o.g. Auflagen erhalten (welche übrigens absolut üblich sind). Der notarielle Vertrag wurde allen Beteiligten vom Notar wortwörtlich vorgelesen und erläutert. A hatte offensichtlich keine Einwendungen und hat den Schenkungsvertrag unterschrieben und regt sich nun nach Jahren über die Rückauflassungsvormerkung auf? :augenroll:

0x Hilfreiche Antwort

#11
 Von 
cruncc1
Status:
Schlichter
(7006 Beiträge, 4231x hilfreich)

gelöscht

-- Editiert von User am 07.08.2022 11:51

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Also ehrlich Mal, wie sind denn hier einige von Wortwahl und Satzaufbau drauf. Das geht auch angemessener.

C wusste zum Zeitpunkt des Einzug und der Eheschließung zwar, dass das Haus von A nicht verkauft werden darf und von B zurück gefördert werden kann wenn es gepfändet werden soll, sowie dass das Haus im Sterbefall an B zurück geht, aber eben nicht das auch Ihre Investitionen an Haus und Grund darin mit eingeschlossen sind und Beide Blut Schweiß und Geld investiert haben um später ein angemessenes Leben zu führen und vorallem abgesichert zu sein. Beide also A und C waren aufgrund des Scheidungsrecht und vorallem bzgl. dem gesetzliche Erbrecht der Annahme, das dies nur für Haus und Grund im Wert des Überlassungsvertrag gilt. Sodass C im Sterbefall von A wenigstens den übersteigenden Wert als Erbe erhält.
C hätte nicht alles was sie hat in Haus und Grund investiert hätte sie das gewusst. Und A hätte das auch nie zugelassen, wenn er gewusst hätte, das alles was er und vorallem C investiert im Sterbefall von ihm an seine Eltern also B geht und seine Frau C mit nichts da steht und all ihre Investition an seine Eltern gehen.

Noch einmal ganz deutlich. A und C geht es nicht um den Wert der Schenkung sondern um den Zugewinn den es ohne Ihre Arbeit und Ihres Geldes nicht in dieser Höhe geben würde.
An dieser Stelle muss ich mich für einen vorangegangenen Fehler entschuldigen, der heute morgen nach einen Gespräch erkannt wurde.
Dieser ist : Immobilienwert zur Überlassung 35.000€ jetziger Wert + 70.000€ (nicht aktueller Wert = 70.000€).
Also liegt der aktuelle Immmobillienwert bei 105.000€.
Wenn man die Marktlage betrachtet von Häusern die so sind wie es das von A vor 10 Jahren war liegt der Marktwert gerade einmal bei 55.000€. Sodass man zurecht behaupten kann, das A und C Investitionen von ca. 60.000€ geleistet haben.


Und nur um diese (rechnerisch) 60.000€ geht es A und C. Hätten die Beiden das gewusst, das die Investition auch an B übergehen, hätten sie beide das Haus lediglich im regulären angemessenen Zustand gehalten und das Geld für den Notfall angespart.

Und zu der Frage wo ich meine Infos her habe, die entnehme ich den Internet. Natürlich von Kanzleiseiten wo auch Paragraphen dazu aufgeführt sind und auch von Staatsseiten z.B. den öffentlich einsehbaren Gesetzbüchern.

Da ich der Annahme bin, hier bei euch nicht weiter zu kommen und keine Streitigkeiten herauf zu beschwören, erlaube ich mir diesen Post zu schließen. Dennoch danke für eure Zeit.

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Kurzer Nachtrag, da ich eine Frage von Harry überlesen habe.

Ja im Überlassungsvertrag steht, dass sollte B vor A versterben, A mit der Todesbescheinigung die sog. Belastung im Grundbuch entfernen lassen darf.

Was mir noch einfällt falls relevant, es steht keinerlei Begründung im Überlassungsvertrag für die Bedingungen.

Harry Van Sell schrieb:

"Insgesamt würde man hier den Wortlaut der vertraglichen Vereinbarungen / Nutzungsbedingungen prüfen müssen, ob sich bei Rückgabepflicht auch eine Ausgleichspflicht ergibt."

Wie oder was müsste dort stehen ?
Ich hatte die Möglichkeit den Vertrag zu lesen und das einzige meiner Meinung nach, was zu dieser Thematik passen könnte wäre der folgende Abschnitt (in eigenen Wortlaut).

A hat den Vertragsgegenstand ordnungsgemäß/ angemessen instand zu halten.

Hat A vielleicht auch ein Rückgaberecht mit Ausgleichspflicht. Zum Beispiel, weil A auch mit C das Haus nicht mehr halten kann aus finanzieller Sicht ? Bzw. das halten des Haus zu starken finanziellen Einbußen/ Einschränkungen im Leben führt ? Damit meine ich jetzt nicht,.dass man kein Urlaub machen kann oder so, sondern das mittlerweile kein Geld mehr da ist für größere Reparaturen und ähnliches.

Gruß Google-Freak

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(102452 Beiträge, 37379x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Wie oder was müsste dort stehen ?

Das ist so nicht zu sagen, zum einen gibt es unzählige Formulierungen, zum anderen kann es auch sein, das es nicht konkret dort steht, sondern sich "zwischen den Zeilen" ergibt.



Zitat (von Googlefreak1984):
A hat den Vertragsgegenstand ordnungsgemäß/ angemessen instand zu halten.

Bedeutet das genaue Gegenteil von einer Ausgleichspflicht.
Bedeutet auch, das von den Investitionen die A tätigte, erst mal die für das ordnungsgemäße / angemessene Instandhalten abzuziehen wären. Denn dafür stünde ihm ja gar kein Ausgleich zu.
Es bleiben also wenn. dann nur die Kosten für den "Luxus" (also das was über das ordnungsgemäße / angemessene Instandhalten hinausgeht) auszugleichen.

Für die vom Markt verursachte Wertsteigerung dürfte gar kein Ausgleich stattfinden, da A daran überhaupt nicht beteiligt war



Zitat (von Googlefreak1984):
Erb- und Scheidungsrecht fallen zwar unter das Privatschutzrecht, da es aber im Grundgesetzt verankert ist, fällt es unter öffentliches Recht oder auch Staatsrecht genannt. Und Staatsrecht geht vor Privatrecht. Was mich zum nächsten Punkt bringt, gemäß Scheidungsrecht besteht für jeden Ehepartner ein staatliches Recht auf Zugewinnteilung




Bei den Rechercheergebnissen, da frage ich mich, ob wir ernsthaft über Deutschland reden?

Zitat (von Googlefreak1984):
Erb- und Scheidungsrecht fallen zwar unter das Privatschutzrecht,

Ein "Privatschutzrecht" gibt es in DE nicht.



Zitat (von Googlefreak1984):
da es aber im Grundgesetzt verankert ist, fällt es unter öffentliches Recht oder auch Staatsrecht genannt.

Nein, öffentliches Recht ist ganz was anderes, es regelt die Beziehungen des einzelnen Bürgers zum Staat / Trägern öffentlicher Gewalt und das Verhältnis des Staats, der Körperschaften öffentlichen Rechts, der Träger öffentlicher Gewalt zueinander.



Zitat (von Googlefreak1984):
Und Staatsrecht geht vor Privatrecht.

Dafür wäre mir keine Rechtsgrundlage bekannt.



Zitat (von Googlefreak1984):
Was mich zum nächsten Punkt bringt, gemäß Scheidungsrecht besteht für jeden Ehepartner ein staatliches Recht auf Zugewinnteilung

Und das ist schlicht falsch, siehe § 1414 BGB und § 1415 BGB ff.



Zitat (von Googlefreak1984):
Und zu der Frage wo ich meine Infos her habe, die entnehme ich den Internet. Natürlich von Kanzleiseiten wo auch Paragraphen dazu aufgeführt sind und auch von Staatsseiten z.B. den öffentlich einsehbaren Gesetzbüchern.

Da wäre ich doch mal sehr an den Quellen interessiert, insbesondere an den entsprechenden Kanzleiseiten und den Staatsseiten.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43102 Beiträge, 15374x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Was mir noch einfällt falls relevant, es steht keinerlei Begründung im Überlassungsvertrag für die Bedingungen.


Die Bedingungen sind auch ohne Begründung wirksam.

Solche Bedingungen sind auch absolut üblich, d.h. nach den bisherigen Darstellungen sieht es so aus, als würde es sich um einen Standardübertragungsvertrag ohne individuelle Anpassungen handeln.

Zitat (von Googlefreak1984):
Hat A vielleicht auch ein Rückgaberecht mit Ausgleichspflicht.


Nein, jedenfalls ist ein solches Recht aus er bisherigen Darstellung des Sachverhaltes nicht zu erkennen.

Zitat (von Googlefreak1984):
Und zu der Frage wo ich meine Infos her habe, die entnehme ich den Internet. Natürlich von Kanzleiseiten wo auch Paragraphen dazu aufgeführt sind und auch von Staatsseiten z.B. den öffentlich einsehbaren Gesetzbüchern.


Das müssen wohl Seiten irgendwelcher ausländischer Kanzleien gewesen sein und ausländische Gesetzbücher. Dass sich auf der Homepage einer deutschen Kanzlei so etwas finden lässt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

In Deutschland gilt die grundgesetzlich garantierte Vertragsfreiheit, d.h. Privatrecht geht vor Staatsrecht. Davon gibt es nur wenige Ausnahmen und dass eine der Ausnahmen auf diesen Fall zutreffen könnte ist nicht erkennbar.

Zur allgemeinen Rechtslage:
B sind nicht verpflichtet, die im Überlassungsvertrag eingeräumten Rechte auch auszuüben.
Zunächst einmal sterben B in den allermeisten Fällen vor A, so dass es gar nicht zu einer Rückübertragung kommt. Sollte A doch zuerst sterben, dann können B auch auf die Rückübertragung verzichten, so dass C die Immobilie erbt.

Aber auch jetzt schon könnte A mit B vereinbaren, dass die Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch gelöscht wird.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Danke erst einmal für die nun mittlerweile nicht hilfreichen aber sehr wohl aufklärenden Worte Eurer Seite.

Falls es noch jemanden interessieren sollte, hier noch ein bisschen Info zum Fall.

Ohne das den Einzug/ Einkommen von C, hätte A mit seinen Finanzen das Haus weder lange halten können noch ordnungsgemäß/ angemessen Instand halten können.

Hintergrund der gesamten Fragen ist, das A und C mittlerweile erwerbsgemindert sind und dadurch auch die Finanzen nicht ausreichend aufgestockt werden können. Zudem sind sie Kinderlos und die Wohnfläche im allgemein zu groß und unter gesundheitlicher Betrachtung erst Recht. Und als letztes fühlt sich C aus mehreren Gründen dort seid längeren nicht mehr wohl, sodass C mittlerweile Recht starke depressive Phasen hat.

Gruß Google-Freak

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(43102 Beiträge, 15374x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Hintergrund der gesamten Fragen ist, das A und C mittlerweile erwerbsgemindert sind und dadurch auch die Finanzen nicht ausreichend aufgestockt werden können. Zudem sind sie Kinderlos und die Wohnfläche im allgemein zu groß und unter gesundheitlicher Betrachtung erst Recht. Und als letztes fühlt sich C aus mehreren Gründen dort seid längeren nicht mehr wohl, sodass C mittlerweile Recht starke depressive Phasen hat.


Da kann ich nur empfehlen, das Gespräch mit B zu suchen. Mit Zustimmung von B kann die Immobilie selbstverständlich verkauft werden.

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Googlefreak1984
Status:
Frischling
(9 Beiträge, 0x hilfreich)

Mit B zu reden ist natürlich das sinnvollste und es war natürlich auch der erste Gedanke von A und C.

Doch da der eine Teil von B eine ganz eigenwillige Persönlichkeit hat und trotz Namensänderung des Sohn also A nicht wahrhaben will das dieser verheiratet ist (A und C haben still und heimlich ohne Anwesende geheiratet) und oje wie sage ich das jetzt ohne jemanden in die Sche... zu reiten, etwas illegales gefordert hat, ein offenes ehrliches Gespräch nichts bringen wird.

Gruß Google-Freak

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
Kalanndok
Status:
Lehrling
(1206 Beiträge, 192x hilfreich)

Zitat (von Googlefreak1984):
Hintergrund der gesamten Fragen ist, das A und C mittlerweile erwerbsgemindert sind und dadurch auch die Finanzen nicht ausreichend aufgestockt werden können.


Dann sucht man sich eine Wohnung und vermietet das Haus, dann sind auch wieder Einnahmen da.
Das Haus als solches dürfte wohl zumindest im Sinne von SGB XII und SGB II nicht zum Verkauf geeignet sein, aber das Vermieten und selbst woanders unterkommen könnte durchaus zumutbar sein.

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