Erste Hilfe in Rechtsfragen seit 2000.
554.491
Registrierte
Nutzer

KFZ-Langzeitmiete - Rücktritt möglich?

10.1.2020 Thema abonnieren
 Von 
Gönnjamin
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 1x hilfreich)
KFZ-Langzeitmiete - Rücktritt möglich?

Hallo,

ich habe bei einem bekannten Autovermieter eine Langzeitmiete abgeschlossen, welche ich nicht angetreten haben.
Die Unterlagen hat man mir per E-Mail zugeschickt, und 2 Tage später folgte ein Anruf von der Firma, in dem Telefonat Fragte man nach den Kreditkartendaten vollständige Nummer + den dreistelligen Sicherheitscode.
Wir haben ein Datum ausgesucht an dem die Miete regelmäßig eingezogen wird, mir kam dies irgendwie komisch vor, ich habe dann den Vertrag widerrufen meine Karte sperren lassen und eine neue Karte erhalten.
Den Widerruf haben sie abgelehnt, ist bei einer Miete nicht möglich, jetzt erhalte ich regelmäßig Zahlungsaufforderungen.
Bei der Kreditkartengeschichte kam mir das ganze sehr komisch vor, deshalb habe ich "widerrufen"

Komme ich da irgendwie wieder raus oder muss ich dies Zahlen?
Die Rechnungen resultieren aus der nicht angetretenen Miete, man versucht weiter von der gesperrten Karte abzubuchen was aber nicht geht, einen Vorschlag zur neuen Abholung hat man mir nicht angeboten, obwohl man sich ja darauf beruft das der Vertrag eingehalten werden muss.


Am Telefon hat man mir die Miete schmackhaft gemacht mit folgenden Worten:

"Sie erhalten ein Neuwagen, der zuerst von Ihnen gefahren wird, sie können sich Extras aussuchen"
Als Extras habe ich Automatik gewählt, später erfuhr ich dann es wird ein Schalter.

Im Vertrag stand dann Neuwertig und nicht Neu, soweit ich weiß bedeutet Neuwertig nicht NEU.

Habe ich da Chancen rauszukommen?

Aus meiner Sicht sind die "Versprechungen" angreifbar - anders geliefert als im Vertrag stand.

Im Moment laufen bei denen interne Prüfungen zu meinem Anliegen, aber man räumte mir nicht sonderlich große Chancen ein...

Was meint Ihr?


Verstoß melden



10 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80098 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
ich habe dann den Vertrag widerrufen

Auf welcher Rechtsgrundlage?
Wie man den Vertrag beenden kann, dürfte man den vertraglichen Vereinbarungen entnehmen.



Zitat (von Gönnjamin):
Am Telefon hat man mir die Miete schmackhaft gemacht mit folgenden Worten:

Das hat man falsch verstanden. Das Gegenteil beweise man wie?



Zitat (von Gönnjamin):
Im Vertrag stand dann Neuwertig und nicht Neu, soweit ich weiß bedeutet Neuwertig nicht NEU.

Dennoch hat man den Vertrag so unterschrieben? Dann hätte man die Änderungen wohl so akzeptiert.



Zitat (von Gönnjamin):
einen Vorschlag zur neuen Abholung hat man mir nicht angeboten,

Die Pflicht hat er auch nicht, er hat seine Pflichten erfüllt. Jetzt wärst Du am Zuge.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#2
 Von 
Sir Berry
Status:
Richter
(8719 Beiträge, 2826x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
Habe ich da Chancen rauszukommen?

Auch ich kann keine wesentliche Abweichung zwischen dem Mietvertrag und dem offensichtlich zur Abholung angebotenen Auto erkennen.

Zitat (von Gönnjamin):
obwohl man sich ja darauf beruft das der Vertrag eingehalten werden muss.

Das ist halt Sinn der Verträge. pacta sunt servanda würde der Jurist schreiben.
Gilt natürlich für beide Seiten.
Der Vermieter hat seinen Part durch das Angebot der Abholung erfüllt. Ein Lieferverzug ist nicht zu erkennen.

Deine Fallschilderung enthält keinen Grund, der einen Rücktritt vom Vertrag zulässig erscheinen lässt.
Erst gefreut dann gereut, ist kein zulässiger Grund.

Zitat (von Gönnjamin):
deshalb habe ich "widerrufen"

Wurde eine Widerrufsmöglichkeit vertraglich vereinbart? Falls nein, besteht dieses Gestaltungsrecht nicht.

Berry

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#3
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2736 Beiträge, 675x hilfreich)

.

Zitat (von Gönnjamin):
ich habe bei einem bekannten Autovermieter eine Langzeitmiete abgeschlossen, welche ich nicht angetreten haben.


Wo und wie wurde der Vertrag geschloßen?



gruß charly

Signatur: Gruß Charly
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#4
 Von 
Gönnjamin
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 1x hilfreich)

Den Vertrag habe ich Online per E-Mail abgeschlossen.
Meine Kommunikation findet in der Regel immer per E-Mail und Fax statt, hierfür habe ich auf ein kleines Blatt Papier Unterschrieben und gescannt, und in die Datei eingefügt, geht schnell und der Papierkram ist schnell erledigt.

Im "Widerruf" der vermutlich keine Rechtsgrundlage hat, habe ich erwähnt, dass ich nicht damit einverstanden bin bzw. war dass man meine kompletten Kreditkartendaten erfragt hatte, dies wäre ein Verstoß gegenüber meiner Bank, Kreditkartendaten sowie CVV-Code sind geheim zu halten und keinen Dritten preis zu geben.

In der E-Mail ist auch die Rede von einem "Antrag" und nicht von einem Vertrag.
Die PDF-Datei trägt den Namen Antrag und im Antrag steht Vertrag?! und nach erfolgreicher Bearbeitung ist auf einmal die Rede von einer Reservierung?
Eine Reservierung und ein Antrag sind noch lange keine Verträge?!
Es steht außerdem noch folgendes da:
Antrag: Anbietername Vertrag

Wenn ich ein Handy Online bestelle, stelle ich doch auch erst einen Antrag dieser wird genehmigt, und erst dann kommt der DHL-Fahrer mit den Geräten und dem Vertrag. Korrekt?

Die E-Mail im Detail:

Sehr geehrter Herr XXXX,

nochmals vielen Dank für das freundliche Telefonat und Ihr Interesse an unserem Auto-Abo[...]der flexibelsten Art ein Auto zu fahren.
Wie besprochen finden Sie anbei Ihren persönlichen Antrag.
Um von der flexiblen Mobilität der [....]] zu profitieren, bitte ich Sie, die beigefügten Vertragsunterlagen vollständig auszufüllen und unterschrieben zurückzusenden. Nach erfolgreicher Bearbeitung erhalten Sie die Detailinformationen zu Ihrer Reservierung und Abholung.

Für einen monatlichen Festmietpreis und eine einmalige Startgebühr erhalten Sie die Möglichkeit, Ihr Fahrzeug an einer der Stationen in ausgewählten Städten in Deutschland zu folgenden Konditionen anzumieten und an einer der Stationen in zurückzugeben. Die Stationen können auf der t Webseite [xxxxxxxxxxxxxx] eingesehen werden. Bucht der Kunde bei Reservierung oder Abholung des Fahrzeugs an der Station Zusatzleistungen (z.B. Personen-Unfall-Schutz), die nicht im Vertrag inklusive sind, werden diese Zusatzleistungen alle 30 Tage mit der jeweils nächsten Monatsrechnung abgerechnet. Zusatzleistungen sind nur über die gesamte Laufzeit buchbar.

Die Formulierung "Möglichkeit" klingt für mich nicht bindend, im Vertrag habe ich auch nicht zugestimmt abzubuchen oder ähnliches.

Für mich sehr verwirrend, erst ist es ein Antrag, dann wieder ein Vertrag und am Ende "nur" eine Reservierung.
Es ist für mich hier nicht genau ersichtlich ob es nun ein Antrag ein Vertrag oder "nur" eine Reservierung ist, aus meiner Sicht ist kein Vertrag zustande gekommen, ich habe lediglich etwas beantragt.

Die Antwort auf die übersendeten Unterlagen:

Sehr geehrter Herr XXX,

vielen Dank für die Zusendung der Unterlagen. Ich freue mich, Sie als [Anbietername] Kunden begrüßen zu dürfen.
Ihren [Anbieternamen] Vertrag mit dem Fahrzeug-Special Ford Fiesta und der Vertragsnummer XXXX habe ich soeben angelegt und Ihre Reservierung für den 23.10.2019 an der Station Berlin Mitte/Potsdamer Platz vorgenommen.

Von einer Reservierung war aus meiner Sicht nie die Rede, lediglich ein Antrag wurde gestellt, dieser ist genehmigt wurden und nun fehlt die "Willenserklärung" für den Vertrag.


Sorry, solch eine Antwort sprengt vermutlich den Rahmen, ich habe einfach mal etwas "Nachgedacht" ohne irgendwelche § zu kennen so wie ich die Sache sehen würde, wenn ich falsch liege sorry.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80098 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
dies wäre ein Verstoß gegenüber meiner Bank, Kreditkartendaten sowie CVV-Code sind geheim zu halten und keinen Dritten preis zu geben.

Wie kommt man denn auf so einen Quatsch?


Gemietet als Privater oder als Unternehmer?


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#6
 Von 
Gönnjamin
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 1x hilfreich)

Gemietet als Privat.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#7
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4944 Beiträge, 1657x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
dass man meine kompletten Kreditkartendaten erfragt hatte, dies wäre ein Verstoß gegenüber meiner Bank, Kreditkartendaten sowie CVV-Code sind geheim zu halten und keinen Dritten preis zu geben

Mal nur so aus Neugier, wofür genau sind Kreditkartennummer und CVV-Code deiner Ansicht nach da, wenn nicht zum Bezahlen von Verbindlichkeiten?

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#8
 Von 
Gönnjamin
Status:
Beginner
(50 Beiträge, 1x hilfreich)

Wie ich ja bereits schrieb, Sie erfragten am Telefon die Daten.
Von Gültigkeitsdauer Kartennummer bis hin zum CVV Code.

Das man damit Verbindlichkeiten begleicht ist mir durchaus bewusst, aber dann möchte ich dies tun und die Daten verschlüsselt übermitteln, und nicht mündlich am Telefon.

Wir können ja mal weiter spinnen, die Bank bekommt es mit, dass ich die Daten weitergeben habe, in dem Zeitraum wird unberechtigt abgebucht von der Karte, am Ende bleibe ich auf dem Schaden sitzen weil, jemand die Daten von mir hat.
Wenn jemand den cvv hat kann er damit machen was er will..

Klar ist die Zahlung per 3D Secure abgesichert, aber nicht bei jeder Transaktion, hatte ich erst kürzlich erlebt, 76 Euro ohne Eingabe einer Autorisierungspin.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(80098 Beiträge, 33795x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
aber dann möchte ich dies tun und die Daten verschlüsselt übermitteln, und nicht mündlich am Telefon.

Machen wir es kurz: dein Argument ist für die Tonne.
Du hast schlicht keine Ahnung wie man eine Kreditkarte nutzt bzw. wie die Abläufe sind. Das und die daraus resultierende Zahlungsverweigerung sind aber nicht das Problem des Vermieters.


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

#10
 Von 
BigiBigiBigi
Status:
Master
(4944 Beiträge, 1657x hilfreich)

Zitat (von Gönnjamin):
Wenn jemand den cvv hat kann er damit machen was er will..

Wofür ist deiner Ansicht nach der CVV da, wenn du ihn niemandem sagen kannst?
Der dient zur zusätzlichen Absicherung, aber dazu mußt du ihn natürlich an den Zahlungsempfänger übermitteln.
(Ich glaube ich weiß, was du dir vorstellst; daß bei einer Zahlung die Daten nur an die Bank gehen und die dem Empfänger nur den Eingang bestätigt, vgl. wie bei PayPal; das ist aber nicht der Fall.)

Zitat (von Gönnjamin):
Das man damit Verbindlichkeiten begleicht ist mir durchaus bewusst, aber dann möchte ich dies tun und die Daten verschlüsselt übermitteln, und nicht mündlich am Telefon.

Wieso, denkst du, man hört dein Telefon ab?

Abgesehen davon, selbst wenn deine ganzen absurden Ansichten zur Kreditkartenzahlung richtig wären, wieso soll sich ein Sonderkündigungsrecht daraus ergeben, daß man diese Informationen telefonisch *erfragt* hat? Du hättest ja sagen können, du möchtest sie nur "verschlüsselt" übermitteln.

0x Hilfreiche Antwort Verstoß melden

Jetzt Anwalt dazuholen.

Für 60€ beurteilt einer unserer Partneranwälte diese Sache.

  • Antwort vom Anwalt
  • Innerhalb 24 Stunden
  • Nicht zufrieden? Geld zurück!
  • Top Bewertungen
Ja, jetzt Anwalt dazuholen

Und jetzt?

Für jeden die richtige Beratung, immer gleich gut.
Schon 196.207 Beratungen
Anwalt online fragen
Ab 25
Rechtssichere Antwort in durchschnittlich 2 Stunden
82.394 Bewertungen
  • Keine Terminabsprache
  • Antwort vom Anwalt
  • Rückfragen möglich
  • Serviceorientierter Support
Anwalt vor Ort
Persönlichen Anwalt kontaktieren. In der Nähe oder bundesweit.
  • Kompetenz und serviceoriente Anwaltsuche
  • mit Empfehlung
  • Direkt beauftragen oder unverbindlich anfragen
Alle Preise inkl. MwSt. Zzgl. 2€ Einstellgebühr pro Frage.