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Käufer tritt nach 7 Monaten vom Möbel Kaufvertrag (privat) zurück.

13.3.2020 Thema abonnieren
Geschlossen Neuer Beitrag
 Von 
guest-12325.03.2020 13:15:45
Status:
Frischling
(4 Beiträge, 0x hilfreich)
Käufer tritt nach 7 Monaten vom Möbel Kaufvertrag (privat) zurück.

Liebe Forum Mitglieder,

ich bitte um Eure Meinung und Kenntnisse!

Ich habe im Juli 2019 via Ebay-Kleinanzeigen ein teueres großes Kinderbett für 350,-Euro verkauft. Das Kinderbett steht zur Abholung in Köln und Käuferin wohnt in Dresden.
Es wurde vereinbart dass die Käuferin bis zum August 2019 das Kinderbett abholen kommt. Außerdem hat die Käuferin eine Anzahlung in Höhe von 100,- Euro für das Kinderbett via Bankkonto überwiesen.
Im August 2019 meldete sich die Käuferin nicht, sagte auch nichts ab. Ich melde mich an die Käuferin auch nicht. Die Käuferin meldet sich erst im Februar 2020 (!) also 7 Monate später und teilt wie aus dem Himmel geschoßen einen Abholtermin an. Sie kommt am ersten Abholtermin nicht und sagt es vorher auch nicht ab. 4 Tage später erst meldet sich die Käuferin wieder und teilt erneut einen zweiten Abholtermin an. Erneut kommt die Käuferin nicht, hat jedoch den Kaufpreis also die Restschuld in Höhe von 250,- Euro vollständig beglichen/überwiesen.

In der Zwischenzeit habe ich der Käuferin zwei Mal die Frist gesetzt – einmal mit Dauer von 14 Tagen – das Kinderbett abzuholen mit der Folge, dass ich die Kaufsumme, im Falle sie holt das Kinderbett nicht ab, als Vertragsstrafe geltend mache. Für mich als privat Verkäuferin sind Schäden entstanden: Aus Platzgründen, wurde das Kinderbett in der Garage untergebracht, welche ich dadurch nicht untervermieten konnte. Sie steht sonst leer bei mir. Mehrmaliges Verlagern des Kinderbettes aus der Garage in die Wohnung und wieder zurück, da die Käuferin mich bis jetzt jedes Mal – zwei Mal – versetzt hat.

Zuletzt formuliert die Käuferin eine Rücktrittserklärung mit folgender Begründung:
"Andererseits forderten Sie am XX meinen explizit zu erklärenden Verzicht auf die gesetzliche Mängelhaftung, den Sie zur Voraussetzung für die Übergabe der vertraglich vereinbarten Kaufsache erklärten. Sie bestätigten Ihre Auffassung nochmals in einer Mail vom XX. Ich halte das für vertragswidrig. Daher trete ich mit sofortiger Wirkung vom Kaufvertrag zurück."

Weiter schreibt die Käuferin:
"Soweit Sie in ihren AGBs als Verkäuferin die Mängelrechte ausschließen, handelt es sich um unwirksame Klauseln.
Soweit Sie einen vertraglichen Verzicht von mir als Käuferin verlangen und diesen für die Übergabe voraussetzen, handelt es sich um vertragswidriges Verhalten. Es legitimiert ganz unproblematisch meinen erfolgten Rücktritt vom Kaufvertrag."

Also nach dem ich das Kinderbett 7 Monate lang für die Käuferin es gelagert habe, tritt Sie jetzt zurück weil ich vor dem Abholtermin explizit einen Gewährleistungsausschluss formuliert habe. Sie droht mit Anwalt und gerichtlicher Klage und möchte die Kaufsumme zurück erstattet bekommen.

Ich hingegen bestehe auf die Abholung des Kinderbettes oder einer Schadensbegrenzung durch die Käuferin.

Wer ist im Recht?

-- Editiert von Annalenarecht123 am 13.03.2020 06:27

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1 Antwort
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#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(79562 Beiträge, 33728x hilfreich)
Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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