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Kosten Erstberatung Kieferorthopäde

24.10.2011 Thema abonnieren
 Von 
xChristianx
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)
Kosten Erstberatung Kieferorthopäde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bitte in der oben aufgeführter Angelegenheit um Meinungen bzw. um Rat.

Zu meiner Person ich bin volljährig und vom Beruf Soldat, somit besitze ich einen Krankenversicherung und muss die entstandenen Kosten selbst tragen.

Ich war zur Erstberatung bei einem Kieferorthopäden, nach zwei Monaten wurde mir eine Rechnung zugesendet, mit der Aufforderung die Beratung zu bezahlen. Ich war der Ansicht, dass das Beratungsgespräch kostenfrei ist, da nichts anderes ausgemacht wurde bzw. vereinbart wurde.

Muss ich auf die Kostenpflichtigkeit hingewiesen werden?


Mit freundlichen Grüßen




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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6985 Beiträge, 4809x hilfreich)

Möglicherweise hättest du dich auch selbst informieren müssen, das ein Kieferorthopäde nicht für lau arbeitet ist ja klar. Als "normal" Versicherter werden diese Kosten durch die PKV oder GKV übernommen. Du als Soldat müsstest aber auch wissen, dass du nur Anspruch auf truppenärztliche Versorgung hast und Kosten für Ärzte ausserhalb der Bundeswehr nur erstattet werden können, wenn eine truppenzahnärztliche Überweisung vorliegt.

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#2
 Von 
xChristianx
Status:
Frischling
(13 Beiträge, 0x hilfreich)

§ 3
Leistungen außerhalb der vertragsärztlichen Versorgung

Leistungen, für die eine Leistungspflicht der Krankenkassen nicht besteht, können nur im Rahmen einer Privatbehandlung erbracht werden, über die mit dem Versicherten vor Beginn der Behandlung ein schriftlicher Behandlungsvertrag abge-schlossen werden muss.
(2) Der Ausschluss aus der vertragsärztlichen Versorgung gilt insbesondere für folgende Leistungen:

die Behandlung von Zahnkrankheiten, die in der Regel durch Zahnärzte erfolgt, mit Ausnahme

2.1 der Behandlung von Mund- und Kieferkrankheiten durch die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie,


Der Vertragsarzt darf von einem Versicherten eine Vergütung nur fordern


5. die ärztliche Versorgung von Personen, die aufgrund dienstrechtlicher Vorschriften über die Gewährung von Heilfürsorge einen Anspruch auf unentgeltliche ärztliche Versorgung haben, ärztliche Untersuchungen zur Durch-führung der allgemeinen Wehrpflicht sowie Untersuchungen zur Vorbereitung von Personalentscheidungen und betriebs- und fürsorgeärztliche Untersu-chungen, die von öffentlich-rechtlichen Kostenträgern veranlasst werden.

§ 18
Zuzahlungspflichten der Versicherten und
Vergütungsanspruch gegen Versicherte

(8) Der Vertragsarzt darf von einem Versicherten eine Vergütung nur fordern
2. wenn und soweit der Versicherte vor Beginn der Behandlung ausdrücklich ver-langt, auf eigene Kosten behandelt zu werden, und dieses dem Vertragsarzt schriftlich bestätigt,
3. wenn für Leistungen, die nicht Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung sind, vorher die schriftliche Zustimmung des Versicherten eingeholt und dieser auf die Pflicht zur Übernahme der Kosten hingewiesen wurde.



Ich dachte das sagt aus, dass ich auf die Kosten hingewiesen werden muss?!

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#3
 Von 
Flo Ryan
Status:
Senior-Partner
(6985 Beiträge, 4809x hilfreich)

Hier geht es um Behandlungen, aber wurdest ja nicht behandelt.

Daher wäre es wichtig zu wissen, was da vor der Beratung abgelaufen ist. Bist du nicht nach deiner Versicherungskarte gefragt worden? Du bist ja wahrscheinlich nicht einfach so ins Sprechzimmer spaziert.

Den wie gesagt, die GKV und PKV übernehmen die Kosten für die Erstberatung, die Kosten für die Behandlung dann aber nur bei medizinischer Notwendigkeit (so es mitversichert ist), ansonsten gilt ab dem Zeitpunkt das von dir oben zitierte.

Was du ja in jedem Fall mal machen kannst ist, ein freundliches Schreiben aufzusetzen in dem du Nachfragst, auf welcher Grundlage dir diese Kosten berechnet werden.

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