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Kosten Unitymediarechnung nach Vertragswechsel und verplanter Receiver- und Simkarten-Rücksendung

 Von 
Lumpi_L
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kosten Unitymediarechnung nach Vertragswechsel und verplanter Receiver- und Simkarten-Rücksendung

Hallo Leute,

ich habe im vergangenem Monat einen Vertragswechsel bei Unitymedia durchgeführt, indem der alte Vertrag gekündigt wurde, um den neuen Vertrag aufzugeben. Im Zuge dessen bin ich (rechtens) dazu aufgefordert worden meine Hardware (zwei HD-Receiver und zwei SIM-Karten) zurück zu schicken. Dies habe ich nun leider etwas verpeilt und konnte nun bei der aktuellen Rechnung staunen, dass ich pro Receiver 99€ und pro SIM-Karte 35€ zu zahlen habe. Meines Erachtens nach absolut überzogen dafür, dass man nur ein paar Sachen nicht zurüpck geschickt hat, weil man anderes im Kopf hatte. Zumal ich weder eine Erinnerung, noch eine Mahnung erhalten habe. Ist das tatsächlich rechtens nicht zurück gesendete Receiver und Karten in solch einer Höhe (insgesamt 268€!!!) zu berechnen?!?! Ich sehe ein, dass ich vllt einen Aufschlag zahlen muss, oder eine Mahnung erhalte. Aber ich habe keine Mahnung, nichts von einem Inkassounternehmen, nada. Nur eine Rechnung in Höhe von 307€ gesamt, inklusive des neuen Vertrages, der davon gerade mal 50€ ausmachen würde... wenn überhaupt.

Ich hoffe auf Ratschläge, da ich in dieser Thematik absolut nicht bewandert bin und bedanke mich im Voraus bei allen Helfern!!!

-- Editiert von Lumpi_L am 26.11.2018 13:13

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Vertrag Mahnung Rechnung


12 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7781 Beiträge, 3266x hilfreich)

Meist reicht das nachträgliche Zurücksenden!

Sind es wirklich Handy-SIM-Karten oder Dekodier-Karten für den Receiver?
Die Höhe der Forderung kann an sich nur den Zeitwert darstellen. Dazu sollte UM bei weiteren Forderungen die Neukosten und die Abschreibung belegen. Handy-SIM-Beträge sind in der Höhe von Gerichten als unzulässig eingestuft worden.
Also probier es mit nachträglicher Rücksendung. Mit Zeugen verpacken, Daten beilegen und nachweisbar ab die Post.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#2
 Von 
Lumpi_L
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Schonmal vielen dank für die Antwort! Werde es natürlich jetzt sofort losschicken. Sollte ich das Geld denn wieder einziehen (alles außer die vertraglichen Laufkosten versteht sich), wenn sie es denn nun abbuchen? Aktuell liegt nur diese Rechnung vor, aber so wie ich Unitymdeia kenne, werden die auch den vollen Rechnungsbetrag einziehen. Und der ist ja gerade das Happige... . Es handelt sich um Dekodierkarten für die HD-Receiver.

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#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7781 Beiträge, 3266x hilfreich)

Tja, kommt drauf an.
Sinnvollerweise entzieht man die Einzugsermächtigung zu einem Fixtermin nach Vertragsende. Dann ist jegliche Abbuchung unberechtigt. Das kann man auch ggf. nachholen und der Rechnung widersprechen.

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#4
 Von 
Lumpi_L
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich bin ja weiterhin Kunde, deswegen wäre jeglicher Einzug der Einzugsberechtigung nicht rechtens und ein Vertragsbruch, oder? Ich habe den alten Vertrag gekündigt, um einen Neuen zeitlicher zu erwirken, das war der einzige Weg. Aber ich bin wie gesagt nach wie vor Kunde bei Unitymedia.

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#5
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7781 Beiträge, 3266x hilfreich)

Dann bleibt ggf. nur die zeitweise Umstellung auf Zahlung per Rechnung, denn so ist das Konto zur Selbstbedienung freigegeben. Oder man könnte den Einzug explizit für diesen Vertrag untersagen!

-- Editiert von Mr.Cool am 26.11.2018 14:18

Signatur:Vernunft ist wichtiger als Paragraphen
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#6
 Von 
fb367463-2
Status:
Senior-Partner
(6008 Beiträge, 2610x hilfreich)

Ich würde es auf gar keinen Fall zurückbuchen. Immerhin sind Sie derjenige, der säumig ist, von daher.....

Lt den AGB ist die Frist, in der Sie die Sachen zurückschicken müssen, 10 Tage (siehe Abs 4.15 und 4.16)

Wenn schon eine Frist gesetzt ist, braucht man Sie nicht noch mal zu mahnen - und ganz gewiss wollen Sie auch nicht von einem Inkassobüro gemahnt werden, weil Sie nämlich dann gleich noch mal schlanke 50 oder 100 € drauf klatschen können auf den Preis. Senden Sie die Sachen gut verpackt zurück mit Zustellnachweis und versuchen Sie dann zu verhandeln. So würde ich es jedenfalls machen.

-- Editiert von fb367463-2 am 26.11.2018 22:49

Signatur:Wenn mein Beitrag hilfreich ist, freue ich mich über einen Klick auf "hilfreich" unten. Danke :)
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#7
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22505 Beiträge, 14870x hilfreich)

Zitat:
Ich würde es auf gar keinen Fall zurückbuchen. Immerhin sind Sie derjenige, der säumig ist, von daher.....

Das ist keine Grund dafür, "frei erfundenen Unsinn" zu fordern (siehe Mr.Cools Stichwort "Zeitwert").

Zitat:
Lt den AGB ist die Frist, in der Sie die Sachen zurückschicken müssen, 10 Tage (siehe Abs 4.15 und 4.16)

Selbst wenn man hier von einem Verzug ausgeht, stellt dies kein Ausschluss dar. So wie Mr.Cool schreibt: Einfach nun zurücksenden, dann gibt es keinerlei Anspruch mehr auf Geld.

Zitat:
und ganz gewiss wollen Sie auch nicht von einem Inkassobüro gemahnt werden, weil Sie nämlich dann gleich noch mal schlanke 50 oder 100 € drauf klatschen können auf den Preis.

%0 oder 100€ sind übrigens völliger Blödsinn. Aber auch das Einschalten eines Inkassos ist völliger Unsinn. Denn die Geldforderung befindet sich mitnichten in Verzug.

Zitat:
und versuchen Sie dann zu verhandeln

Es gibt nichts zu verhandeln. Man schuldet ausschließlich die Hardware, keinerlei Geld.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#8
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10295 Beiträge, 7392x hilfreich)

Bevor man auf dem Zeitwert herumreitet:
Kabel-hardware ist deutlich teurer als Satelliten-hardware. Und gebrauchte Hardware, die mit dem Kabelnetz von UM kompatibel ist, hat auch einen nicht unerheblichen Zeitwert. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die Idee, meinen Miet-Reciever von UM durch ein selbst gekauftes Gebrauchtgerät zu ersetzen. Der Marktpreis hat mich dann doch davon abgehalten.
Was ich damit sagen will: 99€ für einen gebrauchten, UM-kompatiblen HD-Reciever sind nicht unbedingt überhöht. Kommt halt auf das Modell an.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#9
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22505 Beiträge, 14870x hilfreich)

Lustigerweise bietet Unitymedia den ja selbst an zum Kauf. Und normale Modelle sind da durchaus bei rund 100€ oder ganz knapp drüber zu kaufen. Neu wohlgemerkt.

Ich kanns zwar mit Gewissheit nicht sagen, aber dass solche Hardware nahezu keinem Preisverfall unterliegen würde, halte ich für ein eher schwaches bzw. nicht vertretbares Argument.

Signatur:Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche
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#10
 Von 
drkabo
Status:
Gelehrter
(10295 Beiträge, 7392x hilfreich)

Mein 10(!) Jahre alter Miet-Reciever geht bei eBay aber derzeit gebraucht immer noch für 60€ und mehr weg. Gut, vor 10 Jahren war es ein High-End-Modell. Aber auch 10 Jahre später kann das Gerät immer noch mit aktueller Hardware mithalten. Will sagen: Produktzyklen und Lebensdauer sind im Kabelbereich doch recht hoch, was sich in einem eher geringen Wertverfall bemerkbar macht.

Signatur:Für alle meine Beiträge gilt §675(2) BGB.
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#11
 Von 
Mr.Cool
Status:
Schlichter
(7781 Beiträge, 3266x hilfreich)

Marktwert ist aber nicht Zeitwert. Die 99€ deuteten aus meiner Sicht auf Neupreis hin. Nach 2 Jahren Nutzungszeit und 3/5 Jahren Abschreibung sind dann noch 33€ oder 40€ fällig. Auch dann, wenn der Ebay-Marktwert bei 80€ liegt.
Es ist ja bekannt, das die Firmen es immer zuerst mit Neuwert probieren. Wenn mann dann den Preis für die Dekodierkarten sieht (Materialwert 1€?). :augenroll:

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#12
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(22505 Beiträge, 14870x hilfreich)

Beim Schadensersatz kommt es nicht auf irgendeinen Preis bei eBay an. Denn das ist nicht der Markt, wo sich Unitymedia bedient.
Unitymedia müsste IMHO offen legen, in welchen Intervallen solche Geräte abgeschrieben werden. Und da eine Abschreibung über 5 oder gar 10 Jahre eher unüblich ist, schon aus steuerlichen Gründen...

Aber all das ist eher akademisch. Fakt ist: Wenn die Hardware nachträglich noch zurückgesandt wird, verschwindet auch jeglicher Anspruch auf irgendeine Geldzahlung.

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