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Kredit für Freund in Not: Hilfe mit rechtlichen Konsequenzen?

6. März 2022 Thema abonnieren
 Von 
Marc5863
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kredit für Freund in Not: Hilfe mit rechtlichen Konsequenzen?

Guten Tag erstmal,
die Vorgeschichte kurz zusammengefasst:
Aufgrund einer hohen Nachzahlung meines Stromanbieters, bat ich einen Freund um Hilfe einen Kredit über 3000€ aufzunehmen.
(Bevor ich in irgendeine Schublade gesteckt werde: Ja, Schufa-Eintrag vorhanden, fällt erst in 2 Monaten weg und basierte auf einem Vertrag meiner verstorbenen Exfreundin, der an mein Bankkonto gebunden war.)
Da ich (26) leider keine Eltern mehr habe und auch sonst keinen großen Kontakt zum Rest der Familie, sind meine Freunde meine nächsten Bezugspersonen.
Habe einen recht guten Job + Nebenjob und noch ein paar andere Bezüge, musste aber meine Freundin und meinen Mitbewohner kurzzeitig mitversorgen (Probleme in ihrer Arbeitsstelle) und war daher momentan finanziell nicht so gut aufgestellt.
Soooo, nun zum Sachverhalt:
Der von mir um Hilfe gebotene, sehr gute Freund hat mir, nach Schilderung meiner Lage, ohne groß zu zögern und natürlich mit viel Vertrauen mir gegenüber, auf seinen Namen, einen Online-Sofortkredit beantragt inkl. Ident-Verfahren und Lohnnachweise. Dieser wurde dann wie angegeben auf mein Bankkonto freigegeben. Also er ist der Kreditnehmer und ich also der abweichende Zahlungsempfänger.
Als jedoch sein kontrollsüchtiger Vater (ehm. Bundeswehrausbilder) davon Wind bekam (er ist 21 und wohnt noch im Elternhaus), brach dort für ihn die Hölle los.
Ohne vernünftig mit sich reden zu lassen, vertrat er mit wehementer Sturheit seine Meinung, dass man sowas für Freunde nicht mache und entriss seinem Sohn die volle Verantwortung des so großen ,,Fehlers' durch verbale Unterdrückung.
Unter dem Druck es jedem Recht machen zu wollen, bezieht der Sohn, also mein sehr guter Freund, leider keine Position in seinem Handeln oder seiner Meinung und muss erstmal den Kopf freikriegen.
Ein vernünftiges Gespräch meinerseits mit seinem Vater, war leider von Anfang an nicht möglich, da er mir, ohne mich ansatzweise zu kennen, direkt herablassend und respektlos entgegnete und anscheinend der Meinung war, er könne mir, wie seinem Sohn, Befehle erteilen ohne widerrede.

Nun zu meiner Frage:
Sein Vater hat mir in seinem Groll ein Zeitlimit von ein paar Tagen gesetzt, den Kredit zu tilgen und seinen Sohn da sofort von zu befreien und ist anschließend zur örtlichen Polizei gefahren um sich zu informieren, welche Möglichkeiten ihm ein eventuelles Zuwiderhandeln offenbaren. Habe ich in irgendeiner Art und Weise irgendwelche rechtlichen Schritte zu befürchten?

Vielen Dank für jede produktive Antwort!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
muemmel
Status:
Unbeschreiblich
(30885 Beiträge, 16554x hilfreich)

Nö. Zum einen wird die Polizei dem Vater erklären, dass sie keine Rechtsberatungsstelle ist, zum anderen geht es ihn nichts an, was sein volljähriger Sohn tut.

Signatur:

Bei nur einer Ratte im Zimmer handelt es sich nicht um einen Reisemangel ( Amtsgericht Köln).

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104070 Beiträge, 37591x hilfreich)

Zitat (von muemmel):
Nö.

Sehe ich etwas kritischer ...



Zitat (von Marc5863):
Habe ich in irgendeiner Art und Weise irgendwelche rechtlichen Schritte zu befürchten?

Ohne hellsehereiche Fähigkeiten nicht seriös zu beantworten.
Niemand weis was der Vater alles unternimmt, was er der Polizei erzählt, wie der Sohn sich unter seiner Beeinflussung verhält, ...



Zitat (von muemmel):
Zum einen wird die Polizei dem Vater erklären, dass sie keine Rechtsberatungsstelle ist, zum anderen geht es ihn nichts an, was sein volljähriger Sohn tut.

Vollkommen richtig. Nur das letztere ist beim Vater noch nicht angekommen und wird vermutlich dort nicht ankommen.



Zitat (von Marc5863):
den Kredit zu tilgen und seinen Sohn da sofort von zu befreien

Das dürfte so gar nicht möglich sein, da das die vertraglichen Vereinbarungen mit der Bank wohl nicht zulassen.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
CarstenF
Status:
Schüler
(263 Beiträge, 44x hilfreich)

ich nehme an, es wurden gewisse Rückzahlungsmodalitäten mit deinem Freund vereinbart? Solange du diese einhältst, wüsste ich nicht, was du zu befürchten hast.

0x Hilfreiche Antwort

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