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Kündigung Domain per E-Mail

29. Juni 2009 Thema abonnieren
 Von 
elgerrito
Status:
Frischling
(1 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung Domain per E-Mail

Hallo!

Ich habe eine com-Domain bei einer Webhosting-Firma gebucht. Letztes Jahr hatte ich dieses Angebot dann über deren online-Formular unter Angabe der Kundennummer gekündigt.
Per E-Mail erhielt ich darauf Antwort, dass mein Kündigungswunsch zur Kenntnis genommen wurde, aber a) eine schriftliche Kündigung notwendig sei und b) sich nach dem Grund erkundigt wurde (wobei b recht irrelevant ist). Einer weiteren schriftliche Kündigung meinerseits ist dann aber nicht mehr erfolgt.

Nun meldete sich die Firma wieder und besteht darauf, dass nicht gekündigt worden sei, da höchstens elektronisch signierte Kündigungen per E-Mail rechtens wären.

Zitat (von AGB):
"Jede Kündigung bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform, welche auch durch
Telefax als gewahrt gilt."


Nun verhält es sich ja so, dass man in die AGBs viele Dinge hineinschreiben kann, welche später nicht relevant sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass zur Kündigung eines Webhosting-Angebots der Gesetzgeber vorschreibt, dass dies elektronisch signiert zu erfolgen hat (§ 126 / 126 a)

Leider finde ich zu Kündigungen per E-Mail nur "wichtige Angelegenheiten" wie Arbeitsplatz, Mietvertrag usw.

Hat jemand von Ihnen Erfahrung, wie sich das bei solchen Dingen verhält? Immerhin hat mir die Firma den Eingang der - angeblich nicht rechtswirksamen - Kündigung bestätigt....

Vielen Dank,
Gerrit

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1 Antwort
Sortierung:
#1
 Von 
Tonitronic
Status:
Praktikant
(939 Beiträge, 268x hilfreich)

Wenn die Schriftform vereinbart wurde, ist diese auch einzuhalten.

Eine Eingangsbestätigung einer formwidrigen Kündigung stellt noch keine (konkludente) Zustimmung zu einer Ausnahmeregelung dar, daß hierfür das Formerfordernis aufgehoben sei.

Abgesehen davon hat die Schriftform ja einen Sinn (etwa die bessere Beweisbarkeit der Identität des Kündigenden). In der Bestätigung "wir haben eine Kündigung von jemandem erhalten, der behauptet, Hein Spack zu sein" liegt ja noch keine Willenserklärung "wir akzeptieren diese Kündigung als wirksame Kündigung des Herrn Hein Spack, Süderhof 12, Norderbrarup oder umgekehrt".

> Ich kann mir nicht vorstellen, dass zur Kündigung eines Webhosting-Angebots der Gesetzgeber vorschreibt, dass dies elektronisch signiert zu erfolgen hat

Wenn *vertraglich* Schriftform vereinbart wurde, ist diese per Email nur durch eine qualifizierte elektronische Signatur einzuhalten.

Das ist dann halt Pech, wenn man noch sehenden Auges darauf verzichtet, nachdem man darauf hingewiesen wurde. Jetzt dürfte es ja zu spät sein.

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