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Kündigung eines Fitnessstudio Vertrages

12. November 2014 Thema abonnieren
 Von 
xcv
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Kündigung eines Fitnessstudio Vertrages

Hallo,

versuche bei euch nun einen Rat bzw. Aufklärung zu finden, da im Internet offene Fragen für mich bestehen.

Ich kündigte per Post vor Vertragsende meinen Vertrag eines Fitnessstudios mit einem hausärztlichem Attest.
In diesem Attest stand, dass ich für die nächsten 2 Jahre keinen größeren Belastungen nachgehen soll.

Das Fitnessstudio lehnte diese Kündigung ab, da Sie nicht rechtens sei. Sie wollen ein zusätzliches Attest vom Facharzt.

Außerdem ein Vorschlag des Studios: Persönliches Wiederaufbau Training <- Ich schloß den Vertrag vor der plötzlichen Erkrankung ab, mit der Absicht Kraft und Ausdauersport zu betreiben.
Durch das Angebot (keine Preisänderung!) müsste ich auf Geräte verzichten, sowie den eigentlichen Sportumfang, den ich geplant hatte.

Ich habe keinerlei Interesse.

Nun bekam ich eine Mahnung mit der Aufforderung den Mitgliedsbetrag zu bezahlen.

Meine Frage:

Reicht es wirklich nicht aus, ein hausärztliches Attest vorzulegen, indem steht: "Herr xxx darf in den nächsten 2 Jahren keinen größeren Belastungen nachgehen."

Kann der Vertrag stillgelegt werden?
Oder gelten 2 Jahre als dauerhaft, und ich kann den Vertrag außerordentlich kündigen?

Wenn ja, gibt es irgendwelche Paragraphe oder Formulierungen, die ich in das Post-schreiben für das Studio mit einbringen kann, damit es "professionell" klingt?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Viele Grüße

Fragen zu einem Vertrag oder Klauseln?

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3143 Beiträge, 3447x hilfreich)

http://www.anwalt.de/rechtstipps/fristlose-kuendigung-eines-fitnessvertrages-bei-krankheit-moeglich_030191.html

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1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
HeHe
Status:
Richter
(8180 Beiträge, 3649x hilfreich)


Die hier zitierten Urteile lesen sich auf den ersten Blick -für dich- positiv, aber man muss beachten, dass jeder Fall ein Einzelfall ist.

AG Hamburg, 2007:

quote:<hr size=1 noshade>Grundsätzlich trägt der Kunde eines Fitnessstudios das Verwendungsrisiko hinsichtlich der Nutzung der ihm durch den Vertrag offenstehenden Fitnesseinrichtungen. Ein fristloses Kündigungsrecht gemäß § 314 BGB und damit eine Ausnahme von dem o. g. Grundsatz besteht lediglich dann, wenn der Kunde durch eine nicht vorhersehbare Erkrankung auf unbestimmbare Zeit daran gehindert ist, die Leistungen des Fitnessstudios in Anspruch zu nehmen, sodass ein Festhalten an einem langjährigen Vertrag für ihn unbillig wäre <hr size=1 noshade>


Ob die Attestierung, du sollst ´´keinen größeren Belastungen nachgehen ´´ ist m. E. noch keine Ausnahme vom Grundsatz, dass das Verwendungsrisiko beim Kunden liegt: In Fitnessstudios sind auch Übungen ohne große Belastung möglich.


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1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
xcv
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke für die Antwort!
Also beim Fitnessstudio unserer Gegend nicht.
Sehe es halt auch nicht ein auf einem Laufband "langsam" für einen hohen monatlichen Preis zu "trainieren". Das kann ich auch beim Spazieren gehen machen.

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1x Hilfreiche Antwort

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