Kündigung wegen sexueller Belästigung anderer Pers

22. Oktober 2014 Thema abonnieren
 Von 
Gesenberger
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Kündigung wegen sexueller Belästigung anderer Pers

Hallo, wir haben ein Pferd. Dieses stand auf einem Pferdehof zur Betreuung. Wir konnten dort jederzeit hin und uns mit dem Pferd beschäftigen. Der Besitzer dort belästigte ein 14jähriges Mädchen sexuell. Er gab es, nachdem es rauskam, offiziell vor mehreren Einstellern zu und die Eltern des Mädchens erstatteten Anzeige. Da wir selbst eine Tochter in nahezu selben Alter und eine 16-jährige Reitbeteiligung haben, war das für uns ein riesen Schock, so dass wir dort nicht einen Tag länger bleiben wollten. Wir kündigten den Einstellvertrag fristlos. Der Besitzer lehnte die Kündigung ab und argumentierte, das nichts bewiesen sei und drohte sogar, dass falls etwas nach aussen dringen sollte, mit einer Schadensersatzklage. Nach einer von uns ignorierten Mahnung erhielten wir nun einen Mahnbescheid für 2 unbezahlte Monate. Wir sind uns aber nun absolut unsicher, wie wir uns verhalten sollen. Den Mahnbescheid haben wir widersprochen, doch fragen wir uns, ob wir im Recht liegen... Vielleicht hat ja jemand eine Meinung dazu oder könnte uns sagen, was nun nach dem Widerspruch passiert...

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-- Editiert Gesenberger am 22.10.2014 13:37

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hamburger-1910
Status:
Bachelor
(3142 Beiträge, 3483x hilfreich)

M.E. waren Sie zur Kündigung berechtigt!


quote:
was nun nach dem Widerspruch passiert...


1. Es folgt eine Klage durch den Besitzer (dies muss innerhalb von 6 Mo. geschehen!)
2. Es erfolgt keine Klage durch den Besitzer


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#2
 Von 
metttwurstkneckebrot
Status:
Praktikant
(575 Beiträge, 291x hilfreich)

quote:
Vielleicht hat ja jemand eine Meinung dazu


Ich habe eine Meinung dazu :)

Ich an Deiner Stelle würde nicht in die Falle laufen, dem Besitzer einen sexuellen Mißbrauch beweisen zu wollen. Er hat vermutlich recht damit, dass (zur Zeit!) nichts bewiesen ist, nur ist das meiner Ansicht nach auch nicht nötig um Deine Kündigung zu begründen.

Ich würde argumentieren, dass der begründete Verdacht schon ausreicht, um die Fortführung des Vertragsverhältnisses für Dich unzumutbar zu machen. Es ist ja wohl unstrittig und für Dich auch beweisbar, dass die Vorwürfe erhoben wurden und unwiderlegt im Raum stehen und in diesem Zusammenhang von anderen Kunden schon Anzeige erstattet worden ist.

In diesem Zusammenhang würde ich auch konkret auf seine Drohung eingehen und darauf hinweisen, dass Du überhaupt nicht verhindern kannst, wenn bei einer Gerichtsverhandlung wegen Deiner Kündigung die Vorwürfe gegen ihn allgemein bekannt werden.




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"Grüße vom metttwurstkneckebrot :) "

-- Editiert metttwurstkneckebrot am 22.10.2014 14:17

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16836 Beiträge, 5865x hilfreich)

Es kläre mich doch bitte jemand auf, warum diese Kündigung rechtens sein soll.
1. Es beruht alles auf hörensagen
2. Der Fragesteller hat in keiner Weise geschrieben, dass deren eigene Tochter im gleichen Alter überhaupt irgendwelche Berührpunkte mit dem Pferdehof hat sondern lediglich, dass sie existiert.
3. Die behauptete sexuelle Belästigung soll wo stattgefunden haben? Was hätte sie denn mit dem Pferdehof zu tun wenn sie stattgefunden hätte?

Aus welchem Grund sollte also eine fristlose Kündigung wirksam sein?
Für mich liest sich das so:
Ich habe gehört der Chef von Firma XYZ hat eine Straftat begangen. Kann ich meinen Vertrag mit ihm fristlos kündigen?


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" "

-- Editiert micbu am 22.10.2014 14:35

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#4
 Von 
Gesenberger
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

Also, um ein paar Details zu erläutern:

Die Belästigung hat denke ich tatsächlich stattgefunden, da der Besitzer dieses vor mehreren Zeugen offen zugegeben hat. Wer tut soetwas, wenn es nicht passiert wäre? Es existiert eine (wenn vor Gericht vielleicht auch nicht verwendbare (aber das entscheidet jemand anderes)) Tonbandaufnahme. Das ganze hat sich, nach Aussage der Geschädigten, über einen Zeitraum von zwei Jahren dort auf dem Hof abgespielt. Da mitlerweile auch polizeilische Maßnahmen, wie Verhöre, angelufen sind, gehe ich hier mal von einer Tatsächlichkeit aus.
Unsere Tochter, als auch unsere Reitbeteiligung waren sehr wohl regelmäßig auf dem Pferdehof und hatten Kontakt zum Besitzer. Für uns ist schlichtweg das Vertrauensverhältnis aufs Äußerste zerstört und wir wollen es werder unsere Tochter oder Reitbeteiligung zumuten, sich dort in seiner Gegenwart aufzuhalten, noch wollen WIR mit dieser Person irgendwas zu tun haben.
Aber ob das vor Gericht für eine Bestätigung der fristlosen Kündigung reichen würde, wissen wir nicht genau und verunsichert uns doch sehr. Einzig der §314 BGB macht uns Hoffnung. Es sei denn, dieser trifft gar nicht auf uns zu.
Im Mahnbescheid steht übrigens, dass der Gläubiger versichert hat, dass der ausstehende Betrag nicht in Verbindung mit einer Dienstleistung steht. Was ist das dann bitte sonst? Unser Pferd stand dort und wurde versorgt...

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#5
 Von 
NinaONina
Status:
Lehrling
(1504 Beiträge, 1225x hilfreich)

quote:
Im Mahnbescheid steht übrigens, dass der Gläubiger versichert hat, dass der ausstehende Betrag nicht in Verbindung mit einer Dienstleistung steht.


Bist du sicher, daß da nicht eher angekreuzt wurde, daß die Forderung von keiner Gegenleistung mehr (!) abhängt?
(Das Gegenteil wäre etwa der Fall, wenn jemand von euch Geld für eine Dienstleistung verlangt, womit ihr in Verzug seid, der die Dienstleistung aber auch noch nicht erbracht hat.)

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Spezi-2
Status:
Senior-Partner
(6397 Beiträge, 2310x hilfreich)

quote:
Er gab es, nachdem es rauskam, offiziell vor mehreren Einstellern zu und die Eltern des Mädchens erstatteten Anzeige.

Also sollten es die Einsteller und die Eltern bezeugen können, so dass ein begründete Verdacht bestand um die Fortführung des Vertragsverhältnisses unzumutbar zu machen.
So wie der Sachverhalt hier geschildert wurde, war es nicht nur einfaches Hörensagen, sondern sehr konkret.
Der geschilderte Sachverhalt müsste aber eben bewiesen werden.

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"Meine Beiträge sind keine juristischen Ratschläge, sondern sollen dem Erfahrungsaustausch dienen."

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