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Laufzeitänderung unwissentlich bei Änderung der Mitgliedschaft (Fitnessstudio) ?

4. März 2018 Thema abonnieren
 Von 
deaken
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
Laufzeitänderung unwissentlich bei Änderung der Mitgliedschaft (Fitnessstudio) ?

Hallo,

folgende Situation:
Mitgliedschaft in einem Fitnesstudio zum Juni 2016 begonnen mit der Modalität 1x/Woche Training.
Im Februar 2017 festgestellt das es zu wenig ist und mündlich mit dem Besitzer vereinbart das es der Wunsch besteht auf 2x/Woche zu erhöhen - dies wurde auch augenblicklich vom Besitzer im Computersystem so eingestellt.
Nun hat sich eine Situation ergeben, dass gekündigt werden möchte - dies wurde dem Besitzer mitgeteilt und dieser sagte das dies erst zum Februar 2019 möglich sei.

Nun ist das Mitglied aufgrund des Vertragsbeginns im Juni der Meinung das dies auch die korrekte Vertragslaufzeit ist.

Auszug aus den AGBs:
"Vertragslaufzeit
Der Vertrag wird für die gewählte Dauer geschlossen. Eine Kündigung muss schriftlich erfolgen. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum Vertragsende. Wird der Vertrag nicht fristgerecht gekündigt, verlängert er sich jeweils um die vorher gewählte Vertragslänge, jedoch nicht länger als 12 Monate."

Wie verhält es sich mit der Laufzeit/Vertragslänge wenn dies nicht mitgeteilt wurde bzw. im Computersystem vom Besitzer geändert wurde und nicht mitgeteilt?
Ein schriftlicher / ausgedruckter Vertrag (auch keinerlei Unterschrift) existiert - nur das besagte digitale Computersystem. Dort sagt der Besitzer des es sich automatisch ändert bei Auswahl der Mitgliedsarten. Man kann über jenes System auch seine Teilnahmestunden auswählen und "Mitgliedschaften" (1/Woche, 2/W, 3/W...) sehen.

Danke für die Erläuterungen im voraus!

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3 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16058x hilfreich)

Das kommt drauf an, wie man das wertet. Eine Vertragsänderung selbst löst erst mal grundsätzlich keine neue Laufzeit aus.
Das vermag nur eine Vertragsauflösung samt Neuvertrag.

Da es keinerlei Unterschrift unter einem neuen Vertrag gibt und insbesondere wenn in den AGB nichts dazu steht, dass Änderungen der Modalität eine neue Vertragslaufzeit auslösen, dann gibt es nur die alte Vertragslaufzeit.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
deaken
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

In den AGBs steht dazu noch
"Der Vertragsnehmer erkennt durch die Nutzung dieses Vertrages den Vertragsinhalt als verbindlich an und erklärt sein Einverständnis zur Speicherung seiner persönlichen Daten, die gleichzeitig dem Datenschutz unterliegen und an Dritte nicht weitergegeben werden. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags unwirksam sein, so lässt dies die Wirksamkeit des Vertrags im Übrigen unberührt. Die Vertragspartner verpflichten sich in diesem Fall gegenseitig, eine wirksame Bestimmung zu vereinbaren, die dem Inhalt des vorliegenden Vertrages am ehesten entspricht. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform. Auf dieses Schriftformerfordernis kann nur durch schriftliche Erklärung beider Vertragsteile verzichtet werden."

Alle anderen AGB Punkte beziehen sich nicht auf den Vertrag/Laufzeit.
Also kann ich davon ausgehen das der Vertrag somit die "alte" also mit der ursprünglich gestartet wurde hat!?

Danke!

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24966 Beiträge, 16058x hilfreich)

so würde ich es sehen, ja,.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

1x Hilfreiche Antwort

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