Misslungener Stromanbieterwechsel

30. Januar 2009 Thema abonnieren
 Von 
aralos
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)
Misslungener Stromanbieterwechsel

Beim Versuch, den Stromanbieter zu wechseln ist folgendes schief gelaufen:
* Online-Antrag über Verivox für einen Flexstrom-Vertrag
* Flexstrom schickt Vertragsbestätigung zu und fordert Zahlung an
* Ich widerrufe per Email an widerruf@flexstrom.de -> Keine Bestätigung von Flexstrom
* Ich beantrage Stromlieferung von Stromistbillg.de
* Auf tel Anfrage Bestätigung von Stromistbillig.de, dass mein Antrag i.O sei und der alte Stromlieferant die Kündigung bestätigt habe.
* Mahnung von Flexstrom
* Ich weise per Email auf Bearbeitungfehler bei Flexstrom hin
* Schreiben von Flexstrom, meine Email käme zu spät für einen Widerruf; ich müsse Vertragslaufzeit einhalten und zahlen. -> Mahnung
* Flexstrom übergibt Forderung an Inkassounternehmen. Zahlungsfrist bis 25.01.09. Inkassogebühren 75 EUR
* Tel Anfrage bei Stromistbillig.de ergibt, dass der Antrag verworfen worden ist, weil der Anschluss bereits an einen anderen Lieferanten vergeben sei (Keine Mitteilung von Stromistbillig.de an mich!)

Was nun? Die Forderung von Flexstrom abzuweisen scheint mir nicht allzu schwer, aber da Stromistbillig den Vertrag nicht angelegt hat, stehe ich ohne Lieferanten da.
Würde ich damit automatisch wieder in die Grundversorgung durch den ehemaligen Lieferanten Energiedienst AG fallen? Müsste mir Flexstrom ggfs. den Mehrpreis ersetzen?
Evtl. würde ich tatsächlich bei Flexstrom den vermeintlichen Vertrag erfüllen, falls alle Zusatzforderungen (Mahnungen+ Inkasso) zurückgezogen werden.

Wer weiß Rat?
Gruß Aralos

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Wellkamp
Status:
Praktikant
(961 Beiträge, 457x hilfreich)

> Die Forderung von Flexstrom abzuweisen scheint mir nicht allzu schwer

Doch, denn du wirst im Zweifel den Zugang deines Email-Widerrufs nicht beweisen können, wenn der vom Anbieter bestritten wird.

Genau deswegen widerruft man *immer* mit beweisbarem Zugang (Einschreiben/Rückschein).

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#2
 Von 
aralos
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

In den AGB wurde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Widerruf per Email zulässig sei.

Und andererseits: Ein Vertragsabschluss soll online gültig sein, aber der Widerruf nur schriftlich?
Mal böse formuliert: Den Online Abschluss hat jemand anderes unrechtmäßig gemacht (sollte eigentlich nur das Angebot für mich prüfen und hat dazu meine Zählernummer erhalten); warum sollte ich ihn dann erfüllen?

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#3
 Von 
xavienne
Status:
Schüler
(193 Beiträge, 71x hilfreich)

>> In den AGB wurde ausdrücklich darauf hingewiesen,
>> dass Widerruf per Email zulässig sei.

Zulässig mag sein, dennoch muss der Zugang des Widerrufs im Streitfall vom Widerrufenden belegt werden. Das ist bei Emails nunmal naturgemäß schwierig.

>> Und andererseits: Ein Vertragsabschluss soll online
>> gültig sein, aber der Widerruf nur schriftlich?

Fällt unter das Stichwort Vertragsfreiheit

>> Mal böse formuliert: Den Online Abschluss hat jemand anderes
>> unrechtmäßig gemacht (sollte eigentlich nur das Angebot für mich prüfen
>> und hat dazu meine Zählernummer erhalten); warum sollte ich ihn dann
>> erfüllen?

Dann dürfte "der andere" schadenersatzpflichtig sein.
Falls nun der nächste konstruierte Fall kommt, irgendjemand hätte die Zählernummer irgendwie rausgefunden, man wüsste aber nicht wer usw., dann kann man Anzeige gegen Unbekannt stellen. Sollte man das tun obwohl es nicht zutrifft, begibt man sich jedoch auf strafrechtliches Glatteis, z.B. im Sinne des Vortäuschens einer Straftat o.ä. Wäre also nicht zu empfehlen.

Gruß
Xavienne

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#4
 Von 
aralos
Status:
Frischling
(3 Beiträge, 0x hilfreich)

..so weit so schlecht :-/

Aber danke für Eure Hinweise soweit!

Wie ist es mit den Forderungen des Inkasso Unternehmens? Sind 75 EUR gerechtfertigt?

Wie viele Mahnungen und in welcher Form sind seitens des Stromlieferanten überhaupt erforderlich, bevor die Forderung an ein Inkasso Unternehmen übergeben werden kann?

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