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Mobilfunkvertrag ohne aktuelle Mahnung gekündigt

21.8.2020 Thema abonnieren
 Von 
AlexSalz
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)
Mobilfunkvertrag ohne aktuelle Mahnung gekündigt

Einen wunderschönen guten Tag,

Zunächst einmal zur Beschreibung des Verlaufs, im Mai habe ich während meinem Umzug versäumt, meine Rechnungen zu zahlen, diese wurden zusätzlich auch abgemahnt und dann an ein Inkasso weitergeleitet. Die Forderung des Inkasso wurde von mir fristgerecht gezahlt, das Konto war wieder mahnfrei.
Darauf erhiehlt ich eine inkorrekte Rechnung, welche noch Beträge aus der Vorzeit einschloss, ich zahlte zunächst nicht und wartete eine Aktualisierung/Mahnung ab. Drei Wochen später wurde mir dann mein Vertrag fristlos gekündigt. Die Höhe des offenen Betrags belief sich auf 29,98€. Nun verlangt der Provider einen Schadensersatz in Höhe von 270€, welches der volle Grundbetrag bis Ende des Vertrages ist, zudem wurde sofort meine Sim Karte gesperrt, ich konnte mich darauf nicht vorbereiten und habe kein Festnetztelefon, ich nahm per E-Mail Kontakt mit dem Anbieter auf. Dieser antwortete zunächst etwas ungenau, als ich die Situation genau schilderte und nach einer Mahnung fragte, geschweige denn eines aktuellen Inkasso Verfahrens, welches zu meiner Kündigung führte, wurde mir auch nach erneuter Kontaktaufnahme keine Antwort mehr zugesandt. Ich interpretierte das als Aufgabe, erneut ein Fehler meinerseits.
4 Wochen später dann, Nachricht vom Inkasso, mit zusätzlichen 90€ Inkassogebühren.

Ist das was hier passiert rechtens?

Für Fragen stehe ich zur Stelle.

Mit freundlichen Grüßen, Alexander P

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9 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Man zahlt seien Rechnungen nicht, erst als das Inkasso eingeschaltet wird, zeigt man Reaktion.
Nächste Rechnung zahlt man wieder nicht, 0 Reaktuion.

Das bei ständiger Zahlungsverweigerung / Zahlungsverzug der Anbieter keine Lust mehr hat den Vertrag fortzusetzen kann man ihm nicht verdenken.



Zitat (von AlexSalz):
zudem wurde sofort meine Sim Karte gesperrt,

Logisch bei fristloser Kündigung...



Zitat (von AlexSalz):
Nun verlangt der Provider einen Schadensersatz in Höhe von 270€, welches der volle Grundbetrag bis Ende des Vertrages ist,

Das sit zwar üblich, aber vollkommen überhöht.
Man geht je nach Vertragsart von 10-50% aus.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
AlexSalz
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Das ist mir natürlich klar, jedoch habe ich es erst durch das Inkasso gemerkt, da es per Post kam, die restlichen per E-mail.
Ich möchte mich dafür auch nicht rechtfertigen, das ist meine Schuld, mehr kann ich zu dem Thema Inkasso nicht sagen, jedoch wurde das dann bezahlt. Somit war mein Konto dort ausgeglichen. Danach sind nicht mal 3 Wochen bis zur Kündigung ohne eine weitere Nachricht/Mahnung vergangen, ohne aktuelle Rechnung etc. Ist der Anbieter da tatsächlich im Recht mir sofort zu kündigen? Zudem wurde auch nicht auf sachliche Benachrichtigungen geantwortet, in denen ich auch die überhöhte geforderte Summe ansprach.

Wenn dies der Fall ist, werde ich mich natürlich fügen.



-- Editiert von AlexSalz am 21.08.2020 10:26

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3435x hilfreich)

Zitat (von AlexSalz):
Ist der Anbieter da tatsächlich im Recht mir sofort zu kündigen?

Wenn dies der Fall ist, werde ich mich natürlich fügen.
Kündigen geht sicher. Vergl. dazu die AGB!
Es fragt sich nur mit welchen Rechtsfolgen!? Wenn der Anbieter bei Unterschreitung der 75€-Regel und ohne schriftliche(!!!) Ankündigung die Leitung stoppt, widerspricht das möglicherweise dem TKG. Damit verbessert man die Verhandlungsposition. Ändert aber nichts an dem Grundproblem seine Verträge mit Rechnungszahlung zu erfüllen und besser zu verwalten.

Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

2x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
AlexSalz
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat:
Kündigen geht sicher. Vergl. dazu die AGB!
Es fragt sich nur mit welchen Rechtsfolgen!? Wenn der Anbieter bei Unterschreitung der 75€-Regel und ohne schriftliche(!!!) Ankündigung die Leitung stoppt, widerspricht das möglicherweise dem TKG.


Das ist der Fall. Ich habe tatsächlich auch eben eine erneute Konversation mit dem Anbieter gehabt, bei dem er große Fehler in der Kommunikation mit mir eingestand. Die Gesamtsituation wird jetzt erneut evaluiert, damit es zu einer Einigung kommen kann. Es kam lediglich ein Brief, dieser war das Inkassoschreiben welches ich sofort zahlte, der Rest über die grottig laufende App des Anbieters, zudem wurde mehrere Schreiben von mir nicht oder falsch beantwortet. Dazu gehört eine Anfrage zur falschen Rechnung, sowie die übertriebene Schadensersatzforderung.

Zitat:
Damit verbessert man die Verhandlungsposition. Ändert aber nichts an dem Grundproblem seine Verträge mit Rechnungszahlung zu erfüllen und besser zu verwalten.


Absolut korrekt, ich danke für die ausführliche Antwort!

-- Editiert von AlexSalz am 21.08.2020 12:36

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Das ist die Version vom 21.8.2020 / 08:20

Zitat (von AlexSalz):
Die Forderung des Inkasso wurde von mir fristgerecht gezahlt, das Konto war wieder mahnfrei.
Darauf erhiehlt ich eine inkorrekte Rechnung, welche noch Beträge aus der Vorzeit einschloss, ich zahlte zunächst nicht und wartete eine Aktualisierung/Mahnung ab. Drei Wochen später wurde mir dann mein Vertrag fristlos gekündigt.



Das ist die Version vom 21.8.2020 / 10:25
Zitat (von AlexSalz):
jedoch wurde das dann bezahlt. Somit war mein Konto dort ausgeglichen. Danach sind nicht mal 3 Wochen bis zur Kündigung ohne eine weitere Nachricht/Mahnung vergangen, ohne aktuelle Rechnung etc.


Und welche stimmt jetzt?


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
AlexSalz
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

Steht bei beiden das Selbe

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(100137 Beiträge, 37031x hilfreich)

Zitat (von AlexSalz):
Steht bei beiden das Selbe

Nicht mal ansatzweise ... die Widersprüche sind ja sogar markiert.


Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
AlexSalz
Status:
Frischling
(5 Beiträge, 0x hilfreich)

ohne aktuelle Rechnung
wartete eine Aktualisierung ab

Ich habe bereits die Antwort die ich suchte, die konnte ich dann auch noch weiter recherchieren. Dafür danke ich Mr.Cool.
Ich bin nicht dazu hier, irgendwelche Goldwaagen zu betätigen oder irgendwie noch die erste pampige Antwort, welche direkt auf moralische Unterlegenheit abgezielt hat, zu retten.

Ich bedanke mich für die Mühe.


Leider ist kein Mensch perfekt :)

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
bertram-der-bärtige
Status:
Praktikant
(936 Beiträge, 81x hilfreich)

Zitat (von AlexSalz):
Ich bin nicht dazu hier, irgendwelche Goldwaagen zu betätigen

Merkwürdig.
Erst war da eine Rechnung auf wider nicht reagiert wurde.
Dann gab in es Rechnung plötzlich nicht mehr?
Da ist keine Goldwaage. Das ist ganz was anderes. Rechtliche Folgen ganz andere.

Zitat (von AlexSalz):
Ich habe bereits die Antwort die ich suchte,

Ich bastele mir Wunschantwort?

Zitat (von AlexSalz):
Dazu gehört eine Anfrage zur falschen Rechnung

Und plötzlich ist sie wider da? Magie???

Zitat (von AlexSalz):
bei dem er große Fehler in der Kommunikation mit mir eingestand.

Ist ja wie Ostern und Weihnachten an einem Tag. Dann ist es ja gut. Der große Mobilfunkbetreiber ist reumütig. Hat seine Fehler eingesehen. Wers glaubt.

Signatur:

Ich weiß, dass ich nicht alles weiß. Manchmal ist es schön, nicht alles zu wissen.

0x Hilfreiche Antwort

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