Mündlicher Vertrag ohne Zeugen aber auf AGBs...

10. August 2009 Thema abonnieren
 Von 
pixelshaker
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 19x hilfreich)
Mündlicher Vertrag ohne Zeugen aber auf AGBs...

Hallo,

ich habe mit meiner Frau und unserem Hund bei einem Hundetraining zugeschaut.
Wir haben daran nicht teilgenommen - nur zugeschaut.
Am Ende fragte uns die Hundetrainerin, ob uns dieses Hundetraining gefällt
und ob wir auch einen Kurs besuchen würden.
Wir sagten ihr, dass wir gerne an einem Hundekurs (a 10 Treffen) teilnehmen
würden und gaben ihr unsere Adresse, keine Unterschrift.
Sie meinte, dass sie uns dann ein Anmeldebogen zuschicken würde.
Wir bekamen dann aber keinen Anmeldebogen sondern gleich eine Rechnung
für den Kurs der in einem Monat beginnt. Auf der Rückseite sind ihre AGBs
hinterlegt.

Aber uns ist dieser Kurs doch viel zu teuer (180€ für 10 Stunden) und über
diesen Preis haben wir vorher nicht gesprochen.

Sie meint aber, sie hätte uns den Preis mitgeteilt und durch den Hinweis auf die AGBs
müssen wir jetzt an diesem Kurs teilnehmen.
"Das ist so gewöhnlich bei allen Hundeschulen".
Für sie ist es somit wie ein schriftlicher Vertrag.

Sie hat aber keine Zeugen dass wir ihr zugesagt haben und bislang haben wir noch
nichts überwiesen und auch noch nicht am Kurs teilgenommen.

Ich habe keine Rechtsschutzvers. und habe Angst dass sie vor Gericht geht
und uns dann plötzlich doch einen Zeugen präsentiert.

Ich könnte natürlich auch sagen, dass unser Hund gestorben ist, aber sie weiss
schon dass wir daran nicht mehr teilnehmen möchten und dass würde sie
natürlich in Frage stellen!

Was kann ich machen?

Danke.

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7 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Pragmaticus
Status:
Lehrling
(1450 Beiträge, 504x hilfreich)

Lustige Story! Vor der Kenntnisnahme und Anerkennung der AGBs kann dich keiner an einen Vertrag knebeln. Keine Sorge. Solche Leute einfach ignorieren, denn derjenige, der eine Forderung stellt, muß den Beweis eines Vertrages antreten und dazu reicht nicht die Zusendung eines Vertrages ( als Angebot)

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"PS: die hier in Foreneinträgen eingeblendete Werbung ist keine Empfehlung meinerseits"

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(107945 Beiträge, 38091x hilfreich)

quote:
Das ist so gewöhnlich bei allen Hundeschulen

Was nicht automatisch bedeutet das dies juristisch korrekt ist.


Das Vorgespräch hatte den Charakter eines Informationsaustauschs / einer Interessensbekundung und hatte den Zweck der Vereinbarung ein Angebot zuzusenden.
Die Rechnung mit den AGB ist juristisch gesehen eine Angebot zum Abschluss eines Vertrages. AGB müssen um wirksamkeit zu entfalten dem Verbraucher vor Vertragsabschluss bekannt gegeben werden.

Das ist so gewöhnlich bei allen Gerichten der Bundesrepublik ;)




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"Die Beiträge stellen ausschließlich meine persönliche Meinung dar !"

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
pixelshaker
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 19x hilfreich)

Hatte ja danach ohne dieses Vorwissen angerufen und ihr gesagt dass wir
nicht wussten, wie teuer es sei und wir auch nichts unterschrieben hatten.
Hatte mich dann aber am Telefon überreden lassen, den Kurs doch zu machen.
Jetzt habe ich wiederrum Dank dieses Forums neue Infos und möchte diesen
Kurs nicht machen.
Reicht eine schriftliche Absage oder sollte ich doch lieber mündlich absagen.
So hätte sie wieder nichts schriftliches in der Hand.

Gruß

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0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Borst Mahlzahlt
Status:
Praktikant
(960 Beiträge, 262x hilfreich)

Du bekommst hier sicherlich keine Ratschläge, wie du einen geschlossenen Vertrag brechen kannst.

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"Eingeblendete Werbung ist Werbung des Forenbetreibers, nicht meine."

0x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
pixelshaker
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 19x hilfreich)

Was heisst hier geschlossener Vertrag?
Ich wurde nicht über die AGBs aufgeklärt und wusste auch
nicht wie teuer dieser Kurs sein wird.

Daher ist (juristisch gesehen) noch kein Vertrag zustande
gekommen. Oder habe ich da etwas übersehen?

Gruß

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Borst Mahlzahlt
Status:
Praktikant
(960 Beiträge, 262x hilfreich)

quote:
Ich wurde nicht über die AGBs aufgeklärt und wusste auch
nicht wie teuer dieser Kurs sein wird.


Ein Vertrag kann auch zustande gekommen sein, wenn du nicht über die AGB aufgeklärt wurdest (im günstigsten Fall sind sie dann nicht wirksam vereinbart) und wenn du über die Kosten nicht Bescheid wußtest (in dem Fall dürften zumindest übliche Kosten als zugestanden gelten - im Restaurant mußt du deinen Burger auch dann bezahlen, wenn du vor der Bestellung nicht auf die Karte geschaut hast und nicht weißt, ob er nun 3, 4 oder 7 EUR kostet).

quote:
Hatte mich dann aber am Telefon überreden lassen, den Kurs doch zu machen.


Damit ist ein Vertrag zustande gekommen - übereinstimmende Willenserklärungen.

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"Eingeblendete Werbung ist Werbung des Forenbetreibers, nicht meine."

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
pixelshaker
Status:
Schüler
(150 Beiträge, 19x hilfreich)

Hmm, OK, das kann ich wiederum nachvollziehen.
Dann muss ich wohl diesmal in den sauren Apfel
beissen. Das wird mir hoffentlich eine Lehre sein !!!

Vielen Dank für die wirklich wichtigen Infos!


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