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O2 Vertrag Abgeltung

17. Februar 2017 Thema abonnieren
 Von 
go460107-51
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)
O2 Vertrag Abgeltung

Mein bislang bestehender O2 DSL Vertrag läuft noch bis 09/18. Da ich im November zu meinem Freund gezogen bin, welcher einen bestehenden DSL Vertrag hat, habe ich telefonisch im November versucht, dass O2 aus Kulanz einer Sonderkündigung zustimmt, da ich schon langjährige, zufriedene Mobilfunkkundin bin. Außerdem gab es nachweißlich viele Probleme mit dem DSL: Bereits bei Vertragsabschluss gab es oft Verbindungsprobleme und auch die Leistung kam nie an, daher wurde auf Glasfaser umgestellt und mein Vertrag aufgestockt. Damit war ich einverstanden, jedoch auch hier gab es viele Verbindungsfehler. Im Nachhinein sagte mir eine Mitarbeiterin, dass das Problem mit einer Fritzbox sicherlich gelöst gewesen wäre, jedoch hat O2 mir eine solche nie zugesendet. Auch in meinen etlichen Telefonaten mit stundenlangen Warteschleifensessions im November gab es Probleme. Einmal legte eine Mitarbeiterin sogar einfach im Gespräch auf. Ich ging persönlich in einen O2 Shop in Koblenz, wo man mir sagte ich solle ein Schriftstück aufsetzen mit dem Problem und auf eine sofortige Sonderkündigung bestehen (siehe Ahnhang „Kündigung DSL vom 19.11.16). Dieses faxte die Mitarbeiterhin an mehrere Stellen bei O2. Erst nach 6 Wochen erhielt ich darauf eine Eingangsbestätigung, keine Reaktion von O2. Ich selbst musste wieder mehrfach anrufen. Ich akzeptierte also, dass die Mitarbeiter mir den Vertrag nicht aus Kulanz per Sonderkündigung frühzeitig beendeten und sagten, bis 09/18 müsse ich also noch meinen monatlichen Beitrag bezahlen.
Erstmal hörte ich nichts mehr von O2.
Mitte Januar kam dann ein Schreiben, dass zum 30.01.17 mein Vertrag gekündigt wird und ich binnen 5 Tagen meinen Router zurück senden solle. Auch stand darin, das O2 ggf. noch Forderungen geltend machen kann, jedoch nichts näher bezeichnet. Ich ging also davon aus, dass man damit die letzte Monatsrechnung meine. Ich sendete den Router zurück und erhielt auch eine Bestätigung per SMS.

Heute (09.02.17) erhielt ich eine Email mit einer Zahlungsforderung von 686,26€.
Ich versuchte stundenlang jemanden bei diversen O2 Hotlines zu erreichen, da jedoch mein Vertrag ja seit dem 30.01. deaktiviert ist und man bevor man zu einem Mitarbeiter durchgestellt wird seine Vertragsdaten angeben muss, wurde ich nicht durchgestellt (man muss seine Nummer angeben, da diese ja nicht mehr aktiviert ist, erkannte das O2 System diese nicht).
Ich suchte also den Online o2 Live Chat auf. Dort sprach ich zunächst mit einer Frau ***********, die nach wenigen Minuten den Chat einfach beendete. Sie teilte mir mit, dass bei ihr nichts hinterlegt sei, dass eine Abgeltung statt monatliche Rechnungen bis Vertragsende 09/18 nicht abgemacht war. Dan beendete sie den Chat mit den Worten „da sie einige Minuten nicht geantwortet haben beende ich den Chat".
Anschließend startete ich den Chat erneut, nun mit einer Frau ***. Diese Fragte, was sie für mich tun könne. Ich versuchte mein Anliegen zu erläutern, jedoch wurde der Chat auch hier seitens O2 einfach abgebrochen.
Langsam ziemlich wütend versuchte ich im Hilfeforum auf der O2 Seite Hilfe zu erhalten und dort mein Anliegen schriftlich an O2 zu richten, doch hier gab des den gesamten Tag (etliche Versuche) „unerwartete Probleme".


Also, ich versuchte somit eigentlich den ganzen Tag irgendwen dort zu erreichen ( wobei ja 2 Mal sogar ein zustande gekommener Kontakt durch O2 abgebrochen wurde).
Erst gegen Abend erreichte ich dann Jemanden in einer Hotline, die ich auch lange im Internet suchen musste. Ich schilderte der Mitarbeiterin mein Anliegen. Sie sagte, dass eben mein Vertrag zum 30.01. deaktiviert wurde und daher so an sich nicht mehr existent sei. Ich habe ja eine vorzeitige Kündigung gewünscht (ja, natürlich. Aber mir wurde ja mehrfach gesagt dass das nicht gehe und ich meine monatlichen Raten weiter bezahlen müsse da eine Kulanz mir nicht gewehrt wird). Ich müsse aber den Abgeltungsbetrag zahlen, da ich ja eine 2 jährige Vertragslaufzeit hatte, da er jedoch frühzeitig gekündigt wurde zum 30.01., habe O2 den Router zurück verlangt. Sie gab an, mir nicht helfen zu können und dass alles rechtens sei.

Meine Anliegen, warum ich mich nun an Sie wende sind folgende:

- Besteht keine Möglichkeit auf eine Sonderkündigung aufgrund der diversen Probleme? (O2 legt im November einfach auf im Gespräch, beendet einfach 2 mal – 2 verschiedene Mitarbeiter – den Live Chat, anfangs Verbindungsprobleme die sich nicht besserten, eine nicht erhaltende FritzBox)?
- Für mich ist es absolut nicht nachvollziehbar dass es sein kann, dass O2 einer frühzeitigen Kündigung zum 30.01 zustimmt, den Router zurück verlangt und den Vertrag deaktiviert (sodass ich rein theoretisch nicht einmal mehr meine Leistungen nutzen kann), jedoch den Abgeltungsbetrag verlangt. Dh ich soll zahlen für etwas was ich nicht bekomme? Wenn O2 einer frühzeitigen Sonderkündigung aus Kulanz nicht zustimmt und auch noch sagt, dass ich bis 09/18 meine monatlichen Rechnungen zahlen muss, können die doch nicht einen Abgeltungsbetrag in solch einer Summer verlangen, ohne dass das abgesprochen war. Außerdem-zum 30.01. Kündigung, jedoch nur von O2 Seite, sprich Deaktivierung und Rückgabe der Hardware-somit keine Leistungen mehr für mich verfügbar. Bei einer Kündigung werden doch entweder von keiner, oder beiden Seiten Leistungen erbracht oder nicht?
- Ich habe am Telefon gebeten, dass wenn ich schon bis 09/18 (egal ob in einem einmaligen Abschlag oder in monatlichen Rechnungen) zahlen muss, ich dann wenigstens die Leistung auch nutzen kann und man mir den Router zurück sendet. Das wurde abgelehnt, da der Vertrag ja von meiner Seite aus frühzeitig gekündigt wurde. Ist das rechtens? Meiner Auffassung nach wird doch der Vertrag gekündigt, ich gebe alles zurück und zahle keine Weiteren Gelder oder ich warte bis 09/18, zahle so lange, nutze jedoch auch so lange das DSL. O2 kann doch nicht einfach sagen-ok, vorläufige Vertragskündigung, wir geben keine Leistung mehr, aber das Geld wollen wir dennoch da der Vertrag ja eigtl bis 09/18 lief.


Ich hoffe, ich konnte mein Gespräch irgendwie verständlich aufschreiben und hoffe ebenso, dass Sie mir helfen können. Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass ich entweder den Abgeltungsbetrag nicht zahlen muss (Idealfall), den Router zurück bekomme und bis Ende der regulären Vertragslaufzeit die Leistung beziehen kann, jedoch auch meine montal. Raten zahle oder eine Sonderkündigung möglich ist, aufgrund der mehrfachen Kontaktabbrüche durch O2.

Ich würde mich freuen, wenn sie mir eine Rückmeldung geben könnten ob es „eher zwecklos" wäre, oder ich tatsächlich im Recht bin.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Zeit und Mühe!

mfG VH


-- Editiert von Moderator am 17.02.2017 20:59

-- Thema wurde verschoben am 17.02.2017 20:59

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4 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Mr.Cool
Status:
Richter
(8430 Beiträge, 3440x hilfreich)

Wenn Du Deinen Brief an O2 so wenig durchdacht hast wie Deine Schilderung wundert mich nichts!
So was wie hier ist natürlich kein fundierter Grund für eine außerordentliche Kündigung:

Zitat:
- Besteht keine Möglichkeit auf eine Sonderkündigung aufgrund der diversen Probleme? (O2 legt im November einfach auf im Gespräch ...
Stichhaltige Gründe hast Du nicht genannt und kannst wichtige Gründe wohl auch nicht belegen?
Eine fristlose Kündigung erfordert eine Vertragsverletzung seitens O2 und ein richtiges Verhalten des Kunden. Bei ungünstiger Formulierung Deines Schreibens hast Du schon verloren, auch wegen falscher Formulierungen. Du kannst allenfalsl versuchen Dein Schreiben als Anfrage darzustellen und das das natürlich kein Angebot zur Zahlung der vollen DSL-Kosten bis Vertragsende ohne Gegenleistung sein sollte. Fordere Anschaltung(Umzug) Deiner DSL-Leitung am neuen Wohnort und widerspreche der Rechnung ausdrücklich. Natürlich alles per Einschreiben!
Im schlimmsten Fall wird man schalten und Du zahlst Umzugsgebühr. Im besten Fall entlässt man Dich aus dem Vertrag.


Signatur:

Vernunft ist wichtiger als Paragraphen

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104188 Beiträge, 37610x hilfreich)

Zitat (von go460107-51):
Dh ich soll zahlen für etwas was ich nicht bekomme?

Nö, Du sollst für etwas zahlen was O2 nicht bekommt. Nämlich Deine monatlichen Anteile an den durch die vorzeitige Kündigung anfallenden Kosten.



Zitat (von go460107-51):
Wenn O2 einer frühzeitigen Sonderkündigung aus Kulanz nicht zustimmt

Genau das haben sie aber doch offenbar gemacht?



Zitat (von go460107-51):
und auch noch sagt, dass ich bis 09/18 meine monatlichen Rechnungen zahlen muss, können die doch nicht einen Abgeltungsbetrag in solch einer Summer verlangen, ohne dass das abgesprochen war.

Doch, warum denn auch nicht?
Ist doch logisch, das man entweder die normalen Rechnungen zahlt (also den Vertrag wie vereinbart erfüllt) oder für den verursachten Schaden aufkommt wenn man den Vertrag nicht wie vereinbart erfüllen mag?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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#3
 Von 
go460107-51
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Ich habe um eine beidseitige Kündigung gebeten, o2 hat mehrfach gesagt dass sie das nicht machen. Ok, ich war einverstanden dass der Vertrag ganz normal zum 09/18 ausläuft und ich monatl meine Rechnungen zahle. Alles gut bis hierher. Nur aufeinmal, Ohne weitere Absprache hiess es dann plötzlich dass der Vertrag zum 30.01. gekündigt sei und ich die Abgeltung zahlen solle. Obwohl vorher mehrfach gesagt wurde, dass eine vorzeitige Kündigung nicht machbar sei und der Bertrag normal ausläuft. Darum geht es ja. Dass o2 ohne mit mir abzusprechen oder meine Einwilligung plötzlich doch kündigt.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(104188 Beiträge, 37610x hilfreich)

Zitat (von go460107-51):
Ich habe um eine beidseitige Kündigung gebeten,

Es gibt keine "beidseitige Kündigung". Eine Kündigung ist immer eine einseitige Angelegenheit.



Zitat (von go460107-51):
Dass o2 ohne mit mir abzusprechen oder meine Einwilligung plötzlich doch kündigt.

Falsch. O2 hat nicht gekündigt, O2 hat offenbar Deine Kündigung nun doch akzeptiert?



Was ist überhaupt Dein Ziel/Problem?
Denn egal wer nun gekündigt hat:
Du wolltest den Vertrag beenden.
Du konntest den Vertrag nicht mehr nutzen.
Also ist das Endergebnis das gleiche.



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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