Probe-Abo gekuendigt aber trotzdem verlaengert

13. Oktober 2014 Thema abonnieren
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)
Probe-Abo gekuendigt aber trotzdem verlaengert

Hallo,

ich hatte auf einer Webseite ein 2-tägiges Probeabo abgeschlossen und 2 Stunden später wieder gekündigt. Die Kündigung erfolgt sowohl online über die Seite als auch zeitgleich per Mail.

Kündigt man nicht vor Ablauf der 2 Tage wird das Abo in ein Monatsabo umgewandelt.

Die Kündigungsbestätigung des Anbieters kam erst nach 3 Tagen und das Probeabo wurde in ein Monatsabo umgewandelt.

Laut Konditionen ist die Kündigung erst wirksam, wenn diese vom Anbieter bestätigt wurde.

Hab ich nun Pech gehabt und muss das Monatsabo zahlen? Ich kann ja nichts dafür, dass der Anibeter sich so lange Zeit lässt. Ich habe auch nicht auf den letzten Drücker gekündigt, sondern direkt nach 2 Stunden.

Die 39,95 € für das Monatsabo wurden mir sofort abgebucht. Da ich mich im Recht sah, hab ich den Betrag von meiner Bank zurückbuchen lassen. Heute bekam ich eine E-Mail von einem Inkassobüro mit einer Forderung über eine "fällige Vergütung in Höhe von EUR 59,95 zuzüglich Mahngebühr, Bankspesen und Zinsen in Höhe von EUR 10,00. Einschließlich unserer Kosten in Höhe von EUR 40,50 haben Sie einen fälligen Betrag von insgesamt EUR 110,45 zu bezahlen."

Woher die 59,95 € kommen, weiß ich nicht. Das Abo kostet wie gesagt 39,95 €. Ich habe von der Registrierung und Kündigung alles in Screenshots und E-Mails gesichert.

Evtl. zu beachten: der Anbieter kommt aus England.

Danke schon mal für alle Tipps.

-- Editiert Tanr am 13.10.2014 20:09

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32 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

quote:<hr size=1 noshade>Laut Konditionen ist die Kündigung erst wirksam, wenn diese vom Anbieter bestätigt wurde. <hr size=1 noshade>

Was schlicht falsch ist.

Wenn der Rest der Firma so seriös ist wie diese Aussage, dann würde ich mir keine Sorge machen.



Das Inkasso würde ich erstmal ignorieren.





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"Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB ."

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Okay, danke.

Was könnte ich nun weiter tun? Dem Anbieter hatte ich geschrieben, dass ich rechtzeitig gekündigt habe. Dann kam eben als Antwort, dass die Kündigung erst bestätigt werden muss.

Was mich noch bisschen beunruhigt ist, dass in der E-Mail vom Inkassobüro steht, dass man mir bereits ein Schreiben per Post zukommen lassen hat. Wegen einer falschen Adresse konnte das aber nicht zugestellt werden.

Ich weiß nicht, wo ich beim Abo meine Adresse angegeben habe - aber wenn ich mit Kreditkarte zahle, gebe ich dort eigentlich die richtigen Daten an.

Könnten die mir da noch einen Strick draus drehen, wenn die Adresse nicht stimmt?

Ich gehe mal davon aus, dass die mir vor allem Angst machen wollen. Viele zahlen dann wohl schon.

0x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:
Was könnte ich nun weiter tun?

Das deutet für mich auf eine Masche hin. Gerade wegen der völlig verdrehten Sache, dass die Kündigung der Bestätigung durch den Anbieter bedürfen soll, der sich offensichtlich absichtlich Zeit lässt. Wie Harry schon schreibt, ist das purer Blödsinn.

Ich würde hier ggf. sogar in Erwägung ziehen, Strafanzeige wegen gewerblichen Betrugs zu erstatten mit der Begründung, dass die vorsätzlich Leute durch diese Masche in eine Abofalle locken. Die Frage ist, ob man hier die Hinterleute findet oder ob das eine der vielen Briefkastenfirmen ist, wo das Geld in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwindet.

Auf jeden Fall würde ich Beschwerde an das fürs Inkasso zuständige Aufsichtsgericht schicken. Das Inkasso weiß hundertprozentig durch Beschwerden, dass der Anbieter nicht seriös ist und das Inkassobüro möge mal prüfen, wieso die für einen betrügerischen Abofallenbetreiber Geld eintreiben wollen.

Die Beschwerde wird eventuell nichts bringen, aber je mehr sich beschweren, desto auffälliger wird das Inkasso. Und das ist das letzte, was sie wollen...

quote:
Könnten die mir da noch einen Strick draus drehen, wenn die Adresse nicht stimmt?

Ne. Betrüger kann man nicht betrügen. Es fehlt am Vermögensschaden.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

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#4
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Vielen Dank.

Die Inkassofirma sitzt in Döbeln/Dresden, das Handelsregister ist aber in Chemnitz. Schicke ich die Beschwerde ans Amtsgericht in Chemnitz oder Dresden?

Und wie formuliere ich die Beschwerde? Ich finde nur Musterbriefe für einen Widerspruch gegen eine Inkassomahnung. Aber diesen würde ich an die Inkassofirma schicken, nicht an das Gericht. Bsp. Musterbrief: Inkassounternehmen

-- Editiert Tanr am 14.10.2014 09:11

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#5
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

An dasjenige Gericht, was unter www.rechtsdienstleistungsregister.de für das Inkasso auftaucht.

Die Beschwerde ist formbefreit. Also normalen Brief. "Wertes Gericht. Ich beschwere mich hiermit über Inkasso XYZ. Unter Aktenzeichen ABC führt es eine Forderung eines Anbieters, der offensichtlich eine Abofalle betreibt. ....." Und dann eine knappe Schilderung, aus dem das Gericht erkennt, dass man in eine Abofalle gelockt wurde. Wie gesagt würde ich ins Blaue vermuten, dass dem Inkasso durch diverse Widersprüche ja bekannt sein muss, dass der Anbieter trickst (u.a. mit dem "nur wenn wir bestätigen ist der Widerruf gültig")

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0x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Da hatte ich vorhin schon geguckt aber nichts gefunden. Nun hab ich's, danke.

0x Hilfreiche Antwort

#7
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16818 Beiträge, 5862x hilfreich)

quote:
quote:Laut Konditionen ist die Kündigung erst wirksam, wenn diese vom Anbieter bestätigt wurde.


Was schlicht falsch ist.

Ich bin zwar auch dieser Meinung, aber sicher bin ich mir hier nicht. In England gibt es durchaus einige Regelungen die von unseren hier in D abweichen. In D wäre das gar keine Frage, aber für GB würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.
Klar ist eine Kündigung eine einseitige Willenerklärung, die aber dennoch an gewisse vertragliche Faktoren gebunden sein kann.

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" "

-- Editiert micbu am 14.10.2014 16:04

0x Hilfreiche Antwort

#8
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Das macht mir auch noch etwas Sorgen. Aber im Moment sieht es so aus:

- Forderung über 59,95 € (zzgl. Gebühren etc.), obwohl das Abo nur 39,95 € kostet. Und in der Aboübersicht, die ich noch online einsehen kann, sind sogar 69,95 € aufgeführt.
- Angeblich nicht angekommener Brief wegen falscher Adresse (kann ich nicht 100 % ausschließen, denke aber, dass meine Adresse korrekt war)
- Inkassobüro setzt per Mail eine Frist von 8 Tagen
- Panikmache mit "erheblich weitere Kosten in Form von Anwaltshonorar, Gerichtskosten und
Gerichtsvollziehergebühren, [..] Meldung an die SCHUFA".

Im Zusammenhang mit dem Inkassounternehmen findet man bei Google aber mehrere fragwürdige Fälle.

0x Hilfreiche Antwort

#9
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(118551 Beiträge, 39589x hilfreich)

Das Inkasso fordert ja schon eine nicht nachvollziebare Hauptforderung.

Aus diesem Grunde würde ich das ganze erst mal ignorieren, bestenfalls mit einem enstsprechendn Schreiben beantworten.
mepeisen hat da eine schöne Vorlage ...


Die Inkasso haben iin der Regel als einzige Waffe "Angst", deshalb finden sich in den Schreiben auch die wildesten Szenarien wieder.



Kennst Du schon das Wappentier der Inkassogilde:



:devil:





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0x Hilfreiche Antwort

#10
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:
In England gibt es durchaus einige Regelungen die von unseren hier in D abweichen

Irrelevant, wenn sich das Angebot an Deutsche richtet. Und aufgrund von EU-Richtlinien gilt zwischen Unternehmer und Verbraucher vorrangig das Recht desjenigen Landes, das sich aus dem Wohnsitz des Verbraucher ergibt. Soweit mal meine Meinung dazu. Darüber hinaus: Gerade was Widerrufsrecht u.ä. anbelangt, gibt es sowieso mittlerweile EU-weite Richtlinien.

quote:
- Panikmache mit "erheblich weitere Kosten in Form von Anwaltshonorar, Gerichtskosten und
Gerichtsvollziehergebühren, [..] Meldung an die SCHUFA".

Grenzt je nach Formulierung an Nötigung (Straftat). Vodafone haben Richter solche pauschalen Schufa-Drohungen doch hierletzt erst um die Ohren gehauen. Mit Anwaltskosten als Inkassobüro zu drohen und damit mit einer verbotenen Kostendopplung ist auch ein starkes Stück... Ich ürde dies doch direkt bei der Beschwerde ans Gericht mit reinpacken, dass die derart wilde Drohszenarien aufbauen.



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-- Editiert mepeisen am 14.10.2014 18:57

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#11
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Ja, hab im Brief alles erklärt und die Inkasso-Mail ausgedruckt und mitgeschickt :)

Mal sehen ob noch was kommt.

0x Hilfreiche Antwort

#12
 Von 
Steffen Meier
Status:
Lehrling
(1529 Beiträge, 1142x hilfreich)

Wie heisst das Inkassobuero?

quote:
- Panikmache mit "erheblich weitere Kosten in Form von Anwaltshonorar, Gerichtskosten und
Gerichtsvollziehergebühren, [..] Meldung an die SCHUFA".


Nunmehr würde ich einen Strafantrag gegen den Vorstand des Inkassounternehmens stellen - wg. versuchter Nötigung!

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" "

0x Hilfreiche Antwort

#13
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Fairmount GmbH.

Wenn es erlaubt ist, kann ich heute abend die ganze Mail posten.

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""

0x Hilfreiche Antwort

#14
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16818 Beiträge, 5862x hilfreich)

quote:
Irrelevant, wenn sich das Angebot an Deutsche richtet.

Korrekt, zumindest aus deutscher Sicht, aber wo hat der Threadstarter das denn geschrieben?
Allein die Tatsache, dass man als Deutscher diesen Dienst in Anspruch nehmen kann bedeuted noch lange nicht, dass sich dieses Angebot auch an Deutsche richtet. Dazu gehört mehr als nur die pure Möglichkeit das Angebot zu nutzen.
Es kann sein, dass es so ist, aber das müsste der Threadstarter zunächst einmal dann auch so mitteilen. Ein Hinweis dazu wäre z.B. die Sprache auf der Webseite.
Generell ist dir aber schon klar, dass China schreiben kann, dass chinesisches Recht gilt und Deutschland sieht vor, das deutsches Recht gilt. Das gibt immer wieder die herrlichsten Meinungsverschiedenheiten zwischen 2 Parteien von denen jeder dann Recht hat. :grins:
In diesem speziellen Fall ist es natürlich hilfreich, dass der Webseitenbetreiber versucht in D seine Forderung durchzusetzen, daher wird hier wohl von deutschem Rechtsdenken ausgegangen werden können.
Über EU weite Richtlinien denke ich brauchen wir nicht zu diskutieren sondern nur über dere Umsetzungen in nationales Recht. Wie wurden die Widerrufsbedingungen denn in GB in nationales Recht umgesetzt? Kennst jemand den Wortlaut des entsprechenden Gesetzes?
Mit Beziehungen zu Firmen im Ausland bin ich immer sehr vorsichtig.
Eine "ltd" die sich an deutsche Kunden richtet ist für mich immer ein Warnsignal.

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" "

-- Editiert micbu am 15.10.2014 13:30

-- Editiert micbu am 15.10.2014 13:32

-- Editiert micbu am 15.10.2014 13:34

-- Editiert micbu am 15.10.2014 13:37

-- Editiert micbu am 15.10.2014 13:40

0x Hilfreiche Antwort

#15
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Ist leider alles recht undurchsichtig. Die Firma (Centrobill Ltd.), die die Zahlung abwickelt hat eine Adresse in England - an anderer Stelle steht aber auch mal eine Adresse in Zypern. Hinter Fairmount steckt wohl auch "Auer************".

Ich habe bei Google ähnliche Fälle gefunden. Auch dort wurden fast identische Mails verschickt mit angeblichen Briefen, die nicht zugestellt werden konnten.

Die Abo-Seite selbst ist auf Deutsch, aber eine deutsche Adresse finde ich dort nicht.

0x Hilfreiche Antwort

#16
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

So, hier mal die ganze Mail. Das mit der Schufa klingt nicht ganz so dramatisch wie zunächst oben gepostet:

Zitat:
Sehr geehrte Dame,
sehr geehrter Herr,

Sie haben bei unserer Auftraggeberin, die sich aus dem nachfolgend angehängten Schreiben ergibt, eine Dienstleistung in Anspruch genommen, ohne zu bezahlen. Einzelheiten zu diesem Angebot und zur Höhe des geschuldeten Betrages entnehmen Sie ebenfalls dem angehängten Aufforderungsschreiben.

Die Zustellung unseres Mahnschreibens an die von Ihnen bei der Nutzung des Onlineangebotes angegebene Adresse war nicht möglich. Sollten Sie vorsätzlich bei der
Inanspruchnahme der Dienstleistung falsche Kontaktdaten eingegeben haben, so könnten Sie sich des sogenannten Eingehungsbetruges gemäß § 263 Strafgesetzbuch strafbar gemacht haben. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Auftraggeberin die IP Adresse Ihres bei der Anmeldung verwendeten PCs mitgeloggt hat und die Staatsanwaltschaft mittels dieser und Ihrer Mail-Adresse eine Adressermittlung vornehmen kann.

Wir geben Ihnen hiermit letztmals Gelegenheit den geforderten Betrag unter Angabe des unten genannten Aktenzeichens binnen 8 Tagen nach Zugang dieser E-Mail auf unser Konto zu überweisen. Gegebenenfalls können Sie den Forderungsbetrag in monatlichen Raten begleichen. Beachten Sie bitte, dass eine Zahlung ohne Angabe des Aktenzeichens nicht zugeordnet werden kann!

Mit freundlicher Empfehlung

Fairmount GmbH

Grimmaische Straße 78
04720 Döbeln/Dresden



und


Zitat:
_______________________________________________________________________________________

Text der bereits per Post übersandten, aber nicht zustellbaren Zahlungsaufforderung
_______________________________________________________________________________________

***,

wir zeigen Ihnen an, dass wird die Firma Centrobill Ltd., 21 Wiltshire Close, GB-WA1 4DA Warrington, vertreten.

Sie haben das von unserer Mandantin vertriebene *** gebucht, ohne die vereinbarte Vergütung hierfür zu entrichten. Bei der Buchung wurden der von Ihnen gewählte
Username *** sowie Ihre Emailadresse *** von unserer Mandantschaft erfasst. Auch die IP Adresse Ihres Computers, der bei der Buchung verwendet wurde, konnte
mitgeloggt werden.

Sie schulden die fällige Vergütung in Höhe von EUR 59,95 zuzüglich Mahngebühr, Bankspesen und Zinsen in Höhe von EUR 10,00. Einschließlich unserer Kosten in Höhe von EUR 40,50 haben Sie einen fälligen Betrag von insgesamt EUR 110,45 zu bezahlen.

Wir haben Sie aufzufordern, diesen Betrag unter Verwendung des anhängenden Überweisungsformulars bis spätestens 23.10.2014 zu überweisen. Halten Sie diese Frist unbedingt ein!

Nach Zahlungseingang werden wir die Angelegenheit abschließen und die Akte zur Ablage bringen. Andernfalls wären wir gezwungen, den Vorgang unmittelbar an eine auf die Geltendmachung und Durchsetzung von Forderungen spezialisierte Anwaltskanzlei abzugeben. Hierdurch werden erheblich weitere Kosten in Form von Anwaltshonorar, Gerichtskosten und Gerichtsvollziehergebühren auf Sie zukommen und Sie müssen, soweit die Vorschriften des BDSG erfüllt sind, unter Umständen mit einer Meldung an die SCHUFA rechnen.

Mit freundlicher Empfehlung

Fairmount GmbH


-- Editiert Tanr am 15.10.2014 18:10

0x Hilfreiche Antwort

#17
 Von 
-Laie-
Status:
Weiser
(16818 Beiträge, 5862x hilfreich)

Das hört sich nun doch alles sehr nach Abzockerseite an.

-----------------
" "

0x Hilfreiche Antwort

#18
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Bekomme ich nach der Beschwerde eigentlich noch irgendeine Rückmeldung (vom Amtsgericht)?

0x Hilfreiche Antwort

#19
 Von 
spatenklopper
Status:
Gelehrter
(10565 Beiträge, 4182x hilfreich)

quote:
Bekomme ich nach der Beschwerde eigentlich noch irgendeine Rückmeldung (vom Amtsgericht)?


Nein.

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""

0x Hilfreiche Antwort

#20
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:
Generell ist dir aber schon klar, dass China schreiben kann, dass chinesisches Recht gilt und Deutschland sieht vor, das deutsches Recht gilt

Es geht hierbei nicht um China, es geht um GB. Und GB hat sich gewissen Dingen unterworfen, nämlich EU-Recht. Du das sieht sogar unabhängig der Zielsetzung der Seite das Verbraucher-Land als zuständig an, soweit ich das im Kopf habe.

quote:
Bekomme ich nach der Beschwerde eigentlich noch irgendeine Rückmeldung (vom Amtsgericht)?

Doch, eigentlich schon. Normalerweise wird man zumindest erfahren, wie es ausging, da man Opfer ist. Zumindest war es in allen mit bekannten Fällen so.

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"Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Sicherheit gibts nur beim Anwalt."

-- Editiert mepeisen am 17.10.2014 08:23

0x Hilfreiche Antwort

#21
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

So, es gibt etwas neues. Genauer gesagt eine neue Mail. Darin heißt es:

quote:
wie gewünscht übersenden wir Ihnen die Einzelverbindungsnachweise unserer Auftraggeberin
für das von Ihnen/Ihrem PC gebuchte Onlineangebotes in der Anlage. Hier können Sie die zu Beweiszwecken mitgeloggten Daten, wie die Uhrzeit und das Datum der Buchung, die Bankverbindung, die E-Mail Adresse, sowie die IP-Adresse des dabei verwendeten Computers entnehmen. Bekanntlich kann mittels dieser Daten und
der gespeicherten IP Adresse der bei der Buchung des Angebotes verwendete PC und der für diesen PC verantwortliche Anschlußinhaber ermittelt werden.

Beachten Sie bitte, dass diese Daten von dem erstmaligen Zugang zu dem Internetangebot stammen. Der darin ausgewiesene Betrag kann daher von dem aktuell gegen Sie geltend gemachten Forderungsbetrag abweichen, da es sich dann um einen Monatsbetrag handelt, der aufgrund der vereinbarten Verlängerung des Vertrages (z.B. nach einem Schnupperabo) fällig geworden ist.

Sollten Sie trotz der übersandten Unterlagen der Auffassung sein, das Angebot nicht genutzt zu haben, so ersuchen wir Sie höflich uns dies schriftlich zu bestätigen und eine Anzeige gegen Unbekannt wegen der mißbräuchlichen Nutzung Ihrer Daten zu erstatten.
Wenn uns Ihre Bestätigung und eine Ablichtung der Strafanzeige vorliegen, können wir das Inkassoverfahren gegen Sie unterbrechen.

Wir raten Ihnen deshalb, auch im Familien- und Bekanntenkreis nachzufragen, um eventuelle
Weiterungen zu vermeiden.



Ich weiß zwar nicht wie man darauf kommt, dass ich den Einzelverbindungsnachweis sehen wollte. Aber anscheinend ist dem so ;-)

Darin ist einmal das Probeabo aufgeführt und darunter das Folgeabo: http://abload.de/img/bild003p2sgp.png

Darauf, dass ich vorher gekündigt habe, gehen sie natürlich nicht ein.

0x Hilfreiche Antwort

#22
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:
Bekanntlich kann mittels dieser Daten und
der gespeicherten IP Adresse der bei der Buchung des Angebotes verwendete PC und der für diesen PC verantwortliche Anschlußinhaber ermittelt werden.


Nach so langer Zeit sicherlich nicht mehr.

Natürlich gehen die nicht auf deine vorzeitige Kündigung ein. Das passt denen ja auch nicht in ihre Argumentationskette. Falls noch keine Beschwerde beim Aufsichtsgericht eingereicht wurde, wäre es nun an der Zit. Die sind fachlich offensichtlich nicht in der Lage, korrekt zu handeln. Korrekt wäre, das ganze an den Auftraggeber zurück zu verweisen, weil die Rechtsmöglichkeiten erschöpft sind.

Man kann sich auch den Spass machen, dem Inkasso noch eine Mail zu schicken. "Wertes Inkasso. Sie haben offensichtlich nichts kapiert. Sie stellen sich offensichtlich viel blöder, als sie in Wahrheit sind. Was mich zur Frage führt, ob Sie hier die Betrugsmasche ihrer Mandantin ganz genau kennen und absichtlich versuchen, mich zu verwirren durch nichtssagende und völlig unerhebliche Nachrichten... Soll ich gegen Sie also Strafanzeige wegen Beihilfe zum gewerblichen Betrugs erstatten? Wollen Sie das wirklich? Wollen Sie wirklich einem Staatsanwalt erklären, was das alles soll? Ich glaube nicht, dass Sie das wollen. Genau das wid aber passieren, wenn Sie mich nicht in Ruhe lassen."

Oder man macht exakt gar nichts. Rechtlich ist die Situation exakt dieselbe wie zuvor.

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0x Hilfreiche Antwort

#23
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Danke.

Beschwerde hatte ich bereits gestellt. Leider weiß ich nicht, ob das AG diese weitergeleitet hat.

Ich habe mal Google bemüht, die Telekom speichert IP-Adressen wohl 7 Tage.

Ich überlege noch, ob ich denen noch antworten soll. Eigentlich wird einem ja davon abgeraten, per Mail den Kontakt aufrecht zu erhalten.

0x Hilfreiche Antwort

#24
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

quote:
Ich überlege noch, ob ich denen noch antworten soll. Eigentlich wird einem ja davon abgeraten, per Mail den Kontakt aufrecht zu erhalten.

Mails kosten nichts. Und solange man überdeutlich ist (nach dem Motto: Schleicht euch, ihr kriegt nichts), ist da auch nichts verfängliches dran.

Auf der einen Seite: Wenn man ständig wieder Mails schreibt, bleibt der Fall beim Inkasso auf der Liste und man bekommt ggf. vollautomatisch immer wieder mal "die allerletzte Mahnung".

Auf der anderen Seite kann man sich so auch gut abreagieren, wenn man denen ein paar deutliche Worte an den Kopf knallt, ohne zu beleidigen.

Ich persönlich spiele gerade mit offensichtlichen Betrügern ab und zu mal.

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0x Hilfreiche Antwort

#25
 Von 
JogyB
Status:
Bachelor
(3155 Beiträge, 3146x hilfreich)

quote:
Es geht hierbei nicht um China, es geht um GB. Und GB hat sich gewissen Dingen unterworfen, nämlich EU-Recht. Du das sieht sogar unabhängig der Zielsetzung der Seite das Verbraucher-Land als zuständig an, soweit ich das im Kopf habe.

Wenn ich es richtig im Kopf habe nur bezüglich des Gerichtsstandes. Bezüglich des anzuwendenden Rechts kommt es tatsächlich auf die Ausrichtung der Seite an.

-----------------
"Juristischer Laie - Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr."

0x Hilfreiche Antwort

#26
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Die Seite für die man das Abo abschließt ist jedenfalls in Deutsch und von einer deutschen Firma.

Auf obige Mail vom Inkassobüro habe ich nun gefragt, worauf die sich mit "wie gewünscht übersenden wir Ihnen die Einzelverbindungsnachweise" beziehen, und nochmals mit dem Hinweis, dass eine Kündigung des Probeabos erfolgt ist.

Daraufhin kam als Antwort:

quote:
wir beziehen uns auf Ihre Anfrage. Wir haben Ihre Einwendung zur Kenntnis genommen und unserer Auftraggeberin zur Stellungnahme vorgelegt. Eine Kündigung wurde uns jedoch von der Auftraggeberin nicht bestätigt. Wir müssen Sie daher um Übersendung eines Nachweises für die erfolgte Kündigung ersuchen.

Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass Sie für die von Ihnen behauptete Kündigung darlegungs- und beweispflichtig sind. Soweit Sie hierzu nicht in der Lage sein sollten, müssen wir Sie bitten, den offenen Gesamtbetrag binnen Wochenfrist auf unser Konto unter Angabe des Aktenzeichens zu überweisen. Andernfalls sind wir nach Fristablauf gehalten, die noch offene Gesamtforderung nunmehr gerichtlich geltend zu machen und beizutreiben. Auf die damit verbundenen weiteren Anwalts- und Gerichtskosten weisen wir ausdrücklich hin.


Natürlich gibt es für das normale Abo keine Kündigung - aber das Abo wurde mir ja aufgezwungen, indem die Kündigung des Probeabos 3 Tage rausgezögert wurde.
quote:
Seht geehrte(r) ,

Ihre Mitgliedschaft bei [..] wurde gekündigt

Künftig wird Ihnen nichts für diese Mitgliedschaft abgebucht.

Hier ist Ihre Kündigungsinformation:

Bestellnummer: [..]
Datum der Kündigung: 10/09/2014


Ich habe die Kündigung nun nochmals detailliert beschrieben und mit E-Mails und Screenshots belegt. Dazu den Hinweis, dass ich die Sache einem Anwalt übergeben werden, wenn weiterhin versucht wird, die Forderungen einzutreiben.

-- Editiert Tanr am 31.10.2014 09:22

-- Editiert Tanr am 31.10.2014 09:28

0x Hilfreiche Antwort

#27
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16158x hilfreich)

"Wertes Inkassobüro. Ihre Mandantin hat sogar meine Kündigung schriftlich bestätigt. Die Bestätigung erfolgte nur um mehrere Tage verzögert, so dass die Kündigungsfrist angeblich abgelaufen sei. Nun behauptet sie, dass ich nie gekündigt hätte? Sie sollten Ihrer Mandantin nochmals tief in die Augen schauen und eine andere Ausrede präsentieren. Andernfalls führt mich mein Weg direkt zur nächsten Polizeidienststelle und ich erstatte gegen Ihre Mandantin eine Strafanzeige wegen schweren (gewerblichen) Betrugs und gegen Ihr Inkassobüro wegen Beihilfe zum schweren (gewerblichen) Betrug. Damit ist alles gesagt."

Das würde ich persönlich nun an dieses Inkasso schicken.

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0x Hilfreiche Antwort

#28
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Die beziehen sich mit der Kündigung wohl auf das Folgeabo für 39,95 €.

Das hatte ich nicht gekündigt - aber auch nie abgeschlossen. Heute ist hier leider Feiertag, so dass frühestens am Montag eine Antwort auf meine Mail kommen dürfte.

0x Hilfreiche Antwort

#29
 Von 
Tanr
Status:
Frischling
(15 Beiträge, 1x hilfreich)

Seit einer Woche und der Ankündigung, dass ich bei weiteren Forderungen zum Anwalt gehe, ist es ruhig.

1x Hilfreiche Antwort

#30
 Von 
dsadgfewg
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo,

ich habe gerade genau das selbe Problem mit der Firma, nur dass ich keinen Beweis für meine Kündigung habe.

Die letzte Mail zur prüfung habe ich gerade erhalten:.

Zitat:
wir beziehen uns auf Ihre Anfrage. Wir haben Ihre Einwendung zur Kenntnis genommen und
unserer Auftraggeberin zur Stellungnahme vorgelegt. Eine Kündigung wurde uns jedoch von
der Auftraggeberin nicht bestätigt. Wir müssen Sie daher um Übersendung eines Nachweises
für die erfolgte Kündigung ersuchen.

Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass Sie für die von Ihnen behauptete Kündigung
darlegungs- und beweispflichtig sind. Soweit Sie hierzu nicht in der Lage sein sollten, müssen
wir Sie bitten, den offenen Gesamtbetrag binnen Wochenfrist auf unser Konto unter Angabe
des Aktenzeichens zu überweisen. Andernfalls sind wir nach Fristablauf gehalten, die noch
offene Gesamtforderung nunmehr gerichtlich geltend zu machen und beizutreiben. Auf die
damit verbundenen weiteren Anwalts- und Gerichtskosten weisen wir ausdrücklich hin.


Zuvor hat das Inkassobüro von mir ein schreiben bekommen mit Einwand, dass der Vertrag direkt nach ANmeldung gekündigt wurde und dieser ohne mein Wissen grundlos verlängert wurde.

Wie ist es bei euch ausgegangen? Was sollte ich als nächstes tun?

0x Hilfreiche Antwort

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