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Rücktritt im Möbelhaus = Verzug und Erfüllungsverweigerung des Käufers?

2.11.2020 Thema abonnieren
 Von 
Dopavin
Status:
Praktikant
(501 Beiträge, 120x hilfreich)
Rücktritt im Möbelhaus = Verzug und Erfüllungsverweigerung des Käufers?

Kunde bekommt eine Wohnwand geliefert, die defekt ist. Gleichzeitig hat der Verkäufer die Wohnwand um 1000 Euro im Laden reduziert. Nun fragt der Kunde an, ob er zurücktreten kann, obgleich er im Laden gekauft hat.
Der Mitarbeiterin sagt, dies würde nur gehen, wenn er 10% des Preises zahlt.

Nehmen wir als Beispiel Möbel Höffner (aber nicht die Online AGB)
Ist das, was die Mitarbeiterin meint, mit diesem Passus auf der Rückseite der Rechnung gemeint?
Und hat er Käufer mit diesem Passus das Recht, zurückzutreten? (ich kann mir das nicht vorstellen, da es doch eine Frist geben muss; die wiederum findet sich nicht in den AGB)

"Gerät der Käufer mit der Vertragserfüllung in Verzug und leistet auch dann nicht, nachdem ihm der Verkäufer eine angemessene Nachfrist gesetzt hat oder verweigert der Käufer die Erfüllung endgültig, ist der Verkäufer berechtigt, nach seiner Wahl vom Vertrag zurückzutreten oder Schadensersatz statt Erfüllung in Höhe von 25 % des Kaufpreises zu verlangen, sofern sich die Ware bereits am Lager des Verkäufers befindet und/oder die Bestellung beim Vorlieferanten nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, in allen anderen Fällen in Höhe von 10 % des Kaufpreises. "

-- Editiert von Dopavin am 02.11.2020 14:37

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6 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1899 Beiträge, 269x hilfreich)

Zitat (von Dopavin):
"Gerät der Käufer mit der Vertragserfüllung in Verzug und leistet auch dann nicht, nachdem ihm der Verkäufer eine angemessene Nachfrist gesetzt hat oder verweigert der Käufer die Erfüllung endgültig, ist der Verkäufer berechtigt, nach seiner Wahl vom Vertrag zurückzutreten oder Schadensersatz statt Erfüllung in Höhe von 25 % des Kaufpreises zu verlangen, sofern sich die Ware bereits am Lager des Verkäufers befindet und/oder die Bestellung beim Vorlieferanten nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, in allen anderen Fällen in Höhe von 10 % des Kaufpreises. "
Danach wäre der Kunde mit den angebotenen 10 % gut bedient. Da der Käufer mit der Vertragserfüllung nicht im Verzug ist, würde gar kein Rücktritt möglich sein.

0x Hilfreiche Antwort

#2
 Von 
-Laie-
Status:
Wissender
(14120 Beiträge, 5437x hilfreich)

Zitat (von Dopavin):
Der Mitarbeiterin sagt, dies würde nur gehen, wenn er 10% des Preises zahlt.
Das ist ein sehr kulantes Angebot! Das Möbelhaus könnte nämlich auch einfach eine Rücknahme verweigern oder einen höheren Prozentsatz fordern.

Signatur:

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#3
 Von 
Dopavin
Status:
Praktikant
(501 Beiträge, 120x hilfreich)

Hmm also mir ist schon klar, wie geschrieben, dass es eigentlich keinen Rücktritt gibt.
Die Frage war allerdings, ob die 10% dem entspricht, was die Passage bedeutet. Die erste Antwort klingt so, als wenn dieser Passus eigentlich nichts damit zu tun hat.

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
user08154711
Status:
Lehrling
(1899 Beiträge, 269x hilfreich)

Zitat (von Dopavin):
Die Frage war allerdings, ob die 10% dem entspricht, was die Passage bedeutet.
Nein, das hat damit m.E. tatsächlich nichts zu tun. Ist jetzt einfach ein Angebot vom Möbelhaus, die Wohnwand gegen 10 % des Kaufpreises zurück zu nehmen.

1x Hilfreiche Antwort

#5
 Von 
hh
Status:
Unbeschreiblich
(42464 Beiträge, 15180x hilfreich)

Zitat:
Die erste Antwort klingt so, als wenn dieser Passus eigentlich nichts damit zu tun hat.


Richtig

1x Hilfreiche Antwort

#6
 Von 
Dopavin
Status:
Praktikant
(501 Beiträge, 120x hilfreich)

Okay danke euch für die Aufklärung

0x Hilfreiche Antwort

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