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Schaden an Mietfahrzeug, Reparaturkosten und Teilekosten

27.6.2019 Thema abonnieren
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)
Schaden an Mietfahrzeug, Reparaturkosten und Teilekosten

Wir haben vor einigen Wochen ein Fahrzeug mit Hebebühne gemietet. Im Mietvertrag ist eine Selbstbeteiligung von 1000€ enthalten. Wir haben das Fahrzeug am Abend zurückgegeben und dabei ist ein Schaden aufgefallen.
Der Schaden ist an einem Kasten wo verschiedene Technik für die Hebebühne drin ist. Dieser hat einen Deckel, der verbogen ist. Und auch der ganze Kasten ist leicht schief. Wir haben bei den Arbeiten nicht bemerkt, dass uns das passiert ist. Man hat uns auch nochmal am nächsten Tag telefonisch auf den Schaden hingewiesen und auch Fotos von der Überwachungskamera geschickt wo der Kasten morgens bei der Abfahrt heile ist und Abends wo die Klappe des Kastens verbogen ist. Grade Morgens sind die Bilder sehr unklar und man sieht nicht wirklich was. Es ist aber auch nur abfotografiert vom Monitor wo das Überwachungsvideo zu sehen ist.
Letztendlich haben wir jetzt eine Rechnung über die Arbeitsstunden bekommen, in dem der Kasten ausgetauscht wurde. Auf die Arbeitsstunden hat man uns 50% Ermäßigung gegeben. Weiterhin wurde uns das Angebot der Firma mitgeschickt wo der Kasten angefragt wurde. Allerdings keine Rechnung oder irgendeinen anderen Beleg darüber das der Kasten auch wirklich gekauft bzw. verbaut wurde. Interessant ist, dass das Datum von der Rechnung das selbe ist wie das auf dem Angebot der externen Firma die den Kasten liefert.
Das hat uns schon etwas stutzig gemacht.
Auf Nachfrage bzgl. dieses Nachweises hat man uns gesagt dass das interne Dokumente sind und nicht weitergereicht werden. Nach einer weiteren telefonischen Kontaktaufnahme hat man sich dann irgendwie in Widersprüche verstrickt. Man müssen einem die Rechnung nicht geben, denn man hätte den Kasten ja auch auf Lager haben können oder man hätte den Kasten woanders gekauft haben können oder den Schaden nur repariert haben können. Aber ihnen geht es um die Kosten die angefallen wären, wenn man es komplett erneuern würde.
Irgendwie hört sich das so an als hätte man den Kasten garnicht bestellt bzw. verbaut. Denn auch Fotos o.Ä. können oder wollen Sie uns nicht schicken.
Desweiteren enthält die Rechnung einmal den Betrag für die Arbeitsstunden und den Betrag für den Kasten. Und darauf dann die Mehrwertsteuer. Ist das so rechtens? Oder dürfen Sie wenn dann nur den Betrag vor Steuer verlangen?
Ein weiteres Thema ist, dass es zu dem ganzen Mietvorgang keine Übergabeprotokolle gibt. Weder von morgens, wo das Auto bereits einen Schaden an der Tür hatte, noch vom Abend wo der Schaden vom Kasten dokumentiert wurde. Es gibt lediglich ein Protokoll was ich morgens bei der Übernahme des Fahrzeugs unterschrieben habe. Allerdings ohne irgendwelchen notierten Schäden. Im Nachgang hat man auf dieses Protokoll alle Schäden inkl. dem an der Tür geschrieben. Uns aber gesagt das dies eigentlich kein offizielles Übergabeprotokoll ist. Es dienst lediglich bei Verkehrsunfällen usw. Alles in allem gibt es kein vernünftiges Protokoll. Weder von morgens, noch von Abends.

Wie sollen wir uns jetzt verhalten?
Sollen wir auf die Rechnung bzw. auf einen Nachweis pochen, in dem klar erkenntlich ist, dass der Schaden auch repariert wurde?

Vielen Dank schon mal vorab.

Gruß Pepe

-- Editiert von Pepe1984 am 27.06.2019 10:56

-- Editiert von Pepe1984 am 27.06.2019 11:02

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29 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von Pepe1984):
Allerdings keine Rechnung oder irgendeinen anderen Beleg darüber das der Kasten auch wirklich gekauft bzw. verbaut wurde.
Der Schaden ist von euch zu begleichen, nicht die Reparatur. Die Firma braucht den Schaden also nicht beheben zu lassen und ihr müsst dennoch zahlen. Die tatsächliche Reparaturrechnung, falls eine Reparatur erfolgen sollte, geht euch nichts an.

Zitat (von Pepe1984):
Irgendwie hört sich das so an als hätte man den Kasten garnicht bestellt bzw. verbaut. Denn auch Fotos o.Ä. können oder wollen Sie uns nicht schicken.
All das geht euch gar nichts an!

Zitat (von Pepe1984):
Desweiteren enthält die Rechnung einmal den Betrag für die Arbeitsstunden und den Betrag für den Kasten. Und darauf dann die Mehrwertsteuer. Ist das so rechtens? Oder dürfen Sie wenn dann nur den Betrag vor Steuer verlangen?
Die dürfen verlangen was sie wollen. Wenn ihr mit der Höhe des Schadens nicht einverstanden seid, dann steht es euch frei ein Gegengutachten erstellen zu lassen.
Bisher seid ihr in der Einigungsphase. Wenn es Unstimmigkeiten gibt, dann klärt, im Zweifelsfall, ein Gericht wie hoch der Schaden ist und was erstattet werden muss.

Ganz pauschal ausgedrückt:
Ihr habt einen Schaden verursacht. Dieser Schaden ist von euch zu ersetzen. Ob und wie der Geschädigte reparieren lässt geht euch nichts an. Ist man sich über die Schadenshöhe uneinig klären Gerichte das anhand von Gutachten.

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#2
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Hallo -Laie-

Vielen Dank erstmal für deine schnelle Antwort.
Leider kann ich so manche Antworten nicht so nachvollziehen.
Die Verleihfirma holt sich von einer Firma ein Angebot ein und gibt den Betrag des Angebotes an uns weiter?
Wir sollen diesen Betrag dann zahlen, egal ob der Kasten so eingekauft wurde oder wird?
Nun gut... hört sich komisch an.

Wie ist das denn mit der Steuer?

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#3
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von Pepe1984):
Die Verleihfirma holt sich von einer Firma ein Angebot ein und gibt den Betrag des Angebotes an uns weiter?
Richtig, damit wird die Schadenhöhe belegt.

Zitat (von Pepe1984):
Wir sollen diesen Betrag dann zahlen, egal ob der Kasten so eingekauft wurde oder wird?
Richtig, denn die Firma kann sich frei entscheiden ob sie den Schaden reparieren lässt oder nicht. Es ist deren Entscheidung.
Beispiel: Du hast eine Vase im Wert von 1000€. Jemand anderes macht die Vase kaputt. Er muss dir nun den Schaden von 1000 ersetzen. Du bist jetzt frei in deiner Entscheidung wieder solch eine Vase zu kaufen oder von dem Geld lieber in Urlaub zu fahren. Es ist deine freie Entscheidung was du mit dem Geld für den angerichteten Schaden machst.
Nochmal: Der Schädiger hat den angerichteten Schaden zu bezahlen, nicht die Reparatur dessen.

Zitat (von Pepe1984):
Wie ist das denn mit der Steuer?
Wenn die Leisitung nicht gemäß Angebot eingekauft wurde, dann fällt logischerweise auch keine Mehrwertsteuer an. Wird repariert, dann aber natürlich schon.

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#4
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

OK. Vielen Dank

Im Moment muss ich davon ausgehen das der Kasten nicht gekauft wurde, da keine Rechnung geschickt wird und auch keine Bilder. Daher verstehe ich, das sie die Kosten für den Kasten verlangen können, da dies die Schadenshöhe beurteilt. Jedoch kann doch nicht die Arbeitsleistung in Rechnung gestellt werden, wenn garkeine Leistung erbracht wurde. Jede Versicherung zahlt doch erst wenn der Schaden letztendlich auch repariert wurde oder? Ein Konstenvoranschlag reicht denen doch auch nicht... oder sehe ich das falsch?

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#5
 Von 
cirius32832
Status:
Student
(2140 Beiträge, 719x hilfreich)

Dass es keine Protokolle gibt, ist nicht schön. Ich kann nur appellieren, dass man immer selber einmal um das Fahrzeug herumgeht und sich alles anschaut. Ich mache das bei jedem Fremdfahrzeug bei einem Autovermieter oder wenn ich von meiner Werkstatt einen Wagen geliehen bekomme für eine Inspektion o.ä.

Signatur:https://www.antispam-ev.de
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#6
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von Pepe1984):
Jede Versicherung zahlt doch erst wenn der Schaden letztendlich auch repariert wurde oder?
Nein, völlig falsch. Auch die Versicherungen bezahlen den Schaden und nicht die Reparatur dessen.


Zitat (von Pepe1984):
Jedoch kann doch nicht die Arbeitsleistung in Rechnung gestellt werden, wenn garkeine Leistung erbracht wurde
Doch, natürlich, denn die zur Reparatur benötigte Arbeitsleistung gehört ja zum Schaden dazu.

Zitat (von Pepe1984):
Konstenvoranschlag reicht denen doch auch nicht..
Oft reicht auch ein Kostenvoranschlag. Ob ein Kostenvoranschlag akzeptiert wird oder nicht, das hängt immer von der Gegenseite ab und ist dessen freie Entscheidung diesen als Nachweis zu akzeptieren oder nicht.

Es ist jetzt also deine freie Entscheidung den Nachweis über den verursachten Schaden zu akzeptieren oder nicht. Bezweifelst du die Schadenhöhe, dann kannst du natürlich einen Gutachter hinzuziehen um das klären zu lassen. Dessen Gutachten kann dann wiederum dein Gegner akzeptieren, oder auch nicht. Können sich 2 Parteien nicht einigen, dann geht es u.U. halt vor Gericht bis es zu einem Urteil kommt. Für welchen Weg du dich entscheidest ist ganz alleine deine Sache. Du solltest halt bedenken, dass die Firma anscheinend beweisen kann, den Wagen ordnungsgemäß übergeben und mit Schaden zurückbekommen zu haben.

-- Editiert von -Laie- am 27.06.2019 11:57

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#7
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ja gut, dass einzige was es gibt sind Bilder aus der Überwachungskamera von morgens wo man sehr schwer erkennt, dass der Kasten heil oder verbogen ist. Vom Abend gibt es Bilder wo die verbogene Klappe klar zu erkennen ist. Aufgrund der fehlenden Übergabeprotokolle und der fehlenden Zeugen wäre die Frage, es drauf ankommen zu lassen. Die Frage ist eben auch in wiefern die Bilder von der Überwachungskamera als Beweis geltend gemacht werden können...

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#8
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von Pepe1984):
Die Frage ist eben auch in wiefern die Bilder von der Überwachungskamera als Beweis geltend gemacht werden können...
Natürlich sind das Beweise. Warum denn auch nicht??? Entweder diese beweisen, dass der Deckel bereits verbogen, oder dass er in Ordnung war. Die Videos werden wohl in besserer Qualität sein, als davon erzeugte Standbildkopien. Du musst jetzt für dich entscheiden womit du besser wegkommst. Also entweder alles anfechten oder bezahlen.

-- Editiert von -Laie- am 27.06.2019 12:38

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#9
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2257 Beiträge, 605x hilfreich)

Hallo pepe,

in deinem Fall würde ich dir zur Sicherheit empfehlen
für ein paar Euro die Frage dort zu stellen.

https://www.frag-einen-anwalt.de/


Zitat (von Pepe1984):
Ein weiteres Thema ist, dass es zu dem ganzen Mietvorgang keine Übergabeprotokolle gibt.



Wer hat wann das Fahrzeug bei der Rückgabe angenommen?

Wann wurde euch der Schaden mitgeteilt - sofort bei Rückgabe?

Was glaubst du wie der Schaden entstanden ist?

Gibt es Zeugen?

Zitat (von -Laie-):
Zitat (von Pepe1984):
Wie ist das denn mit der Steuer?


Zitat (von -Laie-):
Wenn die Leisitung nicht gemäß Angebot eingekauft wurde, dann fällt logischerweise auch keine Mehrwertsteuer an. Wird repariert, dann aber natürlich schon.



Nein, auch wenn repariert wird ist die Mehrwertsteuer nicht zu zahlen.


gruß charly

Signatur:
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#10
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Hallo pepe,

in deinem Fall würde ich dir zur Sicherheit empfehlen
für ein paar Euro die Frage dort zu stellen.

https://www.frag-einen-anwalt.de/


Zitat (von Pepe1984):
Ein weiteres Thema ist, dass es zu dem ganzen Mietvorgang keine Übergabeprotokolle gibt.



Wer hat wann das Fahrzeug bei der Rückgabe angenommen?

Wann wurde euch der Schaden mitgeteilt - sofort bei Rückgabe?

Was glaubst du wie der Schaden entstanden ist?

Gibt es Zeugen?

Zitat (von -Laie-):
Zitat (von Pepe1984):
Wie ist das denn mit der Steuer?


Zitat (von -Laie-):
Wenn die Leisitung nicht gemäß Angebot eingekauft wurde, dann fällt logischerweise auch keine Mehrwertsteuer an. Wird repariert, dann aber natürlich schon.



Nein, auch wenn repariert wird ist die Mehrwertsteuer nicht zu zahlen.


gruß charly




Hallo Charly,

gibt es denn dazu eine rechtliche Grundlage?

Danke und Gruß

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#11
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Nein, auch wenn repariert wird ist die Mehrwertsteuer nicht zu zahlen.
Wieso denn nicht???

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#12
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(72149 Beiträge, 32537x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Wieso denn nicht???

Weil Firmen die Kfz vermieten in der Regel nicht unter die Kleinunternehmerregelung fallen ...


Signatur:Meine persönliche Meinung/Interpretation! Im übrigen verweise ich auf §675 Abs. 2 BGB
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#13
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Argh, natürlich, ist ja ein Gewerbekunde. War doof von mir..........

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#14
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2257 Beiträge, 605x hilfreich)

.
Genau; Geschädigter ist vorsteuerabzugsberechtigt; MwSt = durchlaufender Posten.


Gruß Charly

Signatur:
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#15
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2257 Beiträge, 605x hilfreich)

Zitat (von Jenny_S):
Hallo Charly,

gibt es denn dazu eine rechtliche Grundlage?

Danke und Gruß


Für was ?


Gruß Charly

Signatur:
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#16
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Zitat (von charlyt4):
Zitat (von Jenny_S):
Hallo Charly,

gibt es denn dazu eine rechtliche Grundlage?

Danke und Gruß


Für was ?


Gruß Charly




Das die Firma wenn dann nur die Kosten für das Teil und die Arbeitsstunden berechnen darf, jedoch nicht die anfallenden Mehrwertsteuern.

Danke und Gruß
Pepe

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#17
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Da die Firma gar keine MwSt. bezahlt ist das auch kein Schaden. Ergo kann die MwSt. auch nicht als entstandener Schaden geltend gemacht werden.

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#18
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Ok damit halte ich anschließend fest, dass ich wenn ich was bezahle, nur den Kasten und die Arbeitsstunden ohne Mehrwertsteuer zahle! Und die Arbeitsstunden auch nur wenn der Kasten wirklich nur erneuert wurde.
Das lasse ich mir natürlich anhand von Bildern bestätigen...

Soweit alles richtig?

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#19
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Zitat (von Pepe1984):
Und die Arbeitsstunden auch nur wenn der Kasten wirklich nur erneuert wurde.
Nein! Die Arbeitsstunden sind in jedem Fall zu zahlen. Diese gehören mit zum Schaden.

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#20
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

Auch wenn die Reparatur nie erfolgt?

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#21
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Noch einmal: Du hast den Schaden zu bezahlen, nicht die Reparatur. Du bist schadenersatzpflichtig, nicht Reparaturersatzpflichtig. Der Schaden beinhaltet natürlich auch die notwendigen Kosten um den Schaden beheben zu lassen. Egal ob das dann tatsächlich geschieht oder nicht. Das nennt man dann "fiktive Abrechnung". Es kann dir völlig egal sein wie der Geschädigte danach mit dem Schaden umgeht. Er ist dir für rein gar nichts Rechenschaft schuldig.

-- Editiert von -Laie- am 01.07.2019 14:14

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#22
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

...

-- Editiert von Angel85 am 01.07.2019 20:54

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#23
 Von 
Pepe1984
Status:
Frischling
(7 Beiträge, 0x hilfreich)

OK. Und auch die MwSt. für die Arbeitsstunden? Oder die nicht?

Und bei den Teilen brauche ich definitiv die Summe ohne MwSt. zahlen oder?

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#24
 Von 
-Laie-
Status:
Gelehrter
(11509 Beiträge, 4930x hilfreich)

Nein, generell keine MwSt., denn der Geschädigte ist eine Firma und die zahlt keine MwSt.

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#25
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Jetzt haben wir den Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer überwiesen gehabt und nun schickt die Firma uns eine Zahlungserinnerung mit dem Hinweis:

Da es sich bei unserer Rechnung ... nicht um einen Schadensersatz, sondern um die Reparatur des entstandenen Schadens handelt, können wir den Abzug der Umsatzsteuer nicht akzeptieren und bitten um Überweisung des ausstehenden Restbetrages von...

Kann und darf das so sein? Wer kann uns helfen?

Vielen Dank vorab.

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#26
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2257 Beiträge, 605x hilfreich)

.

Zitat (von Angel85):
Jetzt haben wir den Rechnungsbetrag ohne Mehrwertsteuer überwiesen gehabt

Das heisst, es wurde wirklich repariert?

Wer hat repariert? Von wem ist die Reparaturrechnung?


Zitat (von Angel85):
können wir den Abzug der Umsatzsteuer nicht akzeptieren und bitten um Überweisung des ausstehenden Restbetrages von...



Na ja, nicht akzeptieren und bitten kann man ja!


Zitat (von Angel85):
Kann und darf das so sein? Wer kann uns helfen?



Bei Firmen wird grundsätzlich von einer Vorsteuerabzugsberechtigung ausgegangen.
Sollte dies hier nicht so sein, könnte dies der Steuerberater der Firma bestätigen und
darauf würde ich auch bestehen.

Z.B. zahlt keine Versicherung einen Cent Mehrwertsteuer im Schadensfall wenn der Geschädigte
Unternehmer ist. Das Gegenteil müsste der Geschädigte nachweisen.


gruß charly


Signatur:
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#27
 Von 
Angel85
Status:
Frischling
(14 Beiträge, 0x hilfreich)

Repariert hat die Vermietfirma. Das haben wir zwar nie in Auftrag gegeben aber es hieß hier ja auch mal das es vollkommen egal ist ob Sie es reparieren oder dafür in den Urlaub fahren. Da es hier um Schadensersatz geht.
Wir haben eine Rechnung über die Arbeitsstunden bekommen und ein Angebot für das zu verbauende Teil.
Alles ist mit Mehrwertsteuer ausgeschrieben und diese haben wir jetzt eben nicht bezahlt.

Dennoch verlangt die Firma die Zahlung. Ich denke das wir hier nichts bezahlen werden!

Gibt es andere Meinungen?

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#28
 Von 
charlyt4
Status:
Student
(2257 Beiträge, 605x hilfreich)

Zitat (von Angel85):
Repariert hat die Vermietfirma.


Ist dass nun eine Vermietfirma oder eine Reparaturwerkstatt?


Zitat (von Angel85):
Das haben wir zwar nie in Auftrag gegeben



Das könntest du auch gar nicht in Auftrag geben, ausser der Geschädigte akzeptiert dies.


Zitat (von Angel85):
ber es hieß hier ja auch mal das es vollkommen egal ist ob Sie es reparieren oder dafür in den Urlaub fahren.



Das ist im Prinzip korrekt. Aber eine Mischung aus konkreter und normativer Abrechnung ist nicht zulässig.



Zitat (von Angel85):
Wir haben eine Rechnung über die Arbeitsstunden bekommen



Auf wen wurde die Rechnung ausgestellt? Wer hat den Auftrag dafür erteilt?


Wie hoch ist der Stundenlohn? Ist der Stundenlohn Ortsüblich? Und, und, und ....


Zitat (von Angel85):
Alles ist mit Mehrwertsteuer ausgeschrieben und diese haben wir jetzt eben nicht bezahlt.

Dennoch verlangt die Firma die Zahlung. Ich denke das wir hier nichts bezahlen werden!



Wie du siehst, könnte man sich zu Tode diskutieren.

Du hast die Forderung akzeptiert und netto beglichen - Punkt!

Sollte die Firma der Meinung sein, dass ihnen mehr zusteht, können sie dies gerne nachweisen.


PS: Bei allem nicht vergessen; die Firma könnte unter Umständen auch Nutzungsausfall geltend machen.



gruß charly

Signatur:
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#29
 Von 
Sir Berry
Status:
Schlichter
(7493 Beiträge, 2600x hilfreich)

Zitat (von -Laie-):
Nein, generell keine MwSt., denn der Geschädigte ist eine Firma und die zahlt keine MwSt.

Wenn ich als Fa. in irgendeinem Zubehörhandel ein Teil kaufe, zahle ich sehrwohl die Mwst.

Berry

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