Sonnen-Abo, gar kein Abo?

3. April 2018 Thema abonnieren
 Von 
fb487434-59
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)
Sonnen-Abo, gar kein Abo?

Hallo.

Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit dem Fitnessstudio mangels Hygiene und 14-tätiger Abbuchung mit jeder Position einzeln natürlich zu Wucherstornokosten.

Als wir 04.2016 den Vertrag eingingen, hingen überall solche schönen "Sonne so viel du willst" Schildchen mit denen das Sonnenabo beworben wurde. 5€/Woche für unendlich Sonne.
Das wurde aber mit der Zeit einfach so ohne Ankündigung oder ähnliches geändert, nämlich auf alle 48 Stunden maximal.

Im Vertrag ist leider nicht aufgeführt wie oft man nun bei dem "Abo" gehen kann.
Bei Nachfrage wurde mir unterstellt, ich lüge, 48stunden könnte man seit 16(!) Jahren nur gehen.
Ich habe daraufhin eine E-Mail geschrieben, in der ich gefordert habe, dass jegliche Abbuchungen des Mitgliederbeitrages zu unterlassen ist und ich hiermit das Lastschriftmandat zurückziehe.
Daraufhin kam eine Mail, dass es Bestandteil des Vertrages wäre (ist es nicht.)

Abbuchungen wurden natürlich weiter gemacht. Alle 14 Tage (30€ Abo, 10€ Sonne, 4,90€ getränkeabo) jede Buchung einzeln. (6 im Monat x 7,50€ pro Storno.)
Macht stolze 45€ monatlich an Stornogebühren.

Meine Frage nun, ist es rechtens eine fristlose Kündigung zu verfassen, welche das Studio annehmen muss?
Das Getränkeabo beinhaltet ja auch jeden Tag, so viel ich möchte zu trinken. Das bedeutet Abo in meinen Augen ja?
Habe leider keine Fotos der Schilder wo steht so viel Sonne du willst.

Das Problem: meine Freundin hat nun eine Rechnung vom Inkasso über ca 2000€.
Nachdem ich mich geweigert habe zu zahlen, da es Vertragsbruch ist, haben Sie meiner Freundin den Vertrag gekündigt nachdem sie vergessen hat zu kündigen und wollen nun das ganze Geld auf einmal. Für einen Vertrag der vielleicht schon seit 1 1/2 Jahren nichtig ist?

Ich hoffe auf Hilfe und bedanke mich schon mal im Voraus!

Mit freundlichen Grüßen

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5 Antworten
Sortierung:
#1
 Von 
hiphappy
Status:
Junior-Partner
(5593 Beiträge, 2507x hilfreich)

Ich glaube zu verwechselst Abo mit Flatrate. Wenn ich eine Zeitschrift abonniere, bekomme ich die einmal pro Erscheinungszeitraum und nicht so viele Exemplare ich will.
Und eine "Beschränkung" auf max 48h pro Woche ist nun wirklich keine große Einschränkung.

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#2
 Von 
fb487434-59
Status:
Frischling
(2 Beiträge, 1x hilfreich)

Naja es geht ja darum, dass wir aus dem Vertrag wollen und das Studio anscheinend irgendwo einen Vertragsbruch begangen hat, vermutlich wegen der Änderung von 24h auf 48h.
Und du musst es so sehen, wenn du ein Sonnenabo buchst mit dem Werbespruch soviel Sonne du willst, dann würdest du dich auch verarscht fühlen wenn so eine Änderung kommt und du genug andere Streitpunkte mit dem Studio hast?

Ich möchte eigentlich nur wissen,
Ist die Änderung von 24h auf 48h ein Vertragsbruch? Ist eine fristlose Kündigung dann möglich?
Und wie sieht das aus mit den Abbuchungen die passiert sind, nachdem ich das Lastschriftmandat entzogen habe?
Außerdem geht es ja auch um das Prinzip, nachdem ich als Lügner dargestellt wurde.

Davon abgesehen, wenn du für etwas bezahlst möchtest du doch auch die Leistung, welche bei Vertragsabschluss besprochen wurde? Falls nicht können wir auch einen Vertrag machen bei dem du dich mit einer Beschränkung einfach so zufrieden gibst.:-)

-- Editiert von fb487434-59 am 03.04.2018 13:23

1x Hilfreiche Antwort

#3
 Von 
mepeisen
Status:
Unsterblich
(24959 Beiträge, 16179x hilfreich)

Ein Vertrag ist so zu erfüllen, wie er abgeschlossen wurde. Das gilt auch für den Anbieter. Vertragsänderungen bedürfen zunächst mal einer beiderseitigen Willensbekundung. Sprich: Mindestens muss dir eine Vertragsänderung angekündigt werden und (je nach übrigen Vertragsklauseln) musst du dieser auch aktiv zustimmen.

Zitat:
anscheinend irgendwo einen Vertragsbruch begangen hat

Von der Wortwahl wäre es wohl eher eine Leistungsverweigerung oder Schlechtleistung.

Zitat:
Und wie sieht das aus mit den Abbuchungen die passiert sind, nachdem ich das Lastschriftmandat entzogen habe?

Die Kosten hierfür sind deren Problem. Unabhängig davon, ob du nun zahlen musst oder nicht.

Zitat:
Außerdem geht es ja auch um das Prinzip, nachdem ich als Lügner dargestellt wurde.

Und damit stehst du leider schon mal vor einem mittelschweren Problem: Wie beweist du das, was ursprünglich Vertragsinhalt war? Steht zur Ausgestaltung der "Sonnen-Flatrate" irgendetwas in dem dir vorliegenden Vertrag?

Davon abgesehen: Meint Sonne ein Solarium? Dann wäre ich persönlich schon etwas irritiert aus rein gesundheitlichen Aspekten. Also nicht dass dir deine Argumentation auf die Füße fällt, weil es irgendeine Verordnung gibt, dass einem Anbieter untersagt, dich mit so wenig Zeitabstand in ein Solarium zu lassen. Würde ich vorher auch nochmal prüfen.

Signatur:

Mitglied im AK Inkassowatch. Anfragen per PM. Meine Beiträge stellen keine Rechtsberatung dar. Siche

0x Hilfreiche Antwort

#4
 Von 
Harry van Sell
Status:
Unbeschreiblich
(122663 Beiträge, 40165x hilfreich)

Zitat (von fb487434-59):
Ist die Änderung von 24h auf 48h ein Vertragsbruch? Ist eine fristlose Kündigung dann möglich?

Wie jetzt, ich dacht die hätten gekürzt?
Und nein, eine Verdoppelung der Leistung (zum gleichen Preis) ist kein Vertragsbruch, sondern eine Vertragsänderung. Und eine fristlose Kündigung wäre dann auch nicht durchsetzbar.



Soweit man es der konfusen Schilderung entnehmen konnte, gibt es keine Beweise für "so viel man will"?



Zitat (von fb487434-59):
mit denen das Sonnenabo beworben wurde.

Das dann auch gebucht wurde?
Wortlaut dieser vertraglichen Vereinbarung?



Zitat (von fb487434-59):
Das wurde aber mit der Zeit einfach so ohne Ankündigung oder ähnliches geändert, nämlich auf alle 48 Stunden maximal.

Und der Wortlaut dieser Vereinbarung?



Signatur:

Meine persönliche Meinung/Interpretation!
Im übrigen verweise ich auf § 675 Abs. 2 BGB

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